Ein Jude schenkt Österreich zur Erinnerung 18 an die Reichspogromnacht eine neue und diesmal proaktive Erklärung

Es gibt Absätze in Kapiteln, die, so einfach wie kurz gesagt, zu wiederholen sind. Die es wert sind, sie zu einem eigenständigen Kapitel zu erheben. Ein Absatz aus dem Kapitel über eine Sternstunde der Menschheit ist ein solcher Absatz. Es ist der Absatz mit

Peter Sichrovsky. Dem Erlöser. Er erlöste die Menschen in Österreich von der ewiggleichen und bis zum Überdruß bekannten Ausrede, nichts gewußt zu haben, nicht dabei gewesen zu sein, nur die Pflicht erfüllt zu haben.

Ab dieser Fernsehstunde der Menschheit aber können Menschen in Österreich mit ihm als „Vorbild“ sagen:

Wir waren aktiv dabei.
Wir wußten ja alles. Darum
waren wir ja auch nur dabei.
Nur deshalb waren wir aktiv.
Weil wir ja alles gewußt haben.
Bloß deshalb. Das war unser einziger
Grund, aktiv dabei zu sein: zu unter-
wandern.

Das wird sich wohl jetzt schon vor allem ein jüdischer Abgeordneter der Volkspartei notiert haben, um, wenn alles, wenn wieder alles vorbei ist, wenn wieder alles in den Abgrund gestürzt ist, nicht mehr sagen zu müssen, nichts gewußt zu haben und so weiter und so fort, sondern stolz verkünden zu können, ein Aktiver gewesen zu sein, ein Unterwanderungsaktiver … Denn nichts ist heutzutage mehr verpönt, als ein passiver Mensch zu gelten, als Opfer … heutzutage muß ein jeder Mensch aktiv sein, mehr noch, proaktiv, ein Täter …

Und die hehrste Entschuldigung für die heutige Generation in Österreich hat nun Peter Sichrovsky den Menschen in Österreich, die aktiv waren für die schwarzidentitäre Regierung, zum Geschenk gemacht. Und sie werden davon reichlich Gebrauch machen. Sie werden hintreten und sagen:

Wir wollten nur unterwandern. Bloß deshalb waren wir dabei. Die Unterwanderung war unsere Pflicht. Und selbstkritisch in der dann wieder ach so selbstkritischen Zeit werden sie hinzufügen, und dabei bei einem Wort von einem Kollegen von Michael Köhlmeier, den er, Köhlmeier, neben sich fast auf seiner Höhe …, in Erinnerung Zuflucht nehmen, gescheitert zu sein …

Und die österreichische Welt wird wie ehedem wieder Heil …

Ein Jude schenkt Österreich zur Erinnerung 18 an die Reichspogromnacht eine neue Ausrede

Ein Gedanke zu „Ein Jude schenkt Österreich zur Erinnerung 18 an die Reichspogromnacht eine neue und diesmal proaktive Erklärung

  1. Pingback: Peter Sichrovsky: „Hausjude hat in Österreich nichts verloren“ – Unterwanderung der FPÖ, nach der Reichspogromnacht eine Anleitung. | Prono ever

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