Peter Kucera und Armin Wolf – Eine Doppelconférence

Kucera - Wolf - Zeitgeschichte und VerbotsgesetzEin Mann schreibt eine E-Mail an Armin Wolf, nicht an die Öffentlichkeit, sondern einzig an Armin Wolf, als Reaktion auf die wolfsche Einleitung des Beitrages über „80 Jahre Machtergreifung von Adolf Hitler“ … Diese E-Mail verleitet Armin Wolf zu einer Antwort und es entwickelt sich daraus ein kleiner Briefverkehr, der sich wie eine Doppelconférence liest -, eine Kabarettnummer mit Tradition in Österreich, die mit einer weiteren österreichischen Spezialität von Peter Kucera und Armin Wolf serviert wird: reformiert, aber nur ein wenig: der Kluge soll nicht mehr vom Publikum erkannt werden …

Der Mann, der Armin Wolf eine E-Mail schrieb und diese seine E-Mail nicht an die Öffentlichkeit schickte, heißt Peter Kucera -, der Name muß hier nicht verschwiegen werden, denn er selbst oder die Initiative, der er angehört und mit deren E-Mail-Adresse er  seine geschichtsparteiliche Reaktion an Armin Wolf sandte, veröffentlichte inzwischen, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, diese Doppelconférence auf einer social media rostrum

Es ehrt Armin Wolf durchaus, daß er auf diese erste E-Mail von Peter Kucera reagierte, aber nicht jede Fortsetzung ist ehrenvoll, womit der Grund benannt ist, weshalb hier überhaupt darauf reagiert wird, dessen Überschriften lauten: Perfidität, Zeitgeschichte, Verbotsgesetz.

Die erste Perfidität von Armin Wolf ist es, diesen Schriftverkehr zu veröffentlichen und Peter Kucera einen Wunsch nach Öffentlichkeit zu unterstellen, während Peter Kucera seine E-Mail lediglich an Armin Wolf sandte, der dann Peter Kucera in die Öffentlichkeit des Unternehmens Facebook zerrte … Zu dieser kommt eine Anmaßung hinzu; scheint es doch, daß die Einzelperson Armin Wolf bereits sich selbst als die Öffentlichkeit …

Die zweite Perfidität von Armin Wolf, einem Menschen wegen unterschiedlicher Auffassungen gleich abzusprechen, einen bestimmten Beruf erlernt zu haben und auszuüben. Um dann gleich auch eine dritte Perfidität nachzureichen, das Ausbildungsniveau der österreichischen Universitäten pauschal in Frage zu stellen … Konkret auf den Inhalt dieser Doppelconférence bezogen und treffender wäre es wohl gewesen, wenn Armin Wolf beispielsweise gefragt hätte, ob denn Peter Kucera bei Dr. Lothar Höbelt, außerordentlicher Professor für neuere Geschichte am Institut für Geschichte, studiert habe … Übrigens, Lothar Höbelt ein oft eingeladener ORF-Gast, wohl so etwas eine Kapazität für den ORF auf dem Gebiete der … Als Schreiber für das Kabarett dürfte auch Peter Kucera ein Neuling sein …

Was diesen Schriftverkehr zwischen Peter Kucera und Armin Wolf auch zu einer Doppelconférence macht, ist der Umstand, daß ein Historiker einem Moderator abenteuerliche Gründe auftischen will, weshalb die deutsch-nationalistische Totaldiktatur der Massenmorde und Massenverbrechen Polen überfallen mußte, während der Moderator dem Historiker Zeitgeschichte nahebringen will und dafür „Wikipedia“ als Einstieg empfiehlt … So einfach allerdings, wie es sich Historiker und Moderator die Geschichte auch gegeneinander erklären, so schlicht ist Geschichte nie … Es darf sowohl Peter Kucera als auch Armin Wolf die offensichtlich bevorzugte wolfsche Wissensquelle aber eine andere „Wikipedia“-Site als Einstieg empfohlen werden, ebenfalls in der Collage angeführt …

Und zur dritten Überschrift, zu einem Gesetz, das ebenfalls in einem größeren Rahmen zu denken ist … Die Empfehlung von Armin Wolf an Peter Kucera, „immer auf die einschlägigen Bestimmungen des Verbotsgesetzes zu achten!“ … Ein in Österreich inzwischen auch zur Tradition gewordenes Verständnis von Diskussionskultur, mit dem Verbotsgesetz gleich einem Zaunpfahl zu winken. Für Armin Wolf kann hierzu leider keine entsprechende „Wikipedia“-Seite angeführt werden, aber, wenn Armin Wolf einmal die Parlamentsbibliothek besuchen sollte, könnte er dort ein wenig in der vom Wissenschaftsministerium geförderten Studie „Die verurteilte Sprache“ von Wilfried Grießer hineinlesen, eine Studie, die hier nicht vorbehaltlos empfohlen wird, genauer, die hier nicht empfohlen wird, sondern lediglich als Verweis angeführt ist, daß auch über das Verbotsgesetz eine Debatte zu führen ist, aber in keiner Weise eine Debatte im Sinne beispielsweise von Freiheitlichen, aber in keiner Weise eine Debatte aus der Intention heraus beispielsweise von Freiheitlichen

Und ganz zum Abschluß muß doch festgehalten werden, daß es bestürzend und erschreckend ist, welche Kommentare auch zu dieser Doppelconférence bis jetzt schon hinterlassen wurden, daß, würde nicht gewußt werden, daß es Kommentare auf der wolfschen Site des Unternehmens Facebook sind, gemeint werden könnte, auf einer einschlägigen Site zu sein, gegen die die Poster und Posterinnen eigentlich …

PS Wie in der obigen Collage auch gelesen werden kann, geht diese Doppelconférence weiter, wie ein neuer Eintrag von Armin Wolf es belegt … Nun möchte also Peter Kucera wegen Verletzung des Briefgeheimnisses Armin Wolf klagen -, dann müßte Peter Kucera sich selbst oder die Öffentlichkeitsarbeit seiner Initiative ebenfalls klagen, da, wie in der Collage zu lesen ist, dieser Briefverkehr nicht nur von Armin Wolf veröffentlicht wurde …

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