Am christlich-faschistischen Krieger-Denkmal Redipuglia ruft Papst Franziskus um Frieden – Ein Hohn

Mussolini - Redipuglia - FranziskusVor bald einhundert Jahren gab es im vorfaschistischen Italien die schöne Idee, Schulen zu bauen, statt Kriegerdenkmäler zu errichten. An die gute Idee, in die Bildung zu investieren, also aktiv gegen Krieg etwas zu tun, mußte bei den Berichten über den Auftritt des Papstes in Redipuglia gedacht werden, und vor allem daran, daß, auch im österreichischen Fernsehen, ganz unschuldig und ganz christlich von einem Denkmal für die Gefallenen – was für ein liebliches Wort, sie sind nicht hingefallen, sie wurden ermordet und mußten davor selbst morden – des Krieges von 1914 bis 1918 … Ganz so, als ob niemand wüßte, um was für ein Denkmal es sich dabei handeln würde.

Es ist menschgemäß höhnisch von Papst Franziskus gerade in Redipuglia aufzutreten, gerade dort, um Frieden zu bitten, um Frieden zu beten. Aber das ist wunderliche Logik von Organisierten Glauben, passiv für den Frieden zu beten, aber aktiv Gewalt, Mord, Krieg …

Es gibt nichts Passiveres und Alles-Hinnehmenderes als das Beten. Und es gibt kein zweites Synonym für Unbildung als Gebet.

Das monumentale Denkmal in Redipuglia ist ein faschistisches Denkmal. Ganz oben befindet sich eine römisch-katholische Kapelle, als Zeichen des Segens Gottes für die Faschisten und Faschistinnen, für Benito Mussolini, der sie 1938, am Vorabend des Krieges von 1939 bis 1945 pompös einweihte, nicht um Frieden zu beten, sondern mit Unterstützung der Mordenden und Ermordeten des Krieges von 1914 bis 1918 die nächsten Generationen in den Krieg zum Morden und zum Sterben zu treiben.

Es ist menschgemäß kontraproduktiv von Papst Franziskus auf dem Boden eines Kriegerdenkmals um Frieden zu beten. Es mag vielleicht für eine kurze Zeit gut gehen, daß Kriegerdenkmäler Mahnung und Auftrag sind, für den Frieden zu beten, sogar, für den Frieden sich einzusetzen. Aber wenn die Zeit wieder reif ist, oder richtiger, die Zeit wieder unreif ist, werden Kriegerdenkmäler zu dem, was sie tatsächlich sind, gefährliche Brutstätten des Hasses. Schlimmstes Propagandamaterial, um die Menschen wieder in einen Krieg zu treiben, weil die Kriegerdenkmäler sie an verlorene Schlachten, an verlorene Kriege erinnern, an das, was ihnen von anderen angetan wurde, vergessen dabei aber, was sie anderen angetan haben. Das Kriegerdenkmal in Redipuglia wurde nicht um des Friedens Willen gebaut, sondern um wieder einen Krieg zu entfachen. Die Faschisten und Faschistinnen drängten sehr auf eine schnelle Fertigstellung, noch vor dem Krieg von 1939 bis 1945.

Und noch eine Verlogenheit offenbart dieses Kriegerdenkmal in Redipuglia. Es ist zugleich auch die größte und brutalste Verhöhnung der Menschen, die in den Krieg zum Sterben und zum Morden getrieben werden. Am Fuße dieses monumentalen Kriegerdenksmals steht der Sarkophag des Kommandeurs. Es soll wohl den Eindruck vermitteln, im wirklichen Krieg schritt der Kommandeur voran, mutig und tapfer. Aber in Wirklichkeit starb er erst 1931. Während die von ihm Befehligten tatsächlich im Krieg elendig krepierten, und er, der Kommandeur, wohl in einer warmen Stube eines Palais … Und nun, im Tod, liegt der Kommandeur wieder in ersten Reihe, während die sogenannten einfachen Soldaten hinter ihm zu liegen haben. Das ist die Regel, und nicht die Ausnahme. Die Befehlshaber überleben die Kriege, wie ein anderes Beispiel passend zum Krieg von 1914 bis 1918 zeigt: Oskar Potiorek, heute noch Ehrenbürger von Klagenfurt, friedlich lange nach Kriegsende verstorben, und die einfachen Soldaten, die für ihn morden und sterben mußten – vergessen, irgendwo und irgendwann verscharrt, oder als Überlebende ein elendes und erbärmliches und ignoriertes Dasein zu fristen hatten: als Kriegszitterer …

Es ist höhnisch und kontraproduktiv, ausgerechnet in Redipuglia, an einem christlich-faschistischen Kriegerdenkmal, errichtet als Einladung zum nächsten Krieg, um Frieden zu beten. Und noch etwas ist es. Es ist für Papst Franziskus leicht, seinen Gott um Frieden zu bitten. Denn das Kriegsstaffelholz des 21. Jahrhunderts hat sein Gott, der sich im 20. Jahrhundert und die Jahrhunderte davor kriegerisch austoben konnte, an Allah abgetreten, vorerst einmal. Ein Gott ist also immer mit dabei, ist stets der Joker im blutigen Spiel, ein Gott zieht Menschen also immer in den Krieg, zum Morden und zum Sterben. Und mitten in den Kriegen dieser Götter, wie immer sie heißen mögen, auf den Schlachtfeldern offenbaren die Geistlichen, welches Organisierten Glauben auch immer, ihren größten Zynismus, wenn sie den sogenannten einfachen Menschen beim elendigen Sterben beistehen, ihnen, weil die Hände weggeschossen sind, die herausgeschossenen Gedärme zum Beten falten, zum Beten um Frieden.

Diese gute und schöne Idee, Schulen statt Kriegerdenkmäler, sollte nach beinahe einhundert Jahren endlich umgesetzt werden. Und die Kriegerdenkmäler? Abtragen. Was an Material brauchbar ist, zum Bauen von Schulen verwenden. Und die Geistlichen, welches Organisierten Glaubens auch immer – die Angestellten der Organisierten Glauben alleine beten lassen. Denn für den Frieden ist so viel zu tun. Keine Sekunde mehr darf für das passive Beten zu welcher einer erfundenen Figur auch immer um Frieden verschwendet werden, auch deshalb, weil es ein Beten zu Kriegslüsternen ist.

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