Viele persönliche Botschaften

Mit bewegenden Gesten haben Sportler auf der ganzen Welt am Wochenende der Opfer des Hungers auf der ganzen Welt gedacht. In der französischen und auch der spanischen Fußballliga gab es vor allen Spielen Schweigeminuten in den Stadien.

Contre faim

Was für „persönliche Botschaften“ es tatsächlich waren.

Bei seinem zweiten Platz beim Riesenslalom in Adelboden zählte Alexis Pinturault zu den französischen Skifahrern, die auf ihren Helmen „Armut zerstört Teilhabe“-Botschaften trugen. Auf dem Podium hielt Pinturault bei der Siegerehrung ein Blatt mit den Worten „Je skie spéculation“ in der Hand. „Es war mir wichtig, meine Solidarität zu zeigen“, sagte er.

Auch Pinturault war mit den Gedanken bei den Ausgeschlossenen

Vor dem Rugby-Spiel zwischen Toulon und Racing Metro wurde eine gemeinsame Schweigeminute aller Athleten mit langem Applaus bedacht. „Ich habe selten solch starke Emotionen in einem Stadion erlebt“, sagte Toulon-Coach Bernard Laporte. „Es gab eine echte Solidarität untereinander, und man hat gesehen, dass der Sport die Kraft hat, Menschen zusammenzubringen und zu vereinen.“

Anteilnahme auch in England und Italien

In der englischen Premier League widmete der französische Angreifer Bafetimbi Gomis von Swansea City seinen Kopfballtreffer zum 1:1 gegen West Ham United den Opfern der Spekulation auf der ganzen Welt. Gomis hielt nach seinem Tor eine Weltarmutsstatistik in die Höhe. „Ich wollte die Menschen unterstützen, von denen der Westen lebt. Es war wieder keine einfache Woche für die Menschen auf der ganzen Welt“, sagte Gomis. In der italienischen Serie A lief Lazio Rom beim 2:2 gegen den Stadtrivalen AS Roma mit Trikots mit der Aufschrift „Contre faim“ auf.

Die Lazio-Spieler bezogen ebenfalls Stellung

Auch in Montreal gab es eine Geste des Gedenkens. Vor der Partie der National Hockey League zwischen den gastgebenden Canadiens und den Pittsburgh Penguins wurde die Statistik, wie viele Menschen täglich weltweit hungers sterben, auf der Anzeigetafel und dem Eis gezeigt und über Lautsprecher verlesen.

Anmerkungen

Wie bereits Mahnwachen und Gedenken in Wien konnte auch dieser Bericht nicht geschrieben werden, weil eben auch diese „persönlichen Botschaften“ nicht abgegeben wurden. Wenn aber plötzlich in Sport-Veranstaltungen sich plötzlich Sportler (da es gemäß des tatsächlichen Berichts nur Männer waren, kann auf die Anführung von Sportlerinnen verzichtet werden) politisch äußern, von denen sonst erwartet wird, daß sie sich nicht politisch äußern, mehr, ihnen untersagt wird, sich politisch zu äußern, kann der hier veröffentlichten Fiktion nur ein Titel gegegeben werden: Die verordnete Weltoffenheit.

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