Unzensuriert warnt seit Monaten täglich vor … (noch subtiler als „Die Presse“?): „wandere aus, solange es noch geht“

FPÖ unzensuriert ist für das Auswandern, solange es noch geht

Entweder kennen Wähler und Wählerinnen, die die dritte Systempartei FPÖ wählen oder wie vorvorvorgestern den dritten Systemparteikornblumenträgerkandidaten, sich sehr gut aus und sind also nicht so verwirrt wie …

… oder sie sind genauso durcheinander und wissen nicht, was sie tun. Im Falle der FPÖ unzensuriert heißt das: sie merkt sich nicht einmal bei einem Kommentar von der ersten bis zur letzten Zeile, was sie schreibt.

Gestern schreibt FPÖ unzensuriert, wie in der Collage gelesen werden kann, wütend gegen eine Tageszeitung, die ihr nun keine Qualitätszeitung mehr sein will:

„Die Tageszeitung ‚Die Presse‘ war einmal als Qualitätsblatt bekannt – nun schreibt sie Pseudo-Katastrophen herbei.“

Und am Ende des Kommentars schreibt sie wieder, wie seit Monaten täglich am Ende eines jeden Kommentars:

„wandere aus, solange es noch geht“.

Klingt das nicht nach einem Herbeischreiben von tatsächlichen „Katastrophen“ und nicht nur „Pseudo-Katastrophen“? Weil täglich die Warnung: „solange es noch geht, wandere aus“. Tägliche Aufrufe zum Auswandern mit dem eindringlichen Hinweis: „solange es noch geht“… wenn dies keine Panikmache ist? Was dann?

Daß Wählerinnen und Wähler den Mut haben, diese dritte Systempartei und diesen Systemkandidaten dennoch zu wählen, bei diesem Durcheinander, ja, das erfordert mehr als Mut, das muß schon blindes Vertrauen in die Vorsehung sein, jemanden zu wählen, ohne zu wissen, was dann kommen wird. Im konkreten Fall, um es noch einmal zu wiederholen: Einwanderung wird strikt abgelehnt, ist „kein Menschenrecht“, Auswanderung aber ist ein Recht. Wie das funktionieren soll, also auszuwandern ohne einwandern zu dürfen, darauf gibt es nur eine so schlüssige Antwort wie auf die Frage, gibt es einen Gott oder gibt es einen Allah Jahwe nicht.

Wie lange FPÖ unzensuriert für das Heil in der Auswanderung – „solange es noch geht“ – wirbt, kann nicht gesagt werden; aufgefallen ist es jedenfalls schon vor Monaten, in der ersten Dezember-Hälfte des Jahres 2015, wie nachgelesen werden kann:

He.-Chr. Strache – “Einwanderung ist kein Menschenrecht – wandere aus, solange es noch geht”

“Harald Vilimsky auf Facebook und Twitter wandere aus, solange es noch geht”

FPÖ-ZZ: “Einwanderer, nein danke!”

Möglicherweise wird hier einfach kompliziert in Gleichnissen gesprochen, wie es schon Mohammed Jesus tat, und die Schrift verstehe, wer zu lesen vermag. Wenn bedacht wird, wer mit dieser Auswanderung beworben wird, könnte es natürlich sein, daß es keine Auswanderung ist, weil es dabei gesinnungsgemäß zu keiner Auswanderung, zum Verlassen der Geistesheimat kommt, sondern lediglich zu einem Ortswechsel.

Aber. Gleichnisse mögen etwas Schönes sein auf den Knien in den kalten Bänken einer Kirche oder auf den kalten Böden einer Moschee oder …, in einer Wahlkabine aber sollte das Kreuz doch bei Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten gemacht werden, deren Rede klar und unmißverständlich ist.

Es gibt also eine Alternative, es gibt immer eine Alternative. In diesem Fall sogar eine ganz leicht umzusetzende Alternative. Statt also auf FPÖ unzensuriert zu hören und auszuwandern, „solange es noch geht“, einfach am 22. Mai 2016 den Kornblumenträgerkandidaten nicht zu wählen, und damit auch die dritte Systempartei abzuwählen …

Bundespräsidentschaftswahl 2016 Österreich - Den Kandidaten der dritten Systempartei auch nicht wählen

Ein Gedanke zu „Unzensuriert warnt seit Monaten täglich vor … (noch subtiler als „Die Presse“?): „wandere aus, solange es noch geht“

  1. Pingback: Auf FPÖ unzensuriert schamloseste und übelste Diffamierung des gewählten Bundespräsidenten | Prono ever

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