„Darf man“ – Servus, Michael Fleischhacker – „eine Bühne geben?“

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Michael Fleischhacker gibt eine Stellungnahme ab, am 20. Oktober 2016, zu der Frage: „Darf man Rechtsextremen eine Bühne geben?“ … und das auf der Plattform des Unternehmens Facebook auf der Seite seines Arbeitgebers servustv. In der Argumentation und vom Inhalt her ist seine Stellungnahme eine, die ebenso ein Kommentar von FPÖ Unzensuriert sein oder im Tagebuch von Andreas Unterberger stehen könnte. Deshalb diese Verteilung seiner Stellungnahme in der Collage …

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Die Fragestellung von Michael Fleischhacker ist eine grundsätzlich falsche. Aber es ist auch eine falsche Begründung jener, die nun nicht an dieser Diskussion teilnehmen wollen – wegen eines „Rechtsextremen“, um diesem und seinen I… keine „Steilvorlage“ zu bieten.

Ein „rechtsextremes“ Bürscherl kann und darf je kein Grund sein, sich zu verweigern, das Bürscherl als das vorzuführen in einer Diskussion, was es ist, ein Bürscherl eben – steckengeblieben in einem recht genau zu bestimmenden Gesinnungsstadium der Entwicklung  der Menschheit …

Aber das Format „Talk im Hangar“ ist das falsche. Das gänzlich ungeeignete, wenn es um Konkretes geht, um eine Grundlage als Anleitung zum Handeln, zum Arbeiten mit Menschen. Und nicht über sie zu plaudern und sie gemeingefährlich zum Verallgemeinern zu mißbrauchen. Es ist nicht seriös. Es ist unverantwortlich. Es ist der Geilheit und der Faszination Gewalt geschuldet.  Ein Bürscherl zu einem Thema einzuladen, vom dem es nichts weiß, nichts versteht. Aber es kann nichts dafür, es sind die Einladenden, die nicht verstehen, wozu sie einladen. Daß ein Bürscherl sich freut, in das Rampenlicht gezerrt zu werden, wer kann es ihm verübeln. Was auch diesmal wieder allein schon der Trailer bestätigt: es wird nicht gewußt, es will nicht gewußt werden, zu welchem konkreten Gegenstand eine fleischhackerische Sendung … Es ist eine derart konkrete Sache, die sich nicht für eine allgemeine Hallenplauderei eignet. Es geht um ein paar bestimmte Menschen mit ihren Aussagen, an die sie sich vielleicht nicht einmal mehr erinnern, sie je gemacht zu haben, möglicherweise sogar bei Wiedervorlage selbst überrascht wären, das hätten sie einst gesagt, in einem bestimmten Stadium ihrer Entwicklung. Es wäre also durchaus interessant, alle Befragten einzuladen, um mit ihnen zu diskutieren, wie sehen sie heute ihre seinerzeitigen Antworten. Das wäre, könnte gesagt werden, eine Überforderung dieses Formats … jedoch, was ist für eine fleischhackerische Sendung nicht eine Überforderung? Es ist halt das Bequemsatte der sich bürgerlich Verstehenden, Bürscherln einzuladen, mit denen der schön gezogene Scheitel geteilt wird.

Die Teilnahme an einer solchen Sendung, die Diskussion spielt, ist insgesamt zu verweigern, nicht wegen der Geladenen.

Es muß die heutige Sendung gar nicht angesehen werden, um zu wissen, was herauskommen wird. Ein paar Sendungen aus der letzten Zeit lassen das bereits erahnen.  Was über

Michael Fleischhacker sitzt zur Rechten Stadlers zu teilen das Land

Rund um und aus Odin Wiesinger dampft es

geschrieben wurde, kann morgen wohl, entsprechend adaptiert, aber inhaltlich unverändert über die heutige Sendung geschrieben werden, jedoch wird morgen darüber nichts geschrieben werden, weil die Sendung heute nicht angesehen werden wird.

Das sollte überhaupt das Schicksal dieser Sendung werden. Michael Fleischhacker moderiert sein Spiel mit sich und seinem Gefährten mit dem klingenden Namen Servus TV, und dazu noch bleiben die Fernsehapparate abgeschaltet …

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Das Geschwefel vom „rechtsextremen“ Bürscherl ist allemal auch noch auszuhalten. Was muß nicht alles am Fernsehen ausgehalten werden, und nicht nur dann, wenn eine fleischhackerische … Es wird halt dozieren, wie es eben nicht nur von dieser fleischhackerischen Sendung her bekannt ist, etwa von:

Ewald Stadler doziert über die Welt so profund wie er weiß, wessen Mitglied er ist

Und was bliebe so einem Bürscherl auch sonst? Als das Geschwefel. Wie sollte es etwas von Soziologie verstehen, wenn es nicht einmal etwas von – aber von der die I…stets beschwörend schwefeln – Kultur … sie, die I…, hätten ein „verkürztes Verständnis von Kultur“, sagt Marc Jongen, der erst vor kurzem von ebendiesem Bürscherl für seine I… zitiert wurde, aber es hat nicht einmal den verstanden, wie nachgelesen werden kann …

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Es können die Einladenden durchaus verstanden werden, wen sollen sie denn einladen, wollen sie nicht den eigenen Moderator gänzlich blamieren?

Wer wohl die Einladungsliste erstellt? Es heißt, Patriarchen haben so ihre Steckenpferde, sollen sich in ihren Unternehmen oft um Dinge höchstpersönlich kümmern, obgleich sie dafür Angestellte haben, die eben genau dafür angestellt sind. Das erinnert an einen Patriarchen, von dem einst erzählt wurde, er hätte täglich selbst die Toiletten kontrolliert, um dafür zu sorgen, daß nicht zu viele Klosettpapierrollen …

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Es soll nicht ohne Dank dieses Kapitel sein. Immerhin regte Servus Fleischhacker zu einem Aphorismus an, der nur aus Namen besteht. Und das ist doch auch etwas. Aber auch schon wieder mehr als genug.

Ein Aphorismus: Caspart, Glavinic, Fleischhacker – Servus.

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patrick-lenart-oder-das-deutsch-der-enkel-der-wessely-heimkehrerinWürde Paula Wessely nicht schon lange von den Würmern des eigenen Gedankenguts aufgefressen sein, sie würde sich ob ihrer jetzigen Enkelbuben im Grab umdrehen … sollte sie verbrannt worden sein, dann würde sie sich jetzt ob ihrer Enkel vor Grauen als Asche schütteln. Was haben ihre Enkel nur aus der deutschen Sprache gemacht! Wie schön war damals noch die deutsche Sprache und wie recht getragen die Anrufung der deutschen Heimat von Paula Wessely in „Heimkehr“. Und jetzt? So sprechen die Enkel der Heimgekehrten:

„Lustigerr Komiker. Kannte ich nich garnicht.“

Was – auch so ein Bürscherl der I… – Patrick Lenart bewog, in seinem ihm bestmöglichen Deutsch das zu schreiben? Dies:

Bloß ein Verein von Brüdern, aber keine Bewegung

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Wenn schon von Nachkommenden die Rede ist. Was wird aus Michael Fleischhacker noch werden? Er folgte in der sogenannten oder österreichisch verstandenen Qualitätszeitung Andreas Unterberger nach … Ist das der unweigerliche Weg eines Menschen, der einmal in der „Presse“ war? Mit einem Tagebuch zu enden?

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Ein sich freuendes Bürscherl in einer Fernsehspielecke ist vielleicht auch herzig anzusehen, wie seine Äuglein funkeln, reden zu können, und dabei auch noch aufgenommen zu werden, aber so eine Ansammlung von Bürschleins … Seit ein paar Wochen nicht mehr in der Josefstadt zu wohnen, hat doch etwas Entlastendes, es belastete der Gedanke doch zunehmend, wann marschieren sie wieder …

Identitäre Bande zieht nächtens zu den Barden im Achten – Und immer wieder FPÖ-Nationalratspräsidenten

2 Gedanken zu „„Darf man“ – Servus, Michael Fleischhacker – „eine Bühne geben?“

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