Die Geisterwelt des Andreas Mölzer

Der Ball des Wiener Korporationsrings in der Hofburg, der Kaiser- und Residenzstadt gilt als der schönste Korporationsball Mitteleuropas – zu Recht. Und er gilt der linksextremen Szene – längst über die Stadtgrenzen Wiens hinaus bis weit nach Deutschland – als rechtsextremes Fest, in dessen Umfeld alljährlich Randale gemacht werden muss. Unterstützt von den heimischen Linksfraktionen, angefangen von der grünen Parlamentsriege bis hin zu irgendwelchen studentischen Links-Außen-Obskuranten hat sich so etwas wie ein Demo-Tourismus aus Deutschland entwickelt, im Zuge dessen gewaltbereite und vermummte Möchtegern-Anarchos nach Wien reisen, um sich mit der Polizei Straßenschlachten zu liefern.

Ach, wählten beim nächsten Mal Andreas Mölzer nur die Geister seiner Welt und nicht mehr Wählerinnen und Wähler, die im Gegensatz zu Andreas Mölzer u.a. in der Bundeshauptstadt eines demokratischen Staates wohnen, und nicht in der Kais…

Das obige Zitat schrieb Andreas Mölzer aus seinem Block heraus am 31. Jänner 2011, also nach dem WKR-Ball, nach den Verboten demokratisch verbriefter Rechte. Es muß in der Geisterwelt von Andreas Mölzer hoch hergehen, daß er von „Straßenschlachten“ schreiben muß. Bei einem derartigen Geistesmenschen, wie es Andreas Mölzer nun einmal ist, müssen die Feuerungen im Gehirn um einiges stärker sein, als bei einem sich schlicht mit der üblichen Wirklichkeit sich begnügenden Menschen. Es toben im Gehirn eines jeden Menschen Schlachten, die durchaus Straßenschlachten oder Nervenbahnenschlachten genannt werden könnten. Andreas Mölzer ist ein Schreiber, und hat von daher die Freiheit, neurophysiologische Vorgänge romanhaft zu beschreiben.

Sehr hat sich der „Demo-Tourismus aus Deutschland“ wohl doch nicht bis jetzt entwickelt. Nach den vielen Berichten waren zwischen 300 bis maximal 500 Menschen auf den Straßen, um die Pflicht zu erfüllen, an die demokratischen Rechte zu erinnern. Viele aus Deutschland werden nicht angereist sein können. Und wenn diese beispielsweise in einem Bus gekommen wären, die Polizei hätte da schon aufgepaßt. Wie zu lesen war, wurde etwa ein Bus aus einem Bundesland für lange Zeit von der Polizei gestoppt.

Wen Andreas Mölzer auf den Bahnen nicht sieht, zumindest nicht erwähnt, sind, in einer mölzerschen Paraphrase, die gewaltandrohenden und vermummten Möchtegern-Nazis, die ihren „Kameraden“, die in der Beschreibung von Andreas Mölzer „hochbürgerlich und überkultiviert in langen Abendkleidern“ sind, in der Hofburg einen „vergnüglichen Ballabend“ wünschten. Aber diese werden auch nicht auf den Straßen gesehen, die sind in den Alpen, an der Donau, diese vermummen auch nicht ihre Gesichter. Diese verstecken sich im Internet, komplett anonymisiert. Auf den Straßen führte die Polizei Ausweiskontrollen durch, die Vermummmten der Straße konnten sich ausweisen, mit ihren richtigen Namen.

Das war der dritte und letzte Beitrag. Zum ersten Beitrag kommen Sie über den zweiten:
http://scoop.at/Oesterreich/Industriellen-aus-Deutschland-repraesentative-Plaetzen-auf-dem-WKR-Ball-verweigert

2 Gedanken zu „Die Geisterwelt des Andreas Mölzer

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