Ist „Binnen-I“ im „Standard“ ein Code für Ironie?

Es kann sich nur um Ironie handeln, aber um eine, die lediglich innerhalb der Qualitätszeitung „Der Standard“ verstanden wird, wenn unter der Überschrift „Binnen-I noch lange keine Norm“ heute geschrieben wird:

„… ‚Richtlinien für die Textgestaltung erstmals Empfehlungen für die gendergerechte Gestaltung von Texten gegeben – und dabei der Lesbarkeit Vorrang gegenüber neueren Formen mit Binnen-I gegeben. 800 Sprachgelehrte hatten diesen Entwurf mit einer Unterschriftenliste unterstützt …“

Sprachgelehrte der Qualitätszeitung Der Standard„800 Sprachgelehrte“ – das kann nur Ironie sein, eine Qualitätszeitung von diesem Standard wird doch nicht ihren Lesern und Leserinnen derart Schlampiges …

Aber vielleicht war dafür weder Ironie noch Schlampigkeit verantwortlich, sondern einfach die Vermeidung von Superlativen, schließlich ist „Der Standard“ keine Umsonst, die in den Schächten der U-Bahnen verteilt werden, keine billig reißerische … Wäre es dem so, hätte der mit cs gezeichnete Artikel wohl von Universalgelehrten gesprochen. Denn. Die achthundert Sprachgelehrten sind ja nicht nur Sprachgelehrte, sie sind viel mehr als nur Sprachgelehrte, es sind achthundert Universalgelehrte. Denn. Neben der Profession Sprachlehre üben sie noch weitere Berufe ebenso höchst professionell aus, wie nachgelesen werden kann:

„Rückkehr zur sprachlichen Normalität“ – Offener Brief der Achthundert

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s