Epiloge, damit Wahlen keine Prologe in das Unheilvolle werden

Es wurde gedacht, nach Tausenden

Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich – Trilogie der Schmutzromane mit Epilogen und Appendix

von Seiten kann endlich aufgehört und diese romanhafte österreichische Wirklichkeit verlassen werden. Aber – falsch gedacht. Seit dem Juni 2015 haben allein die Epiloge zu Prono ever, written in Austria einen Umfang erreicht, der zwei oder gar drei Romane …

WahlenEs scheint die Rede von Berufenen wohl zu stimmen, daß die Figuren eines Romans nicht nur die Geschichte, ihr Auftreten und ihr Sein in dieser bestimmen, sondern auch, wann ein Roman zu Ende ist. Es ist heute ein weiterer Versuch des Aufbegehrens gegen die Figuren, also selbst zu bestimmen, wann es zu Ende ist, den Figuren klar und unmißverständlich zu sagen, es ist aus, es ist zu Ende, es wird jetzt geendet, und es wird nicht ein weiteres Mal geendet werden wollen, es will nicht abermals gescheitert werden wollen, es will nie mehr geendet werden, es will je nicht abermals gescheitert werden, um besser zu scheitern. Das Scheitern war bisher kein gutes. Es kann kein besseres Scheitern je geben.

Es bleibt kaum noch Zeit, für die Hinwendung zu den wirklichen Romanen, diese je noch schreiben zu können.

Es wird seit langem der Eintritt zur Wirklichkeit der wirklichen Romane gesucht, aber kein Satz noch öffnete bislang die Tür. Mehr und mehr aber muß gemutmaßt werden, diesen Eintritt gibt es längst nicht mehr. Und was es noch gibt, ist bloß diese romanhafte Wirklichkeit, aber nicht nur in Österreich. Die nicht lohnt, Romane zu schreiben. Denn ohne die Wirklichkeit der Romane sind Romane keine Romane, sondern bloßer Abklatsch der romanhaften Wirklichkeit, bloße Wiederholung und also solche bloße Farce.

Es mag sein, daß die Figuren ein weiteres Mal siegen, sie es ein weiteres Mal aus ihrer Sicht erfolgreich verhindern können, der romanhaften Wirklichkeit auch dieses Landes mit dem heutigen Tag endgültig entflohen zu sein, auch wenn im Augenblick nicht gewußt wird, wohin geflohen werden könnte, auch wenn gewußt wird, die Türen sind verschlossen, der Zugang zur begehrten Wirklichkeit der Romane vielleicht nie unauffindbar, oder noch besser, der Zugang ist bereits für immer, nicht nur verschlossen, der mit unter Anstrengung doch wieder aufzubrechen wäre, so reicht es für die Sekunde doch, zu wissen, gegen die Figuren gestimmt zu haben, aufgebrochen zu sein.

Die auch von den Figuren aufgezwungenen Epiloge werden eines Tages das sein, was sie sind, Epiloge eben, die absolut nichts dazu beitragen konnten, daß Wahlen wieder Prologe werden könnten für eine dann kommende Zeit, in der niemand bei Verstand zu leben sich ersehnt, erhofft, oder, höchstens jene die von einer Vorsehung um die Vernunft gebracht werden, von ihr geplagt und ihre Getriebenen sind. Und auch die Epiloge werden als Belege Eingang finden in die irgendwann von wieder so vielen zu schreibende umfangreiche Chronik über die gegenwärtigen Jahre von 2015 weg bis -, über die dann wieder viele sagen werden wollen, es gab ja keine Informationen, es wurde halt nichts gewußt. Der einzig zu habende Trost dabei aber ist, zu wissen, diese Zeit, wenn den Nichtsdavongewußthabenwollenden und den Nichtinformiertgewesenseinwollenden die Chronik unter die Nase gehalten werden wird, nicht mehr in dieser Welt zu sein.

Ein Gedanke zu „Epiloge, damit Wahlen keine Prologe in das Unheilvolle werden

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