„Die Identitären“ sind nicht „die neuen …“, sondern die alten …

Seit dem Tag 18 dieses Monats steht diese Frage, ob „die Identitären die neuen …“ seien, auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der freiheitlichen Regierungspartei in Österreich zur Bewertung. Und die Zustimmung zu diesem Kommentar fällt auch diesmal recht hoch aus.

Sechsundneunzig Prozent stimmen diesem Kommentar positiv zu, vier Prozent werten diesen Kommentar als einen negativen. So der Zwischenstand einen Tag später. Es werden wohl noch welche hinzukommen, zu den einundfünfzig bisherigen Wertern und Werterinnen. Das gewohnte Ergebnis auf dieser Website, nicht nur bei antisemitischen Kommentaren, die vor allem seit der Weihnacht 18 eine enorme Wachstumsrate auf dem österreichischen Binnenmarkt …

Gerade bei dieser Partei stellt sich doch immer eine Frage, es ist überhaupt immer die allererste Frage, die stets gestellt werden muß, wenn von dieser Seite etwas, was auch immer, kommt: Welche Quellen werden von ihr verwendet? Eben erst, an diesem Samstag, hat der Klubobmann wieder Anlaß gegeben, mit dessen und seiner Partei „Quellen“ sich auseinanderzusetzen …

Auch zu

„Sind die Identitären die neuen Juden? Die man meiden muss? Die sich verstecken müssen? Mit denen man nicht reden sollte?
PS.:
Wehret den Anfängen!“

von Peter789 ist die Frage nach der Quelle zu stellen, die Peter789 veranlassen, eine solche Frage zu stellen mit der Hohnwarnung und Hohnmahnung „Wehret den Anfängen!“ Wie dieser Kommentar über seinen antisemitischen Aspekt hinaus nach geltender österreichischer Rechtslage einzuschätzen ist, will gar nicht beurteilt werden.

Vorstellbar, daß ein solcher Kommentar auf das Wohlwollen eines freiheitlichen Landesrats stoßen könnte, bei dem bei Kritik sofort der Rechtsstaatlichkeitszertrümmerungsreflex ausgelöst wird. Durchaus denkbar, daß für diesen und nicht nur für diesen Landesrat aus dieser Partei Peter789 ein idealer Volksanwalt wäre, eine idealistische Volksanwältin wäre, um die zu ersetzen, die es wagen und sich die Frechheit herausnehmen, ihrer gesetzlichen und also rechtsstaatlichen Aufgabe nachzukommen und diese also zu erfüllen.

In welche Quelle also könnte Peter789 hineingegriffen und herausgeholt haben für eine weitere Variante „neue Juden“? Peter789 wird sich möglicherweise an die Hofburgballquelle des zurzeitigen Mit-etwas-davor-Kanzlers erinnert haben

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß Peter789 und seine Werter und Werterinnen eine Antwort erhalten wollen, die nicht die ihre schon selbst gegebene ist, aber dennoch:

Die Frage von Peter789 kann leicht wie kurz beantwortet werden.

„Die Identitären“ sind nicht die „neuen Juden“, sondern die alten Freiheitlichen …


Stottermeisters „Quellen“

Wer Johann Gudenus gestrig am 18. gehört hat, in der Frühe am Radio, hat wieder einmal bestätigt bekommen, in welchem Alp Wien erwachen würde, auch Wien (wie jetzt schon ganz bundesgebietlich Österreich täglich zum Alptraum erwacht), sollten der Klubobmann der identitären Regierungspartei und die identitäre Regierungspartei je in Wien zu einem identitären Bürgermeister und je zu einer identitären Landesregierungspartei gemacht werden. Das wäre das nächste Montagsprodukt in Österreich, ganz gleich an welchem Wochentag die Angelobung gemacht werden würde, und ein Montagsprodukt steht seit jeher für ein schlechtes Produkt, für das gemachte fehlerreich

Der Inhalt des Gesagten von Johann Gudenus ist dabei aber ganz und gar nicht zu beachten. Auch das Thema, um das es in diesem Interview geht, ist nicht zu beachten. Wesentlich sind nur die „Quellen“, die Johann Gudenus vorbringt. Und mit solchen „Quellen“ kann zu keinem Thema etwas Entscheidendes gesagt werden. Mit solchen „Quellen“ kann auch je nie etwas Inhaltliches gesagt werden, das je verdiente Inhalt genannt zu werden.

Es wäre ein Lob, zu schreiben, Johann Gudenus hat etwas gesagt. Johann Gudenus hat am 18. nichts gesagt, sondern er hat zu den mehrmaligen Fragen von Peter Daser, woher er die „Zahlen“ habe, bloß gestottert. Und das ist kein Wunder, bei solch profunden „Quellen“, die Johann Gudenus heranzieht. Solche „Quellen“ machen zwangsläufig einen jeden Menschen zu einem Stotterer.

Johann Gudenus hat sich also seinen Traum längst erfüllt, von sich sagen zu können, er ist „…meister“, aber nicht mit einem „Bürger“ davor, sondern mit „Stotter“.

Stottermeister zu Wien.

Wer je noch unsicher ist, ob ein solcher Mann und eine solche Partei nicht doch in Landesregierungsverantwortung in Wien gebracht werden sollten, sollte sich diese Stotterminuten von Johann Gudenus bis zur nächsten Wahl in Wien immer wieder anhören. Es sind beispielhafte Stotterminuten, die erahnen lassen, was für ein „Regieren“, das auf solchen „Quellen“ fußt, von einer Partei, die ihre Hand in solche „Quellen“ taucht, zu erwarten ist.

Kurz, ein Montagsregieren.

Die Stotterminuten des Johann Gudenus gestrig, 18.:

„ja die mindestsicherung neu äh das was die bundesregierung jetzt auch umsetzt und wir im nationalrat beschließen werden heuer ist ein großer wurf und wien das rotgrüne äh wien will sich hier dagegen wehren wir wissen daß in wien äh mehr als fünfzig prozent der mindestsicherungsbezieher nicht österreicher sind und äh rund siebzig prozent dieser bezieher migrationshintergrund haben“

Peter Daser: „Also diese 70 % sind eine Schätzung.“

Und Stottermeister darauf und weiter:

„äh das sind zahlen die sich ergeben haben aus äh mehreren äh recherchen das ist eine ungefähre zahl der migrationshintergrund ist auch wichtig weil wir auch jetzt bei der neuen regelung auch enthalten haben daß die herkunft auch der eltern bekanntgegeben werden sollte“

„das ist eine äh ja nicht so eine schätzung das ergibt sich aus mehreren quellen eine schätzung die sicherlich hand und fuß hat äh schauen sie tschetschenen gibt es in österreich offiziell an die äh 32 bis 35 tausend in wien werden es um die 20 tausend sein es gibt auch andere quellen äh aus dem ausland daß es weitaus mehr sein soll insgesamt wie viel in der mindestsicherung sind ist hier nicht ganz ausgewiesen das soll ja in zukunft gemessen werden der norbert hofer hat nicht gesagt daß diese 30 bis 35 tausend alle mindestsicherung beziehen äh es wird in zukunft auch zu messen sein wer von den diesen äh tschetschenen von der herkunft her tschetschenen also russische staatsbürger mittlerweile schon österreicher sind oder wer eben noch russe ist genaueres soll in zukunft gemessen werden“

„Quellen aus dem Ausland“ … Wie dieses „Quellenausland“ wohl heißt, aus dem Johann Gudenus und seine identitäre Partei seine und ihre „Zahlen“ beziehen?

Youtube dürfte es heißen.

Von seinen Aufenthalten in Youtube bringt doch des Klubobmannes Führer auch recht oft Brauchbares mit zur Verteilung …

Und von diesen „Quellen“ aus Youtube zehren viele, auch, kurz gesagt, der Führer des Führers

Auffällig dabei ist eine Zahl, die der Stottermeister nennt: „Siebzig“. Aber die „siebzig Prozent“ beziehen sich nicht auf die Menschen in Österreich, die arbeiten, aber eine Aufstockung zu ihrem vorhandenen Einkommen durch die Mindestsicherung dringend benötigen, um ihre Lebenshaltungskosten trotz Arbeit bestreiten zu können. Seine „Auslandsquellen“ werden ihm diese nicht liefern, und daß es inländische Quellen gibt, woher sollte das ein Stottermeister denn …

Das soll also weggeredet werden, daß rund siebzig Prozent trotz eines vorhandenen Einkommens, trotz Arbeit, eine Aufstockung durch Mindestsicherung bitter nötig haben, wird allen voran vom Führer des Führers massiv betrieben.

Dies macht allzu kenntlich und zeigt allzu deutlich auf, wer dieser zurzeitigen feudalschwarzidentitären Regierung in Österreich vollkommen egal ist, für wen sie ist und wen sie vertritt. Für die arbeitenden Menschen in Österreich jedenfalls ist sie auch nicht.

Willst du deines Lebens dir sicher sein, fliehe rasch aus Deiner Familie in die Welt hinein.

Ginge wer daran ein Logo für Tradition zu entwerfen; dieses wäre ohne lange Überlegung sogleich fertig. Liegt es doch in jeder Lade bereit. Kein anderer Gegenstand macht Tradition besser kenntlich, als das Messer. Als eine Waffe also.

Aber jene, die gerade und vor allem zur Zeit in Österreich besonders die Tradition beschwören, alle Entwicklungen zugunsten der Tradition mit aller Gewalt rückgängig machen wollen, die Tradition zur totalen Leitkultur der Gesellschaft machen wollen, ihnen die Tradition das Leitwesen und also Leidwesen der Gemeinschaft wieder sein soll, würden das Messer als das Logo der Tradition nicht abnehmen.

Denn. Zu offensichtlich und soher zu unbrauchbar wäre es ihnen als Werbung für ihre Tradition. Sie wollen Tradition lieblich beworben wissen, und sie bewerben Tradition lieblich. Vorwiegend kleiden sie Tradition in schmucke Trachten. Wer aber durch die Tracht hindurchsieht, sieht das Knochengerippe der Tradition, und das Skelett der Tradition besteht aus blutigen Messern. Freilich ganz verbergen können sie es menschgemäß nicht, daß zur Tradition das Messer gehört, ist doch die Männertracht erst vollständige Männertracht mit einem eingesteckten Messer in der kurzen Hose.

Wer aber durch die Männertracht hindurchsieht, sieht das bloße Männergerippe, das aus blutigen Messern besteht, das von blutigen Messern zusammengehalten wird.

Es ist freilich nicht nur eine österreichische Tradition, es ist eine europäische Tradition des Mannes, der auch Frauen frönen.

Davon erzählt beispielsweise so eindrucksvoll wie bitter

„Die Ballade vom Zuchthause zu Reading von C.3.3.“ in Memoriam C.T.W., weiland Reiter in …“

geschrieben 1897, also vor einhundertzweiundzwanzig Jahren.

„Doch wer ein Messer dazu nimmt,
macht die Körper am schnellsten kalt.“

Die Ballade erzählt von dem Mord an einer Frau durch einen Mann.

„Er trug nicht mehr den roten Rock,
denn Blut und Wein sind rot;
die klebten an des Mannes Hand,
als man ihn bei der Toten fand.
Das arme Weib, das er geliebt,
im Bett schlug er sie tot.

So mordet jeder was er liebt.“

Blutig und seltsam ist des Mannes Liebe. Gefangen in dieser Tradition ist es ihm verwehrt, Liebe anders als blutig zu leben.

Gerade in Österreich mit seinen vorwiegend weiblichen Mordopfern scheint die Scholle flächendeckend mit dieser Tradition gedüngt zu sein und ihren Geruch landesweit auszuströmen, der auch auf Männer, die eben erst nach Österreich gekommen sind, eine sofort betäubende Wirkung hat, und sie augenblicklich dazu bringt, das Messer vor allem gegen Frauen tödlich zu führen, geradeso, als flüsterte der aus diesem Geruch gespeiste österreichische Traditionswind ihnen, das Messer gegen die Frau ist die bestandene Integrationsprüfung.

Nun gibt, beginnend bereits mit 18, es das große Erstaunen, es werden in Österreich mehr Frauen als Männer getötet.

Wie seltsam es in Österreich zugeht. Alle wollen sich an die Zeit vor 45 erinnern, von allen wird eingemahnt, sich an die Zeit vor 45 erinnern, aber die Erinnerung an die Zeit nach 45 ist auszulöschen.

Blutig und seltsam ist des Mannes Glück. Gefangen in dieser Tradition ist es ihm verwehrt, Glück anders als blutig zu leben.

Dabei gibt es doch keinen Grund, erstaunt zu sein. Ein paar Stichproben genügen. 1980 beispielsweise wie zur Zeit. 1982 war vielleicht ein besonderes Jahr, in bezug auf Morde die vollendete Gleichstellung von Mann und Frau, gleich viele weibliche und männliche Tötungsopfer. 2001 ist vielleicht auch ein besonderes Jahr, in bezug auf die Kriminalstatistik, denn es fehlt eine Opferstatistik nach geschlechtlicher Zuordnung. Zur Zeit also der türkis-blauen Regierung, um genau zu sein: zur Zeit als das Türkise noch schwarz war oder das Schwarze ohne türkise Übermalung …

Das sind nur Stichproben. Zu dunkel wohl wäre es, Jahr für Jahr seit 45 durchzugehen, auch zu schauen, wie oft in diesen Jahrzehnten wurden schon entsprechende Diskussionen eingefordert

Und nicht, um eine Stichprobe noch zu bringen, anders ging es vor 1980 in Österreich zu. Hieß es doch damals nicht von ungefähr:

  Willst du deines Lebens dir sicher sein, fliehe
  Rasch aus Deiner Familie in die Welt hinein.

Das war damals vielleicht jungblöde dahergesagt. Aber die Schlagzeilen der 70er Jahre lassen die Blödheit doch entschuldigen. Und es war auch damals ein nicht zu ignorierendes Thema, eines, an dem es kein Vorbeikommen gab, auch im österreichischen Parlament. Ein Zitat dazu aus der 88. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich aus dem Jahr 1978 macht das einfach wie kurz verständlich:

„Das ist ja sehr beachtlich, meine Damen und Herren, denn es ist nicht das erste Mal, daß die Zahl der Verbrechen nach der Anzeigenstatistik sinkt; noch dazu, wo der verstärkte Inbegriff der Kriminalität, nämlich die Verbrechen gegen Leib und Leben, um über 26 Prozent gesunken sind. Das sollte man doch sagen, denn diese Delikte, diese großen Verbrechen sind ja vor allem dazu angetan, ein Unsicherheitsgefühl, Furcht und Angst zu erwecken. Wobei ich aber meine -ich kann also nicht auf alles eingehen -, daß hier vor allem auch die Täter- und Opferbeziehungen eine Rolle spielen. Denn gerade bei diesen schweren Verbrechen, bei diesen Blutverbrechen spielen Verwandtschaftsverhältnisse, Bekanntschaftsverhältnisse, Freundschaftsverhältnisse, AutoritätsverhäItnisse eine überwiegende Rolle. Es hätte der Täter nie eine andere Person zu Schaden gebracht, ermordet, wenn er nicht in diesem Verhältnis zum Opfer gestanden wäre. Auch das wäre eine Abhandlung, die eine eigene Diskussion erfordern würde.“

Das sagt vor 41 Jahren Abgeordneter Thalhammer von der SPÖ. Verhältnis Täter (in diesem Fall darf, mehr, muß es ungegendert bleiben) und Opfer: „eine eigene Diskussion erfordern würde“.

Was gibt es 41 Jahre später?

„Unsicherheitsgefühl, Furcht und Angst zu erwecken.“

Gerade dazu kann ein Zitat aus dieser 88. Sitzung eines Mannes aus der FPÖ nicht fehlen. Damals war es Dr. Otto Scrinzi, der spricht, wie es von Freiheitlichen auch Menschen kennen, die lange nach 1978 geboren wurden:

„Sie haben ja selber Umfragen zitiert, und wir haben vergangenes Jahr eine gesamtösterreichische Umfrage zitieren können, die noch negativer war und worin die Frage der persönlichen Sicherheit nach den Verkehrsunfällen den zweiten Rang eingenom­men hat. Sie werden also nicht bestreiten können, daß eine Diskrepanz besteht, daß sich der Bürger und insbesondere bestimmte Gruppen – ich denke hier an die alten Menschen in diesem Lande – extrem gefährdet fühlen. Wir Abgeordnete wissen das alle aus Zuschriften. Wir wissen das aus den Darstellungen der Presse: die alleinstehenden alten Frauen, die zahlreichen  
Verbrechen gegen alte Rentner, Verbrechen mit Todesfolge, zahlreiche Raubüberfälle, und so weiter. Nun pfropft sich dieser Entwicklung – ich gebe zu, zum Teil durch mangelnde Information, zum Teil auch durch Fehlinformation, auch das  
sei zugegeben, aber doch nicht ganz ohne auch sehr rationale Gründe -, dieser Entwicklung, die nicht den einzelnen Bürger in diesem Land zunehmend bedroht, das Gefühl einer Tendenz zu Liberalisierung und Humanisierung in der Strafjustiz und im Strafvollzug auf. Geld, dafür können Steuermittel aufgewendet werden! Weil früher von der Unterbringung in Haftanstalten die Rede war : Ich behaupte und könnte es beweisen, daß in vielen Kasernen die Unterbringungsmöglichkeiten der jungen Präsenzdiener schlechter sind als in machen Haftanstalten. In manchen Altersheimen ist die Betreuung von Pfleglingen schlechter, als wir sie heute in bestimmten Bereichen des Strafvollzu­ges haben. Ich glaube also, es muß der Bevölke­rung durch Taten, durch konkludente Handlungen die Überzeugung gegeben werden, daß ihre Sicherheit Vorrang vor diesen Experimenten und vor diesen Modellversuchen hat, daß sie diesem Experimentieren nicht einfach ausgelie­fert ist, wie in machen Bereichen die armen Schulkinder. Auc
h tragen gewisse unverständliche Urteile dazu bei , das Unsicherheitsgefühl des einzelnen Bürgers zu verstärken. Ich vertrete den Standpunkt – das muß ich vorausschicken -, daß eine gefährliche Bedrohung des Rechtsstaates die Urteilsschelte ist, zu der sich Hinz und Kunz ohne einschlägige Kenntnisse, vielfach leider auch manche Presse­berichterstatter, bemüßigt fühlen. Wir sollen an der Unabhängigkeit der Rechtsprechung nicht rütteln. Es geht mir hier darum, zu motivieren, warum noch in vielen Menschen das Gefühl entsteht, wir nähmen es nicht mehr ganz so ernst mit der Verbrechensbekämpfung. Ich will damit nicht sagen, daß all das absolut vermeidbar ist. Natürlich bedeutet ein auf Resozialisation ausgerichteter Strafvollzug eine Erhöhung des Risikos, aber umgekehrt entsteht in der Bevölkerung einfach der Eindruck, daß dieses Risiko zu groß ist, daß es unzulässig ist, dieses Risiko auf die Bevölkerung abzuwälzen. Man muß vielmehr die resozialisierenden Maßnahmen den Möglichkeiten anpassen, und dabei muß nach wie vor die Sicherheit der Bevölke­rung draußen Vorrang haben. Meine Damen und Herren! Ich wollte aus freiheitlicher Sicht sagen, daß es falsch wäre, uns an Hand von unkritisch übernommenen, nebenbei am Anfang falschen Zahlen vorspiegeln zu wollen, wir lebten in einem Paradies von Sicherheit. Davon kann gar keine Rede sein. Wir glauben, daß die Anstrengungen, die wir im Interesse der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung machen müssen, keineswegs ausreichen, daß auch die Möglichkeiten, die wir bei einem richtigen Abwägen und Gewichten feststellen können, keineswegs erschöpft sind. Wir warnen davor, daß man aus einer Ideologie heraus ein utopisches Bild hinsichtlich der Möglichkeiten, die wir mit den Maßnahmen des modernen Strafvollzuges und dergleichen haben, entwirft, weil die Wirklichkeit anders ist. Ich glaube also , nach wie vor muß die  
Strafrechtspflege im Bereiche der Gesetzgebung, in der Strafjustiz und im -vollzug von folgender Zielsetzung getragen werden: Wir wollen maximale Rechtssicherheit und maxi­male Gerechtigkeit! (Beifall bei der FP Ö.) „

Vor 41 Jahren. Ein Zitat noch, und zwar eines von einem schwarzen Abgeordneten. Von Herrn Frodl. Als wäre 78 18 oder 18 78 oder in Österreich die Zeit stillgestanden seit 41 Jahren und es nur eine Bewegung gegeben hätte, nämlich die, die erforderlichen Diskussionen in ein schwarzes Loch zu schmeißen, in einem schwarzen Loch verschwinden zu lassen, aus dem sie nie wieder …

„Ich weiß nicht genau. Ich bin kein Wiener und bin nur fallweise hier. Ich wohne bei einer Familie, die überhaupt nicht politisch denkt, die aber folgenden Eindruck über die Sicherheit bei uns im Lande hat , und zwar sagen die Frau und der Mann: Am Abend gehen wir gar nicht mehr hinaus! Da trauen wir uns nicht auf die Straße! Die sagen das nicht mir zuliebe, weil ich das vielleicht eventuell gern hören könnte – ich höre das aber gar nicht gern! -, sondern die gehen aus Angst am Abend prinzipiell nicht auf die Straße. Und wenn man den „Kurier“ von gestern liest, muß man ja doch sagen: Ganz so großartig ist es mit unserer Sicherheit nicht. Eine ganze Reihe von 21 Frauen, welche ermordet worden waren […]“

Tradition ist nicht bloß harmloser Stillstand, Tradition ist blutig, Tradition ist tödlich, und Tradition ist Zuchthaus. Das Zuhause ist ein Zuchthaus. Das Zuchthaus das Zuhause. Wie viele Frauen werden in diesem Land zuhause von Männern geschlagen, also gezüchtigt? Von Männern, die sagen, sie lieben „ihre“ Frauen, die Zuchtschläge schmerzen sie, klagen die Männer, mehr als „ihren“ Frauen, die sie doch lieben.

Blutig und seltsam ist des Mannes Liebe. Und wenn die Frau blau geschlagen, geht es zum traditionellen Frühschoppen in der traditionellen Tracht mit dem Messer in der Hose. Zuhause zurück bleiben die gezüchtigten Frauen und Kinder, und im Wirtshaus erzählen die Männer von „ihrer“ Liebe zu Frau und Kind und von „ihrer“ türkisheilen Familienwelt.

Die Übersetzung der Ballade über den mordenden Reiter, die hier herangezogen wurde, ist von Wilhelm Schölermann, aus dem Jahr 1903. Vor 116 Jahren schreibt Schölermann in seiner Vorbemerkung über den Balladendichter:

„Darin liegt neben seinem poetischen Gehalt das Bedeutsame und Zeitgemässe in diesem Vermächtnis eines vielleicht kranken, aber starken Geistes.“

Weshalb erscheint Schölermann der Dichter ein kranker Geist zu sein? Er kann sich dabei nur darauf beziehen, daß der Dichter homosexuell war, weswegen er im Zuchthaus zu Reading eingekerkert wurde, wo auch der Reitermörder einsaß und gehängt ward.

Wenn es je zu den erforderlichen Diskussionen kommen sollte, in Österreich, also zu breiten Diskussionen, die zur Zeit unter einen solchen Regierung je nicht zu erwarten sind, wäre auch dieser Aspekt zu berücksichtigen, um das Gesamtbild des Mannes in dieser Tradition …

Denn. Auch hierin wird Tradition gelebt. Und Homosexualität als Krankheit zu sehen, ist nicht die zweite Seite einer Medaille, sondern das alles ist auf ein und derselben Seite des Mannbildes dieser blutigen Tradition.

Es gibt in einer österreichischen Fernsehanstalt eine Witzesendung, um das oben gemeinte anschaulich zu machen, die von einem Kabarettisten moderiert wird. In die vorgestrige Sendung ist ein Mann eingeladen, von dem gesagt wird, er sei Kabarettist im Nebenerwerb, und der den hier nacherzählten Witz von sich gibt.

Ein Mann kommt zum Arzt und erzählt ihm, er liebe ein Pferd körperlich. Auf die Frage des Arztes, ob das Pferd eine Stute sei, ist die Antwort von dem Mann, selbstverständlich eine Stute, er sei doch nicht pervers.

Es wird sogleich losgeprustet, viel über den Witz gelacht, der Kabarettistenmoderater lacht, seine Mitwitzerzählerinnen lachen, das Publikum lacht, und die Seidl Bier krügerlweis …

In keiner Witzesendung hingegen fallen die Äußerungen aus den Regierungsparteienkreisen und schon gar nicht sind diese Äußerungen als Witze gedacht, auch wenn das Gedachte als ein einzig langer, überlanger Witz …

Es läßt sich darauf keine endgültige Antwort finden. Ob in diesem Studio alle Tradition leben oder alle Zeitgenossen und Zeitgenossinnen von Schölermann sind. Denn. Vor einhundertundsechzehn Jahren, so die Vorstellung von einem Menschen, der damals nicht lebte, konnte das vielleicht als ein Witz durchgehen, gar als ein Witz mit Lach- und Prustpotential …

Lachhaft hingegen, einhundertsechzehn Jahre später, ist tatsächlich ein Waffengesetz, das nun bestimmten Menschen, das heißt vor allem Männern, Messer verbietet, an dem ein Mann mitschrieb, dem aufgrund seines Frauenbildes alles Spitze abgenommen werden müßte, da es keine Sicherheit gibt, wie weit eine sogenannte Selbstradikalisierung gehen kann, wenngleich in seinem hohen Alter aufgrund nachlassender körperlicher Kräfte die Gefahr gering erscheinen mag

Österreichisches Binnenmarktwachstum

Kurz nur zum Wachstum des österreichischen Binnenmarktes.

Es ist bekannt, wie recht bemüht die zurzeitige Regierung in Österreich um den Antisemitismus … allen voran der zurzeitige Bundeskanzler, der sich in dieser Hinsicht als ein wahrer Importexperte zu erkennen gibt …

Besonders seit der Weihnacht 18 ist auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitär patriotischen Regierungspartei feststellbar, wie recht die Bemühungen der Regierung um den Antisemitismus fruchten.

Das wird die Regierung freuen. Ist ihr doch generell das Wachstum der Märkte ein Anliegen. Ein Markt wächst, zumindest.

Auch der gestrige Sonntag trägt wieder und weiter zum Wachstum des Binnenmarktes bei mit antisemitischen Kommentaren, die wiederum absolut mehrheitliche Zustimmungswerte aufweisen …

Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?

Eine eben in Deutschland sich in Gründung befindliche Partei aus der Kornblumenachse hat in bezug auf die Kornblume und den Nationalsozialismus in Österreich eine Formulierung verwendet: „ge- oder missbraucht“ …

Diese Formulierung erscheint durchaus passend, mehr noch, zutreffend zu sein, für die Frage:

Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?

In der Pressestunde des österreichischen Rundfunks von diesem Sonntag, dem 13.1.19, ging es um Wien, ging es um Mindestsicherung …

Der zurzeitige Bundeskanzler beschwört, es gehe ihm um Fakten. Ein Faktum aber, um nur ein Beispiel exemplarisch anzuführen, bringt er je nicht vor. Rund 70 Prozent …

Siebzig Prozent der Menschen, die Mindestsicherung beziehen, erhalten eine „Aufstockung eines vorhandenen Einkommens“. Das heißt, diese Menschen arbeiten, aber ihnen werden keine Gehälter gezahlt, von denen sie allein ihre Lebenshaltungskosten bestreiten können. Vielleicht stehen diese arbeitenden Menschen nicht in der Früh auf, weil sie erst viel später am Tag zu arbeiten beginnen, vielleicht legen sie sich in der Früh nieder, weil sie gerade von der Arbeit kommen.

Es ist dem zurzeitigen Bundeskanzler wohl nicht bekannt, wie sehr sich die Arbeitswelt gewandelt hat, daß sich in der Moderne, oder wenn Sie wollen, in der Postmoderne es auch arbeitszeitmäßig schon lange nicht mehr so zugeht wie, um eine Zahl zu nennen, vor noch sechs Jahrzehnten oder vor einhundert und mehr Jahren, als Menschen in der Dunkelheit aufbrachen, um in die Fabriken zu kommen. Oder, wenn es ihm doch bekannt ist, der zurzeitige Bundeskanzler möchte, daß diese arbeitenden Menschen noch eine minderbezahlte Arbeit in der Früh annehmen, damit sie sich dann mit zwei, drei oder vier minderbezahlten Arbeiten die Lebenshaltungskosten selbst …

Welche Quelle ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler für seine Frühaussagen?

Hat er beispielsweise die Statistik der Wiener Mindestsicherung vom 26.09.18 sich angesehen und dafür herangezogen, um sie zu — was?

„Paarhufer“ würgen ihren Nahrungsbrei immer wieder hoch zum n-fachen Zerkauen, sie werden deshalb „Wiederkäuer“ genannt. Der zurzeitige Bundeskanzler ist kein Paarhufer. Eines aber dürfte er sich doch von diesen abgeschaut haben, als Landkind oder, seine Biographie wird nicht gekannt, als Kind, das zu viel auf dem Land war, das Wiederkäuen, also das Wiederholen. Und auch in dieser Pressestunde das von ihm vorgebrachte und also wiederholte Beispiel der Familie in der Mindestsicherung und der Familie ohne Mindestsicherung, von dem für ihn wohl tapferen „Verkäufer“, der mit 1600,00 Euro Frau und drei Kinder – das von ihm schon im letzten Jahr auch

Ein Paarhufer. Nein, das ist der zurzeitige Bundeskanzler nicht, aber ein Paarläufer, mit seinem Kanzler, der sich nicht bescheiden gibt, aber noch selbst eingestehen muß, er sei ja, aber halt davor mit einem …

Von seinen Mit-etwas-davor-Kanzler wird gewußt, auf welch profunde Quellen er sein Regieren

Vielleicht ist aber die Frage eine vollkommen falsche, also die Frage: Welche Quellen der zurzeitige Bundeskanzler ge- oder mißbraucht?

Und es ist eher die Frage angebracht.

Bleibt ihm, dem zurzeitigen Bundeskanzler, einfach keine Zeit mehr für andere Quellen, keine Zeit mehr für das gründliche Studieren und vor allem für das Verstehen, weil ihm sein Mit-etwas-davor-Kanzler ohnehin ständig seine recht brauchbaren Quellen zeigt und ständig überhäuft mit seinen profunden Quellen, die er, nicht der zurzeitige Bundeskanzler, irgendwo in seinem „Netz“ gefunden hat?

Ein Netz, eine Schreibgemeinschaft, eine Schreibe

Die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in Österreich haben nun, wie es aussieht, einen Weg gefunden, um möglichen Alpträumen, die das vergebliche Löschen von antisemitischen Kommentaren ihnen verursachen könnten, zu entgehen: antisemitische Kommentare einfach nicht mehr zu löschen.

Sie wollen sich wohl auch nicht mehr, kurz gesagt, gegen den Willen ihrer Schreibgemeinschaft stellen. Waren es gestern, am 12.1.19, noch rund neunundfünfzig Prozent, so sind es am 13.1.19 bereits rund siebenundsechzig Prozent, die einem antisemitischen Kommentar zustimmen. Zwei Drittel. In Österreich nicht nur eine absolute Mehrheit, sondern eine, um die Verfassung zu ändern.

Sie wollen durch das Nichtlöschen darüber hinaus wohl auch bekunden, sie sind mit ihrer Schreibgemeinschaft eins, nichts Trennendes ist zwischen ihnen und ihrer Schreibgemeinschaft, sie sind eine Schreibe, eine Schreibgemeinschaft, ein Netz, oder anders formuliert, wie es früher gesinnungsgemäß hieß, ein Volk, eine Gesinnung, eine Volksgemeinschaft, die ein Mann aus Deutschland zur Zeit wieder so beschwört, dem ein Patriot aus Österreich ein Sehnsuchtsführer …

Wer meinen möchte, ach, das sei doch ein harmloser und gar nicht so sehr antisemitischer Kommentar, der auf dieser Website mit bereits einer Zwei-Drittel-Mehrheit an Zustimmung auf weitere Zustimmung wartend veröffentlicht ist, ist zu sagen, die Intention dieses Kommentars ist eine antisemitische. Dieser antisemitische Kommentar von Biersauer fügt sich auch ein in das gesinnungsgemäße Weltbild von Biersauer, das ein rassistisches und frauenfeindliches ist.

Und stets erhält Biersauer für seine aus Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Rassismus gespeisten Kommentare, die seine gesinnungsgemäße Weltanschauung recht genau wiedergeben, höchste Zustimmungen, wie in den Kapiteln zu lesen ist, die zu schreiben waren, auch wenn diese mit Widerwillen geschrieben wurden. Aber Biersauer ist, und im Fall von Biersauer darf angenommen werden, Biersauer ist ein Mann, ein älterer Mann, ein wohl auch finanziell recht gut abgesicherter alter Mann, bei weitem nicht der einzige, der sich einem solchen Weltbild mit Leidenschaft hingibt. Und das ist nicht verwunderlich. Denn. Kurz zusammengefaßt — —

Nein, noch nicht, davor noch etwas. Auf welche profunde Quellen sich Biersauer bezieht und zu diesen gleich verlinkt, das sind wahrlich handfeste Quellen, auf die er stolz sein kann, werden diese in Österreich nicht von irgendwelchen Dahergelaufenen, sondern von Männern, die einmal auch im Parlament

Profunder sind nur von einem Mann in Österreich die Quellen noch, die ihm zu verbreitende Wissensbasis sind, aber das ist verständlich, daß seine Quellen noch profunder als die von Biersauer sind, er, nicht Biersauer, regiert zur Zeit, als Kanzler in Österreich, auch wenn er, nicht Biersauer, einschränken muß, es steht noch etwas davor …

— — Ein Netz, eine Schreibgemeinschaft, eine Schreibe.

Kurz zur Achse des kornblumigen Patriotismus

Es ist zwar ein überflüssiges Kapitel. Weil. Was dieser Gesinnung Patriotismus bedeutet, bereits zur Genüge dargelegt ist.

Jedoch.

Die Verpflichtung zur Erinnerung erfordert es, bereits zur Erinnerung, ehe die Gegenwart zur Vergangenheit wird, an die dann bequem und vor allem handlungslos erinnert werden kann, und auch zur eigenen Schmeichelei, sich doch stets an die Vergangenheit mahnend zu erinnern: 18 war in dieser Hinsicht in Österreich das exemplarisch herausragende Erinnerungsjahr für dieses Eigenschmeichelgedenken.

Nun geht ein Mann in Deutschland daran, eine Partei zu gründen: „Aufbruch deutscher Patrioten“. Auserkoren als Symbol für seine Partei: die blaue Kornblume.
In welchem Land kann mehr darüber gewußt werden, was die blaue Kornblume bedeutet, als in Österreich? In keinem.

Christian Hafenecker mit Le Pen und Kornblume gegen Kurz – 100 und mehr Jahre „antiösterreichische Umtriebe“

Und wo so ein blaukornblumiger Mann auftritt, fehlt gesinnungsgemäß nicht aus Österreich ein Mann, wie beispielsweise der Generalsekretär der identitären Regierungspartei beim Aschermittwoch in 18 …


„Auch André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt ist da und Björn Höcke aus Thüringen. Noch nie habe Höcke in einer Halle vor mehr Menschen geredet, sagt sein Sprecher. Hier am Fuße des Erzgebirges trifft sich die ’neue starke mitteldeutsche Achse‘, wie Kalbitz es formuliert, Höcke spricht vom ‚bürgerbewegten Osten‘. Sie alle treten in Konkurrenz zur Bundesspitze, die ihren eigenen Aschermittwoch im bayerischen Osterhofen abhält. Jörg Meuthen spricht dort, der österreichische FPÖ-Politiker Harald Vilimsky ist sein Gast.“ 

Poggenburg, Höcke, Vilimsky – „neue starke mitteldeutsche Achse“ … Die patriotisch beseelten Reden müssen hier nicht zitiert werden, so viel Menschenfreundlichkeit und Menschenliebe läßt jedes Zitat implodieren.

Wem aber Poggenburg, diesem sich von einer Partei mit einem Höcke sich abspaltenden Kornblumenführer Vorbild in Verantwortungsbewußtsein ist, das kann, auch keine Überraschung, nur ein Patriot aus Österreich sein

Übrigens. Der Kornblume wurde eben in Österreich wieder einmal an einem prominenten Ort gedacht, unterm Dach der Hofburg. Um genau zu sein, nicht der Kornblume selbst, aber einer Kornblumenikone der zurzeitigen identitären Regierungspartei in Österreich …

Poggenburg liefert eine Erklärung, weshalb seine Partei zur Kornblume greift, auch wenn er weiß:

„Die blaue Kornblume wurde tatsächlich in Österreich auch von einer Gruppe Nazis ge- oder missbraucht […]“

Daß heißt, er möchte sich die Kornblume so wenig wegnehmen lassen wie ein zurzeitiger Minister in Österreich – auch eine Geistesachse des Behaltenwollens …

Und was Nazissen schon „gebraucht“ haben, das braucht eine Patriotin als Trachtenanzugansteckerl erst recht …

„Den Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft ein gesundes, friedliches und patriotisches 2019!“

Das wünscht Poggenburg am letzten Tag von 18. „Unserer Volksgemeinschaft“ … Wie unter dem Nationalsozialismus „Volksgemeinschaft“ und „Patriotismus“ … ebenfalls überflüssig es noch einmal auszuführen, ist es doch in einem Kapitel bereits dargelegt … vielleicht nur kurz ergänzt, es scheint ihm sicherer, gleich beide Begriffe einzusetzen …

Eines noch, beim Aschermittwoch in 18 war neben Höcke, Poggenburg, Vilimsky auch Bachmann dabei … gerade mit Bachmann bekommt „Aufbruch“ einen recht besondere Bedeutung, nämlich die von Serienehrlichkeit … und in so einem Umfeld fühlt sich der Patriot aus Österreich, von dem oben gesprochen wird, wohl recht wohl …

NS AdP ist übrigens die Abkürzung, falls Ihnen einmal das Kürzel unterkommen sollte, damit Sie wissen, wofür dieses steht: Aufbruch deutsche Patrioten