Österreich, das seichte Machwerk

Identität Österreich im weißen Rössl 1898 -Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Wieder einmal enttäuschte die Hoffnung zuerst.

Das „seichte Machwerk Im weißen Rössl“ wurde seit 1898 nicht nur unzählige Male aufgeführt, es wurde auch unzählige Male adaptiert, für Film und Fernsehen. Alle gaben und geben sich dem weißen Rößl hin. Und ein Ende von dem ist nicht abzusehen.

Die Hoffnung erfüllte sich also nicht, das weiße Rößl werde weit zurückbleiben.

Nach bald 120 Jahren läuft es immer noch, es blieb nicht zurück, und es gehört mit den anderen weißen Gäulen zur vielbeschworenen Identität des Landes Weißgaulchen.

Was würde der Mensch, der 1898 für die „Wiener Rundschau“ die Theaterkritik verfasste, heute, hätte ihn das Unglück ereilt, immer noch zu leben, im Rückblick bis zu seiner Theaterkritik sagen? Vielleicht kurz und schlicht: was könne aus einem Land schon werden, dem ein seichtes Machwerk zu Identitätsstiftung ward. Oder er würde sagen, tauschen Sie das Rößl gegen Österreich, entfernen Sie alle Theaterhinweise, kürzen Sie es auf die Winzigkeit des Staates, und Sie haben das gesamte Land vor sich ausgebreitet.

„Im Österreich“

Eine Niveauaufhebung ist nicht zu erwarten. Die Knallerbsen machen taub und verderben. Leute „Im Österreich“ wirken verheerend. Wahrlich die Zustände in der Welt sind keine solchen, dass wir uns ohne Gefahr soweit von dem Kern der Dinge weglocken lassen dürften. Die Wiederholung des seichten Machwerkes als ewige Identitätsparole: Zurückbleiben.

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