Koste es, was wolle, die Wahrheit!

Nun wurde also das „Budget“ im Parlament beschlossen. Ein Beschluss, zu dem viele Fehler führten. Kurz gesagt,, ein „Budget“ der Fehler, oder, die Fehler als Budget …

Die Fehler müssen nicht aufgelistet werden, nicht wiederholt werden, die sind bereits weithin bekannt und berühmt und werden in Erinnerung bleiben, als der schon nach so kurzer Zeit als Bundesregierung erreichte Höhepunkt an Leistung dieser zwei Parteien.

Was, am 29. Mai ’20, daran aufmerkenswert ist: „20 Milliarden zusätzliche Ausgaben für Corona-Hilfsmaßnahmen.“

„20 Miliarden“ also zusätzlich. Was für eine große Inszenierung noch im März ’20, als am 18. Seb. Kurz verkündete: „Wir werden daher bis zu zu 38 Milliarden Euro in die Hand nehmen.“ Und nun im „Fehler“ 18 Milliarden Euro weniger.

Wenn nun seit Wochen von so vielen Seiten in Österreich aufgezeigt wird, wer noch immer nichts bekommen, wem immer noch nicht geholfen wurde, wer immer noch auf eine Unterstützung warten muß, scheint der Fehler im Abänderungsantrag des Finanzministers die Wirklichkeit richtig abzubilden: Zwanzig Tausend Euro zusätzliche Ausgaben für Corona-Hilfsmaßnahmen …

Am 18. März ’20 hat Seb. Kurz vor seinem Satz mit den 38 Milliarden Euro pompös verkündet: „Koste es, was es wolle!“

Koste es, was wolle – Zwanzig Tausend.

Koste es, was es wolle! Was? Kurz gesagt: die Wahrheit.

Fehler wurde beschlossen. Mit Einnahmen von 81,8 Milliarden Euro. Kurz ist es her, daß der Finanzminister an die EU Einnahmen von nur mehr 69 Milliarden Euro meldete für das Jahr ’20. 12,8 Milliarden Euro weniger an Einnahmen, erzählt der Finanzminister der EU, bei unveränderten Ausgaben von 82,4 Milliarden Euro. Unveränderte Einnahmen von 81,8 Milliarden Euro erzählt der Finanzminister dem Parlament in Österreich, zuerst mit ebenfalls unveränderten Ausgaben von 82,4 Milliarden Euro und erst nach viel Druck durch die Opposition und nach vielen Fehlern die Erhöhung der Ausgaben auf 102 Milliarden Euro.Ganz gleich welche Geschichte er wem erzählt, was es stets kostet, das ist die Wahrheit.

Koste es, was es wolle – die Wahrheit.

Und wie hat sich der Klubobmann der türkis getupften schwarzen Partei über die Opposition im Parlament aufgeregt, dies alles sei „Oppositionstheater“ und mutig verkündet, der Fehler werde beschlossen werden, ungeachtet auch der verfassungsrechtlichen Bedenken. Und wie lieb hat die Klubobfrau von der zweiten Regierungspartei gesprochen, im Parlament, am Donnerstag, es solle doch zur Debatte zurückgekehrt werden, das „Budget beschlossen … Das also versteht mittlerweile eine Klubobfrau der grünen Partei unter „Debatte“ – einen Fehler zu beschließen. Zu debattieren heißt, zu sprechen, debattieren heißt nicht, stramm im Parlament zu stehen als Zeichen der Zustimmung zu einem Fehler …

Bei der Gelegenheit fällt der Ärger des Klubobmannes der türkis getupften schwarzen Partei über die Kinder ein, die nach Wien studieren gehen und dann als Grüne … Wie kurz doch von ihm gedacht. Wenn die Kinder zum Beispiel aus Rum nach Wien studieren gehen und dann grüne Funktionärinnen werden, da kann doch ein schwarzer Vater wie der Klubobmann nur stolz auf seine Kinder sein, wenn sie als grüne Funktionäre zurückkommen und dem Vater alles nur recht machen wollen, und auch recht machen …