Die ersten Eindrücke meiner Jugend verlassen mich nicht. Ich höre immer die Eltern davon erzählen, wie mein Urgroßvater aus der Gegend von Heilbronn nach Wien auswanderte, und der Großvater im Jahr 1848 diese Stadt fluchtartig verlassen mußte, weil er sich gegen den Kaiser gestellt hatte. So kamen wir in meine neue Heimat, in einen kleinen Ort nach Siebenbürgen.
Am 13. März legt Rosenkranz einen Kranz zum „Obelisken aus Mauthausner Granit“; ganz erfüllt von „Erinnerungskultur und freiheitliche[r] Geschichtspolitik“, an dieses Jahr erinnert auch Rudolf Hermann Eisenmenger, wenn er erzählt, als sein „Großvater im Jahr 1848 diese Stadt fluchtartig verlassen mußte, weil er sich gegen den Kaiser gestellt hatte“.
Die 48er werden wohl am 13. März vor siebenundachtzig Jahren auch Kränze zum „Obelisken aus Mauthausner Granit“ gelegt haben, sie hatten ja doch auch gesinnungsgemäß etwas an demselben Tag zu feiern: das am 13. März proklamierte Gesetz der —

Freilich kann „Freilich“ diesen 13. März einhundertsiebenundsiebzig Jahre später nicht ohne Gesinnungslied in die Nacht sinken lassen, und so stimmt Fabian Walch das Gesinnungslob an, besungen werden
Graf,
Stefan …

und so klingen die Strophen, nur die rosenkranzischen sollen zitiert sein:
Ziemlich genau 106 Jahre nach Dr. Franz Dinghofer (1873–1956) sitzt mit Dr. Walter Rosenkranz wieder ein Nationalliberaler dem österreichischen Parlament vor. Viele kennen Dinghofer nicht […]
Dennoch war aus diesem Grund der Präsident des Parlaments aus ihren Reihen. Der „Abstieg“ zum sogenannte Dritten Lager erfolgte erst im Nachgang mit der Abtrennung des deutschen Sudetenlandes, das eine Großzahl der nationalliberalen Abgeordneten stellte, durch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs. Seine geringe Popularität jedenfalls rührt daher, dass er ein Nationalliberaler und somit geistiger und ideologischer Vorvater der FPÖ […] Dinghofer war nach dem Zweiten Weltkrieg dann Mitglied im Verband der Unabhängigen (VdU) […]
Ähnlich verhält es sich mit dem Gedenken an das Revolutionsjahr 1848.
Auch hier waren es geistige und ideologische Ahnen der FPÖ, die auf die Barrikaden gingen und neben der Deutschen Einheit […] Der 13. März gilt […]
Bisher wurde dies kaum bedacht. Auch deswegen nicht, weil es gerade auch die Burschenschaften […] Mit Nationalratspräsident Walter Rosenkranz rückt 1848 wieder ins Herz des Parlaments. Er hat am Morgen des 13. März 2025 am Wiener Zentralfriedhof der Opfer der Märzrevolution von 1848 gedacht, indem er am entsprechenden Gedenk-Obelisken einen Kranz niedergelegt hat. […]
Rosenkranz weiß um die Geschichte Österreichs und um die wichtige und tragende Rolle, welche die nationalfreiheitliche generationenübergreifende Gesinnungsgemeinschaft immer wieder gespielt hat. Und er weiß auch, wie wichtig die Erinnerungskultur ist. Aus diesem Grund dürfen wir davon ausgehen, dass mit Rosenkranz, der nun das zweithöchste Amt im Staat bekleidet, bisher wenig bedachte Ereignisse unserer wechselvollen Geschichte ein Stück weit in den Fokus gerückt werden. Noch wehrt sich der politmediale Komplex dagegen, aber auf Dauer wird ihm das nicht gelingen. Die FPÖ hat schon in der Vergangenheit immer wieder versucht, geschichtspolitische Akzente zu setzen. So etwa der damalige Dritte
Präsident des Nationalrats […] Man müsste die Burschenschaften […] würdigen, die ideologischen Vordenker der FPÖ als Väter […] anerkennen und nicht zuletzt auch den gesamtdeutschen Kontext der Erhebungen akzeptieren. Schließlich war das Ergebnis der am Ende nicht erfolgreichen Deutschen Revolution von 1848 nicht der Nationalrat in Wien, sondern das erste gesamtdeutsche Paulskirchenparlament in Frankfurt am Main. Rosenkranz hat mit seiner Kranzniederlegung als
offizieller Vertreter des österreichischen Parlaments jedenfalls einen wichtigen Schritt zur Rehabilitierung des Gedenkens an die Geburtsstunde der deutschen […]
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.