Facebookameisen

Es ist doch rührend, wie Armin Wolf nun beschreibt, daß er keinen Deal mehr mit Mark Zuckerberg wie bisher haben will, also er bekennt schon ein, er hätte keinen „persönlichen Deal“ mit Mark Zuckerberg gehabt. Aber für eine Facebookameise ist es doch eine Trostträumerei, die durch den Küniglbergstudioalltag schweben läßt, irgendwie halt doch mit Mark Zuckerberg, mit ihm auf Augenhöhe fern so nah …

So muß das geschrieben sein. Immerhin ist Armin Wolf ja nicht irgendeine Facebookameise, in Österreich ist er wer, also keine Facebookameise, sondern ein respektabler, heiß umfehdeter Fernsehjournalist.

Armin Wolf will keinen Deal mehr mit Mark Zuckerberg

Aber in der Welt von Facebook ist er eine Facebookameise von über zwei Millarden Facebookameisen, die tippseln und posteln mit allen ihren Beinchen auf ihren Tastaturen tapsen und so weiter. Ameisen selbst, nicht frei von Einflüssen und Nachrichten aus der Menschenwelt, werden wohl ihrem Nachwuchs die Facebooklebewesen als Vorbild vorhalten, ihm sagen, seid so emsig wie diese, wenn ihr richtige Ameisen, eurem Namen gerecht werden wollt, wenn ihr groß seid. Aber laßt euch nicht alles gefallen, stemmt alle eure Beinchen auch einmal richtig in den Boden und sagt es dem da oben so richtig hinein, ihr könnt auch wie er da oben einmal richtig unzufrieden sein, aber am Throne rüttelt nicht, bekundet weiter eure Ergebenheit, dient ihm weiter eifrig, aber nicht emsig wie eine Ameise …

Wie lieb stolz er, die Facebookameise Armin Wolf, auf seine rund 280.000 Abos … Bob Marley hat 68 Millionen Abos (und das ist großzügig um fast 500 Tausend abgerundet), und Bob Marley ist tot, seit 37 Jahren.

Andreas Gabalier hat fast 800 Tausend Abos. Als ob Inhalt auf Facebook zählte.

Und Armin Wolf redet von Inhalt, von seiner Leistung, die er für Mark Zuckerberg, also nicht persönlich für Mark Zuckerberg, erbracht hätte.

Als ob auf Facebook Inhalt zählte.

Helene Fischer hat rund 1,6 Millionen Abos. Sogar He.-Chr. Strache hat mit rund 750 Tausend Abos – wie viele Abos mehr als Facebookameise Armin Wolf? Und mit rund 740 Tausend Abos ist Sebastian Kurz ja im Gegensatz zu Armin Wolf eine Facebookbulldoggenameise …

Das sind Zahlen vom heutigen Tag, 19. Februar 2018.

Als ob auf Facebook Inhalt zählte.

Das ist der kleine, liebenswerte Glaube der Facebookarbeitsameisen.

Nun aber, da das Facebookameisenego um seine Reichweite fürchtet, gar, um seine Reichweite zur Befriedigung seines Facebookameisenegos zu halten, Geld in die Hand nehmen müßte, möchte es einmal so unzufrieden sein, wie Mark Zuckerberg. Und wie schnell so eine Facebookameise etwas begreifen kann, wenn es um das eigene Geld geht, jetzt nach acht Jahren auf Facebook sieht er einen Vorteil darin, daß die Texte, die er auf Facebook schreibt, ihm gehören, und nicht mehr Mark Zuckerberg, also nicht persönlich Mark Zuckerberg …

Acht Jahre lang war es der Facebookameise egal, wem seine Texte gehören, wer mit seinen Texten machen kann, was er oder sie oder ein Konzern will. Nun aber, in der Furcht um Reichweitenerkürzung und Geldausgabe zur Verhinderung … aber vielleicht ahnte er doch von Beginn an, daß auf Facebook kein Inhalt zählt, und soher es egal ist, wem die Texte gehören.

Und was ist jetzt mit dem „Unterwandern mit Journalismus“? Beim Geld hört sich das Unterwandern auf. Das ist aber keine andere Geschichte, nur ein anderes Kapitel, in dem die Facebookameise auch vorkommt.

Und hat der zehnjährige Sportstadtrat von Wien, der er nie war, und jetzt montagsgemachter Vizekanzler ist, wobei äußerst fraglich ist, ob er das, wenngleich er es formal auch ist, je sein wird, das über Armin Wolf nicht auf Facebook getippselt? Das ist aber keine andere Geschichte, nur ein anderes Kapitel … 

Als ob auf Facebook Inhalt zählte.

Mythos Algorithmus

„Nicht erst Donald Trump zeigt, dass digitale Medien nicht per se demokratisch sind; die Gefahren der digitalen Wende wurden durch diesen Irrglauben lang genug verniedlicht. Mit Facebook, Google oder anderen Social-Media-Giganten kann man keine Allianzen schließen; man kann sie nur bekämpfen oder sich ihnen unterwerfen.  Ich bezweifle die von TV-Moderator Armin Wolf aufgestellte These, sie ließen sich ‚mit Journalismus unterwandern‘. Einerseits ist Journalismus das Gegenteil von Social Media: Er besteht aus erprobten Verfahren, die idealerweise wechselseitige Kontrolle und Reflexion des zu Veröffentlichenden garantieren. Fünftens: statt Allianzen mit Facebook braucht es die politische Forderung, dass digitale Plattformen öffentlich-rechtlich sein müssen. Mit transparenten Algorithmen! Die Kommunikation aller mit allen dient der öffentlichen Grundversorgung. Sie ist nichts, was sich für privaten Profit eignet. Wo sind hier die Initiativen des ORF?“ 

Das sprach Armin Thurnher anläßlich der Verleihung eines Preises für sein Gesamtwerk am 22. März 2017 …

Ein Sonntag ist wohl der ideale Tag, darauf zurückzukommen.

Erster Satz von Armin Thurnher, daß „digitale Medien nicht per se demokratisch“ seien …

Donald Trump zwitschert. Armin Wolf zwitschert. Florian Klenk zwitschert. Vielleicht zwitschert auch Armin Thurnher. Christian Kern zwitschert. Robert Misik zwitschert. Marcus Franz zwitschert. Es ist ein Gezwitschere von … bis …

Demokratischer kann es nicht mehr zugehen.

Nur jene, die ihre Inhalte nicht in einer Totalität verbreitet finden, wie sie es für ihre Inhalte als berechtigt und naturgegeben ansehen, verwechseln menschgemäß das Produkt Plattform mit den mittels Produkt Plattform verbreiteten Inhalten.

Zweiter Satz von dem Nichtschließen von „Allianzen“, von dem „Bekämpfen“ und dem „Unterwerfen“ …

Es müssen mit „Facebook, Google und anderen Social-Media-Giganten“ keine „Allianzen“ geschlossen werden. Wer schließt mit seiner Waschmaschinenmarke oder ihrer Automarke eine „Allianz“? Niemand. Bügeleisenunternehmen stellen Bügeleisen her, die von Menschen gekauft und genutzt werden. Nichts anderes machen „Facebook, Google und andere Social-Media-Giganten“: sie stellen Produkte her, sie stellen das Produkt Plattform her, das von Menschen nicht einmal gekauft, sondern nur genutzt zu werden braucht. Wie schäbig von den Menschen, es nicht ausschließlich für thurnhersche Inhalte zu nutzen. Ist es nicht der Masse Sinn und Existenz, der Lenker und Lenkerinnen Wort zu verkünden?

Bekämpfen, wen? Es sind die Menschen, die diese Plattformen nutzen. Armin Thurnher schlägt also vor, auch die Leser und Leserinnen seines Täubchen Falter zu bekämpfen, denn auch diese pflastern reichlich die Plattformen. Nein, die will er nicht bekämpfen. Denn. Die schreiben auf den Plattformen, wie er, ach so demokratisch, ach so lieb, ach so frei von Haß, und sie verbreiten auf diesen Plattformen brav das in seinem Täubchen Geschriebene.

Unterwerfen, wen? Es will kein Bild dazu einfallen, wie ein Mensch sich einem Produkt,  etwa einem Pürierstab unterwerfen kann. Die Plattformen sind so etwas wie gigantische Pürierstäbe, auf den Plattformen wird alles zu einem Megabrei püriert, die Zutaten für diesen Brei liefern die sogenannten klassischen Medien, also auch sein Falter, zumindest in Österreich, vor allem in Wien, besonders wohl für den Neubaubrei.

Dritter Satz von der These des Armin Wolf …

Kein anderes Produkt, also kein Bügeleisen, kein Auto, keine Waschmaschine, kein Pürierstab ist so von „Journalismus unterwandert“. Welches Medium nutzt nicht extensiv diese Plattformen. Ist nicht Armin Wolf ein exemplarischer Unterwanderungsmeisternachrichtensprecher? Und sein Falter? Na ja, ein Täubchen der Unterwanderung.

Vierter Satz: „Journalismus“ sei das „Gegenteil von Social Media“ …

Journalismus ist nicht das Gegenteil von „Social Media“, sondern die Grundlage von „Social Media“. Und das ist die große Verwechslung. Es wird irrtümlich angenommen, es hat etwas mit Medien zu tun, weil wie in den sogenannten klassischen Medien eben Schrift zum Einsatz kommt. Die Plattformen wären leer, gäbe es nicht den Journalismus. Nein, nicht ganz. Dann gäbe es nur die Bildchen vom pürierten Sonntagseintopf, mit ein paar Zeilen dazu, ach wie gut der Pürierstab wieder funktioniert habe und wie gut der Mansch, die Smoothies wieder mundeten.

Woran dachte er, Thurnher, bei der Aufzählung der Vorteile des Journalismus: „erprobte Verfahren, idealerweise wechselseitige Kontrolle und Reflexion? An die erprobten Verfahren, wechselseitige Kontrollen und Reflexionen bei Preiszuerkennungen?

Fünfter Satz, siebenter und achter Satz von der „politischen Forderung, statt Allianzen mit Facebook brauche es digitale Plattformen, die öffentlich-rechtlich … von der öffentlichen Grundversorgung … vom privaten Profit und den Initiativen …“

Kann es eine größere Grundversorgung noch geben, als etwa durch das Unternehmen Facebook, das das Produkt Plattform herstellt und zur Verfügung stellt, die von Milliarden von Menschen genutzt wird? Dafür müßte Österreich ein Weltreich sein. Eine öffentlich-rechtliche Grundversorgung ist national gedacht. Weshalb gibt es nicht ein österreichisches Unternehmen, die dermaßen erfolgreich das Produkt Plattform herzustellen und zu verkaufen weiß? Das auch einem Armin Thurnher gefiele und genehm wäre. Es reichte halt bloß zur Grundversorgung in Neubau, und müßte wohl bald zum Insolvenzgericht. Weshalb ist sein Täubchen nicht öffentlich-rechtlich? Weshalb eignet sich der Journalismus vom Falter für privaten Profit, oder macht sein Täubchen keinen Profit für seine Stiftungen?

Sechster Satz von den „transparenten Algorithmen“ …

Der Algorithmus mausert sich zum Mythos der ach, so modernen Zeit. Es heißt etwa, das Unternehmen Google liefere ausgewählte und also bestimmte Suchergebnisse. Informationen werden nach bestimmten Algorithmen gefiltert, Suchende werden einseitig und tendenziös … Nun. Gehen Sie einmal in ein Computergeschäft, wählen Sie nach dem Zufallsprinzip einen eingeschalteten Computer aus. Sie werden kein anderes Suchergebnis erhalten, als Sie auf ihrem Heim- oder Arbeitsplatzcomputer erhalten haben.

Oder. Achten Sie auf der Plattform des Unternehmens Facebook, was Ihnen empfohlen wird, welche Informationen Sie erhalten. Es sind auf irgendeine Art und auf unterschiedliche Weise jene Menschen involviert, mit denen Sie eine „Freundschaft eingegangen“ sind … eine Freundschaft eingegangen sind, ist in den allermeisten Fällen zu hoch gegriffen, genauer: mit den Sie eine „Freundschaft“ geklickt haben.

Abschließend bleibt nur eines, das gesagt werden kann.

Schrieben alle, beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens Facebook oder des Unternehmens Twitter wie Armin Thurnher oder Armin Wolf, dann wäre alles gut, und Facebook wäre der gelobte Kontinent, Twitter das versprochene Land, und Armin Thurnher schritte voran und verkündete: Folget mir in das gelobte Land, wahrlich, ich hole Euch ab, kommet heraus, ich bringe Euch heim auf den versprochenen Kontinent in das gelobte Land! Dem gegeben ward vom Propheten Karl-Friedrich der heilige Name Nordkorea.

Auf in das gelobte Land - Twitter

Armin Wolf hätte sagen können: Trump gebe an wie Hofer und …

armin-wolf-und-he-chr-strache-von-der-angeberei

Aber er sagte, der Mann, also Trump, gebe an „wie ein Pavian“. Und zählte dann noch allerlei auf … u.a. er, Trump, lüge und so weiter und so fort. Das ist zum einem wohl unpassend im Vergleich des Sozialverhaltens zwischen Donald Trump und einem „Pavian“, zum anderen bedient er, also Wolf, die Stereotype, er, also der „Pavian“, sei eitel … Brehms Tierleben dürfte ihm immer noch eine liebe Lektüre …

Das Unpassendste daran aber ist, einen Menschen mit einem Tier … Es wird gerade einem Armin Wolf nicht entgangen sein, welche Gesinnungen vor allem von der Herabwürdigung des Menschen zum Tier … wie viele Vertreterinnen und Vertreter solch einer Gesinnung mußte er wohl selbst schon in all den Jahren interviewen …

Es geht hierbei nicht darum, den Menschen über das Tier zu stellen. Freilich ist der Mensch als Lebewesen auf dieser Erde ebenfalls ein Tier, auch wenn er dies anders sehen möchte, aber wenn ein Mensch mit einem Tier verglichen wird, ist das stets als Beleidigung gemeint, und es geht stets zu Lasten des Tieres. Es bedient die irrige Vorstellung, der Mensch stehe über dem Tier. Ein Mensch, der mit einem Tier verglichen wird, wird nur aus einem einzigen Grund mit einem Tier verglichen, um ihn auf die aus menschlicher Sicht niedrigste Entwicklungsstufe eines Lebewesens zu setzen.

Das ist wohl das Prekäre, das Schlimme an der Gattung Mensch, daß sogar jene, die mit den oben angesprochenen Gesinnungen nichts zu tun haben, so leicht Derartiges von sich zu geben imstande sind …

Das Schlimme ist auch, es fällt diesen Menschen gar nicht auf, was für Vergleiche sie selber anstellen, während sie zugleich entrüstet sind, wenn etwa auf Websites der oben angesprochenen Gesinnungen Menschen mit Tieren … Es ist nur ein Detail, aber möglicherweise eines, das auch ein wenig verständlich macht, weshalb solche Gesinnungen immer noch einen derartigen Zulauf haben …

Armin Wolf denkt nicht über seinen Tiervergleich nach. Ihm ist nun wichtig, daß er richtig zitiert wird. Er wirft He.-Chr. Strache vor, er habe nur „Pavian“ und nicht „eitler Pavian“ gesagt. Freilich begreift He.-Chr. Strache nicht mit seiner schlichten Gesinnungsdenkart, daß „Pavian“ nur ein anderes Wort für Eitelkeit ist, es also ausgereicht hätte, richtig zu zitieren. Und Armin Wolf will nicht verstehen, daß He.-Chr. Strache ihn schon richtig verstanden hat. Es geht ja nur um Eitelkeit, wenn von einem „Pavian“ gesprochen wird. Brehms Tierleben dürfte auch für He.-Chr. Strache nach wie vor eine …

Armin Wolf hätte auch nur zu sagen brauchen, Trump sei ein Angeber und … Oder, wenn er schon meint, nicht ohne Vergleiche auskommen zu können, Trump gebe eitel an wie Hofer oder Strache oder irgend ein anderer oder andere aus der identitären Parlamentspartei …

Und ist es nicht pure Angeberei, wenn Hofer etwa verkündet, er werde „auf Euch aufpassen? Oder er ein „Schutzherr“ …? Oder sein Versprechen gegen „Bestien“ …?

Es gibt so viele Menschen, die, wenn schon Vergleiche gebracht werden müssen, für Vergleiche herangezogen werden können, vor allem in Österreich, daß für diese tatsächlich keine Tiere je mehr vonnöten sind, wie leicht  kann statt „Pavian“, um noch ein Beispiel anzuführen, Gudenus für einen Vergleich …

PS Zur Angeberei fällt noch das Ausreden ein. Donald Trump hat nach der Fernsehdiskussion mit Hillary Clinton die Ausrede gebracht, er hätte ein kaputtes Mikrofon … Erinnert das nicht recht stark an die vielen Ausreden und die vielen Schuldabschiebungen aus den Reihen der identitären Parlamentspartei in Österreich? Was für Vergleichsmöglichkeiten ergeben sich auch daraus. Zwischen diesen angeberischen oder eitlen Menschen mit ihren Schuldabschiebungen und Schuldzuweisungen. Es mag für Österreich eine Katastrophe sein, wenn solche Menschen von vielen, viel zu vielen Menschen gewählt werden, gar in verantwortungsvolle Positionen gewählt werden, aber eben nur ein Fiasko für Österreich, jedoch eine weltweite Katastrophe und ein weltweites Fiasko, wenn Menschen in den Vereinigten Staaten einen solchen Menschen zum Präsidenten wählten. Es wird zwar immer noch mit großen Augen nach den Vereinigten Staaten aufschauend geblickt, aber, wenn gedacht wird, wie viele, viel zu viele in den USA einen Donald Trump … die USA sind auch nicht mehr als Österreich, aber eine USA wie Österreich ist tatsächlich zum Ängstigen …

Peter Kucera und Armin Wolf – Eine Doppelconférence

Kucera - Wolf - Zeitgeschichte und VerbotsgesetzEin Mann schreibt eine E-Mail an Armin Wolf, nicht an die Öffentlichkeit, sondern einzig an Armin Wolf, als Reaktion auf die wolfsche Einleitung des Beitrages über „80 Jahre Machtergreifung von Adolf Hitler“ … Diese E-Mail verleitet Armin Wolf zu einer Antwort und es entwickelt sich daraus ein kleiner Briefverkehr, der sich wie eine Doppelconférence liest -, eine Kabarettnummer mit Tradition in Österreich, die mit einer weiteren österreichischen Spezialität von Peter Kucera und Armin Wolf serviert wird: reformiert, aber nur ein wenig: der Kluge soll nicht mehr vom Publikum erkannt werden …

Der Mann, der Armin Wolf eine E-Mail schrieb und diese seine E-Mail nicht an die Öffentlichkeit schickte, heißt Peter Kucera -, der Name muß hier nicht verschwiegen werden, denn er selbst oder die Initiative, der er angehört und mit deren E-Mail-Adresse er  seine geschichtsparteiliche Reaktion an Armin Wolf sandte, veröffentlichte inzwischen, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, diese Doppelconférence auf einer social media rostrum

Es ehrt Armin Wolf durchaus, daß er auf diese erste E-Mail von Peter Kucera reagierte, aber nicht jede Fortsetzung ist ehrenvoll, womit der Grund benannt ist, weshalb hier überhaupt darauf reagiert wird, dessen Überschriften lauten: Perfidität, Zeitgeschichte, Verbotsgesetz.

Die erste Perfidität von Armin Wolf ist es, diesen Schriftverkehr zu veröffentlichen und Peter Kucera einen Wunsch nach Öffentlichkeit zu unterstellen, während Peter Kucera seine E-Mail lediglich an Armin Wolf sandte, der dann Peter Kucera in die Öffentlichkeit des Unternehmens Facebook zerrte … Zu dieser kommt eine Anmaßung hinzu; scheint es doch, daß die Einzelperson Armin Wolf bereits sich selbst als die Öffentlichkeit …

Die zweite Perfidität von Armin Wolf, einem Menschen wegen unterschiedlicher Auffassungen gleich abzusprechen, einen bestimmten Beruf erlernt zu haben und auszuüben. Um dann gleich auch eine dritte Perfidität nachzureichen, das Ausbildungsniveau der österreichischen Universitäten pauschal in Frage zu stellen … Konkret auf den Inhalt dieser Doppelconférence bezogen und treffender wäre es wohl gewesen, wenn Armin Wolf beispielsweise gefragt hätte, ob denn Peter Kucera bei Dr. Lothar Höbelt, außerordentlicher Professor für neuere Geschichte am Institut für Geschichte, studiert habe … Übrigens, Lothar Höbelt ein oft eingeladener ORF-Gast, wohl so etwas eine Kapazität für den ORF auf dem Gebiete der … Als Schreiber für das Kabarett dürfte auch Peter Kucera ein Neuling sein …

Was diesen Schriftverkehr zwischen Peter Kucera und Armin Wolf auch zu einer Doppelconférence macht, ist der Umstand, daß ein Historiker einem Moderator abenteuerliche Gründe auftischen will, weshalb die deutsch-nationalistische Totaldiktatur der Massenmorde und Massenverbrechen Polen überfallen mußte, während der Moderator dem Historiker Zeitgeschichte nahebringen will und dafür „Wikipedia“ als Einstieg empfiehlt … So einfach allerdings, wie es sich Historiker und Moderator die Geschichte auch gegeneinander erklären, so schlicht ist Geschichte nie … Es darf sowohl Peter Kucera als auch Armin Wolf die offensichtlich bevorzugte wolfsche Wissensquelle aber eine andere „Wikipedia“-Site als Einstieg empfohlen werden, ebenfalls in der Collage angeführt …

Und zur dritten Überschrift, zu einem Gesetz, das ebenfalls in einem größeren Rahmen zu denken ist … Die Empfehlung von Armin Wolf an Peter Kucera, „immer auf die einschlägigen Bestimmungen des Verbotsgesetzes zu achten!“ … Ein in Österreich inzwischen auch zur Tradition gewordenes Verständnis von Diskussionskultur, mit dem Verbotsgesetz gleich einem Zaunpfahl zu winken. Für Armin Wolf kann hierzu leider keine entsprechende „Wikipedia“-Seite angeführt werden, aber, wenn Armin Wolf einmal die Parlamentsbibliothek besuchen sollte, könnte er dort ein wenig in der vom Wissenschaftsministerium geförderten Studie „Die verurteilte Sprache“ von Wilfried Grießer hineinlesen, eine Studie, die hier nicht vorbehaltlos empfohlen wird, genauer, die hier nicht empfohlen wird, sondern lediglich als Verweis angeführt ist, daß auch über das Verbotsgesetz eine Debatte zu führen ist, aber in keiner Weise eine Debatte im Sinne beispielsweise von Freiheitlichen, aber in keiner Weise eine Debatte aus der Intention heraus beispielsweise von Freiheitlichen

Und ganz zum Abschluß muß doch festgehalten werden, daß es bestürzend und erschreckend ist, welche Kommentare auch zu dieser Doppelconférence bis jetzt schon hinterlassen wurden, daß, würde nicht gewußt werden, daß es Kommentare auf der wolfschen Site des Unternehmens Facebook sind, gemeint werden könnte, auf einer einschlägigen Site zu sein, gegen die die Poster und Posterinnen eigentlich …

PS Wie in der obigen Collage auch gelesen werden kann, geht diese Doppelconférence weiter, wie ein neuer Eintrag von Armin Wolf es belegt … Nun möchte also Peter Kucera wegen Verletzung des Briefgeheimnisses Armin Wolf klagen -, dann müßte Peter Kucera sich selbst oder die Öffentlichkeitsarbeit seiner Initiative ebenfalls klagen, da, wie in der Collage zu lesen ist, dieser Briefverkehr nicht nur von Armin Wolf veröffentlicht wurde …