Lernen sie Gegenwart

Neben dem von Helmut Brandstätter am 27. Februar 2026 auf der Konzernplattform X

Das Erbe der FpÖ ist ein antiklerikales. Kann Ihnen Lothar Höbelt erklären, wenn Sie es im Geschichtsstudium nicht gelernt haben

Geschriebenenen ist unter „Was gibt’s Neues?“ aufgezählt: „Pokémon – Erbschaftssteuer – Expertise – Lachen“, und es ist nicht zu entscheiden, worunter die brandstätterische Aussage fällt, ebenso das von Herbert Kickl desselben Tages Geschriebene,

Der christliche Glaube gehört zu unserer österreichischen Identität. Aus diesem Grund haben wir ein gesegnetes Kreuz für unser Klubsitzungszimmer besorgt, um uns zu diesem Erbe zu bekennen. Unser Dank gilt unserer Abgeordneten Ricarda Berger, die sich darum gekümmert hat.

worauf Helmut Brandstätter reagierte,

mit einer Vorhaltung, die nicht verstanden werden kann, hat doch Herbert Kickl nicht geschrieben, der Klerus gehöre zur österreichischen Identität, sondern der christliche Glaube gehöre zur österreichischen Identität — ein Unterschied, den wohl nicht wenige würden Klavier spielen können …

Welches antiklerikales Erbe der FPÖ kann Helmut Brandstätter meinen? Eine Erbin beispielsweise von Ludwig Feuerbach mit seiner antiklerikalen Haltung kann er, Helmut Brandstätter, wohl nicht meinen, denn nach Überlassung der Volkskanzlerschaft an den Österreicher am 30. Jänner 1933 gehörte auch das zur vordringlichen Zerstörung durch die nationalsozialistische Partei schon im ersten Halbjahr ihres massenmörderischen und massenverbrecherischen Regimes:

Auf dem Rechenberg zu Nürnberg steht heute wieder das schlichte Denkmal für den Philosophen, ein nach dem 1. Weltkrieg gestifteter Kenotaph („leeres Grab“) mit den Inschriften:
DER MENSCH SCHUF GOTT NACH SEINEM BILDE
1804-1872
TUE DAS GUTE UM DES MENSCHEN WILLEN
DEM FREIDENKER LUDWIG FEUERBACH ZUM GEDENKEN

Dieses Denkmal wurde gleich nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten auf Beschluß des Stadtrats vom 12.7.1933 entfernt und erst 1955 wieder aufgestellt. Auch diese Wiedererrichtung blieb in der damaligen Adenauerschen Restaurationszeit nicht ohne Widerspruch.

Website Ludwig Feuerbach. Gelesen am 1. März 2026.

Die Wiedererrichtung löste auch in der Bevölkerung Nürnbergs eine heftige Kontroverse aus. Gegner versuchten, mit einer, letztlich erfolglosen, Verfassungsbeschwerde das Denkmal wieder zu beseitigen. Wegen Übergriffen musste das Denkmal zeitweise unter Polizeischutz gestellt werden. Es wurde immer wieder von christlich-fundamentalistisch oder rechtsextrem motivierten Tätern beschmiert.[91]

Wikipedia. Ludwig Feuerbach. Gelesen am 1. März 2026.

Der Klerus, für den nun Helmut Brandstätter Herbert Kickl vorhält, das Erbe der FPÖ sei ein antiklerikales, war in der Vergangenheit, einfach wie kurz gesagt, eines nicht: antifaschistisch, auch in Österreich eines Kurt Schuschnigg war der Klerus alles, nur eines nicht, antifaschistisch, sondern …

Es hat sich dafür u. a. ein Begriff herausgebildet: Klerikalfaschismus, unter dem in manchen Staaten Europas und auch Lateinamerikas —

das ist das vom Klerus uneingeschränkt angetretene Erbe, das kann aus der Gegenwart gelernt werden, wenn etwa an den

Klerus an der Seite Putins,

Klerus Irans,

Klerusboß, dem Demokratien nicht für alles die beste Lösung und Abtreibung als größte Zerstörerin des Friedens,

Kleriker in Österreich, der wirbt, einen Hofer zu wählen,

Kleinkleriker in Österreich auf einer Parteiveranstaltung,

Großkleriker beim Segensgebet,

Klerus, dem wieder ein Erlöser geboren im Stall zu Alcsútdoboz,

Kleriker, der, kurz ist es her, nicht einmal ein Jahr, die Räumlichkeiten und die Kreuze einer Ministerin gesegnet,

und an weitere kleine und große Kleriker von all den Organisierten Glauben der Gegenwart gedacht wird …

Und dann noch, dazu auch das noch, die Empfehlung von Helmut Brandstätter, von Lothar Höbelt solle Herbert Kickl sich erklären lassen, wenn er es im Geschichtsstudium nicht — von Lothar Höbelt, ausgerechnet von Lothar Höbelt, geradeso, als ob Lothar Höbelt nicht schon zu viel Geschichte gelehrt, zu viele von Lothar Höbelt gelernt hätten,

Ihre Bildung …