Geschichtsverharmlosung und Gegenwartsverzerrung auf FPÖ unzensuriert

FPÖ unzensuriert - Geschichtsverharmlosung und GegenwartsverzerrungWie auf der Website der identitären Partei Geschichte verharmlost und Gegenwart verzerrt dargestellt wird, davon erzählt auch und wieder einmal ein Kommentar vom 14. April 2016 unter der Überschrift „FPÖ-Bürgerstand von linksextremen Vermummten attackiert“.

Zuerst einmal zur Verharmlosung der Geschichte.

Ernst Kirchweger, so wird es geschrieben, „der in den 60iger Jahren unter tragischen Umständen den Tod fand“. Es kann beinahe verstanden werden, daß über den Tod von Ernst Kirchweger derart verharmlosend geschrieben wird. Was sind „tragische Umstände“? Ein Mensch geht über die Straße, ein Autofahrer will einem Hund ausweichen, verliert die Kontrolle über sein Auto und … Das ist ein „tragischer Umstand“. Ernst Kirchweger starb, weil er niedergeschlagen wurde. Er wurde am 31. März 1965 während einer antifaschistischen Demonstration niedergeschlagen. Wenige Tage danach verstarb Ernst Kirchweger an den Folgen des Boxhiebs. Wenn Sie nach dem Namen des Schlägers suchen, nach Dr. Günther respektive Gunther Kümel, finden Sie alles, was verständlich macht, weshalb über den Tod von Ernst Kirchweger  auf diese Art geschrieben wird. Sie werden den Ring freiheitlicher Studenten finden, Rechtsextremismus, Verurteilungen. Was Sie allerdings nicht finden werden, ist ein Hinweis darauf, daß sich Dr. Kümel nach diesem durch ihn verursachten Tod gewandelt hätte. Im Gegenteil. „Volk und Reich“ scheinen ihm weiter das Höchste zu sein, wie seinem ebenfalls verurteilten Gesinnungsgefährten, einem Fürsprecher freiheitlicher Nationalratspräsidenten.

Und nun zur Verzerrung der Gegenwart.

Kein Verständnis gibt es für den Menschen, der, wie berichtet wird, einen freiheitlichen Bezirksrat attackieren wollte. Wenn Sie aber den Bericht von FPÖ unzensuriert dazu lesen, werden Sie wohl zustimmen, es ist höchste Übertreibung und höchste Verzerrung von einem „Anschlag“ zu schreiben.

Zum Schluß darf nicht fehlen, was die Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert für diesen Menschen, dessen Aktion trotz des Umstandes, daß nichts passiert ist, nicht zu entschuldigen ist, an eigenmächtigen Bestrafungen vorschlägt, und wieder unter der Zustimmung von vielen, anonym, also digital vermummt. Das will diesmal gar nicht zitiert werden, zwei Beispiele können in der Collage gelesen werden.

Ein Gedanke zu „Geschichtsverharmlosung und Gegenwartsverzerrung auf FPÖ unzensuriert

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