Was Freiheitliche unter Leistung verstehen, Harald Stefan zum Beispiel

Es ist zwar noch weit hin, bis zur nächsten regulär geplanten Nationalratswahl. Das hält die Freiheitlichen nicht ab, bereits jetzt, von sich als Regierungsfreiheitliche zu träumen. Und die Freiheitlichen malen ihren Traum öffentlich, wobei ihnen Medien eilfertig zur Hand sind, es den Freiheitlichen zu erleichtern, ihren Traum als Wirklichkeit anzuschauen, die Wirklichkeit als ihren Traum aufzufassen.

Die Realität jedoch ist eine andere, und diese spricht in keiner Weise für die Freiheitlichen.

Die Freiheitlichen bieten aktuell zum Beispiel Harald Stefan an. Die Freiheitlichen bieten den Wählern und Wählerinnen an, wenn sie gewählt werden, und wenn sie dann in die Regierung kommen würden, würde Harald Stefan einer der Freiheitlichen Minister sein. Wenn davon ausgegangen wird, daß die nächsten Nationalratswahlen im Herbst 2013 sein werden und es 2014 werden könnte, bis es eine neue Regierung gibt, dann würden es zehn Jahre her sein, daß Harald Stefan zum ersten Mal als möglicher Minister … Das ist menschgemäß nicht ehrenrührig, es immer wieder zu versuchen, etwas zu werden, sich Träume zu erfüllen, ob es die persönlichen Träume von Abgeordneten sind, die Träume einer ganzen Partei, ist ohne Belang.

Von Belang aber ist es, was eine Partei Wählerinnen und Wählern anbietet.

Zu diesem Angebot gehört auch, was eine Partei zum Beispiel unter Leistung versteht, was im Fall der Freiheitlichen Harald Stefan konkret unter Leistung versteht, welche Leistungen Harald Stefan als würdig einstuft, auf die stolz

Es sind die „Leistungen der deutschen Wehrmacht“ …

Abgesehen davon, daß es, vor allem aus heutiger Sicht, äußerst fragwürdig, grundsätzlich zu ächten ist, Leistungen von Militärs als positive verkaufen zu wollen, muß im konkreten Fall der deutschen Wehrmacht gesagt werden, diese hat nichts geschafft, diese hat alles verloren, diese konnte im weiteren Fortgang des vom Deutschen Reich erzwungenen Krieges nicht einmal das sogenannte eigene Volk mehr schützen, wobei angenommen werden darf, daß der Schutz des sogenannten eigenen Volkes dem Regime des Deuschen Reiches immer vollkommen gleichgültig gewesen sein muß, denn anders als mit der größten Gleichgültigkeit und der absoluten Verantwortungslosigkeit gegen das sogenannte eigene Volk kann ein Angriffskrieg gar nicht erst begonnen werden. Und das Gesamtergebnis dieser Leistung war, das sogenannte eigene Volk hatte für alle Schäden aufzukommen, das sogenannte eigene Volk hatte alles für jene zu bezahlen, die vor ihrem als Totalverbrechen geplanten Krieg wortreich verkündeten, nur das Beste für das sogenannte eigene Volk zu wollen.

Und das nennt der Freiheitliche Harald Stefan eine Leistung

Harald Stefan würdigte diese Leistung nicht beispielsweise 1940 -, 1940 hätte ein Ortsgruppenleiter möglicherweise sogar mit gleichem Namen mit dieser Würdigung durchaus verstanden werden können, wenn er in einem Dorfsaal euphorisch die Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht … Aber Harald Stefan spricht vom Stolz auf die Leistungen 2005, in der Hofburg

Ein derartiges generelles Verstehen von Leistung, also vollkommen unabhängig gesehen vom konkreten Totalversagen der Wehrmacht, die im Gesamtergebnis die Zerstörung und die Vernichtung zur Folge hat, ein derartiges Angebot sollten Wähler und Wählerinnen nicht mehr annehmen.

13 Gedanken zu „Was Freiheitliche unter Leistung verstehen, Harald Stefan zum Beispiel

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