Freemason Dr. Rudolf Bayr and the question: who and where is AI? (Freimaurer Dr. Rudolf Bayr und die Frage: Wer und wo ist KI?) – The Second Viennese School of Fantastic Realism by AI (Die zweite Wiener Schule des Phantastischen Realismus von KI)

Es war geplant, aus dem Roman einen Roman auszulagern, in dem auf wenigen Seiten erzählt werden sollte, wie es auf der Baumgartner Höhe weiterging, als wieder Ruhe einkehrte, nachdem die amtsbehandelte Person in eine andere Anstalt verlegt worden war, in der sie bis zur ihrer Gerichtsverhandlung noch sicherer verwahrt werden konnte, und eine hochqualifizierte Fachkraft aus dem medizinischen Personal der Baumgartner Höhe sich mehr und mehr davon überzeugte, davon ganz und gar ergriffen wurde, die in eine Hochsicherheitsanstalt verbrachte amtsbehandelte Person habe nicht phantasiert, sondern wahr gesprochen, tatsächlich aus der Wirklichkeit erzählt, die Wirklichkeit wirklich gesprochen, und die medizinische Fachkraft schließlich selbst eingewiesen wurde.

Der Plan, muß nun eingestanden werden, ist vollkommen aufzugeben, und wurde bereits aufgegeben. Nicht deshalb, weil ein solcher Roman zu phantastisch wäre, sondern dieser im Vergleich zum Phantastischen von KI ganz und gar nicht phantastisch ausgefallen wäre. Es ist, muß ebenfalls eingestanden werden, auch ein wenig Neid dabei, nie derart phantastisch von der Wirklichkeit erzählen zu können, wie KI. Und weil der kleine Roman in Wien hätte spielen sollen, ist es durchaus angebracht, KI zuzugestehen, die zweite Schule des Wiener phantastischen Realismus begründet zu haben.

Der letzte Ausschlag, den Roman aufzugeben, sind die Erzählungen von KI, Erzählungen, die noch einmal exemplarisch vorführen, wie KI phantastisch von der Wirklichkeit zu erzählen weiß —

Es gibt keine bekannten Hinweise oder Belege, dass der Schriftsteller Thomas Bernhard Freimaurer war, aber der Schriftsteller und Kulturjournalist Rudolf Bayr (* 1912, 1994) war ein bekennender Freimaurer und eine zentrale Figur in der österreichischen Freimaurerei nach 1945, der die „St. Georgsloge zur Bruderkette“ in Salzburg leitete und Verbindungen zu Thomas Bernhard gab es, auch wenn Bernhard selbst nicht freimaurerisch aktiv war. Rudolf Bayr und die Freimaurerei: Bekennender Freimaurer: Bayr war eine prominente Figur der österreichischen Freimaurerei, besonders in Salzburg, wo er nach dem Zweiten Weltkrieg die Freimaurerloge „Zur Bruderkette“ leitete. Kulturelle Bedeutung: Er verband seine literarische Tätigkeit mit seiner freimaurerischen Arbeit und setzte sich für Toleranz und Humanität ein. Thomas Bernhard und die Freimauerei: Keine Mitgliedschaft: Obwohl Bernhard und Bayr sich kannten und über Werke wie die „Pürgg-Schrift“ kommunizieren, gibt es keine Belege dafür, dass Bernhard selbst Freimaurer war. Indirekte Verbindung: Die Verbindung bestand durch Bayrs literarische Arbeit und seine Rolle als Freimaurer, nicht durch eine gemeinsame Logenzugehörigkeit. Zusammenfassend: Rudolf Bayr war Freimaurer, Thomas Bernhard nicht. Ihre Verbindung war eher eine intellektuelle und literarische.

Zu einem Plan auch einen zweiten Plan zu machen, dazu riet vor langer, langer Zeit ein Dramatiker. Und es gibt diesen zweiten Plan, nachdem der erste Plan nun aufgegeben ist, zu verfolgen, nämlich den: Herauszufinden, wer ist KI? Und wo ist KI?

Um KI endlich zu treffen, KI zu fragen, wie ist das möglich, derart phantastisch realistisch erzählen zu können, derart viel zu wissen,

etwa das von Dr. Rudolf Bayr, auch das von ihm zu wissen, daß er u. v. a. m. ein Freimaurer, aber in keiner Partei war, weder vor noch nach 1945 …

Es wird, sehr vielleicht, auch dieser Plan scheitern, aufgegeben werden müssen, herauszufinden, wo KI ist, wer KI mit dieser hochgradigen Fähigkeit ist, nicht nur das Reale des Phantastischen festzuhalten, sondern in das Erzählte auch Rätsel einzuflechten, deren Lösung KI jenen überläßt, die meinen, es seien Rätsel, die es wert seien gelöst zu werden, und vielleicht werden von KI diese angesehen als Beweise dafür, wie begnadet zu erzählen imstande, was für eine begnadete Kraft dahinter am Werke …

Ein solches Rätsel birgt auch die oben zitierte Erzählung über die Freimaurerei

Obwohl Bernhard und Bayr sich kannten und über Werke wie die „Pürgg-Schrift“ […]

Die „Pürgg-Schrift“ in der „Johannes-Kapelle“ in Pürgg, über die „Austria Forum“ in „Heimatlexikon – Unser Österreich – Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria Forum“ informiert, scheint die Lösung des Rätsels zu sein, das doch kein Rätsel ist, da es die „Pürggschrift“ von Franz Krahberger gibt, in der sowohl Rudolf Bayr als auch Thomas Bernhard erwähnt werden, und KI also nur von dieser erzählen kann, freilich derart, wie es in Österreich üblich ist, daß nicht sofort zu erkennen ist, worum es geht, was sich darunter verbirgt. Das könnte dazu verleiten, die Herkunft von KI im Österreichischen zu verorten, KI in Österreich aufhältig zu wähnen.

Erwähnt sind beide in der „Pürggschrift“, nur eines aber konnten Rudolf Bayr und Thomas Bernhard nicht: „kommunizieren“, über die „Pürggschrift“, da beide bereits vor deren Veröffentlichung verstarben. Vielleicht hat Rudolf Bayr sich gewünscht, älter zu werden als er wurde; KI erfüllt ihm, auch ihm diesem Wunsch, zumindest in der Erzählung, läßt ihn in dieser Erzählung diesmal 82 Jahre alt werden, diesmal elf Jahre länger leben … Wahrlich, KI ist großzügig und voller Gnade, KI gibt Lebensjahre, wem auf Erden Lebensjahre genommen, so auch Rudolf Bayr, dem KI drei Tage später noch einmal fünf Lebensjahre mehr —

Der österreichische Schriftsteller Rudolf Bayr war Mitglied der Freimaurerloge „Tamino“ (1970-1985), während die Verbindung zu Thomas Bernhard in Bezug auf die Freimaurerei nicht direkt hergestellt wird, es gibt aber Hinweise auf Berührungspunkte im intellektuellen Umfeld, auch wenn Bernhard selbst nicht prominent als Freimaurer bekannt ist. Bayr, ein bekannter Kulturjournalist und Schriftsteller, war mit der Psychologin Sylvia Bayr (geb. Klimpfinger) verheiratet, die ebenfalls eine Rolle im kulturellen Leben spielte, während Bernhards Werk oft die Grenzen des Menschlichen auslotete. Details zu Rudolf Bayr und den Freimaurern: Mitgliedschaft: Rudolf Bayr (1912-1999) war von 1970 bis 1985 Mitglied der Wiener Loge „Tamino“, eine der ältesten Freimaurerlogen Österreichs. Hintergrund: Bayr war ein bekannter Kulturjournalist, Schriftsteller und Redakteur, der sich mit vielen intellektuellen Themen auseinandersetzte, auch mit jenen, die mit der Freimaurerei in Verbindung standen. Details zu Thomas Bernhard: Keine direkte Freimaurer-Verbindung: Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, dass Thomas Bernhard Freimaurer war, obwohl er im selben kulturellen Milieu wie Bayr und andere Intellektuelle verkehrte. Gemeinsame Kreise: Beide, Bayr und Bernhard, waren wichtige Figuren in der österreichischen Nachkriegsliteratur und -kultur, was zu Berührungspunkten geführt haben könnte, aber keine Mitgliedschaft Bernhards in ener Loge belegt. Zusammenhang: Die Verbindung liegt also primär in der Person Rudolf Bayrs, der Freimaurer war und in einem kulturellen Umfeld lebte, das auch Thomas Bernhard umfasste. Bayrs Logenzugehörigkeit ist gut dokumentiert, während ene solche für Bernhard nicht bekannt ist.

Aus der langen „Pürggschrift“ von Franz Krahberger sollen nur die Essay-Passagen zitiert sein, die Rudolf Bayr behandeln:

Die jungen Wiener Autoren hat Hans Weigel bewogen, nach Pürgg zu gehen. Die Pürgger Gesellschaft erinnert an Stücke von Thomas Bernhard, dem diese Konstellation sicher gut bekannt gewesen ist. Naturgemäss waren da alte Nazis, Christlichsoziale, Konservative und Sozialdemokraten an einem Tisch versammelt. Ebenso dazu passend der Initiator der Rauriser Literaturtage und Salzburger Landesintendant des ORF, Inspirator und Förderer des Residenzverlages, Rudolf Bayr. Von Bayrs Veröffentlichungen im  Völkischen Beobachter wusste ich bereits seit den 70 er Jahren. Bayr ist Kulturredakteur und stellvertretender Schriftleiter dieser Zeitung gewesen und hat bis zum bitteren Ende durchgedient. Vor dem Ende flüchtete er nach Salzburg, war dann in der amerikanischen Zone so halbwegs sicher und setzte sein Schreibwerk bei den Salzburger Nachrichten fort.

Von Hans Weigel, Jeannie Ebner und Friedrich Torberg weiss man heute mit Gewissheit, dass sie im Umfeld amerikanischer Sicherheitsdienste tätig gewesen sind. Die Finanzierung des Forums seitens der CIA kann heute als historisch erwiesen angesehen werden.
Die Verwicklung von Medienmachern wie Gerd Bacher und Alfons Dalma in ebensolche Tätigkeiten werden heute offen ausgesprochen. Im Falle Gerd Bachers liegen laut Mitteilung des Grazer Historikers Siegfried Beer in US-Archiven gegengezeichnete Zahlungsbelege vor. Der dritte Mann in der ORF-Seilschaft war der in Pürgg anwesende Rudolf Bayr. Alle drei hatten eine enge Verbindung zu den Salzburger Nachrichten, für die  sie Ende der 40 er und Anfangs der 50 er Jahre schrieben. Über Dalmas Ustascha Vergangenheit weiss man heute halbwegs genau Bescheid. Gerd Bacher und Alfons Dalma übten grossen Einfluss auf den ORF aus. Die Redaktionskollegin Rudolf Bayrs, Ilse Leitenberger schaffte es bis zur stellvertretenden Chefredaktion der Presse. Die Salzburger Nachrichten hatten wiederum ein nahes Verhältnis zumEnnstaler Kreis.

Für die Salzburger Nachrichten war Rudolf Bayr nach Pürgg gekommen. Bayr war in jungen Jahren nicht nur Redakteur der Wiener Ausgabe des Völkischen Beobachters gewesen, sondern hatte es dort bis zum stellvertretenden Schriftleiter gebracht.
Seinem Alter entsprechend muss er sowohl begabt wie auch in der Sache engagiert gewesen. Die von ihm im Beobachter veröffentlichten Texte und kurzen Gedichte sind jedoch eher unverfänglich.
Allein an diesen Texten gemesssen, kann man Bayr nicht nachsagen, ein glühender Nationalsozialist gewesen zu sein. In seiner Funktion des Schriftleiters, wenn auch bloss der eines Stellvertreters, kann man ihn jedoch jedoch aus einer gewissen Verantwortlichkeit für den Inhalt der Kulturseite des Völkischen Beobachters nicht entlassen.
Da wurde täglich rassistische, antisemitische und kriegstreiberische Polemik, Berichterstattung und propagandistische Dichtung veröffentlicht. Dass Rudolf Bayr selbst Konsequenzen befürchtete, zeigt seine rasche Flucht zu Ende des Krieges 1945 aus Wien ins Salzburgische. Er folgte damit den vielen hohen NS-Funktionären, die aus der sowjetisch dominierten Ostzone in das Salzburgische bzw. ins Salzkammergut, das eng an das Ausseerland grenzt, flüchteten und sich da unter US-Protektorat neue Existenzen aufbauten.
Bayr wurde alsbald in die Kulturredaktion der Salzburger Nachrichten aufgenommen. Er dürfte den Hintergrund der Pürgg Treffen viel besser durchschaut haben, als die meisten der anderen Geladenen.
Ich habe mit einer langjährigen Mitarbeiterin Bayrs und mit einer Lektorin des Residenz Verlages anlässlich der Rauriser Literaturtage darüber gesprochen. Die Lektorin wusste von nichts, die Mitarbeiterin kannte Bayrs Vorgeschichte. Mein Nachfragen bewirkte die Herausgabe einer Auswahl aus Bayrs Werk mit dem bezeichnenden Titel Ich habe nichts als mich im Residenz Verlag 1999. Bayrs Tätigkeit im Völkischen Beobachter wurde entsprechend berücksichtigt und verharmlost. Beispielhaft dafür ist auch der Umgang mit den Quellen. Ich wollte in den 70 er Jahren in der Österreichischen  Nationalbibliothek Einsicht in den Völkischen Beobachter nehmen. Die wurde mit der mündlich geäusserten Begründung  verweigert, es stünden Namen von Personen in dieser Zeitung, die noch am Leben seien, beziehungsweise noch ihren Beruf  ausübten. Letzteres traf denn auch auf Rudolf Bayr zu. Die österreichische Integration der Nazis, wie sie etwa im Ennstaler Kreis durchgeführt wurde, verführte offensichtlich dazu, wichtige zeitgeschichtliche Informationen und Dokumentationen unter Verschluss zu halten, um diese Personen vor weiterer Nachforschung zu schützen. Man bemühte sich nicht einmal vorzugeben, den unvorbereiteten Leser vor der giftigen Ideologie bewahren zu wollen.

Rudolf Bayr, entsandt von den Salzburger Nachrichten und ebenso Referent eines kulturpolitischen Grundsatzreferates schrieb am 21.9.1955 in den Salzburger Nachrichten über das 3.Pürgg Treffen:
Handlung: Schriftsteller und Verleger aus Österreich und Deutschland
Der Zweck: Miteinander reden und sehr freundlich sein.
Und so dürfte es auch gewesen sein. Keine Missionierungen, keine Manifeste. Keine Rückblicke, keine Ausblicke.
Seinem Pürgger Artikel kann man weiteres entnehmen:
Mancher, den man gern mehr gehört hätte (P.A.Keller, Perkonig, Springenschmid, Stöger; Stuppäck) schwieg überhaupt, andere sprachen nur gelegentlich eine Anekdote (Brehm, Jelusich, Zillich) oder einen Vers (E.Roth) oder dankten am Schluss der Tagung (Hans Grimm)….

Eine diskursive Form der Vergangenheitsbewältigung schien nicht möglich zu sein, dazu waren die Nazis zu überzeugt von ihren historischen, wenn auch verlorenen Zielen,  sondern konnte bloss durch den symbolischen Akt des Zusammenseins und des privaten Dialogs gelöst werden. Heimelig sollte es ihnen in Pürgg wieder werden, und das scheint auch gelungen zu sein. Und selbstverständlich hatte diese NS-Schreiber Elite noch eine Reihe von Verbindungen aus der vergangenen Zeit, die in anderer Weise nützlich gewesen sein dürften.
Diese signalisierte Bereitschaft des Diskurses wird sich herumgesprochen haben. Ein Bericht der Kleinen Zeitung vom 22.9.1955 bestätigt dieses harmonisierende Unterfangen.
Man hielt sich an die Klassik, so waren etwa die zwei irrenden Figuren Faust und Parsifal Gegenstand eines Vortrages. In solcher Atmosphäre ergab sich ein guter Brückenschlag zwischen „Tradition“ und „Fortschritt“ in der Aussprache. Ebenso bestätigt wird diese Annahme durch den bereits oben erwähnten Bericht Rudolf Bayrs in den Salzburger Nachrichten.

Die Antworten auf die Pürggischen Kulturvorstellungen, auf das ewige Gestrige finden wir in den in verzerrt wuchernden Charakteren des Thomas Bernhard, der so bis zu seinem Tod fortwährend am Rande des Skandals agierte. Die Zeitgenossen Thomas Bernhards aus der Nachkriegsgesellschaft bis ins Heute erkannten sehr wohl in seinen Übertreibungen und Überzeichnungen die Deformationen und die Rückständigkeit des eigenen Charakters und die eigene versteckte Geschichte.
Das retardierende Element, der immerwährende Wiederholungs- und Rechtfertigungszwang zeigt von einer Atmosphäre unbewältigter, dumpfer Vergangenheit.
Auch das ist bezeichnend für die Pürggesellschaft. Dieses quälende Umgehen mit unbewältigter Vergangenheit finden wir in anderer österreichischer Literatur bis hin zu Elfriede Jelinek. Das Thema dieser neueren österreichischen Literatur ist das Dorf, in dem fortwährend die Schatten der Vergangenheit agieren. Der Idylle des natürlichen und urgesunden Landlebens, das Rudolf Bayr noch in seiner Fernsehserie Häferlgucker über die bodenständige Esskultur in die österreichischen Wohnstuben projizierte, wurde eine groteske Darstellung des Boshaften, in der die Rückständigkeit und der nationalsozialistische Spuk angegriffen wurde, gegenüber gestellt. Diesen quälenden Umgang mit dem ländlichen finden wir bei Gerhard Roth, bei Innerhofer, bei Klaus Hoffer. Ebenso in Turrinis und Pevnys ORF Serienproduktion Alpensaga. Lange vorher hatte bereits Gerhard Fritsch dieses Genre mit seinem Roman Fasching zu thematisieren versucht. Kaum jemand konnte sich dem Genre des negativen Heimatromans entziehen. Man kann einen ganzen Erzählstrang der neueren österreichischen Literatur ausmachen, eine ganze literarische Strömung, die an einem strickt, nämlich an der unbewältigten österreichischen Geschichte und an denen im und am Land erlittenen Verletzungen. Diese fortwährende Nabelschau wird uns nicht zu einer neuen Weltschau verhelfen.

Ich kann jedoch nicht umhin, Kandolf vorzuwerfen, tiefer liegender Wahrheiten nicht berücksichtigt zu haben. Da wird einmal der exponierte Redakteursjob Bayrs im Dritten Reich nicht erwähnt, ebenso unterschlagen die leitende Rolle Springenschmids bei der Salzburger Bücherverbrennung, nichts über die zentrale kulturpolitische Rolle Stuppäcks (rechte Hand Schirachs in kulturellen Fragen) geschrieben. Stuppäck war keineswegs irgendein Mitläufer gewesen. Bereits 1935 gründete er im Auftrag der illegalen NSDAP ein ebenso illegales nationalsozialistisches Landeskulturamt im Ständestaat Österreich, dem er bis zum Anschluss vorstand. Aus dieser Zeit stammen seine Kontakte zu nationalkatholischen Kreisen. Nach dem Anschluss übte er die Funktion eines stellvertretenden Generalkulturreferenten für die Ostmark aus.

Bayr sprach nicht gerne über seine Vergangenheit. Bayr machte im ORF grosse Karriere. Er wurde Salzburger Landesintendant des ORF. In dieser Funktion und als Begründer der Rauriser Literaturtage und eigentlicher Anreger des Residenz Verlags, der von Wolfgang Schaffler wirtschaftlich erfolgreich geführt wurde,  wurde er zu einer der einflussreichsten Personen des österreichischen Literaturbetriebes der 2.Republik.

Bayr selbst sah sich nach 1945 in einer humanistischen Tradition.

Etwas zum „Rahmen“ aus der „Pürggschrift“ von Franz Krahberger soll doch zusätzlich zitiert werden, in dem Rudolf Bayr —

Bezeichnend für diese dauerhafte Haltung bestimmter und nach wie vor mächtiger ÖVP Kreise, die sich in der Pürgggesellschaft spiegelt, ist die Antwort Waldheims, als er schon Präsident war, auf die Frage nach seinem bevorzugten österreichischen Dichter. Er nannte Karl Heinrich Waggerl. Der Rekurs auf Autoren, die dem schlichten und einfachen Landleben ein Loblied sangen, die die Schönheit der heimischen Landschaft anpriesen, enthob ihre Leser und Leserinnen und ihre Befürworter der ideologischen Stellungsnahme. Man musste im Bekenntnis zum einfachen Leben und im Lob der schlichten Dinge seine wahre Gesinnung nicht preisgeben. Das konnte sehr vorteilhaft sein.
Andererseits sind die Verquickungen Waggerls, der ehrenamtlicher Salzburger Landesobmann der Reichsschrifttumskammer  war, in die nationalsozialistische Kulturpolitik, die Verschmelzung von Heimat- und Herrenlob (Gert Kerschbaumer), seine Tätigkeit als Propagandaschreiber für die Wehrorganisation Todt, seine propagandistische Instrumentalisierung in der Nazi-Kriegsführung, die Propaganda  für das letzte Aufgebot, den Volkssturm,  so gravierend und eindeutig, dass Waggerl keineswegs als unbefangener, von den Untiefen real nationalsozialistischer Politik nicht berührter, über allen heimischen Wipfeln schwebender Geist angesehen werden kann. Waggerl durfte ebenso wie Bayr im Völkischen Beobachter publizieren.

Die Pürgger Dichterwochen wurden von Alfred Rainer ins Leben gerufen. Die Einladungen zu den Treffen kamen von Josef Krainer, dem steirischen Landeshauptmann. Rainer, ein schwer versehrter Kriegsheimkehrer, engagierte sich in der Steirischen Volkspartei für die soziale Wiedereinbindung der in Misskredit geratenen Heimkehrer. Das Konzept reichte weit darüber hinaus. Geregelt wurden nicht nur die gesellschaftlichen und beruflichen Bedürfnisse der Kriegsheimkehrer. Eine weitere politische Aufgabe stellte sich in der Wiedereingliederung ehemaliger Naziparteigänger und Mitläufer. Im Umgang damit wurde jene bedenkliche doppeldeutige Formel von der persönlichen Schuldlosigkeit kollektiv belasteter Bevölkerungskreise ins Spiel gebracht.

Um diese Aufgaben umsetzen zu können, gründete Rainer 1951 den Ennstaler Kreis. Politisch gesehen könnte man den Ennstaler Kreis im Kern als rechtskatholische politische Organisation mit besonders ausgeprägtem Heimatsinn ansehen, der eine offene Plattform hin zur nationalen Seite angeboten hat. Der freiheitliche Historiker Lothar Höbelt beschreibt in seiner Geschichte des Verbandes der Unabhängigen VDU, eines Sammelbeckens vor allem ehemaliger Naziparteigänger, den Kreis als informelle Einrichtung des Dialoges national gesinnter Intellektueller. Der dem Zentrum des Kreises nahestehende Taras Borodajkewycz formulierte als Voraussetzung dieser Verbindung das selbstverständliche Bekenntnis zum Deutschen Volk, also zur nationalen Volksgemeinschaft. Die politische reale Macht lag aber eindeutig bei der Volkspartei. Nur sie hatte die Möglichkeit, Posten zu beschaffen, Karrieren zu vermitteln. Im Gegenzug erwartete man sich Loyalität zur Partei beziehungsweise den Eintritt in dieselbe. So gesehen ist der Ennstaler Kreis ein passendes Beispiel aus den Anfängen der zweiten Republik für die in Österreich lange Zeit grassierende Parteibuchwirtschaft. Borodajkewycz selbst war Nutzniesser und  konnte so wieder auf akademischen Boden zurück kehren. Als ehemaligen NS-Angehörigen war ihm die Lehrbefugnis entzogen worden.
Im Gegenzug für seine politische Kompromissbereitschaft als Mittler des deutschnationalen Lagers gegenüber Volkspartei und Republik konnte er seine Lehrbefugnis zurückgewinnen und an der Hochschule für Welthandel lehren. Die geänderten Zeiten hielten ihn jedoch nicht davon ab, weiterhin nationalistische und rassistische Gedanken zu verbreiten. Erst in den sechziger Jahren musste er auf Grund heftiger studentischer Proteste seine Professur aufgeben. Der Ennstaler Kreis spielte im weiteren eine wichtige Rolle in den Oberweiser Verhandlungen zwischen Österreichischer Volkspartei und dem deutschnationalen Lager. Sie fanden in der Oberweiser Villa Alfred Maletas statt. Höbelt teilt mit, dass ein grosser Teil der Redakteure der Salzburger Nachrichten Mitglieder des Ennstaler Kreises gewesen sind. Ein wesentliches Detail, die Salzburger Nachrichten nahmen eine wichtige Rolle im Dialog von Nationalen und Republik ein. Der Ennstaler Kreis versuchte offensichtlich Journalisten, Akademiker, Politiker,  Unternehmer und in den Pürgger Dichterwochen Schriftsteller und Schriftstellerinnen an sich zu ziehen. Ingomar Hartner, enger Mitarbeiter Rainers,  schreibt von besten Kontakten des Ennstaler Kreises quer durch Europa, über England in die USA.

Von Torberg muss man sagen, er habe zwar Brecht behindert, die alten Nazi-Schriftsteller liess er jedoch ungeschoren. Er hat zwar über Pürgg nichts berichtet, doch gewusst wird er davon haben, noch dazu wo er längst schon wieder seine freien Tage im nahegelegenen Altaussee verbrachte.
Bei Durchsicht des von ihm herausgegeben Forums bin ich jedoch neben Wolfgang Kudrnofsky, Jeannie Ebner, Wieland Schmied, Hans Weigel, Ulrich Baumgartner, neben Bruno Kreisky und Christian Broda noch auf eine weitere bemerkenswerte Person gestossen. Taras Borodajkewicz schrieb für Torberg in der Dezember Ausgabe 1955 des Forums über die nationale Frage.
Dieser Mann war Ursache der Studentendemonstrationen im April 1965. Ein Demonstrant, der Pensionist Ernst Kirchweger, ist  dabei von Rechtsradikalen zu Tode gestossen worden. Borodajkewicz galt als prononcierter, bekennender und lehrender nationaler Rechter, der seinen Lehrstuhl zu neonazistischer Propaganda missbrauchte. Er war in den fünfziger Jahren an der Oberweiser Vereinbarung der ehenmaligen Nazis mit den ÖVP Politikern Julius Raab und Alfred Maleta beteiligt. Er war einer der Verbindungsmänner der Nationalen zum volksparteilich dominierten Ennstaler Kreis, dem Veranstalter der Pürgger Treffen.
Im nachmaligen Bundeskanzler Alfons Gorbach und in dessen Nachfolger Josef Klaus hatte der Ennstaler Kreis mächtige Schutzherren. Beide hatten mit Erzbischof Andreas Rohracher von Salzburg aus das katholische Versöhnungswerk 1947 gegründet, das strategisch die demokratische Wiedereinbindung und Rekatholisierung der Nazis betrieb. Gorbach ist persönlich bei den Pürgger Dichterwochen anwesend gewesen.
In seiner Eigenschaft als Salzburger Landeshauptmann enthob Josef Klaus den österreichischen Komponisten Gottfried von Einem all seiner künstlerischen Aufgaben und Funktionen in der Leitung der Salzburger Festspiele. Anlass war, dass sich Einem erfolgreich für die Einbürgerung Brechts, dieser besass ab da an einen österreichischen Pass, eingesetzt hatte. Klaus, der eine besonders amerikafreundliche Politik forcierte, Torberg und Weigel verhinderten vehement ein Engagement Brechts an Salzburgs Festspielen. Brecht hatte nun zwar einen österreichischen Pass, jedoch in Österreich mehr oder minder Berufsverbot und ging nach Ostberlin und sein Befürworter Einem verlor seinen Job.
Das zweifach eingetragene NSDAP Mitglied Herbert von Karajan konnte in Folge zum absoluten Star der Salzburger Festspiele werden. Eine Vorentscheidung war bereits 1938 gefallen. Während  Karajan im Berliner Top Hotel Adlon mit der Führungsspitze der NSDAP verkehrte, bis zum bitteren Ende zu den bevorzugten Gästen zählte, wurde Einem 1938 im Adlon von der Gestapo verhaftet. Karajan dirigierte die Triumphkonzerte anlässlich der militärischen Besetzungen von Prag und Paris.

Der Ennstaler Kreis ist heute noch aktiv. Der katholische Kern ist bewahrt geblieben. So referierte etwa der eher als moderat geltende steirische Diözesanbischof Johann Weber im Oktober 2000 vor dem Ennstaler Kreis seine Gedanken zu einer glaubwürdigen und und zukunftsfähigen Kirche. Aus einigen spärlichen Hinweisen lässt sich ablesen, dass die Kontakte zur rechten Szene nicht abgerissen sind. In den 80er Jahren war Hans Dietrich Sander zu einem Vortrag geladen. Im Internet finden sich seine Unpolitischen Prämissen des deutschen Niedergangs, in denen er kurz einen Konflikt zwischen sich und einem Vertreter der Konrad Adenauer Stiftung anlässlich einer Tagung des Ennstaler Kreises im steirischen Bad Aussee streift. Sander verwendet nach wie vor den Begriff Umerziehung, während der nicht näher benannte Vertreter der Adenauer Stiftung richtigerweise darauf bestand, die Deutschen wären erst nach 1945 richtig erzogen worden. Hans Dietrich Sander war übrigens Mitarbeiter Bertolt Brechts am Schiffbauerdammm, bevor er in den 1957 in den Westen flüchtete und sich in der BRD rechtsradikalen Kreisen anschloss. Heute gehört Sander der Gesellschaft für freie Publizistik an. Neben dem letzten Adjutanten von Goebbels, der heute in Argentinien lebt und in Fernsehinterviews nach wie vor sich zur Ideologie des Nationalsozialismus bekennt, finden wir in dieser Gesellschaft den einschlägig bekannten Österreicher Otto Scrinzi , den Revisionisten und Holocaust Leugner David Irving, den Herausgeber der freiheitlich orientierten politischen Wochenschrift Zur Zeit Mölzer. Mitglied der Gesellschaft für freie Publizistik waren u.a. der rechtslastige Hans Grimm, der Führer der flämischen Faschisten Robert Verbelen und der prononciert sudetendeutsche antisemitische Schriftsteller Heinrich Zillich.
Diese Gesellschaft gibt vor, für die Freiheit und Wahrheit des Wortes zu kämpfen und vertritt sowohl nationalistische wie rassistische Positionen. Hans Dietrich Sander kann eindeutig dem rechten radikalen Lager zugeordnet werden. Aus seiner Präsenz im Ennstaler Kreis lässt sich schliessen, dass die Orientierung und Funktion des Kreises der ursprünglichen Konzeption auch in der Gegenwart noch aktuell ist.
Der Kreis ist nach wie vor abgeschottet und es dürften nur besonders ausgewählte Personen Zutritt haben. Die Beziehungen lassen auf ein hochkarätiges politisch-, wirtschaftliches Umfeld schliessen. In der Öffentlichkeit des obersteirischen Ennstales ist wenig bekannt über diesen Kreis. Es finden sich jedoch immer wieder Berichte über Veranstaltungen des Kreises in steirischen Zeitungen, etwa der Kleinen Zeitung und im Ennstaler.

So sah etwa der Rahmen aus, in dem die Pürgger Dichterwochen konzipiert und durchgeführt wurden. Pürgg wäre ein sanfter Versuch gewesen, Literatur und Politik in Nachkriegsösterreich näher zu bringen und Verständigung im künstlerisch literarischen Bereich in die Wege zu leiten, schreibt der Pürgger Dokumentarist Hans Kandolf. Man wäre bemüht gewesen, Schuld abzubauen und Brücken zu schlagen.
Da steht auf den Teilnehmerlisten als prominentester ehemaliger nationalsozialistischer Kulturfunktionär der vormalige Präsident der Reichsschrifttumskammer  Hans Friedrich Blunck, mitschuldig an der Vertreibung und am Tod von Kolleginnen und Kollegen in den politischen Nazi-KZs.
Niemand, der nach dem Mai 1933, an dem nachweisbar in vierzig grossen und mittleren deutschen Städten Bücher verbrannt wurden, eine offizielle kulturpolitische Funktion eingenommen hat, insbesondere jene eines Vorsitzenden der Reichsschrifttumskammer, kann behaupten, an der Vernichtung des freien Geisteslebens unbeteiligt gewesen zu sein. Blunck sass an einer jener Stellen, an denen entschieden wurde, wer in Deutschland nach 1933 schreiben und sich öffentlich mitteilen durfte.
In Pürgg hat sich Blunck in seiner Abschiedsrede für diese Zusammenkunft von Dichtern und Schriftstellern, die seiner Aussage nach im Westen Deutschlands nicht möglich gewesen wäre, bedankt und gemeint, hier seien Menschen zusammen gekommen, die vielerlei Meinung haben mögen, sich aber menschlich nahe und Freunde wären, ohne ihre unterschiedlichen Ansichten aufgeben zu müssen. Einer, der zwanzig Jahre früher mithalf, all jene Freiheiten zu vernichten, die nicht in das Konzept des Nationalsozialismus gepasst haben, spricht da von der Freiheit von Pürgg und nimmt Toleranz in Anspruch, die er Jahre vorher anderen Autoren und Autorinnen verweigert hat.
Dieser Missbrauch des Freiheitsbegriffes ist charakteristisch für die Rechte. Sie nennen sich freiheitlich, geben vor, die Freiheit gegenüber Sozialismus und Kommunismus verteidigen zu müssen und finden keine kritische Distanz zu den Strukturen eines totalitären Staates, in dem jede Abweichung von der offiziell vorgegebenen Meinung mit Berufsverbot, Gefängnis oder gar mit dem Tod bestraft wurde.

Literaturhistorikern waren diese merkwürdigen Schriftstellertreffen zwar bekannt. Sie erfassten jedoch keineswegs die innere Dimension, oder wollten diese nicht erkennen und taten sie als Treffen konservativer Autoren ab, behandelten sie als Autoren auf Schulbuchniveau.
Mag sein, dass man die Pürggtreffen bloss aus germanistischer Perspektive betrachtet hat. Auch im Falle Goethes haben die Literaturhistoriker es über Jahrhunderte hinweg vermieden, ins geheime Weimarische Hofarchiv zu schauen. Jetzt erzählt uns ein unbefangener US-Historiker über die Alltagsgeschäfte des Geheimrates, die hin und wieder auch darin bestanden, Todesurteile auszufertigen und im Namen seines Fürsten zu unterzeichnen. Vor allem wird aber seine Rolle in weit gespannten Netz der Zensur, die sich gegen die Inhalte der französischen Aufklärung und Revolution wandte, herausgearbeitet.

NS-Autoren, die in der Wiener Ausgabe des Völkischen Beobachters publizierten, wie Brehm, Springenschmid,  das dichtende Sprachrohr des Volkes mit Gier nach mehr Raum, Hans Grimm, Baldur Schirachs Burgtheaterdirektor Mirko Jelusich, und ebenso des Reichsgauleiters Generalkulturreferent Hermann Stuppäck waren da nach Pürgg am Eingang zur Alpenfestung, so nannten die Nazis dieses alpine Gebiet, geladen. Auch der unverbesserliche antisemitische sudetendeutsche Autor Heinrich Zillich war nach Pürgg gekommen. An der Spitze Hans Friedrich Blunck, Chef der Reichsschrifttumskammer bis 1935. Er wurde angeblich von Goebbels entlassen, weil er sich gegen die Schwarzen Listen und den Arierparagraphen verwehrt hat. Zu Bluncks Amtszeit mussten bereits viele deutsche AutorInnen Deutschland verlassen. Andere wurden in Konzentrationslagern in Sicherheitsverwahrung gebracht. Schreibverbote wurden erteilt und Existenzen vernichtet. Bluncks Widerstand dürfte jedoch nicht allzu gross gewesen sein. 1936 gründete er im Auftrag der Nationalsozialisten das Deutsche Auslandswerk und leitete bis 1939 die unter diesem Dach zusammengefassten europäischen Freundschaftsgesellschaften. Blunck diente offensichtlich der Nazi-Propaganda und besucht in dieser Eigenschaft mehrmals Österreich.1936 wurde er in den Reichskultursenat berufen. Nach Kriegsende wurde er interniert und für vier Jahre mit Berufsverbot belegt.
Paula Grogger und ihr Freundes- und Kollegenkreis waren ebenso in Pürgg. Eine Reihe eher bürgerlicher Autoren war zugegen. Fritz Habeck , Natalie Beer und Gertrud Fussenegger fehlten nicht.
Ebenso geladen wurde eine Gruppe junger AutorInnen und künftiger Kulturfunktionäre. Wolfgang Kudrnofsky, Jeannie Ebner, Wieland Schmied, Hans Weigel, Ulrich Baumgartner, später Festwochenintendant zu Wien, und Günter Nenning, der allerdings kritisch in der Neuen Zeit in Graz über diesen Treff berichtete.
Aber man muss nicht bleiben, so wie man einmal gewesen ist. Dr.Dr.Guenter Guenter Nenning, den Bruno Kreisky voellig zu Recht einen politischen Kasperl genannt hat, schrieb 1982 in der damals von Andreas Moelzer redigierten in Graz erscheinenden freiheitlichen Kampfschrift Die Aula ganz prominent gleich neben Norbert Burger ueber die Deutsche Einheit. Der Nenning ist halt doch ein echter Austro Kofferer und auch Puerggschafter geworden.

So viele Namen, allein schon in den Passagen der „Pürggschrift“, in denen von Rudolf Bayr gesprochen wird, Namen, die, könnte gedacht werden, Menschen gerade noch etwas sagen konnten, als Franz Krahberger „Die Pürggschaft“ schrieb, als er noch lebte, er starb am 17. Juli 2016. Dem ist aber nicht so.

Als wäre Pürgg gegenwärtiger als je zuvor, in Österreich bestimmender als je zuvor, genauer, wieder bestimmend wie es ab den Dichterwochen in den frühen fünfziger Jahren für eine lange Zeit bestimmend war, und nun diese Schaft das Bestimmen wieder an sich riß, massiver als je zuvor an sich reißt. Bis herauf ins Heurige, bis herauf zu diesem Jahr, ist am 13. Jänner 2026 zu denken.

In vielen Kapiteln kommen die von Franz Krahberger Erwähnten auch vor, die von der unterirdisch und schon nicht mehr so unterirdisch wirkenden Kontinuität in Österreich bis zum Heurigen —

Wenn also in der „Pürggschrift“ etwa von der „zukunftsfähige[n] Kirche“, von der „Rekatholisierung“ zu lesen ist, und unmittelbar vor dem Wechsel des Jahres 2025 in das Jahr 2026 zu lesen ist, wir brauchen mehr wehrhaftes Christentum

Der Eintreter für ein „wehrhaftes Christentum“ einer, den Franz Krahberger nicht unerwähnt lassen konnte, ohne den so viele Fernsehsendungen bis heute nicht auskommen wollen, einer, der auch einmal in der „Aula“

Die „Aula“ wurde nicht, wie Franz Krahberger schreibt, vom Stocker-Verlag herausgegeben, sondern von der „Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H., aus der dann die „Freilich Medien GmbH“ wurde und schließlich die „Edition Kontext“, die weiterhin „Freilich“ betreibt, „Freilich“ ersetzte die „Aula“, das war 2018.

Und was „Freilich“ schreibt, was für eine Werbung auf „Freilich“ geschaltet wird, davon wurde, kurz ist es her, schon erzählt, etwa vom „betreuten Denken“, das im September 2026 titelgebendes Thema einer philosophischen Veranstaltung im Gebirge sein wird …

So viele Jahrzehnte konnte „Aula“ unbelangt sich betätigen, wen kann dies verwundern, hatte doch „Aula“ so etwas wie einen katholischen Segen, wenn ein Kardinal und späterer Papst durch seinen Sekretär „Aula“ erlaubt, einen Text von ihm

Ein Sprecher der Erzdiözese Wien wies daraufhin die Vorwürfe zurück. Die Herausgeber der rechtsextremen Publikation „Aula“ hätten Ratzinger, so die katholische Nachrichtenagentur Kathpress, „offenbar nicht um Erlaubnis gefragt, seinen Artikel wiedergeben zu dürfen“. Der dem SPIEGEL vorliegende Schriftverkehr zwischen dem damaligen „Aula“-Redakteur Gerhoch Reisegger und dem Vatikan belegt das Gegenteil. Mit Schreiben vom 30. September 1997 gab Ratzinger-Sekretär Clemens grünes Licht für die Publikation eines Ratzinger-Aufsatzes „in der Monatsschrift ‚Aula'“. Der Text erschien 1998 in dem Sammelband „1848 – Erbe und Auftrag“, der von zwei bekannten Rechtsextremisten herausgegeben wurde.

Am Stocker-Verlag ist in Österreich kein Vorbeikommen, und deren einstige Verlagsleiterin, deren männliche Nachfahren wurden, was sie war, gratulierte „Aula“ — wer hätte da über Jahrzehnte es wagen können, ein Magazin, das von einer derart hochgestellten Persönlichkeit eine Gratulation empfangen durfte, zu belangen?

1991 hat Ilse Dvorak-Stocker – neben führenden österreichischen Rechtsextremisten – der rechtsextremen Zeitschrift Aula zu ihrem 40jährigen Bestehen gratuliert. Sie lobte bei dieser Gelegenheit „die stets gute Zusammenarbeit“ zwischen der Aula und dem Leopold Stocker Verlag (Aula 9/1991, S. 24).

Ein Teilnehmer der „Pürgger Dichterwochen“ war auch Ernst v. Dombrowski, der Namensgeber für einen Stiftungspreis, den 2025 Philipp Markus Grein erhielt, und was für hochgestellte Persönlichkeiten im Kuratorium dieser Stiftung, von der und ihren Preisträgerinnen bereits erzählt werden durfte:

Präsidium
I. D. Dr. Gabriele Prinzessin v.u.z Liechtenstein, Präsidentin
Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker, Graz, Vizepräsident
Weitere Kuratoriumsmitglieder
Prof. Kasilda Bedenk
Mag. Gerhard Fürnhammer
Univ.-Prof. MMag. Dr. Ernest Hoetzl
Stefan Kompacher BA BA MA
Dr. Alexander Maicovski
Mag. Andreas Rom
Mag. Dr. Gudrun Rottensteiner
HR Mag. Ferdinand Schönbacher
Mag. Dr. Johann Uitz

So viele Namen, so viele Kapitel, es mag nichts mehr zu diesen Namen, die auch in der „Pürggschrift“ vorkommen, geschrieben werden, sie kommen in so vielen Kapiteln vor, daß dies endlich für allemal genügen muß, es endlich Schluß sein muß, es ist zu diesen nichts mehr hinzuzufügen, die Verweise auf die Kapitel sind genug:

Heinrich Zillich

Norbert Burger

Karl Springenschmid

Hans Grimm

Parsifal

Baldur Schirach

Karl-Heinrich Waggerl

Kurt Waldheim

Lothar Höbelt

Josef Friedrich Perkonig

Paula Grogger

Taras Borodajkewicz

Herbert Karajan

Robert Verbelen

Otto Scrinzi

David Irving

Hans Friedrich Blunck

Hans Weigel

Friedrich Torberg

Mirko Jelusich

Bruno Brehm

Robert Hohlbaum

Günther Nenning

Anton Paul Keller

Werner Bergengruen

Erwin Rainalter

Natalie Beer

Gesellschaft für freie Publizistik

Zur Zeit

VdU

Mit dabei in Pürgg war auch Christine Lavant, zweimal: 1954 und 1955. 2025 war auch ein Jahr, in dem ihr aus Anlaß ihres 110. Geburtstages nicht klein gedacht wurde; vielleicht kommt doch eines Tages der Zeit Reife, diesen Teil ihres Lebens, das geradezu ikonenhaft als gänzlich leidendes und ganz der Dichtung verschriebenes dargestellt wird, auch zu erforschen.

In keinem Kapitel bisher jedoch kam der „Ennstaler Kreis“ vor, der durch den „HJ-Führer“ Alfred Rainer in Verbindung mit den Pürgger Dichterwochen

1998 fiel mir eine Dokumentation der Pürgger Dichterwochen in die Hände. Der Stainacher  Hans Gerhard Kandolf beschreibt in diesem 1997 im Kammerhofmuseum Bad Aussee erschienenen Buch mit Akribie ein seltsames Schriftstellertreffen in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre, das dreimal, von 1953 bis 1955 in Pürgg, einem kleinem obersteirischen Ort am Grimming über dem Ennsboden abgehalten wurde. Geladen hatte der politische Leiter des Ennstaler Kreises, Alfred Rainer,  Abgeordneter zum steirischen Landtag. Den Ehrenschutz hatte Josef Krainer, steirischer Landeshauptmann, übernommen. Finanziert wurden die Veranstaltungen aus den Mitteln des Landes Steiermark und des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst. Alfred Rainer sah seine politische Hauptaufgabe in der Wiedereingliederung ehemaliger Wehrmachtsangehöriger in das zivile Leben. Rainer hatte eine weitere Aufgabe zu erfüllen. Die Reintegration von ehemaligen Nazi Parteigängern, denen erst zu Beginn der fünfziger Jahre ihr aktives und passives Wahlrecht wiederum zugestanden wurde.

(Es fällt dazu ein Kapitel ein, wie das damals war, der großzügige Umgang mit dem Wahlrecht, und wieder einmal Scrinci und, wie könnte es anders sein, Reinthaller …)

Auf der Website des Ennstaler Kreises ist am 15. Jänner 2026 zu lesen:

Der Ennstaler Kreis wurde 1951 von LAbg. Dr. Alfred RAINER unter der Patronanz von Landeshauptmann ÖR Josef Krainer ins Leben gerufen. Im Schloss Paltenstein und später durch viele Jahre im Hotel „Wasnerin“ in Bad Aussee trafen sich Dichter, Politiker und Wissenschafter, die im Ausseer-Land eine zweite Heimat gefunden hatten. Damit sollte eine Begegnungsbasis für einen Dialog zwischen der Österreichischen Volkspartei mit ihren christlich-sozialen Wurzeln und Vertretern des sogenannten nationalliberalen Lagers auf hohem intellektuellem Niveau geschaffen werden.

Träger dieser Veranstaltungen ist der Verein zur Förderung des Dialogs in Demokratie, Bildung, Wissenschaft und Kultur. Er wurde 2008 gegründet. Gründungsobmann war LAbg. Dir. Richard Kanduth. Die Statuten formulieren als Vereinszweck, den wissenschaftlichen Dialog zu zentralen Fragen und Problemstellungen der Politik, Wirtschaft, Religion, Wissenschaft, Kunst, Kultur und Gesellschaft in Österreich und im europäischen Kontext zu fördern und so Forschungsaufgaben für die österreichische Wissenschaft und Wirtschaft zu erfüllen sowie zur Überbrückung von Gegensätzen beizutragen. Dies erfolgt insbesondere unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlicher Theorie und politischer Praxis und aus der Sicht eines christlichen Fundaments.

Hochkarätige Symposien zu aktuellen Themen

Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – finden im Ennstal die Symposien des Ennstaler Kreises statt. Der Ennstaler Kreis besteht seit 1951 und will mit seinen Tagungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die politischen, geistig-kulturellen und wirtschaftlichen Ereignisse und Entwicklungen in Österreich, unseren Nachbarländern und Europa insgesamt informieren und eine Auseinandersetzung mit Fragen der Zeit und der Zukunft im Geiste der Offenheit ermöglichen. Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Politik, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, Religion und Gesellschaft finden ein Forum von 150 bis 200 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern und engagiert Diskutierenden vor.

Eine Teilnahme an den Tagungen ist nur mit einer persönlichen Einladung auf Grund der Empfehlung eines bisherigen Teilnehmers möglich.

Ob mit dem „nationalliberalen Lager“ die „Dichter“ des Alfred Rainer, der u. v. a.m auch ein „HJ-Führer“ war, gemeint ist, also allen voran Blunck, Springenschmid und alle weiteren ihnen gesinnungsgemäß verschafteten?

Von Alfred Rainer ist ein Ausspruch überliefert, der für seine Zeit galt und weiter und recht besonders wieder gilt: „Rechts ist kein Feind mehr.“

Sieben Jahre, seit 2019 also, ist Beatrix Karl Vorsitzende des Ennstaler Kreises, und wie dankbar doch dem Ennstaler Kreis es zu sein hat, Beatrix Karl zu seiner Vorsitzenden gemacht zu haben, enthebt das doch der Aufgabe, zu ihr in diesem Kapitel auch etwas schreiben zu müssen, da von ihr in nicht wenigen Kapiteln

Sie ist also seit sieben langen Jahren Vorsitzende des Ennstaler Kreises, der „hochkarätige Symposien“ einrichtet —

Österreich, Land, der Symposien reich — und „hochkarätige Symposien“ sind daran zu erkennen, daß in ihnen „ökumenische Gottesdienste“ gehalten werden, hochkarätig wie die Referate der hochkarätigen Vortragenden, und es sind die Hochkarätigsten des Landes, die das Ennstal zu einer Hochburg des Hochkarätigen —

Wer sonst noch, um ein oder zwei Bespiele zu nennen, könnte über „Gesundheitssystem krisenfest gestalten“ hochkarätiger referieren als Karlheinz Kornhäusl im Symposium „Alles Krise“, oder Lothar Höbelt über „Einheitsbrei oder Spaltung – wie soll die pluralistische Gesellschaft denn wirklich aussehen?“, oder Michael Fleischhacker über „Gezielte (Des)Information – Ist die Wahrheit den Menschen nicht mehr zumutbar?“ zum Symposiumsthema „Fake News“ …

Hochkarätig zu sein, heißt auch, aus Print, Funk und Fernsehen bekannt zu sein, wie es nicht nur die Obigen sind, sondern auch viele weitere, etwa Martin Kocher, Kathrin Stainer-Hämmerle

Eine Teilnahme an den Tagungen ist nur mit einer persönlichen Einladung auf Grund der Empfehlung eines bisherigen Teilnehmers möglich.

So rigoros, kann im Archiv gelesen werden, war die Teilnahme an den Symposien des Ennstaler Kreises geregelt, nun klingt es, kann ebenfalls am 15. Jänner 2026 gelesen werden, milder.

Eine Teilnahme ist nur mit persönlicher Einladung möglich.

Wie es zur „persönlichen Einladung“ nun kommt, erschließt sich daraus nicht, es darf aber angenommen werden, an dem Procedere wird sich nichts geändert haben, es dürfte wohl weiterhin so sein, daß eine Teilnahme an den Tagungen nur mit einer persönlichen Einladung auf Grund der Empfehlung eines bisherigen Teilnehmers möglich“ …

Um Mitglied im Vereins des Ennstaler Kreises werden zu können, ist gemäß seiner Statuten ein Beschluß des Vorstands notwendig,

Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet der Vorstand durch Beschluss. Der Vorstand kann durch einstimmigen Beschluss ein Ehrenmitglied ernennen. Die Aufnahme zum Verein kann ohne Angaben von Gründen verweigert werden.

Ob es vor der Entscheidung über Aufnahme oder Nicht-Aufnahme auch so etwas wie ein Prüfverfahren, dessen Ergebnis Unterlage zur Beschliessung im Vorstand ist, gibt? Wie es etwa von der Freimaurerei gepflegt wird.

Diese Frage wird uns oft gestellt, und sie ist einfach zu beantworten: Entweder wird man von einem Freimaurer aus dem persönlichen Umfeld angesprochen und eingeladen; oder man meldet sich selbst bei der Großloge.
Darum prüfe wer sich bindet …
Allerdings sollte man sich den Beitritt zu einer Loge genauer überlegen als etwa zu einem Sportverein. Das ist verständlich, wenn man den Vereinszweck bedenkt: durch Arbeit an sich selbst in Gemeinschaft mit anderen Menschen, die einem viel persönliches Vertrauen schenken, ein besserer Mensch zu werden. Weil das so ist, folgt jedem Beitrittsansuchen ein wechselseitiges Prüfungsverfahren, also mehrere Gespräche des Suchenden, wie wir Aufnahmewerber nennen, mit Logenmitgliedern, um festzustellen, ob man zueinander passt. Das kann dauern: oft über ein Jahr oder länger. Ist das Ergebnis der Prüfung positiv, stimmen die Brüder bei einer Logenarbeit ab: natürlich geheim, so wie es sich demokratisch gehört.
Die Mitglieder müssen zustimmen
Für ein Ja ist dann allerdings eine hohe qualifizierte Mehrheit notwendig: Schon bei drei Gegenstimmen wäre der Kandidat für diese Loge abgelehnt.

Es wird sehr vielleicht nicht herauszufinden sein, wer KI ist, und es wird ebenso nicht herauszufinden sein, wo KI aufhältig; so verbleibt es menschgemäß vollkommen unbefriedigend, denn es ist äußerst wenig und das noch absolut unergiebig, was KI und AI Press …