Wer vermag es schon zu sagen, wofür das Eck von Andreas Gabalier steht

Wofür steht Andreas Gabalier - Muslim - Kurzist.jpg

Es wurde bereits vermutet, was Matthias Naske zu Andreas Gabalier sagte,

„Tourneeauftakt im Wiener Konzerthaus“ von dem die Meinungsfreiheit Klagenden,

sei interpretierbar wie ein Gedicht. Er und seine Anwälte, seine Anwälte oder er haben kurz und rasch zu einer von gar vielen Interpretationen Zuflucht gesucht, von der sie für sich wohl ein Klagsheil zu erhoffen meinen.

Nun, es gibt viele Interpretationen, die ebenso Klagsglück, aber auch Klagsunheil bringen könnten … hier nur zwei der vielen möglichen weiteren …

Vielleicht stehe er für das Frauenbild eines Mannes, der das Erbe seiner Ahnen hochhält, kurz gesagt, für das Frauenbild eines Muslimen. Steht er doch hart dafür:

Der österreichische Volksmusik-Star Andreas Gabalier verteidigt in GALA mit Nachdruck sein Frauenbild. „Heute traut sich die Frau schon fast nicht mehr, sich zu freuen, wenn sie sich zu Hause um die Kinder kümmert, weil es so hingestellt wird, als wäre das der größte Fauxpas überhaupt“, sagte der 31-Jährige im Interview. „Als müsste sich jede Mutter, die sich den Kindern hingibt und mal auf den Job pfeift, als zweitklassiger Mensch fühlen.“ Die traditionelle Rollenverteilung betrachte er „als etwas Schönes, da ich es selbst auch bei uns so erlebt habe, dass die Mama das mit voller Hingabe gemacht und genossen hat“. Ob eine berufstätige Frau nach der Familiengründung im Job bleibe oder nicht, sei ihr zwar persönlich freigestellt, so Gabalier, bei seiner Freundin stehe das aber nicht zur Diskussion: „Natürlich wird sie als Mutter zu Hause bleiben.“ Mit der TV-Moderatorin Silvia Schneider, die er „ein tapferes Mädel“ nennt, ist Andreas Gabalier seit 2013 liiert. Einen Hochzeitstermin gebe es aktuell nicht an, sagte er GALA: „Gott sei Dank darf das ja der Mann bestimmen. Ich möchte es nicht zwischen Tür und Angel machen.“

Klingt das nicht wie die Deutung des Islams? Etwa vorgebracht von dem Islamischen Zentrum in München, wo es zwar keinen Musikverein gibt, aber er trotzdem gerne auftritt, im Stadion:

Dem Mann obliegt es, die Familie zu versorgen (Koran 4:34). Er ist vor Gott verantwortlich für das Wohlergehen seiner Familie. Eine Familie braucht Führung, so wie es auch in jedem Team jemanden geben muß, der letztendlich Entscheidungen fällt. Die Frau ist die Person, welche die Kinder empfängt, in sich trägt, gebiert, stillt und erzieht; sie trägt die Hauptverantwortung für das Wohl der Kinder. Dies ist ihre wichtigste Aufgabe.

Die gabaliersche Ansicht könnte aber ebenso gut für Kurzismus stehen. Ein, zugegeben, Verlegenheitsbegriff. Es hätte auch gesagt werden können: Köstingerismus. Aber in einem nach Führung schreienden Staat soll das nicht vernebelt werden; deshalb Kurzismus, abgeleitet vom Namen ihres Ob-Mannes. Es ist ein Verlegenheitsbegriff, weil ÖVP, so schlecht als kurz gesagt, soll die ÖVP nicht mehr sein, und was sie werden soll, nun, das weiß, kurz und schlecht gesagt, die christschwarze Partei selbst nicht … vielleicht deshalb die stete Zuflucht zur Verlegenheitserklärung: neu soll sie sein. Nun, wie neu das sein wird, sagt Elisabeth Köstinger auf eindrucksvoll welteingekürzte Weise:

Ich werde Frauen aus voller Überzeugung auf allen Ebenen immer fördern, aber jede Frau soll selbst entscheiden können, ob sie Mutter sein will oder Vorstandsvorsitzende.

Muslim oder Kurzist, auch das also könnte eine Interpretation sein, wofür er stehen möge, der Andreas Gabalier. Und singt er nicht stolz des Mannes Hymne, die wie einst ohne die Frau auskommt?

„Tourneeauftakt im Wiener Konzerthaus“ von dem die Meinungsfreiheit Klagenden

Andreas Gabalier im Wiener Konzerthaus.jpgEs gehe, so der Anwalt von Andreas Gabalier, um die „Meinungsfreiheit“, um die von Matthias Naske und die von Andreas Gabalier, und diese seien, so der gabaliersche Anwalt, abzuwägen. Aber dem nicht genug.  Dann muß schon recht ordentlich gewogen werden. Ein weiterer Anwalt werde, so der Novak in seinem Interview in der fellnerschischen Fernsehanstalt, eine weitere Klage einbringen, und zwar wegen „Rufschädigung“: gegen Matthias Naske allein.

Das ist also unter Abwägung zu verstehen. Die „Meinungsfreiheit“ von Andreas Gabalier ist Meinungsfreiheit, und die Meinungsfreiheit von Matthias Naske ist „Rufschädigung“.

Das ist also „Rufschädigung“, die Meinungsfreiheit von Matthias Naske, geäußert in der Tageszeitung „Die Presse“, veröffentlicht am 8. Mai 2017:

„Wenn Andreas Gabalier – wie kürzlich – im Goldenen Saal des Musikvereins auftritt, ist das auch nur mit wirtschaftlichen Motiven zu erklären?

Ich glaube, das war einfach ein Fehler. Wir hätten das nicht gemacht.

Und wieso?

Weil das Signale sind. Man muss wissen, wer Gabalier ist, wofür er steht, und dann abwägen.

Ich könnte Ihnen jetzt entgegenhalten, dass er viele Menschen für Musik begeistert.

Das stimmt. Aber ich glaube, dass ein Hubert von Goisern hier sehr viel besser aufgehoben ist. Wir treffen auch gesellschafts- und kulturpolitische Aussagen, so harmlos ist das nicht. Auf der anderen Seite dienen wir auch keiner Ideologie. Wie gesagt, ich glaube, das mit Gabalier war eine Unachtsamkeit oder vielleicht auch Kalkül …

… das wohl viel Geld gebracht haben wird.

Wahrscheinlich.“

Das ist alles, was Matthias Naske zum Heimatkrachledernenmusikanten sagte. Dieses Wenige – interpretierbar wie ein Gedicht – ist nun zu einer Klage mit über zehn Seiten ausgerollt, wie ein Teig für Kas…

Das soll also die „Rufschädigung“ von Matthias Naske sein. Und damit ist alles zur Meinungsfreiheitsabwägung im gabalierschen Umfelde gesagt.

Wie in der Collage gelesen werden kann, war beim gabalierischen nackten Unterschenkelaufritt im Musikverein auch Johann Gudenus. Also der Vertreter der Meinungsfreiheitsabwägung besthin …

„Vienna.At – Online“ erträumte sich, wie in der Collage gelesen werden kann, einen weiteren Aufführungsort für Andreas Gabalier: gestern, also 19. und 20. April 2017 Musikverein und Großes Festspielhaus Salzburg, und morgen, also irgendwann, das Wiener Konzerthaus …

Das ist auch verständlich. Denn. Dieser Traum. Heute Musiktrachtenverein, und morgen …

Was ist die Meinungsfreiheit von Andreas Gabalier? „Das sind couragierte Ansichten.“ So das abwägende Urteil aus einem recht berufenen Munde:

FPÖ-ZZ macht Soziologie verständlich: „So a Congo-Neger frißt s‘ z’samm“

Und auch das ist selbstverständlich keine „Rufschädigung“, sondern nackte Meinungsfreiheit jener Menschen, die für Andreas Gabalier das Wort erschreiben …

AndreasNorbertHofer: „Ich bin N icht A n Z uwanderung I nteressiert“