Wien im Mai 19

In Wien. Im Mai 19. Werden Überlebende des Holocausts getötet. Es ist ein Töten. Ein symbolisches Morden.

Das symbolische Töten, die symbolische Exekution ist Teil der menschlichen Rechtsgeschichte, auch in Österreich.

Deshalb ist das gänzliche Zerstören von Gesichtern von Überlebenden der Shoa nicht einfach das Zerschneiden von Fotos, im Mai 19 in Wien, sondern es ist das Töten von Menschen in Wien im Mai 19.

Weshalb die Mörderinnen und Mörder es beim symbolischen Morden belassen? Dafür fehlt den „Rechten“ – wie sie ein Mann nennt, der kurz auf einem gewichtigen Stuhl saß und dabei recht stolz darauf, daß er den Stuhl … – zum Glück ihr Rechtssystem von damals, denn darauf wurde auch damals recht Wert gelegt, daß alles rechtens, alles legal …

In effigie verbrannt, gehängt, geköpft zu werden, war angewandte Gesetzespraxis. Außerhalb des Rechts ist es aber immer noch Sehnsuchtsrecht – innerhalb der „Rechten“. Und die Mörderinnen und Mörder von Wien im Mai 19 werden das wissen, sie werden ihre Informationskanäle haben. Erst im letzten Monat wurde in Polen eine „Puppe“ stellvertretend, symbolisch im April 19 in Pruchnik

„unter dem anfeuernden Johlen zahlreicher Schaulustiger wird diese auf dem Boden liegende ‚Judas‘-Puppe durch Straßen gezerrt, von Erwachsenen und Kindern mit eigens vorbereiteten langen Stöcken geschlagen und schließlich geköpft, angezündet und brennend in einen Bach geworfen.“

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s