Unterwanderung in Österreich. Eine Anleitung.

Menschgemäß werden nun jene, die meinen, es sei eine hervorragende Idee, die identitäre Regierungspartei in Österreich zu unterwandern, ehe sie proaktiv auf diese Partei zugehen, ehe sie in diese Partei eintreten, ehe sie für diese Partei aktiv tätig werden, nach dem Wie der Unterwanderung fragen.

Wie eine solche Partei unterwandert werden kann, nun, Peter Sichrovsky hat das vorgezeigt.

Und das macht ein Vorbild erst zum echten Vorbild, ein Vorbild mit Anleitung zu sein. Peter Sichrovsky ist so ein wahres Vorbild. Er führte vor, wie zu unterwandern ist. Er ist, da er auch schreibt, ein Unterwanderungsführer, ein Unterwanderungsvademecum par excellence.

Ein paar Beispielsätze aus seinem Führer, die hervorragend zur Unterwanderung geeignet sind:

„Die Familie Muzicant hat in Österreich nichts verloren. Ich lass mir doch nicht von einem Zugewanderten, der das grosse Gelobte Land verlassen hat, die nationale Tradition meiner Familie wegreden.“

„Muzicant ist ein nichtarisches Rumpelstilzchen.“

„Muzicant ist Hofjude der SPÖ.“

„Dafür hat er [Haider] sich zu lange aufgeopfert.“

Das kurz nur nebenher. Wie sehr sich sein damaliger „Parteiführer“ aufgeopfert hat, das wird ewiglich in Erinnerung bleiben, was alles zu opfern war, das ist es, was von ihm bleibt. Und der Filzjoghurt.

Es lohnt auch immer, besonders wohl in einer Fernsehdiskussion, es macht aber auch ein Zeitungsinterview, einen Juden (das heißt, vor allem Männer, Frauen sind für Unterwanderungsbünde, die vor allem Gemeinschaften von Männern sind, ohne Belang) zu charakterisieren als «intelligenten Idioten», der «unendlich geldgierig» sei und bald «unendlich reich» sein werde, eine «tragische Figur», die wie alle «Berufsjuden» das Schicksal von toten Verwandten ausnutze, um im Fernsehen zu kommen.

FPÖ - Anleitung zur Unterwanderung

Das kurz nur nebenher. Das Kursive ist ein Zitat aus einer Qualitätszeitung, die in einer Monarchie wohl Königin der Zeitungen genannt werden würde. Und sie schreibt: „im Fernsehen zu kommen“. Bei anderen könnte von einem Rechtschreibfehler, vom falschen Einsatz eines Verhältniswortes gesprochen werden, nicht aber bei einer Zeitung von dieser Qualität. „Im Fernsehen zu kommen“ … so wird Peter Sichrovsky zitiert von dieser Zeitung, wohl ohne, so vornehm ist die Zeitung, es zu korrigieren, und es mag in vornehmster Zurückhaltung auch ein wenig Charakterisierendes des Zitierten dabei sein.

Wer diesem Vorbild besonders eifrig nacheifern möchte, um ein ebenbürtiger und also ein ebenso vorbildlicher Unterwanderer zu werden, und es sind besonders die Frauen angesprochen, es braucht menschgemäß auch viele Unterwanderinnen, sollte unbedingt zur Feder greifen, noch besser zur Tastatur, um beispielsweise ein Theaterstück zu schreiben, ein Unterwanderungsstück sozusagen. Wie es auch der Vorbildliche tat, mit seinem „Kandidaten“, dessen Inhalt eine vorbildliche Unterwanderungsvorlage …

„Die Story: SPD, CDU und Grüne verständigen sich auf einen gemeinsamen Bundespräsidenten-Kandidaten – den Vorsitzenden des Zentralrates deutscher Juden. Doch plötzlich stellt sich heraus, daß dieser gar kein Jude ist, sondern der Sohn einer ehemaligen KZ-Aufseherin und eines Kriminellen. Gemeinsam mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinde planen die Politiker ein Mordkomplott – man beschließt die biologische Mutter, von deren Existenz die Öffentlichkeit bisher noch nichts geahnt hat, durch eine Medikamenten-Überdosis zu töten und dadurch alle Spuren zu verwischen.“

Manche werden vielleicht meinen, ob denn eine Unterwanderung je erfolgreich sein kann. Hat nicht eben Peter Sichrovsky, im Erinnerungsnovember 18, selbstkritisch im Fernsehen vom Scheitern gesprochen. Da ist er zu selbstkritisch. Immerhin hat der „Parteiführer“ bis zu seinem Tod nichts davon gewußt, daß er, Sichrovsky, zur „Unterwanderung“ nur … Das ist doch eine Unterwanderungserfolgsgeschichte. Spätestens seit dem Bericht in einer ebenfalls Qualitätszeitung wußten das alle, nur einer nicht, der Führer …

Das kann noch hinzugefügt werden, zu dieser Erklärung, die im November 18, ein Jude den Menschen in Österreich schenkte …

Wir waren aktiv dabei.
Wir wußten ja alles. Bloß
der Führer wußte nichts. Darum

waren wir ja auch nur dabei. Den
Führer, der rein gar nichts wußte,
sich aufopfern zu lassen.

Nur deshalb waren wir aktiv.
Weil wir ja alles gewußt haben.
Bloß deshalb. Das war uns ja einzig
Grund, aktiv dabei zu sein: zu unter-
wandern.

Peter Sichrovsky hat einen ebenbürtigen Nachfolger gefunden, auf den soll noch verwiesen werden, vor allem für jene, die noch zaudern, proaktiv auf diese Partei zuzugehen, in diese Partei einzutreten, in dieser Partei aktiv zur Unterwanderung tätig zu werden. Dieser ebenbürtige Nachfolger ist noch um eine Spur raffinierter als Peter Sichrovsky, kurz gesagt, er ist bei der Partnerin der identitären Regierungspartei zur Unterwanderung eingestiegen, und wie er seit 17 und weiter in 18 unterwandert, darüber gibt es bereits ein paar Kapiteln, als Anregung zur proaktiven Unterwanderung …

Anleitung zur Unterwanderung - Der Führer wußte nichts

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