Hübner schon wieder

Hübner schon wieder

Nun hat also Herbert Kickl mit Johannes Hübner wegen der „antisemitischen Codes“ gesprochen. Und alles sei, ist zu lesen, nun wieder recht geregelt. Hübner werde künftig vorsichtiger sein.

So wird das geregelt, in einer identitären Parlamentspartei. Rasch und mit einer Lösung oder, weil es sprachlich von der Herkunft paßt, eine Losung, eine Losung als Lösung wurde recht rasch also gefunden oder, weil es von der sprachlichen Verwandtschaft ebenfalls paßt, ausgeschieden: Vorsicht.

Für eine recht rasche Losung müssen eben in einer identitären Parlamentspartei nur die Richtigen miteinander sprechen. In diesem Fall Reiseexperte mit Reiseexperten. Und Herbert Kickl ist Johannes Hübner ein ebenbürtiger Reiseexperte, das Diplom dafür erwarb er sich im letzten Jahr, als er nach Linz, in den Vorort von Braunau reiste …

Solch eine identitäre Parlamentspartei ist aber reich an Reiseexpertise. Zu dieser recht raschen Lösung als Losung hätte Johannes Hübner auch in einem Gespräch mit der Reiseexpertin kommen können – Referentin FPÖ-NR Barbara Rosenkranz und Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck in einem Bio-Hotel beim „Zuerst!-Lesertreffen“ …

Eine identitäre Parlamentspartei hat nicht nur Reiseexpertise, sondern sie versteht sich auch recht auf das Einladen …

Wer kann einen Menschen nicht verstehen, der etwa nach Lektüre der Kapiteln

„Empfinden breiter Volksschichten“, also von Pegida Nagel Hübner, Mölzer … „Ewigen Treueschwur dem ‚Führerunser’“

Zur Zeit: Lügen, Manipulation und Propaganda

Ehe ein Hahn einmal kräht, hat He.-Chr. Strache dreimal verleugnet

Ganze freiheitliche Gemein-Schaft ist ausgewandert

Kursalon Hübner, ein von Heinz-Christian Strache gewählter treuer Boden für ein Sommergespräch

Johann Herzog: „… uns das größte Ereignis seit ’45 … Norbert Hofer zustande gebracht hat“

murmelt: Hübner schon wieder, Hübner immer wieder, auch Johannes Hübner, von welcher Partei sonst als von der identitären Parlamentspartei.

PS Es hat ein Jahr gebraucht, bis es entschlossen wurde, bekanntwerden zu lassen, die Sache mit den „antisemitischen Codes“ und den anderen hübnerischen Aussagen. Daß es nicht vorher schon bekannt war, wer will es noch glauben. Es scheint einen Wahlkampf zu brauchen, um … Es ist nicht weit her mit der Ernsthaftigkeit in diesem Land, wirklich und tatsächlich und ohne Nutznießung etwa gegen Antisemitismus zu sein. Und niemand scheint einen Nutzen für sich selbst darin zu sehen, gegen Antiziganismus zu sein, nicht einmal in einem Wahlkampf …

NNS Ein Reiseexperte aus Deutschland, der auch ein Grußexperte ist, war im letzten Jahr auch geladen in den Vorort von Braunau, zur selben Veranstaltung, in der Herbert Kickl … Alphabet of Enlightenment, H-H: Haverbeck, Höcke, Hofer, Holocaust

Positive Beteiligung an der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich nur mehr die einhundertprozentige Nichtbeteiligung!

Folge 5

Nationalratswahl 2017 Österreich - Nichtbeteiligung zu einhundert ProzentEs wurde in dieser Serie vieles für eine Wahlbeteiligung angeführt, vor allem dafür, weder FPÖ noch ÖVP noch SPÖ zu wählen, aber vielleicht ist das einzige wirkliche Mittel noch, damit sich tatsächlich etwas verändert, sind doch alle gar so von notwendigen Veränderungen beseelt, am 15. Oktober 2017 in Österreich nicht zur Nationalratswahl zu gehen.

Es könnten die versprochenen Veränderungen rascher kommen, es könnte der längst überfällige Bruch mit der realpolitischen Tradition in Österreich rascher kommen, wenn sich niemand an der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 beteiligt, wenn es also eine Null-Prozent-Wahlbeteiligung gibt, wenn also niemand, tatsächlich niemand gewählt wird, niemand eine einzige Stimme erhält, es aber auch keine einzige ungültige Stimme gibt. Alle Wahlberechtigten am 15. Oktober 2017 irgend etwas machen, nur eines nicht, ein Wahllokal aufzusuchen.

Das könnte ein fruchtbarer Schock sein. Das könnte tatsächlich zu einem tiefgreifenden Überdenken der bisherigen parteipolitischen Gewohnheiten führen, hin zu einem politischen Denken, das automatisch das sofortige Aus für die bisherigen österreichischen und also unseligen Gepflogenheiten bedeutete.

Es ist wohl in kaum einem zweiten Land in der Europäischen Union ein solcher Streik der Wählerinnen und Wähler von höchster Dringlichkeit wie in Österreich, eine Verweigerung der Stimmabgabe, an der sich einhundert Prozent der Wahlberechtigten beteiligen. Im Angesicht des drohenden Wahlergebnisses am 15. Oktober 2017, im Angesicht der Drohung der daraus hervorgehenden Regierung in einer Zusammensetzung – gleich in welcher Farbmischung: ob schwarzblau oder rotblau – ist eine Nichtbeteiligung zu einhundert Prozent an dieser Wahl die aktivste Beteiligung, die für den 15. Oktober 2017 gewählt werden kann. Denn. Bei einer einhundertprozentigen Nichtbeteiligung wird tatsächlich tiefgreifend reagiert werden müssen, und nach einer einhundertprozentigen Nichtbeteiligung kann, kurz gesagt, wird nichts bleiben, wie es je gar so bequem war.

Was seit über einhundert Jahren in Frankreich nicht umgesetzt wurde, ein „Streik der Wähler“ nämlich, obgleich es bereits vor über einhundert Jahren wortreich von Octave Mirbeau

Der Streik der Wähler und Wählerinnen

La Grève des électeurs contre Le Pen, Marine FN

vorgeschlagen wurde – ein Vorschlag, der auch in Österreich damals bereits bekannt war, kann daher leider nicht als Erfahrungsbericht weder im Positiven noch im Negativen hier vorgelegt werden. Auch in diesem Jahr sind nicht einhundert Prozent der Wählenden der Wahl in Frankreich ferngeblieben, obgleich es wieder weniger, viel weniger waren, die zur Wahl gingen. Es wird dazu kommen, daß irgendwann, ob in Frankreich, ob in Österreich, die Wählenden gänzlich wegbleiben werden, aber dann wird es zu spät sein, um eine Nichtbeteiligung positiv zu nutzen, durch eine Nichtbeteiligung eine positive Wende herbeizuführen.

Deshalb, wenn Veränderungen wirklich gewollt werden, den 15. Oktober 2017 für eine Wahlverweigerung nutzen, für einen heilsamen und fruchtbringenden Schock, aber die Wahlverweigerung muß eine einhundertprozentige sein.

Folge 4: Nationalratswahl 15.10.2017 in Österreich – Nicht die 1960er wählen!

Nationalratswahl 2017 Österreich - Nicht die 60er Jahren wählen

Es kommt stets auf Sie an, wie Sie sich in einer Wahl entscheiden, wem Sie Ihre Stimme in einer Wahl geben, aber es ist noch nie so sehr auf Sie angekommen, wie in der bevorstehenden Nationalratswahl am 15. Oktober 2017.

Diesmal ist es nämlich nicht eine Entscheidungsfrage, welche Regierung bekommt Österreich nach dem 15. Oktober 2017 aufgrund des Wahlergebnisses, sondern welches Jahrzehnt wird gewählt werden. Ein vergangenes Jahrzehnt, in dem es nur drei Parteien sind, die wieder alles entscheiden würden, die wieder alles im Griff haben würden, wie es in den 1960er Jahren war, und es spricht vieles dafür, daß, sollten die Parteien SPÖ, ÖVP und die identitäre Parlamentspartei gestärkt bei gleichzeitig massiver Schwächung der anderen kandidierenden Parteien aus der Wahl am 15. Oktober 2017 hervorgehen, zu diesem Grauzustand der 1960er Jahre kommen könnte. Denn. Diese drei Parteien präsentieren sich bereits in vielen Bereichen derart ununterscheidbar, daß, welche der drei Parteien nach dem 15. Oktober auch immer eine Oppositionspartei sein wird müssen, nicht von einer tatsächlichen parlamentarischen Opposition gesprochen werden wird können.

Entschieden ist bereits, welche Regierung es geben wird, offen ist bloß die Farbzusammensetzung, wie in der Serie u.v.a.m. bereits geschrieben wurde.

Deshalb kann am 15. Oktober 2017 es nur eine Wahl geben.

Jede kandidierende Partei zu wählen, jede kandidierende Partei massiv zu stärken, deren Name nicht FPÖ ist, deren Name nicht ÖVP ist, deren Name nicht SPÖ ist. Das heißt nicht, daß alle drei Parteien im gleichen Maße unwählbar sind. Es gibt dabei Abstufungen.

Tatsächlich immer unwählbar ist die identitäre Parlamentspartei, dann eine ÖVP, solange sie eine kurzschwarze ist, und dann eine SPÖ, die sich einer FPÖ aus Bequemlichkeit einer FPÖ an den Hals wirft, die sich nicht ihrer Stärken besinnt, eine Partei des Aufbruchs zu sein, wie sie es vor allem in den 1970er Jahren war: zum Vorteil und zum Wohl der Menschen in diesem Land. Diese Besinnung auf ihre eigentlichen Stärken, auf ihre gesinnungsgemäßes Streben und ihre gesinnungsgemäßen Anliegen kann einer SPÖ vielleicht am besten gelingen, wenn ihr die Möglichkeit gegeben wird, als Oppositionspartei sich zu reorientieren.

Ein Wahlergebnis am 15. Oktober 2017, das eine kurzblauschwarze Regierung zur Folge hätte, wäre das denkbar schlechteste Wahlergebnis. Eine blaukurzschwarze Regierung ist kein zukunftsweisendes Experiment. Dieses Experiment gab es bereits als schüsselschwarzblaue Regierung, und es ist für alle Menschen in diesem Land teuer gescheitert. An diesem gescheiterten Experiment hat das Land heute noch kostenintensiv zu kiffeln. Das alles ist hypobitter bekannt. Stolz und arrogant ist diese schwarzblaue Schüssel aufgestiegen, und zerschellt jetzt materialisiert als Abfangjäger endgültig, aber enorm teuer und zum Schaden von allen.

Es kann also am 15. Oktober 2017 nur darum gehen, Mehrheiten für Regierungsvarianten fern von FPÖ, ÖVP und SPÖ zu schaffen, eine starke parlamentarische Opposition fern ÖVP, FPÖ und SPÖ zu wählen.

Alles andere ist keine Zukunft.

Alles andere ist nur Rückkehr in das graue Jahrzehnt der 1960er.

Folge 3: Österreich im langen Herbst, nach der Nationalratswahl 15. Oktober 2017

Österreichs Wirklichkeit der politischen Vielfalt

Es war gedacht, das Kapitel über die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in viele Folgen aufzuteilen. Aber, ist jetzt schon zu fragen, wozu. Was die Folge der Nationalratswahl im Herbst sein wird, ist bekannt.

Es wird zu einem Österreich im langen Herbst kommen.

Die Entscheidung ist bereits gefallen, ehe noch gewählt wurde. Die Regierungsfarben sind gewählt. Was noch offen ist, ist die Regierungsfarbenzusammensetzung.

Es wird entweder eine rotblaue oder eine kurzschwarzblaue Regierung.

Auch wie es um das Parlament bestellt sein wird, ist bereits jetzt ebenso bitter absehbar.

Es wird wieder ein Dreiparteienparlament im Zuschnitt der 1960er Jahre werden. Das ist kein Widerspruch, wenn gesagt wird, vielleicht schaffen es noch ein oder zwei Parteien mehr wieder in das Parlament gewählt zu werden. Es mit Müh und Not gerade noch zu schaffen. Wenn also Neos und Grüne es gerade noch schaffen, wieder in das Parlament gewählt zu werden, gerade einmal je mit einem Prozentanteil von etwas über der Vier-Prozent-Hürde, dann kann bereits von einer realpolitisch inexistenten Opposition gesprochen werden. Von einer absolut geschwächten, die drei Parteien der 1960er Jahre nicht einmal zu kitzeln vermögenden Opposition. Vielleicht schafft es auch, wenn er mit einer Liste antritt, noch Peter Pilz über die Vier-Prozent-Hürde zu humpeln. Dann wären es sechs Parteien im Parlament. Das sähe dann nach demokratischer Vielfalt aus. Aber in Wahrheit wird es auch mit sechs Parteien im Parlament nur ein Dreiparteienparlament sein. Denn die Opposition wird aus Sicht der drei Parteien der 1960er Jahre nur eine Lachopposition sein. Realpolitisch also eine vollkommen kraftlose, wirkungslose, ohnmächtige Opposition. Wird darüber hinaus bedacht, wer in das Parlament gewählt werden könnte, ist das noch absehbarer. Zum Beispiel Irmgard Griss. Von der Handvoll der Neos-Abgeordneten kann, wie sie nun seit knapp zwei Jahren politisch erlebt werden konnte, Irmgard Griss abgezogen werden, also eine noch weitere Schwächung der Opposition, sie wird, und es kann auf den Konjunktiv verzichtet werden, sie wird eine Minusabgeordnete sein.

Es wird also derzeit alles getan – nicht von den drei Parteien der 1960er Jahre, denn diese haben sich schon in den 1960er Jahren eingerichtet und richten sich forciert darauf weiter ein –,

Systempartei Hofer-FPÖ – Der Unwille zur Veränderung in Österreich

Österreich zurück in die 1960er Jahre und also in die Dreiparteiendemokratie zu bringen. Es müssen auch die Grünen gefragt werden, was treibt sie an, derart unpolitisch zu agieren, im Angesicht der Drohung einer schwarzblauen oder rotblauen Regierung, derart unpolitisch alles dazu beizutragen, daß die parlamentarische Opposition in Österreich nach dem 15. Oktober 2017 die schwächste sein wird, gänzlich bewußtlos. Ist Peter Pilz nach einem langen politischen Leben die politische Luft schon dermaßen ausgegangen? Fürchtet Peter Pilz politisch künstlich beatmet werden zu müssen, um politisch noch Luft zu bekommen? Meint er, daß das Parlament für ihn das Beatmungsgerät sein muß? Mehr wird, falls er mit einer eigenen Liste antritt, seine Anwesenheit im Parlament nicht sein, falls er dann in das Parlament gewählt werden wird, er wird in das Parlament gehen, um sich zur künstlichen Beatmung an die Parlamentsmaschine anschließen zu lassen, ebenso werden an den wenigen vorgesehenen Anschlüssen seine wenigen ehemaligen und es gerade noch in das Parlament schaffenden Kolleginnen und Kollegen zur politisch künstlichen Beatmung hängen, während es für eine tatsächliche Opposition im Parlament gar keine Luft mehr geben wird.

Es muß dabei aber auch ein weiteres Mal auf die unrühmliche Rolle der Medien in Österreich hingewiesen werden, die alles daran setzen, um jetzt etwa die Grünen im schlechtesten Licht auftreten zu lassen, ihnen Vorwürfe zu machen, die sie zu den drei Parteien der 1960er Jahre nicht mehr auf das Papier bringen wollen, obgleich diese nicht anders agieren, etwa, daß nur ein zu kleiner Kreis entscheide, und so weiter und so fort.

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Folge 1: Wahlen in Österreich, Nationalratswahl 15. Oktober 2017: Von der politischen Vielfalt und der medialen Wirklichkeitsarmut.

Folge 2: Wahlen in Österreich

Vielleicht wird doch noch eine Folge zu schreiben sein. Denn. Es bleibt. Was kann jetzt noch getan werden. Im Angesicht der Drohung, Österreich im langen Herbst. Also in der Kargheit. In der Kälte. Im Grau. In Nässe und Matsch. Mit entlaubten Bäumen, deren verwelkten Blätter die Böden bedecken, nichts mehr wächst, bloß noch die Einfalt, sich alle vorbereiten auf einen langen Schlaf, eingewickelt in groben Trachtendecken und so weiter und so fort.

Es kommt wie zwar stets, aber vielleicht wie noch nie auf die Wählenden an, am 15. Oktober 2017.

Nationalratswahl15-10-2017 Österreich nicht Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie 1960er Jahre

Im Neoscheinwerfer die Allianz der Seifenwasserwörter

Maxl - Neos Allianz für Freiheit und Verantwortung

Nun hat also Irmgard Griss doch bei den Neos „angedockt“, wofür sie vor rund einem Jahr noch „keinen Grund“ sah, wie zu lesen war, also bei den Neos „anzudocken“. Vor rund einem Jahr hätte es für sie eine „Denkfabrik“ werden können – wohl mit ihr als Denkschuhfabriksdirektorin. Aber sie wollte nicht ausschließen, daß „daraus eine Liste entsteht“. So funktionieren Träume. Alles ist möglich, alles kann sich verwandeln, eine Denkfabrik zu einer Liste, kein Grund zu einem Grund zum Andocken.

Und das Schöne an den Träumen ist, es muß nichts bewiesen, es muß nichts umgesetzt werden. Also in der Wirklichkeit. In der Wirklichkeit kann aber von den Träumen schön erzählt werden. Und das macht Irmgard Griss, von Träumen erzählen. Von diesen ihren Träumen, in denen sie Seifenwasserwörter pustet.

Das Schlimme an diesen ihren Träumen allerdings ist, daß so viele in Österreich meinen, Österreich sei die Kopflandschaft von Irmgard Griss, in der sie ihre Träume spielen läßt, sie spielen für Irmgard Griss Traumfiguren, die ihr Seifenwassergepuste zu bewundern, ihr zu applaudieren haben, als wäre sie die langerwartete Heilsbringerin. Allen voran spielen sehr viele Medien für sie Traummedien, berichten derart positiv über sie, wie nur Traumzeitungen über einen Menschen in seinem eigenen Traum berichten. Aber solche Träume sind, außer bei Irmgard Griss, äußerst selten. Zumeist berichten Traumzeitungen im eigenen Traum über die dunklen Seiten, über das Verworfene, über das Abgründige des diesen Traum erleidenden Menschen.

Das Gute ist, es gibt die Wirklichkeit mit ihrem Gedächtnis. Und es muß nur an den Vorgänger von Irmgard Griss gedacht werden, der ebenso auf Wortseifenblasen setzte, kurz gesagt, er setzte wie sie auf „Werte“. Weitere Seifenblasenwörter von ihm waren: „Fairness, Wahrheit, Transparenz“. Ihre weiteren sind „Freiheit, Verantwortung“. Er hat Österreich für seinen Traum mißbraucht. Und viele haben sich für seinen Traum mißbrauchen lassen, also seine Liste gewählt. Und heute, Juli 2017, nichts mehr. Er und seine Liste haben aufgegeben, treten nicht mehr an. Er und seine Liste hätten am 15. Oktober 2017 auch keine Chance gehabt, in der Nationalratswahl. Keine Chance, noch einmal in das Parlament gewählt zu werden. Die Menschen sind aus seinem Traum herausgetreten, zurück in die Wirklichkeit, in der sein Traum sich als das erwies, was ein Traum ist: ein Traum, der verpufft, von dem nichts bleibt, wenn die Nacht vorüber ist, und das Tagwerk in der Wirklichkeit beginnt, vielleicht noch, daß ein paar Erinnerungsfetzen vom Traum bleiben, die aber flugs weggewischt werden, meist mit der Bemerkung, was sei denn das wieder für ein absonderlicher Traum gewesen.

In Erinnerung an dieses gelangweilte, geldzählende Traumgreislein mit seinen Seifenblasenwörtern wird es schon nicht schwerfallen, am 15. Oktober 2017 nicht noch einmal in einen nächsten Traum mit lauter Seifenblasenwörter zu wechseln, und stattdessen in der Wirklichkeit zu bleiben.

Bei dem kanadischen Traumautomechaniker konnte wenigstens, so sonderlich seine Aussagen auch waren, zu seinen Gunsten angeführt werden, er sei in der Wirklichkeit als Geschäftsmann erfolgreich gewesen, und von daher wäre es ihm zuzutrauen gewesen, auch in der Politik … Aber was kann bei der Gerichtssaalträumenden zu ihren Gunsten angeführt werden? Wenn sie in der Wirklichkeit etwas zu beweisen hat, scheitert sie, in der Wirklichkeit hat sie keinen Erfolg aufzuweisen. Wird ihr in der Wirklichkeit eine Aufgabe übertragen, setzt sie es augenblicklich in den Sand. Ja, im Traum, da hätte ihre Sendung „Im Namen des Volkes“ funktioniert, wäre ihre Sendung erfolgreich gewesen, und es ist anzunehmen, in ihrer Traumwirklichkeit oder in ihrem Wirklichkeitstraum ist diese Sendung, die in der tatsächlichen Wirklichkeit sofort wieder abgesetzt wurde, die erfolgreichste Sendung, die es je gegeben hat, oh Traum, die es gibt und weiter erfolgreich läuft und läuft …

Und eines noch fällt zu Irmgard Griss ein. Dieses ständige Lächeln. Und das erinnert an Maxl. Einem aus der Sendung „Wir leben im Gemeindebau“. Es verbindet sie einiges. Maxl, Franzl und Irmschl. Zum einen das Benehmen, die Aussagen, das alles zusammen läßt verstehen, weshalb derartige Soaps einen so hohen Suchtfaktor haben. Maxl und Irmschl verbindet darüber hinaus noch etwas, eine Partei, eine Liste gründen zu wollen. Irmschl jetzt nicht mehr, nach dem sie einen Grund geträumt hat, bei den Neos doch andocken zu können. Maxl hat, es wurde nicht nachgeforscht, inzwischen wohl die Idee einer Parteigründung von einem Bier zum anderen wieder verworfen. Dabei wäre Maxl mit seiner Partei für Simmering in einer Hinsicht wählbar gewesen. Er hat nicht mit Seifenblasenwörtern geschäumt, sondern er wollte schlicht und einfach nur ganz Konkretes: saubere Straßen in Simmering, keinen Gassen mit Hundekot … das wäre dann überprüfbar gewesen, ob er sein Wahlversprechen eingehalten hat oder nicht, er hätte haftbar gemacht werden können, wenn er es nicht … Aber bei Irmschl? Bei ihren Seifenblasenwörtern? Irmschl aber will, Politiker und Politikerinnen haftbar machen, von ihnen Schadenersatz gar verlangen. So funktioniert Politik im Traum. Im Traum geht es zusammen: Androhung von Schadenersatz bei gleichzeitigem höchsten Handlungsspielraum. Und was für Schadensersatzsummen Politiker und Politikerinnen zahlen können, im Traum jede Summe, selbst wenn es Milliarden sind, im Traum ist das keine Augenauswischerei und auch, kurz gesagt, kein extremer Populismus. Maxl wäre trotz seiner recht konkreten Anliegen und Wahlversprechen mit seiner Liste kein wählbarer Maxl gewesen. Dafür sind auch seine Fotos verantwortlich, die ihm behördliche Aufmerksamkeit zuteil werden ließen. Von Irmschl gibt es keine Fotos, auf denen sie zu sehen ist, grüßend wie Maxl, aber ihre geschichtliche „Expertise“ besteht nur aus Seifenblasenwörtern, die sogar in Österreich schon längst geplatzt und naß auf den Boden gefallen sind und aufgetrocknet, ausgetrocknet, aber die Kleingerichtssaalgärtnerin versucht halt, das Ausgetrocknete zu gießen, in ihrem Traum wird es ihr wohl gelingen, daß aus dem Ausgetrockneten etwas sprießt, begnadet, so träumt es ihr wohl, wie sie ist. Aber in der Wirklichkeit hat sie nicht einmal Wasser, um wenigstens mit Wasser zu kochen.

PS Daß im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts Menschen, die Parteien oder Listen oder Denkfabriken gründen wollen, oder bei einer Partei andocken, weil sie bequem risikofrei gewählt werden wollen, derartige Zugänge zur österreichischen Vergangenheit haben, verwundert nicht, wenn etwa berücksichtigt wird:

Leopold Kunschak, Franz Dinghofer, Karl Renner – Die nach ihnen benannten Preise der drei Parteien erzählen viel vom Zustand Österreichs in seinem Halbdunkel

Irmgard Griss neos - Allianz für Freiheit und Verantwortung

 

Folge 2: Wahlen in Österreich

Es gibt, wie in Folge 1 zitiert,

Nationalratswahl 15. Oktober 2017: Von der politischen Vielfalt und der medialen Wirklichkeitsarmut.

derzeit eintausend Parteien in Österreich. Aber die Medien, wie ausgeführt, zählen nur bis drei, oder, setzen bloß auf drei, weil diese für sie …

Was kann die Ursache dafür sein?

Besitzen die 997 Parteien weniger Kernkompetenzen? Sind die neunhundertsiebenundneunzig Parteien kurzsichtiger? Sind die 997 Parteien tadeliger?

Sind also österreichische Medien ausschließlich der höchsten Qualität verpflichtet? Berichten Sie deshalb nur über … zum Beispiel über die Kernkompetenzen von …. über die Weitsichtigkeit von … über die Ehrtreuigkeit von …

Die seit Menschengedenken gewälzte Theorie, Wirklichkeit ist, was der Mensch sich als Wirklichkeit erschafft, findet seine Bestätigung im Umgang der österreichischen Medien mit der Wirklichkeit .. Und auch nicht. Österreichische Medien scheinen bloß nicht auf dem festen Boden der Wirklichkeit zu stehen, sondern knapp daneben: im Zwangssumpf österreichischer Gegebenheiten, im Zwangssumpf österreichischer Gepflogenheiten, im Zwangssumpf österreichischer Traditionen …

Nicht nur in bezug auf die politische Vielfalt in Österreich ist die österreichische Berichterstattung die ärmste, die kargste, die erbärmlichste, die gedacht werden kann, sondern insgesamt, wie ebenfalls in einem Sommer

Keine Serien über veränderungsaktive Initiativen und Projekte in Österreich

ausgeführt wurde. Und das gehört zusammen. Die karge Berichterstattung über die Vielfalt von Initiativen und Projekten in Österreich und die karge Berichterstattung über die politische Vielfalt in Österreich. Es erklärt, oder, es macht einleuchtend, weshalb die Politik in Österreich die ärmste, die kargste, die erbärmlichste ist, die gedacht werden kann, oder, das mit einem Wort kurz zusammengefaßt, die Politik in Österreich, wie sie von den drei Parteien und den Medien betrieben wird, ist bloße und auf drei Parteien zugerichtete Parteienpolitik und zeitigt als Ergebnis eine Realpolitik, die tot ist.

Nun genug von den Medien. Ab der Folge 3 wird es um das gehen, was wesentlich ist, um die Wahlen. In der Folge 3 wird erzählt werden, was bereits entschieden ist, lange vor der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017. Das aber nur dann entschieden ist, wenn die Wähler und Wählerinnen nicht den Zwangsumpf, den die Medien als erstrebenswerte Wirklichkeit verkaufen, verlassen wollen.

Folge 1: Wahlen in Österreich, Nationalratswahl 15. Oktober 2017: Von der politischen Vielfalt und der medialen Wirklichkeitsarmut.

In wenigen Monaten findet in Österreich eine Nationalratswahl statt, am 15. Oktober 2017.

Davor ist ein Sommer noch, mit den Urlauben. Zeit zur Genüge also, um sich über eine Wirklichkeit der Vielfalt in Österreich zu informieren, die es für österreichische Medien nicht gibt, also, wenn diese in einem kleinen Land überhaupt so genannt werden können, für die Massenmedien in Österreich. Mehr als genügend Zeit, aber dringend, sich die Zeit zu nehmen, um sich, das mit Sicherheit gesagt werden kann, über eine politische Vielfaltswirklichkeit zu informieren, die es für die kleinen Massenmedien im kleinen Österreich breit nicht gibt. Eine politische Vielfaltswirklichkeit, von der die österreichischen Medien breit nichts erzählen. Eine Wirklichkeit der Vielfalt, die es für die Medien nicht gibt, und wie es scheint, nicht geben soll, erzeugen diese doch ständig eine Gegenwirklichkeit.

Die von den österreichischen Medien verbreitete, eingesetzte Wirklichkeit ist generell eine äußerst reduzierte, insgesamt eine arme Wirklichkeit. Und im Politischen ist die von den Medien verbreitete Wirklichkeit eine absolut reduzierte, nicht nur eine arme, sondern eine notleidende Wirklichkeit, eine Wirklichkeit des Elends, eine Wirklichkeit des größten Mangels.

Deshalb ist es so dringend, so wichtig wie noch nie, sich selbst über die tatsächliche Wirklichkeit der politischen Vielfalt in Österreich ein Bild zu machen. Denn die herbeigeschriebene und also die stets recht bemüht eingeredete Wirklichkeit durch die österreichischen Medien spiegelt die tatsächliche politische Wirklichkeit in Österreich in keiner Weise.

Die mediale Wirklichkeit ist eine, kurz gesagt,  im Kern auf drei Parteien reduzierte, als könnten die Medien nicht weiter als bis drei zählen; können werden sie es wohl, aber wollen, wollen und dürfen werden es die Journalisten und Journalistinnen nicht.

Mit dem Hinweis, daß es, wie auf der Website des österreichischen Parlaments im Juli 2017 zu lesen ist, es in Österreich derzeit rund 1.000 registrierte Parteien gibt, soll die erste Folge dieses Kapitels geschlossen werden.

Österreichs Wirklichkeit der politischen Vielfalt.jpg

Eintausend Parteien, und den Lesern und Leserinnen wird eine Wirklichkeit vorgeschrieben – mit drei Parteien. Hierzu wird noch einiges zu schreiben sein, in den nächsten Folgen dieses Kapitels. Vor allem darüber, worum es in der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 tatsächlich gehen wird, welche Entscheidung tatsächlich zu treffen sein wird.

Es wird in erster Linie um das gehen, was schon angesprochen wurde:

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Die Drei-Kasten-Politik der Medien – Am Beispiel der Wahlkämpfe

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