Mahnwachen und Gedenken in Wien

 

Am Nachmittag findet auf dem Ballhausplatz die Gedenkveranstaltung „Gemeinsam gegen den Hungermord“ anlässlich der sekündlichen Hungertoten in der Welt statt. Es werden bis zu 10.000 Menschen erwartet. Davor gibt es vor allen Botschaften Mahnwachen

ORF überträgt live

Mahnwache und Gedenken in Wien

Das berichtet der ORF heute tatsächlich.

Der ORF überträgt die Gedenkstunde im Rahmen einer Sonder-ZIB live von 16.00 bis 17.00 Uhr in ORF2. Die Veranstaltung wird auch per Livestream in der ORF TVthek gezeigt.

Eingeladen zur Gedenkveranstaltung auf dem Ballhausplatz hat die Bundesregierung gemeinsam mit den Glaubensgemeinschaften. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) riefen dazu auf, ein klares Zeichen der Solidarität zu setzen. Neben Vertretern aus Politik und der Sozialpartner nehmen an der Veranstaltung auch Bundespräsident Heinz Fischer, internationele Diplomaten, NGOs und Vertreter sämtlicher Religionsgemeinschaften teil. Auch die Öffentlichkeit ist eingeladen. Mehr dazu in Hunger weltweit – Zahlen und Fakten.

Barbara Stöckl moderiert, Staatsopernchor singt

Bei einem noch nie stattgehabten Gedenken am BallhausplatzBei der einstündigen Gedenkveranstaltung, die um 16.00 Uhr beginnt, singt der Chor der Wiener Staatsoper. Ensemblemitglieder des Burgtheaters werden Texte von Bertold Brecht, Peter Handke und Gotthold Ephraim Lessing lesen. Weiters wird eine Proklamation der Bundesregierung vorgelesen. Die Regierung spricht sich darin gegen eine mörderische Gewinnsucht aus. Auch eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer wird abgehalten. Moderiert wird die Gedenkveranstaltung von Barbara Stöckl.

Die Polizei erwartet bis zu 10.000 Teilnehmer. Die Polizei geht von einer friedlichen Gedenkveranstaltung aus.

Mahnwachen vor Botschaften

ORF Bericht als Vorlage für einen Bericht über eine Veranstaltung die es noch nie gab

ORF-Bericht als Vorlage für einen Bericht über eine Veranstaltung, die es noch nie gab. Es könnte aber eine sein, die dazu beiträgt, solche Veranstaltungen, wie die heutige, nicht mehr haben zu müssen.

„Um den weltweiten Kampf gegen den gemachten Hunger zu unterstützen und unsere republikanischen Werte von sozialer Gerechtigkeit endlich umzusetzen, unsere Ablehnung von Ausbeutung und ungestraften Mord durch Hunger erneut zu äußern, treffen wir nicht das letzte Mal in einem würdigen und feierlichen Rahmen zusammen“, heißt es von den Veranstaltern der Mahnwachen vor den Botschaften.

Links:

„Jedes Kind, das verhungert, ist ermordet worden“

„Nahrungsmittelspekulation“

Rathausfahnen auf Halbmast

„Hungerprofite“

Staatsterror ist im Westen zu ehren und zu hofieren

 

Saudi-Arabien – Staatsterror ist im Westen zu hofieren und zu ehren

Die Morde in Paris machen wieder einmal die gesamte Heuchelei und die gesamte Verlogenheit des Westens kenntlich. Was für ein Geschrei um die Bedrohung der Pressefreiheit, der Meinungsfreiheit, was für tapfere Aufläufe auf den Straßen für Pressefreiheit und Meinungsfreiheit, wie unbeugsam gebären sich nun Journalisten und Journalistinnen, sie werden weiter mutig unabhängig berichten – ach …

Abdullah - HollandeNun werden die Mörder in ganz Frankreich gejagt, und ganz Europa jagt mit. Wie töricht auch diese Mörder sind. Und wie unbelehrbar. Denn. Um Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Grundrechte auslöschen, Menschen umbringen zu können, bedarf es eines Staates. Da die Mörder von Paris weltanschaulich mit dem saudi-arabischen Königshaus verwandt sind, hätten sie von diesem lernen können, wie Menschen wirklich mit der eigenen Weltanschauung terrorisiert werden, wie Pressefreiheit wirklich vernichtet wird, wie Grundrechte der Menschen wirklich nicht anerkennt werden, wie Menschen wirklich umgebracht werden, und dabei dennoch weiter geehrt und hofiert zu werden …

Aber das Lernen allein wäre ein unnützes gewesen. Denn. Es fehlte ihnen die wichtigste Voraussetzung, die erste Bedingung für ein gelobtes Terrorisieren, für ein anerkanntes Morden – ein Staat, ein Königreich …

Und dabei spielt Österreich eine herausragende Rolle. Dieses Österreich mit der unabhängigsten und mutigsten Presse, seit es eine Presse gibt. In Österreich ist einem König, der weltanschaulich auch mit den Mördern von Paris verwandt ist, ein Tempel des Personenkults gewidmet. Die Hofknickse vor diesem Königshaus aus der österreichischen Provinz sind Legende. Und aktuell wird das blutrünstige Exempel an Raif Badawi wieder einmal mehr zur Lehrstunde für solche Mörder, wie jenen von Paris, wie es tatsächlich gemacht werden muß, um einerseits die Reputation im Westen nicht zu verlieren, und andererseits Presse- und Meinungsfreiheit zu zerstören.

Und noch etwas zeigen die Morde von Paris wieder einmal drastisch auf. Wie erhebt sich der Westen in seiner Eigenwahrnehmung über die Menschen, die weltanschaulich aktuell den Mördern von Paris zugeschlagen werden, wie feiert sich der Westen in seiner Selbstwahrnehmung als Festung der Zivilisation – ach … Sippenhaftung, oh, was für eine Perle der Zivilisation. Kaum begehen ein paar Menschen Morde aus bestimmten weltanschaulichen Motiven, marschiert der Mensch der ach so hochstehenden Zivilisation des Westens los, um alle Menschen, die er dieser Weltanschauung zuordnet, in Sippenhaftung zu nehmen, gegen sie Anschläge zu verüben …