„Schütze lädt Schütz zum Hearing ein“

Das identitäre respektive patriotische „Volksfest“ am 20. Juni 2026 auf dem Stephansplatz wäre wohl der gesinnungsgemäße Feierrahmen für Eva Schütz, sollte sie zur Generaldirektorin des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks Österreichs gewählt werden, und gänzlich ist dies nicht auszuschließen, muß sie doch bereits jetzt zumindest erst noch für einen Stiftungsrat eine Ausschreibungskriterienerfüllende sein, wenn er, Gregor Schütze, wie berichtet wird, sie zum „Hearing“ einlädt. Mag. Gregor Schütze, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates, der gemäß der Liste für die österreichische Bundesregierung im Stiftungsrat sitzt, um genau zu sein, für eine Partei der Bundesregierung, nämlich für die ÖVP.

Wenn etwa der auf einem identitären Stuhl im Stiftungsrat sitzende Peter Westenthaler sie eingeladen hätte, wäre das keine Überraschung, sondern lediglich gesinnungsgemäß folgerichtig.

Aber es ist Gregor Schütze, der für die derzeitige in der Bundesregierung Österreichs ÖVP, die, kurz ist es her, mit einem Sommerfragebogen

Vonseiten des Stiftungsrates Gregor Schütze wurden laut „Krone“-Informationen folgende Kandidatinnen und Kandidaten für das Hearing vorgeschlagen: Eva Schütz, Lisa Totzauer, Kathrin Zierhut-Kunz, Robert Altenburger, Clemens Pig, Markus Breitenecker und Johannes Larcher. Eine Findungskommission des ORF-Stiftungsrats ist am Montag zum Schluss gekommen, dass 13 der in Summe 75 Bewerberinnen und Bewerber die Ausschreibungskriterien für den Top-Job erfüllen.

Kronen-Zeitung. 5. Juni 2026.

Es gäbe dabei nichts zu lachen, wenn es KI nicht gäbe, aber wie gut, daß es nun KI gibt, KI sorgt für die Lacher, so auch am 9. Juni 2026, zum Lachen bringt KI wieder, in diesem Fall mit dem Witz:

Die Schlagzeile „Schütze lädt Schütz zum Hearing ein“ ist ein bekanntes Wortspiel. Es bezieht sich auf die Wahl der ORF-Generaldirektion und ein Posting des ORF-Journalisten Armin Wolf auf der Plattform Bluesky. [1, 2] Dahinter stecken diese Personen: Harald Schütze: Der stellvertretende Vorsitzende des ORF-Stiftungsrats. [1] Eva Schütz: Die Herausgeberin der Medienplattform Exxpress. [1] Das Ereignis: Harald Schütze hat die Medienmanagerin Eva Schütz offiziell zu einem Hearing für den Posten der ORF-Generaldirektion eingeladen. [1, 2] Die Aufregung: ORF-Moderator Armin Wolf kritisierte diese Nominierung scharf. Er bezeichnete das Medium von Eva Schütz unter anderem als „rechte, rassistische Fake News-Schleuder“. [1, 2] Die Folge: Der ORF-Generaldirektor ließ daraufhin das Social-Media-Posting von Armin Wolf rechtlich prüfen, da ein Verstoß gegen den ORF-Ethikkodex im Raum stand. [1]

Google. Übersicht mit KI. 9. Juni 2026.

„Schütze lädt Schütz zum Hearing ein“, ist für KI ein „bekanntes Wortspiel“, vielleicht bringt „Schütze lädt Schütz zum Hearing ein“ es gar noch zu einem Volksspruch. Ob Gregor Schütze der KI-Vorname „Harald“ vielleicht sogar besser als Gregor gefiele?

Kein Witz hingegen ist die Aufforderung von EXXpress , ebenfalls am 9. Juni 2026 gelesen:

G exxpress auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen Aktivieren

Es hätte viel gegeben, das Armin Wolf anführen hätte können, das Eva Schütz nicht zur Empfehlung gereichte, das aufgezeigt hätte, wessen Ausschreibungskriterien Eva Schütz erfüllte, es wären die wohl nicht aufgeschriebenen aber ausgelebten von beispielsweise Peter Westenthaler und seinesgleichen, aber Armin Wolf zog es vor, Kommentarhinterlassende auf Exxpress gegen Eva Schütz —

Die Herausgeberin dieser Website bewirbt sich als ORF-Generaldirektorin.Wenn das irgendwer ernst nehmen sollte, fällt mich echt nix mehr ein.

Armin Wolf. Bluesky. Vor 14 Tagen.

Selbstverständlich, genau und redlich wie er ist, fügt er seinem Kommentar einen Screenshot von den Kommentaren an. Und vor drei Tagen:

Der stv. Vorsitzende des Stiftungsrats ist offenbar der Meinung, dass die Herausgeberin einer rechten, rassistischen Fake News-Schleuder (die praktisch täglich den ORF diffamiert und Millionenverluste produziert) als ORF-Generaldirektorin geeignet ist. Es macht mich ratlos

Armin Wolf. Bluesky. Vor drei Tagen.

Herr Westenthaler und die FPÖ sind sehr entrüstet, dass ich Frau Schütz als Herausgeberin einer „rassistischen“ Website bezeichnet habe.. Offensichtlich haben sie nicht bis zum angehängten Screenshot der groß auf ihrer Website präsentierten „Top Kommentare der letzten Woche“ gelesen.

Armin Wolf. Bluesky. Vor 1 Tag.

Und, wie heute, am 9. Juni 2026, gelesen, hängt Armin Wolf noch einmal den Screenshot der Kommentare vor vierzehn Tagen an, zur Verdeutlichung, als Beweis, explizit vielleicht für Peter Westenthaler und die FPÖ … Es scheint in Österreich das eine Tradition zu sein, nicht direkt gegen wen vorzugehen, Vorwürfe zu erheben, sondern, wie in diesem Fall, gegen Kommentar schreibende Unbekannte, und diese Tradition wird in Österreich sonst vor allem gepflegt, wenn es gegen Angstellte geht, wie jüngst wieder gegen Beschäftigte von Hochgestellten …

Wofür Eva Schütz sich empfiehlt, das wurde bereits in einem Portfolio zusammengestellt, und das ist etwas mehr als ein Monat her, dem nichts mehr hinzuzufügen ist, außer noch, was aus dem ORF werden würde, wenn sie zur Generaldirektorin gewählt werden würde, aus dem ORF würde das werden, wovon Eva Schütz so recht am meisten versteht: eine Anstalt des „Gesinnungsjournalismus“ —

Das ist kein Qualitätsjournalismus […]. Das ist Gesinnungsjournalismus.

Eva Schütz. Herausgeberin. Exxpress.

Und Eva Schütz zur Seite tritt ein Medium, von dem gemeint wurde, da seit langem nichts mehr von diesem vernommen, es existiere gar nicht mehr.

Aber, es existiert, und wie vor Jahren einmal festgestellt wurde, auf eine rechte Art so wohl ganz nach dem Journalismusgeschmacke einer Eva Schütz und ihresgleichen

Armin Wolf hat die Exxpress-Herausgeberin und ORF-Bewerberin Eva Schütz (nicht zum ersten Mal) als „rassistische Fake-News-Schleuder“ beschimpft.

Herr Wolf stellt sich auf eine Stufe mit irgendwelchen kleinen Postern im Internet (die er allerdings staatlich verfolgt sehen will, wenn sie ähnlich über ihn reden wie er über Frau Schütz).

Wäre er einer von ihnen, wäre ich absolut gegen eine Ahndung seiner Äußerungen gegen Frau Schütz. Er ist aber nun einmal kein einfacher kleiner Internet-Poster, sondern der von der Allgemeinheit bezahlte und gesetzlich zur Ausgewogenheit verpflichtete Anchorman des ORF. Verzichtet er auf seinen ORF-Posten, kann er gerne posten, was er will. Im Gegensatz zu Herrn Wolf bin ich für Meinungsfreiheit im Internet.

fisch+fleisch. Aron Sperber. ORF-Posten oder Posten wichtiger? #orf #Politik. 8. Juni 2026.