Für freiheitlichen ZZler Andreas Mölzer ein Unvergessener: „Parteigenosse und SA-Obertruppführer“ Adam Wandruszka

In der Ausgabe Nr 18/2013 der freiheitlichen ZZ versucht Andreas Mölzer den Freiheitlichen und also auch sich selbst die Position der dritten Kraft im Land zu halten, aber er kann seinen Freiheitlichen die dritte Position nur noch im Schreiben erhalten, die Wählerinnen und Wähler können dieser Argumentation nicht mehr folgen, und sie folgen ihr auch nicht mehr, wie aktuell auch in Salzburg … Die Freiheitlichen müssen sich mit der vierten Position begnügen …

Es ist vorüber …

Es ist für die Freiheitlichen vorbei, von der dritten Position auf die vierte und noch weiter nach hinten, es ist zu hoffen, daß die Wähler und Wählerinnen den Freiheitlichen diesen Weg nach hinten weiter und weiter gehen lassen, die Freiheitlichen an ihren demokratischpolitisch in Ordnung gehenden und zustehenden letzten Platz der Unbedeutsamkeit und der Einflußlosigkeit führen …

Der freiheitlichen ZZler Unvergessenen

„Der Historiker Prof. Dr. Adam Wandruszka spricht in seinem ‚Festschrift‘-
Beitrag davon, daß ‚für die Verirrungen und Wirrnisse, für die Prüfung und
Bewährungsprobe unserer Zeit die größte Katastrophe, die den Dom seit
seiner Entstehung betraf, die Brandkatastrophe von 1945, tiefe, symbolhafte
Bedeutung‘ erhalte“. In: Der Dom zu St. Stephan in Wien,
Festschrift zur Wiedereröffnung des albertinischen Chores,
Der Dom zu Stephan, im Eigenverlag der Dompfarre, 1952.

Es nützt Andreas Mölzer dafür auch nichts mehr, sich auf einen „unvergessenen Historiker“ zu berufen, sich an das zu klammern, was Adam Wandruszka irgendwann sagte, als das „Gottgewollte“ noch geholfen hat, zumindest in Österreich, der von „gewissermaßen ‚gottgewollten‘ drei politischen Lagern sprach“ … Die Zeit geht darüber hinweg und immer schneller und mehr und mehr unaufhaltsam …Einst wird vergessen sein, daß die Freiheitlichen das dritte Lager waren, das Andreas Mölzer vergebens versucht den Seinen schreibend noch zu halten … Der hundertjährige Bogen, den Andreas Mölzer dafür mühsam und ohne Überzeugungskraft versucht zu spannen, endet 2013, bricht unter der Last des neuen Wahlverhaltens zusammen … Die Freiheitlichen als dritte Kraft werden so vergessen sein, wie es „Parteigenosse und SA-Obertruppführer“ Adam Wandruszka heute bereits ist, außer für Freiheitliche, für Freiheitliche ist er ein Unvergessener

Und noch einer, wieder einer, ist für freiheitliche ZZler ein Unvergessener,  Egmont Colerus, den Helge Morgengrauen in der Ausgabe Nr. 18/2103 zum Wiederlesen empfiehlt. Und wen wird es noch überraschen können, daß dieser Wiederempfohlene einer war, der 1933 aus Protest aus dem Wiener Pen-Club austrat und 1936 eintrat in den „Bund der deutschen Schriftsteller Österreichs“, 1938 einen Beitrag ablieferte für das „Bekenntnisbuch österreichischer Dichter“ … Der Grund für den Austritt unter Protest aus dem Wiener Pen-Club von Egmont Colerus u.v.a.m. war: einige protestierten gegen die Bücherverbrennungen und die Verfolgung von Schriftstellern in der nationalistischen Massenmordtotaldiktatur des deutschen Reiches … Der „Bund deutscher Schriftsteller Österreichs“ war eine getarnte Organisation der in Österreich zu dieser Zeit verbotenen NSDAP … All das kann beispielsweise nachgelesen werden in „NS-Herrschaft in Österreich“:

Dem „Bund“ gelang es mit massiver Unterstützung durch die Deutsche Gesandtschaft in Wien, das Propagandaministerium und die Reichsschrifttumskammer sich bereits geraume Zeit vor dem „Anschluss“ als eine Art Außenstelle der Reichsschrifttumskammer in Österreich zu etablieren. Der „Bund“ exekutierte die rassistischen Grundsätze nationalsozialistischer Literaturpolitik (Arierparagraph, Gesinnungsprüfung usw.) und zielte darauf ab, die literarischen Kontakte mit Deutschland zu monopolisieren.

PS Und wenn die Freiheitlichen dereinst endlich und bald auf dem Platz der Unbedeutsamkeit angekommen sein werden, kann auch, was für ein Gewinn an Lesequalität wird das sein, endlich damit aufgehört werden, die freiheitliche ZZ durchzublättern, denn es ist mit dem Lesen der freiheitlichen Zur Zeit keine Begeisterung verbunden, das richtige Wort in der ebenfalls in der Ausgabe 18/2013 veröffentlichten Satire wäre Entgeisterung gewesen, entgeistert ist zu fragen: Was soll das stete Aufwecken der Gespenster der Vergangenheit? Bis dahin aber muß dieses Magazin in die Hand genommen, mit Widerwillen und mit Überdruß seit dem ersten Exemplar, das in die Hand genommen wurde. Jedoch die hohe Konzentration an freiheitlichen Spitzenfunktionären und Spitzenmandatarinnen, die in der freiheitlichen ZZ schreiben, und die für nicht wenige – es werden aber erfreulicherweise weniger und weniger – nach wie vor wählbare Kandidaten und Kandidatinnen für höchste Staatsämter sind, ist es ein nicht zu ignorierendes Magazin …

7 Gedanken zu „Für freiheitlichen ZZler Andreas Mölzer ein Unvergessener: „Parteigenosse und SA-Obertruppführer“ Adam Wandruszka

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