Die Gefährderinnen lauern im Wörthersee

Und das sind die Kriegsrelikte aus dem ersten und zweiten weltkrieg.

Seit einhundert Jahren lauern die Gefährderinnen, die Kriegsrelikte, nicht nur im Wörthersee, auch in anderen Seen, auf Äckern, in Bergregionen, auf Baustellen. Und es wird gedacht, wie gut, keinen Urlaub in Kärnten zu machen. Wenn gelesen wird, wie heute, auf der Suche nach einem Urlaubsort, pro Jahr werden einhundert Kriegsrelikte aus dem dem ersten und zweiten weltkrieg gefunden, müssen hochteuer entschärft, entsorgt werden. Keine ungefährliche Aufgabe für die Menschen, die das machen müssen, die Müllentsorgung der Kriege.

Wohin kann in den Urlaub gefahren werden, diese Todesgefahr lauert ja nicht nur im Wörthersee, ohne das eigene Leben zu gefährden. Einhundert Kriegsrelikte pro Jahr. Was vor einhundert Jahren tödlich gepflanzt wurde, kann einhundert Jahre später immer noch einen selbst, das eigene Kind zerreißen, töten, ermorden. Es war ein Pflanz der Menschen von Familien, die vor einhundert Jahren Europa diktatorisch regierten. Der Pflanz war, es wäre um sie, um die Menschen gegangen, aber es ging nur um die Unfähigkeit der Familien, miteinander auszukommen, schwächliche und inzestiöse Familienmitglieder, die nicht imstande waren, unter sich ihre Streitigkeiten selbst körperlich in ihren Gemächern auszutragen. Wohl auch zu verwöhnt, zu bequem, arbeitsscheu, faul und kampfesscheu. Und es war auch viel Überheblichkeit und Allmachtswahn dabei, das müssen andere, „ihre Völker“ austragen, dafür krepieren, hungern, leiden, morden, daß der Bruder mit dem Bruder nicht kann, die Schwester nicht mit der Schwester, die Nichten nicht mit den Tanten, die Onkels nicht mit den Neffen, die Cousinen nicht mit den Cousins und so weiter und so fort.

Der zweite weltkrieg war auch ein Pflanz, ein Pflanz anderer Gesinnung, aber Wahn, Lug und Trug waren auch maßgeblich dabei.

Es wird, um das Leben nicht zu gefährden, darauf verzichtet, auf Urlaub zu fahren, weder nach Kärnten noch sonstwohin. Die Gefährderinnen lauern überall. Seit einhundert Jahren. Zu schreiben, seit einhundert Jahren schlafen die Gefährderinnen in den Seen, auf Baustellen, in den Bergen, auf den Feldern und Wiesen, klänge zu poetisch, im Angesicht dieser Todesgefahr, dieser massiven Bedrohung, die jeden Menschen jederzeit … Einhundert Kriegsrelikte pro Jahr. Das ist eine Aufgabe für Menschen, die Statistik mögen, wie groß die Gefahr ist, durch diese Kriegsrelikte einhundert Jahre später noch ermordet, lebenslang massiv lebensbehindernd verletzt zu werden. Über den Daumen, rund jeden dritten Tag ein das Leben auf barbarische Art bedrohendes Kriegsrelikt.

Das Haus, weit von Kärnten entfernt, ist seit dem gestrigen Montag eine Baustelle. Wohin, nun. Die Arbeiten sind für einen Tag noch nicht weit fortgeschritten. Auf den Urlaub bereits verzichtet. Das Gebot der Stunde. Alles unternehmen, einen Baustopp zu erreichen. Heute soll der Bagger angeliefert werden. Nein. Es darf nicht gebaggert werden. Es könnte auch unter diesem Haus eine Schläferin liegen, seit gar einhundert Jahren oder erst seit fünfundsiebzig Jahren. Das Kind wird im Herbst vier Jahre. Die Gefahr ist zu groß, daß es durch eine einhundert Jahre alte Gefährderin sein Leben schon wieder verliert, barbarisch zerissen.

Und wer käme dann vor Gericht? Die Nachfahren der Pflanzfamilien? Nein.

Niemand. Deren Kriege sind denkmalgeschützt.

Und wer kommt je vor Gericht, wer wird je belangt, die enorm hohen Kosten der Bergung, der Entschärfung, der Entsorgung zu tragen? Die Nachfahren der Verursacher, die Nachkommen, die sich bei jeder Gelegenheit dafür feiern lassen, Nachfahren dieser Verursacher zu sein? Nein. Die enorm hohen Kosten haben die Nachkommen der Menschen durch ihre Abgaben und Steuerleistungen zu tragen, die Nachkommen also von jenen Menschen, die für diese Pflanzfamilien nicht nur Geld lassen mußten, sondern auch ihr Leben.

100 Kriegsrelikte aus dem ersten und zweiten Weltkrieg pro Jahr - Und die Kosten zahlt

 

Was ist ein Lkw gegen eine Atombombe, einen Supergau? Ein Holzspielzeug.

Was ist ein Lkw gegen Atomwaffen und Atomkraftwerke - ein Transportfahrzeug.jpgEin Fahrzeug für Transporte, das ist ein Lkw.

Und in Österreich ist ein Lkw ausschließlich ein Transportfahrzeug. Dennoch wird hysterisch über einen Lkw in Deutschland eine Groteske nach der anderen ausgestrahlt, weil ein einziger zum Morden mißbraucht wurde. Als  wären die Menschen in Österreich in Gefahr, als wäre – den Patrioten und Patriotinnen gewidmet: als wäre das Land in Gefahr, als wären die Werte in Gefahr.

Aber was sind das für Werte? Es sind die Werte der Gleichgültigkeit. Die Werte der falschen Gewichtung.

Gegen ein Transportfahrzeug will Lebenskultur, Bräuche, Freiheit, Demokratie und so weiter und so fort verteidigt werden, hingegen wird zugesehen, wird akzeptiert, wird verteidigt, die tägliche Aufrüstung des Arsenals zur Vernichtung von allem …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte …

In einer Welt der Überverschwendung an Ressourcen und an Steuergeld für Waffen aller Art zum n-fachen Ermorden von allen Menschen, von allen Lebewesen, in einem Europa mit Dutzenden von Atomkraftwerken, viele davon in unmittelbarer Nähe zu Österreich, wird in Österreich über einen Lkw im fernen Berlin gekreischt, von der Regierung ab…, nein, von der Regierung aufwärts bis zu den Menschen in den letzten grindigen Punschställen zum christlichen Glühen ob der Geburt des Papstes Fetisch.

Es werden in diesem Österreich, auch in Österreich, Menschen hofiert und verteidigt,

Trump, Erdoğan, Putin, Schirach, Assad May

Der geschichtevergessene Sebastian Kurz, Donald Trump oder Adolf Hitler hielt nie Wahlkampfreden

Mother, the man with the knob is here

Kathrin Zechner, Schutzheilige der Wachen

die offen beispielsweise vom Einsatz von Atomwaffen sprechen …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte … Auslöser für diese Drohung ein: Fake News. Eine gefälschte Nachricht also.

Und wenn eines Tages, eines schönen Tages, stellen Sie sich das vor, eines Tages die ganze Welt durch Atombomben vernichtet sein wird, das ganze Österreich menschenentleert und tierentleert sein wird durch Atomreaktorunfälle, dann werden Sie, wenn Sie dafür noch vielleicht zwei oder vier Sekunden haben, denken, was wäre das für eine schöne Welt gewesen, in der es nur Lastkraftfahrzeuge gegeben hätte, aber keine Atomwaffen, keine Atomkraftwerke, wie äußerst gering wäre Ihre Sicherheit bedroht gewesen, werden Sie denken, und, wie leicht hätten Sie sich davor schützen können, wenn einmal und tatsächlich etwa in Kleinraming ein Lkw als Mordwaffe mißbraucht worden wäre, durch Ihre Aufmerksamkeit, mit einem raschen Sprung zur Seite … Sie hätten dem Anschlag selbst, wenn Sie je in Ihren achtzig oder neunzig Lebensjahren in diese Situation gekommen wären, entgehen können, durch eigenes Handeln, aber ein Supergau, eine Atombombe verhöhnt bloß noch und ein letztes Mal in Ihrer Todesstunde Ihren Glauben an Ihre eigene Handlungskompetenz, an Ihre selbstbestimmte Existenz, an …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte … Regierungsverantwortliche bereits bereit sind, Atomwaffen einzusetzen, nur weil sie eine gefälschte Nachricht lesen – was für eine Unverantwortlichkeit! was für ein Terror! was für eine Bedrohung durch falsche Nachrichten! was für eine Wertelosigkeit!

Lebensgefahr 71 Jahre nach Kriegsende immer noch und weiter

„Die größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg hat ein Ende: Die Fliegerbombe in Augsburg wurde entschärft. Damit können 54.000 Menschen in ihre Wohnungen zurück.

Von der Evakuierung sind 32.000 Haushalte betroffen. Es sei die größte deutsche Evakuierungsaktion seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Laut der Stadt Augsburg gab es 480 Transporte, Hilfsorganisationen hätten 200 Fahrzeuge im Einsatz. Etwa 4.000 Helfer vom Bayerischen Roten Kreuz, Feuerwehren und Bereitschaftspolizisten aus ganz Bayern sind für den Einsatz nach Augsburg gekommen.“

Gerade in Zeiten, in der mehr und mehr in der Gewalt wieder eine Lösung sehen wollen, ist es notwendiger denn je zu erinnern, was Gewalt bedeutet, was Krieg bedeutet: Vernichtung von Leben ….

Lebensgefahr sogar noch einundsiebzig Jahre nach einem Kriegsende. Und auch enorme finanzielle Kosten, sogar noch einundsiebzig Jahre nach einem Kriegsende. Diesmal: Augsburg in Deutschland.

„Die bislang bundesweit größte Evakuierung wegen einer Fliegerbombe gab es im Jahr 2011 in Koblenz, dort waren 45.000 Einwohner betroffen.“

Gefahr in Österreich - Was unter der Erde liegt - Bomben und Gesinnung.jpgAuch in Deutschland besteht Jahrzehnte nach einem Kriegsende Lebensgefahr, verursacht ein Krieg Jahrzehnte nach seinem Ende noch immer enorme Kosten. Und das ist weltweit nicht anders. Sogar beendete Kriege gefährden noch Jahre und Jahrzehnte Leben, können Jahre und Jahrzehnte später tödlich sein, verursachen Jahrzehnte nach Beendigung von Kriegen noch enorme Kosten, verschwenden Geld, Steuergeld.

Erst vor kurzem mußte daran mit Blick auf Österreich erinnert werden.

Mindestsicherung und Kriegsherbeigerede, dabei verschlingen die letzten Kriege noch enorm viel Steuergeld in Österreich

Was also in Österreich tatsächlich die Sicherheit gefährdet, liegt seit Jahrzehnten, seit einem Jahrhundert unter der Erde – Fliegerbomben und Gesinnung.

Aber aufgescheucht

Servus M. Fleischhacker in der Sache, wie stets, am Punkt

geplappert wird in der 7-Tage-24-Stunden-Show …

Schöne neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden.

Bis nach Auschwitz gehts noch, aber von da an zieht sich der Weg

Glücklicherweise ist es Nestroy erspart geblieben, auch von Auschwitz wissen zu müssen. So konnte er noch von Stockerau schreiben, um über die beschwerliche Reise von Wien nach Amerika zu reden …

Heinz Fischer - Abdullah-Zentrum - Auschwitz

Bundespräsident Heinz Fischer: „Ich persönlich möchte zuerst einmal den Bericht lesen, den der Herr Außenminister verfaßt hat, der ist heute dem Ministerrat vorgelegt worden, zu einer Zeit, wo ich schon in Auschwitz war, ich werde das morgen auf meinem Schreibtisch vorfinden.“

Bis nach Auschwitz gehts noch, aber von da an zieht sich der Weg, von der Vergangenheit in die Gegenwart, könnte die gestrige Reise von Bundespräsident Heinz Fischer beschrieben werden. Über Auschwitz, die Vergangenheit, weiß Heinz Fischer klare und eindeutige Worte zu finden – „unauslöschliche Schande“, über Saudi-Arabien, die Gegenwart, weiß Heinz Fischer dampfend schöne Worte zu finden – „beeindruckende Entwicklung des Landes“, „großer Staatsmann“ …

In der Nacht war Heinz Fischer schon wieder zurück – von Vergangenheit nach Vergangenheit gehts ja rasch … im Studio der Zeit im Bild, um zum Abdullah-Zentrum zu sagen, er möchte, wie der Kardinal, dämpfend wirken

Ach, läge Saudi-Arabien bloß auch in der Vergangenheit, was für klare und eindeutige Worte würde dann sogar Heinz Fischer … Wie viele Teile der heutigen Welt müßten in der Vergangenheit liegen, damit eine klare ablehnende Haltung in der Gegenwart und, viel wichtiger noch, ein eindeutiges Widerhandeln, ein klares Handeln gegen alle unauslöschlichen Schanden…

Aber wird Heinz Fischer gesehen, wird nicht nur das Gesicht des österreichischen Seufzerpräsidenten gesehen, sondern auch die Gesichter von so vielen Staatspräsidenten, von so vielen Regierungsverantwortlichen aus der ganzen Welt, über deren Reisen ebenfalls gesagt werden kann, bis nach Auschwitz gehts noch, aber …

Gedenkveranstaltungen sind gut und wichtig. Aber, im Angesicht der heutigen Welt mit all den nach wie vor und nicht weniger werdenden unauslöschlichen Schanden, sollten all die Regierungsverantwortlichen, deren Handeln kein tatsächliches Handeln ist, nicht einmal ein Bemühen um ein tatsächliches Handeln gegen all die unauslöschlichen Schanden ist, nicht mehr zu Gedenkveranstaltungen eingeladen werden, ihnen also nicht weiter eine Plattform geboten werden, auf der sie sich als das präsentieren können, was sie nicht sind, und vor allem, was sie nicht tun, den Grausamkeiten der Gegenwart tatsächlich Einhalt zu gebieten, ganz im Gegenteil, wird etwa an Barack Obama gedacht, dem der kürzlich verstorbene saudische Terrorkönig ein „aufrichtiger Freund“ war, ein „mutiger Führer“ …

Diesem Mißbrauch von Gedenkveranstaltungen durch höchste Regierungsverantwortliche ist Einhalt zu gebieten. Es kann nicht der Sinn von Gedenkveranstaltungen sein, höchsten Regierungsverantwortlichen Trost zu spenden, sie seien auch gute Menschen. Wenn sie dieser Bestätigung bedürfen, sollen sie sich diese von ihren Familien ausstellen lassen. Es darf mit Sicherheit angenommen werden,  das werden sie in ihren Familien ohnehin zu hören bekommen, wie gut und lieb sie sind – auch die Führer hatten und haben ihre Liebsten, die ihnen bescheinigen, gute … Es kann nicht der Zweck von Gedenkveranstaltungen sein, daß höchste Regierungsverantwortliche die Gelegenheit bekommen, sie als Mittel für ihre Zwecke zu mißbrauchen, und dabei auch noch alle zu ermahnen, aus der Vergangenheit ja zu lernen, einer derart grausamen Vergangenheit ihr Niemals wieder! entgegenschleudern zu können, während sie selbst in der Gegenwart …

„Da Stenzl radikalisiert mi“ – akademisierter FPÖ-Ball 2015 in der Hofburg

Nach eines langen und schweren Leiharbeitstages auf dem Weg nach Hause durch die wienerische Nacht wurde vor dem Karl-Marx-Hof ein Spruch aufgeschnappt: „Da Stenzl radikalisiert mi.“

Menschgemäß in diesen Tagen nach den Morden in Paris besonders sensibilisiert, vor allem durch Johanna Mikl-Leitner, die vor den Gefahren des Terrors warnt und gemeinsam mit ihrem Amtskollegen Kurz das ihnen Denkmöglichbeste gegen Radikalisierung unternimmt, ist es selbstverständlich, sofort Erkundigungen einzuholen, wer das sein könnte, der radikalisiert, wer also der Stenzl ist. Aber das Suchen im Internet führt zu keinem Prediger, zu keinem Imam, zu keinem Scheich mit solch einem Namen. Wie auch gesucht wird, das Ergebnis ist stets Ursula Stenzel …

Ursula Stenzel, Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks in Wien, der sogenannten Innenstadt …

Akademiker-vulgo-wkr-Ball - Di Stenzel radikalisiert miAllmählich muß begriffen werden, es war ein Hörfehler. Es wurde – im Dialekt doch nicht so bewandert, deshalb in das Standarddeutsche übersetzt – nicht gesagt, der, sondern die Stenzel radikalisiert mich … Das ergibt Sinn. Das paßt kornscharf zu dem, was über die Forderungen von ihr nun gelesen werden kann: Assistenzeinsatz des Bundesheeres, Vermummungsverbot, der gesamte erste Bezirk als Sperrzone und so weiter und so fort.

Am 30. Jänner 2015 möchte also die Bezirksvorsteherin der illustren Gesellschaft für ihren Ball in der Hofburg ein herrschaftliches Ambiente bieten, ihr den gesamten ersten Bezirk als Ballsaal schenken, ungestört vor den Menschen, die noch auf Demonstrationen gehen, die noch etwas davon halten, daß einer gewissen und einschlägig amtsbekannten Gesinnung nicht das symbolische Machtzentrum eines demokratischen Staates überlassen wird, sie möchte den ehrenreichen Bürgerinnen und Bürgern in Uniform und Balltracht einen lustigen Tanzabend mit Säbel bescheren, unbehelligt von „linksextremen Kräften“, wie Ursula Stenzel alle jene nennt, die eine klare Haltung zu diesem Ball in der Hofburg

Vielleicht sind der christschwarzen Bezirksvorsteherin mit freiheitlicher Diktion bei dieser ihrer Forderung nach einem „Assistenzeinsatz des Bundesheeres“ Erinnerungen hochgekommen, an für ihre Partei glorreichere und also bessere Zeiten, wie einfach es damals doch war, den Menschen zu zeigen, wohin sie gehören und wo sie zu bleiben haben, auf keinen Fall in der Innenstadt …

Das ist von Ursula Stenzel menschgemäß nicht als Ausgrenzung dieser Menschen gedacht, es ist bloß eine Zuweisung an den für sie vom Himmel zugewiesenen Platz, und es ist bloß eine Klarstellung, wer in der Innenstadt sich bewegen darf, nämlich jene, die auch gesittet die nobelsten Adressen der Innenstadt für sich zu nehmen wissen … Als Expertin dafür, was demokratiepolitische Selbstmorde sind, ist sie selbstverständlich gegen Ausgrenzung. Deshalb will sie auch am 30. Jänner 2015 für die ehrenreichen Bürger und Bürgerinnen die Grenzen der Hofburg weiten, dieser so treu zur Demokratie aus einer Zeit, als Gesellschaft noch Volksgemeinschaft hieß, stehenden Gemein-Schaft, die der Bezirksvorsteherin eine recht fesche Regierungspartnerin möcht‘ sein … Ob Ursula Stenzel heute noch schwelgend nachsinnt, wenn sie durch ihre Innenstadt tänzelt, wie die Jahre waren, als … was waren das doch für verschwenderisch herrliche Zeiten, als Wolfgang Schüssel, dessen Abgang die Bezirksvorsteherin bedauerte, mit der identitären Gemein-Schaft in einer Regierung … Ganz gegenwärtig sind noch die Leistungen dieser Regierung, an diese muß nicht erinnert werden, denn staunend werden sie heute noch gelesen, aber nicht in den privaten Studierstuben, sondern 

FPÖ-NR Gerhard Deimek: „Wenn Gesamtschule“, dann „Militärgymnasium“

Einem NR der identitären Gemein-Schaft scheint die Idee zu gefallen, wenn es denn eine Gesamtschule unbedingt geben müsse, dann solle es ein Militärgymnasium sein. Weshalb sonst verbreitet er es weiter auf der Plattform des Unternehmens Twitter? Weil es eine Gaudi ist? Aber auch eine Gaudi läßt tief blicken. Und bei einem Mandatar der identitären Gemein-Schaft immer in einen Abgrund.

Wenn es also, wird nicht nur von dem NR weiterverbreitet, eine Gesamtschule denn unbedingt geben soll, wenn es für alle gleich gute Voraussetzungen in Sachen Bildung geben soll, dann soll es eine Militärschule sein. Also die Bildung einer durch und durch militarisierten Gesellschaft. Um es auf den Punkt zu bringen, heißt das nichts anderes als: Disziplinierung. Heranzüchtung einer gehorsamst befehlsausführenden Masse. Ein Volk, das folgt in den …

FPÖ NR Gerhard Deimek Gesamtschule ein Militärgymnasium

„Wehrdienst statt Turnstunde.“

Es ist auch nicht uninteressant, wessen Idee das ist, die ein NR der identitären Gemein-Schaft verbreitet, es ist die Idee von einem schlagenden Burschenschafter. Von einem, über dessen Leistungen für die Gesellschaft bereits ein Urteil gesprochen ist, von der einzigen Instanz, die in Österreich zuständig ist, um über Leistungen von Angehörigen dieses Lagers zu befinden. Eine Militarisierung der Gesellschaft kostet auch sehr viel Geld. Ob bei dieser Idee auch schon das viele Geld im Geiste gezählt wurde, die eine Militarisierung der Gesellschaft bringen könnte, gesinnungsgemäß selbstverständlich nicht den Menschen im Land, sondern beispielsweise für einen Wahlkampf … Ach, wie viele Rechnungen könnten dann wieder … Rechnungen, die zu Papierfliegern gefaltet, garantiert fliegen können, und sicher besser und beständiger als jene Fighter, die einmal angeschafft wurden, als die identitäre Gemein-Schaft in der Bundesregierung saß, und über deren Anschaffung noch lange nicht das Urteil gesprochen ist …

PS Überraschend aber ist doch, daß diese Idee der Gesamtschule als Militärgymnasium auch dem Pressesprecher des derzeitigen Verteidigungsministers Gerald Klug eine Weiterverbreitung wert ist, daß im Umfeld eines sozialdemokratischen Ministers …

100 Jahre Welt Krieg

In der Schule staunte das Kind, von einem einhundertjährigen Krieg zu hören. Einhundert Jahre, dem Kind unvorstellbar, daß ein Krieg einhundert Jahre dauern kann, das war für das Kind nicht zu verstehen, und auch, daß Menschen einen einhundertjährigen Krieg so einfach hinnehmen

Für Jahrzehnte aber vergaß das Kind, einst in der Schule von einem einhundertjährigen Krieg gelernt zu haben. Vielleicht deshalb, weil ein Leben zu bewältigen war, oder genauer, die einem Leben diktierten Auflagen … Nun, lange schon kein Kind mehr, alt, krank und hinfällig geworden, vor dem letzten Umzug in ein Zimmer ohne Aussicht und wohl auch weiter ohne Bequemlichkeit, ist zu hören – von dem höchsten leitenden Angestellten eines Organisierten Glaubens, ein dritter Weltkrieg sei mit verschiedenen parallel laufenden Konflikten zurzeit im Gange

Mit dieser Definition eines Weltkrieges ist nicht ein dritter Weltkrieg zurzeit im Gange, sondern, die Wahrheit ist,  seit einhundert Jahren ist auf der Welt Krieg. Ununterbrochen, das ist die Wirklichkeit, seit einhundert Jahren …

Seit 100 Jahren auf der Welt KriegWie seltsam kurzsichtig der Blick eines Mannes einer Organisation, die angeblich in Ewigkeiten denkt, und wie weitsichtig sah es ein anderer Mann vor bald einhundert Jahren. Blaise Cendrars war kein Prophet, kein Hellseher, also kein Scharlatan, aber als Schöpfer, als Phantast war sein Blick auf die Welt von einer realistischen Genauigkeit und Weitsichtigkeit, zu dem nur Menschen mit dieser begnadeten Schöpferkraft, Menschen der Phantasie imstande sind, nur wahren Schöpfern von Welten, die keine erfundenen Figuren sind, ist es gegeben, die Wirklichkeit realistisch zu sehen … Und vor seiner Aufzählung der Jahre, der Jahrzehnte, eines ganzen Jahrhunderts ohne Täuschung, ohne Selbsttäuschung und ohne Aussicht auf ein Enden des Mordens, vor diesem bitteren Gedicht, das die Wirklichkeit zu allen ungehört spricht, seit wann der Weltkrieg tatsächlich schon wütet, versteht plötzlich ein Mensch, was er als Kind nicht verstand, bitter, wie leicht unter Menschen ein Krieg einhundert Jahre dauern kann, wie schnell einhundert Jahre Welt im Krieg vergehen, wie leicht einhundert Jahre Krieg auf der Welt in dieser oder jener Region der Welt weggeredet und Leben in Frieden eingeredet werden können.

Es mutet soher auch gar nicht mehr seltsam an, daß der Mann aus einem Grätzel von Rom nur davon redet, es sei zurzeit ein Weltkrieg im Gange. Hätte er die Aufzählung von Blaise Cendrars vorgelesen und gefragt, in welchem Jahr seit 1914 gab es keine kriegerischen Konflikte auf dieser Welt, er hätte die Antwort geben müssen, in jedem Jahr seit 1914 gab es auf der Welt Krieg. Aber das hätte unweigerlich zur Folge haben müssen, daß die Menschen, die ihm in Redipuglia zuhörten, ihn augenblicklich hätten fragen müssen – wo warst du, Adam? Es wäre für ihn peinlich geworden, nicht für ihn als Menschen, sondern für ihn als höchsten Vertreter einer Organisation, vorbei wäre es gewesen,  mit seiner Glaubwürdigkeit, vorbei mit seinem Recht, für den Frieden zu reden, sein Appell für den Frieden in der Sekunde entlarvt als hohles Gerede … Denn. Gab es in den letzten einhundert Jahren einen kriegerischen Konflikt auf dieser Welt, in dem nicht irgend ein Gott in die Schlachten vorgeschickt wurde? Welcher Krieg kam je ohne religiöses Vokabular aus? In welchem Krieg wurden nicht Waffen geweiht? In welchem Krieg wurde nicht um den Sieg gebetet? Irgend ein Gott angefleht, den Feind zu vernichten? Waren nicht Angestellte von Organisierten Glauben mit religiösen Werkzeugen dabei, um die Kampfmoral zu befeuern? Den Kämpfenden das Sterben und Morden leicht zu machen? Ihnen predigend zu flüstern, Blut ist ihrem Gott sein Lieblingsgetränk und wer ihm reichlich davon zu trinken gibt, kann sich seiner Liebe und seinem Wohlgefallen … Dem Mann aus einem Grätzel in Rom wäre als Antwort nur geblieben, zu verstummen, sein Manuskript in den Ausschnitt seines Kleides zu stecken und augenblicklich die Bühne seiner Selbstbeweihräucherung und Werbeveranstaltung für seine Organisation im Eilschritt zu verlassen …

Das Kind versteht nicht, wie ein Krieg einhundert Jahre wüten kann, das ist dem Kind in der Schule noch unvorstellbar. Und nun versteht der alte Mensch nicht, wie kann, nach einhundert Jahren Krieg in der Welt, immer noch auf das Militär gesetzt werden, immer noch so kurzsichtig gedacht werden, das Militär könne irgend etwas dazu beitragen, daß es je heißen könnte, es je eine Aufzählung geben könnte, je ein Gedicht der Wirklichkeit, seit einhundert Jahren auf der Welt Frieden – Weltfrieden, und der Weltfrieden dauert an …

Eines aber weiß der alte Mensch, weder er noch irgend ein anderer Mensch, geht es im Stillstand, in dem bloß das Blut fließt, weiter wie bisher, wird je eine Aufzählung Der Weltfrieden im Vorausschau auf die nächsten einhundert Jahre und schon gar nicht im Jahr 2114 im Rückblick auf einhundert Jahre schreiben können, nur der Vorspruch zu solch einem Gedicht kann geschrieben werden, als unbedingte und prominente Voraussetzung unter vielen Voraussetzungen und Bedingungen dafür, je noch an eine solche Aufzählung nur denken zu können …

Der Weltfrieden

Als der Mensch durch Religionen sich nicht weiter mißbrauchen ließ …