Nachdenken über die Berechtigung von Großsportlereien unter derart skandalösen Bedingungen

In dem gestrigen „Zib-Magazin lachte Gregor Schlierenzauer auf die Frage, was seine Meinung zur politischen Situation in Rußland sei:

„Kalt.“

Kalt in und nach und um Sochi herumOb Gregor Schlierenzauer mit seinem Kalt-Lacher das meint, was Menschen in Sochi, die von den Olympischen Spielen unmittelbar Betroffenen, mit „Kälte“ verbinden, denen der Strom immer wieder abgeschaltet wird, die kein warmes Wasser haben? Dafür aber dankbar sein dürfen, daß „das Wasser nicht für zwei Jahre abgedreht …“

Wohl eher nicht. Für Gregor Schlierenzauer scheint Politik das Suchspiel zu sein, in dem auf Fragen mit „Warm“ und „Kalt“ zu antworten ist. Gregor Schlierenzauer dürfte dieses Suchspiel aber ohne Einsager nicht spielen können, also ohne Peter Schröcksnadel, denn schon alles vor seinem Kalt-Lacher klang nach seinem präsidialen Vorsager, über dessen Drohung in

Groß-Sportlereien dürfen nicht auf den Rücken der Menschen ausgetragen werden

geschrieben wurde.

Wie auch diese aktuell bevorstehende Groß-Sportlerei in Sochi zeigt, geht es nicht nur um Politik, nicht nur um Menschenrechte, es geht auch um Ökologie, es geht auch um Umweltverschmutzung, es geht auch um Ökonomie, es geht auch um Korruption und so weiter und so fort …

Gesundheitsvorsorge für Putin

Auch einem Sportler ist ab und an ein Boykott nicht fremd. Vladimir Putin wird es, um Karl Schranz zu paraphrasieren, gut finden, daß Gregor Schlierenzauer für die Putinspiele so uneigennützig auf seine Unversehrtheit achtete.

Es geht längst um die Beantwortung der generellen Frage, ob Groß-Sportlereien – wo immer auf dieser Welt – unter derart skandalösen Bedingungen noch tragbar sind. Ob der Preis dafür in mannigfacher Weise nicht einfach viel zu hoch ist, unverantwortlich zu hoch ist, nur um zusehen zu können, ob ein Kalt-Lacher weiter hüpfen kann als ein anderer Kalt-Lacher, nur um zusehen zu können – wahrscheinlich das absurdeste Spiel -, ob eine Mannschaft besser als eine andere das Eis mit dem Besen fegen kann.

Die Putinspiele in Sochi sind ein guter, das heißt, wieder ein skandalöser Anlaß, endlich über die Berechtigung von Groß-Sportlereien unter derart skandalösen Diktaten zu diskutieren, denn bei den Putinspielen trifft alles zu, was Groß-Sportlereien generell zu verantwortungslosen Veranstaltungen verkommen läßt. Auch die Sportler selbst können sich dabei nicht so schlicht herausreden, wie beispielsweise der Kaltlachnachsager, derart einfach kann auch von Sportlerinnen ihre Verantwortung nicht weggeredet werden, u.v.a.m. beispielsweise ihre Mitverantwortung für die Umwelt …

2 Gedanken zu „Nachdenken über die Berechtigung von Großsportlereien unter derart skandalösen Bedingungen

  1. Pingback: Für eine Olympia-Medaille ganz Afritz am See in Sochi zerstört | Prono Ever

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