Die Magnatik der Autoteileschuppenmarionettenabteilung Stronach

Die Magnatik ist keine neue Qualität der Politik, die es notwendig machte, einen neuen Begriff einzuführen. Auch bringt die Magnatik dafür keine neuen Werte in die Politik ein. Aber es wäre ein Etikettenschwindel, die Autoteileschuppenmarionettenabteilung Frank Stronach als Team unter Politik zu führen …

Magnatik ist schnell und einfach erklärt: es ist ein aus „Magna“ und „Tic“ gebildetes Wort -, denn es verkrampft sich, um auf die erste Bedeutung des Wortes „Tic“ einzugehen, tatsächlich alles, wird daran gedacht, daß nach derzeitigen Meinungsumfragen nicht wenige Menschen in Österreich diese Autoteileschuppenmarionettenabteilung als eine für sie wählbare halten -, und das ist auch der einzige Grund, weshalb Frank Stronach als Team nicht einfach rechts liegengelassen werden kann …

Der aktuelle Anlaß, um sich auch hier noch einmal mit der Autoteileschuppenmarionettenabteilung zu befassen, ist das sonderliche Begehren von Frank Stronach als Team, Interviews auf eine ganz eigentümliche Art autorisieren lassen zu wollen, wie „Datum“ berichtet. Worauf der Östereichische Journalisten Club mit der Empfehlung, keine Interviews mehr zu führen, richtig reagierte …

Dieser aktuelle und unappetitliche Anlaß wäre für Medien ein guter Zeitpunkt, ihre Berichterstattung über Frank Stronach als Team generell zu überdenken und vor allem zu ändern, zu ändern in die Richtung: weniger von Frank Stronach als Team, dafür mehr über Frank Stronach als Team. Denn, was Frank Stronach als Team allgemein zu sagen hat, ist wenig bis gar nichts, und was Frank Stronach als Team politisch zu sagen hat, ist nur rein gar nichts …

Aber es gibt sehr viel über Frank Stronach als Team zu schreiben. Zugegeben, das wird kaum bis gar nicht etwas Schmeichelhaftes sein können, wofür aber nicht Medien zur Verantwortung gezogen werden können, sondern allein die Autoteileschuppenmarionettenabteilung wird sich selbst vorwerfen müssen, keine andere Berichterstattung …

Auch der aktuelle und unappetitliche Anlaß wirft beim Lesen der stronachschen Presseaussendung berichtenswerte Fragen auf, denen nachzugehen es sich lohnte.

Jetzt, da Frank Stronach als Team als Wahlkandidat auftritt, wird doch sehr versucht, eine Verbindung zwischen Frank Stronach und Magna zu verwischen, so zu tun, als hätte Frank Stronach mit Magna nichts mehr zu tun … In der aktuellen stronachschen Presseaussendung zu dieser unappetitlichen Autorisierungsgeschichte darf aber gelesen werden:

Frank Stronach weiß, dass jeder Halbsatz Auswirkungen haben kann. Gerade wenn man ein milliardenschweres, börsennotiertes Unternehmen führt, ist daher eine besondere Sorgfalt an den Tag zu legen, da jede Äußerung Einfluss auf den Börsenkurs des Unternehmens haben kann. Diese sehr strikte Interview-Policy wurde auch für das Team Stronach übernommen.

„Gerade wenn man ein milliardenschweres, börsennotiertes Unternehmen führt“ … Auch wenn Günter Apfalter erst kürzlich sagte, operativ habe Frank Stronach mit Magna keine Verbindung mehr, ist dennoch zu fragen, wer führt nun, fern von in Organigrammen offiziell vorgeschriebenen Unternehmensstrukturen, tatsächlich Magna?

„Diese sehr strikte Interview-Policy wurde auch für das Team Stronach übernommen“ … Auch das klingt gar nicht, ganz und gar nicht nach einer Partei, sondern nach einer zwar neuen aber nur für und innerhalb von Magna neuen Abteilung mit dem Abteilungsnamen „Team Stronach“. Wie sieht wohl die grafische Darstellung der Abteilung „Team Stronach“ auf einem nur zu internen Verwendung vorgesehenen Organigramm aus: als runder Kreis (mathematisch auch als Null zu lesen) für „Leitungshilfstelle“? auf welcher Ebene angesiedelt? überhaupt als eigene Abteilung oder als untergeordnete Gruppe einer Abteilung?

In diese Presseaussendung wurde auch die geänderte und scheinbar entschärfte Erklärung aufgenommen:

Anbei die aktualisierte Erklärung, die wir ab heute verwenden werden.

Die neue Erklärung im Wortlaut:
Ich, VORNAME NACHNAME, MEDIUM erkläre hiermit, vor einer Veröffentlichung von Gesprächen und Interviews mit Herrn Frank Stronach den gesamten Interviewtext an Herrn/Frau XY, Funktion, Adresse, emailadresse, zur Einsicht und schriftlichen Freigabe zu senden. Kürzungen bzw. jegliche Änderung sind ohne schriftliche Zustimmung von Seiten des Team Stronach untersagt. Falls die Autorisierung des Interviews nicht erteilt wird, ist eine Veröffentlichung untersagt.

„Anbei die aktualisierte Erklärung, die wir ab heute verwenden werden“ … Wer? Es muß kurz für eine Namensrecherche unterbrochen werden, um weiterschreiben zu können. Müssen ab heute Journalisten und Jouranlistinnen, die beispielsweise mit – gefunden – Robert Lugar ein Interview …, genau diese Erklärung abgeben: „vor einer Veröffentlichung von […] mit Herrn Frank Stronach […] zur Einsicht und schriftlichen Freigabe senden“? Und an wen „zur Einsicht zu senden“? Wahrscheinlich auch an den Medienmanager von Frank Stronach, wie ja auch Rückfragen zu dieser Presseaussendung nicht an das „Team Stronach“, sondern an den „Medienmanager Frank Stronach“ zu stellen sind. Oder ist das, was beispielsweise – einen Moment bitte – Erich Tadler, in einem Interview sagen könnte, derart …, daß dafür gar keine Erklärung abgegeben muß? Mehr aber ist anzunehmen, daß es noch eine Erklärung gibt, eine nur intern zu verwendende Erklärung gibt, die Frank Stronach vorzulegen ist, ehe beispielsweise – wieder einen Moment bitte – Gerhard Köfer mit Journalistinnen und Journalisten reden darf. Wie wohl diese interne Erklärung lautet?

Das allein mag, wird an die derzeitigen Umfragen über die Wählbarkeit dieser Gruppe gedacht, erschreckend genug sein, aber andererseits, es ist das Übliche zur Wahl Stehende und Gewohnte, denn nicht einmal das Marionettenhafte ist, wer die österreichische Realpolitik kennt, etwas durch Frank Stronachh als Team neu Eingebrachtes, höchstens die Art und Weise, es derart und vor allem schamlos und unverschämt öffentlich zu tun, entscheidend aber ist die Frage, weshalb diese Mühe, zwischen Frank Stronach und Magna jedwede Verbindung öffentlich kappen zu wollen? Ein paar Anmerkungen dazu werden auch hier schon gemacht

Die größte Befürchtung von Frank Stronach als Team wird aber wohl sein, sollte sich die engmaschige Verstrickung von Magna und Eurofighter herausstellen und endgültig bewahrheiten. Denn mit einer derartigen Verstrickung ist dann wohl keine einzige Stimme zu gewinnen, wenn für einen Augenblick angenommen werden darf, Wähler und Wählerinnen entscheiden sich endlich einmal gegen ihre gewohnte Stimmabgabe, die dafür verantwortlich ist, worüber sie dann zu klagen, zu jammern, zu granteln  …

Übrigens, Siegfried Wolf, der, wie gelesen werden kann, „habe massiv für EADS und Eurofighter interveniert“, möchte Frank Stronach als Bundeskanzler haben … Ob Siegfried Wolf bei Frank Stronach einen anderen Stellenwert hat, als beispielsweise – wieder einen Moment bitte – …

4 Gedanken zu „Die Magnatik der Autoteileschuppenmarionettenabteilung Stronach

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