Judenplatz ohne Antisemitismus

An diesem Dienstag, 7. Mai 2024, hat Wolfgang Sobotka weder das antisemitische Relief auf dem Haus Jordangasse 2 hoch über dem Mahnmal auf dem Judenplatz abgeschlagen noch das Denkmal von ABraham a Sancta Clara geschliffen,

an diesem Dienstag, 7. Mai 2024, hat Ariel Muzicant, wie von ihm angedroht, keine Eier auf dem Judenplatz gegen Orni Böhm geworfen, somit auch ohne die Gefahr,

dabei das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah zu treffen, so bleibt der AUgustiner ABraham a Sancta Clara stehen, wo er steht,

und der HEilige GEorg des antisemitischen Reliefs mit seinem sich der Taufe hingebenden JEsus CHristus auf dem denkmalgeschützten Haus blickt weiter herab auf das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah

In einem hat Ariel Muzicant recht, der Judenplatz ist, wie im Grunde jedweder Ort gleichwo auf dieser Welt, besonders aber ist der Judenplatz der „falsche Ort“ für —

Antisemitismus.

Da jedoch nicht zu erwarten ist, daß ein Wolfgang Sobotka das Relief mit den christlichen Figuren je abschlagen wird, noch sonstwer in diesem Land sich an dem denkmalgeschützten Haus je vergreifen wird wollen, wird auch der Judenplatz je kein Platz ohne Antisemitismus werden.

Wenn der Judenplatz in der österreichischen Wirklichkeit kein Platz ohne Antisemitismus werden kann, so kann der Judenplatz wenigstens auf digitale Art

zu einem ohne Antisemitismus werden, und zwar dadurch, daß

anstelle des antisemitischen Reliefs mit seinen christlichen Figuren ein anderes digital angebracht wird, mit einem Motiv, das Ariel Muzicant zu verdanken ist, der dazu diese schöpferische Idee einbrachte.

So ist der Judenplatz wenigstens auf digitale Art ein Platz ohne Antisemitismus.