Den Menschen sich ausdachten – aus welchen Ängsten heraus auch immer, aufgrund welcher Mängel auch immer –, wenn seine Anhänger und Anhängerinnen ihm nicht einmal glauben, einer Beleidigung selbst souverän entgegentreten zu können, schlimmer noch, wenn sie ihm derart klein glauben, er könne beleidigt werden …
Wie anmaßend groß gegen ihn kommen sich seine Erfinder und Erfinderinnen von welchem Allah auch immer vor, wenn sie nach wie vor glauben, einen Gott verteidigen zu müssen, schlimmer, einen Gott verteidigen zu können, schlimmer noch, für einen Gott Morde als verschleierte rechtsstaatlich legitimierte Todesstrafen zu begehen, der doch die Welt, das Universum und also auch sie selbst, wie ihm von ihnen unterstellt, geschaffen …
Sie kommen sich derart groß vor, beispielsweise islamische Prediger, die heute noch gerne auf ein Bild zurückgreifen, um mit diesem den Menschen, von dem sie sich selbst ausnehmen, kleinzumachen, in Hinkunft aber um der Wahrheit willen, es nur wenig anders beschreiben sollten: Nicht mehr sollten sie ihre Demütigungsrede beginnen mit vor dem Thron Gottes … Sondern: Vor des Menschen Thron ist der siebente Himmmel nicht größer als ein Sandkorn, der sechste Himmel hingegen ist im Verhältnis zum siebenten nur so groß wie ein Ring in der Wüste, der fünfte Himmel im Verhältnis zum vorhergehenden wiederum nicht größer als ein Ring in der Wüste, und so weiter herab bis zum ersten Himmel, den Allah, wenn er zu diesem hinaufschaut, für etwas Allumfassendes hält. Darauf soll er dann stets gefragt werden: Wie groß bist du noch vor alledem? Die richtige Antwort kann nur beinahe wie der Ausruf von Lessings Saladin lauten: Ich Staub! Ich Nichts! O Mensch!
PS Wie blutrünstig war der Organisierte Glaube durch die Jahrtausende, wie blutrünstig ist der Organisierte Glaube weiterhin, und wie blutrünstig will der Organisierte Glaube weiter bleiben, wie oft noch will der Organisierte Glaube seine Blutrünstigeit erneuern, falsch gesagt, veraltern …
