Die Unterhose ist halt doch näher als der Rock

Die Unterhose ist näher als der Rock - FPÖ„Lernt erst euer Hirn in der Wahlkabine zu nutzen, bevor ihr euch über die herrschenden Zustände aufregt.“

Das ist ein Zitat von einem Schreibstaffler der FPÖ unzensuriert vom 31. März 2016 in seinem Kommentar zum Kommentar der FPÖ unzensuriert mit der Überschrift „Kölner Silvesternacht: Sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen bleiben wohl straffrei“, weil, so bemängelt es FPÖ unzensuriert recht,

„Po-Grapschen nicht unbedingt ein Delikt

Das Problem: Bis jetzt ist nicht jede unerwünschte Berührung eine Sexualstraftat, für die der Täter verurteilt werden kann – zum Beispiel wegen sexueller Nötigung. Dafür müsse die Tat als ‚eindeutig sexualbezogene Handlung‘ erkennbar sein, so Staatsanwältin Dagmar Freudenberg vom Deutschen Juristinnenbund (DJB) gegenüber FOCUS Online. Der Täter müsste dafür sein Opfer direkt an Brust, Vagina, Penis oder Anus berühren. Im Umkehrschluss heißt das: Wird eine Frau zum Beispiel nur kurz über der Kleidung am Po begrapscht, ist das keine Straftat im Sinne des Sexualstrafrechts.

‚Angrapschen‘ ist vom deutschen Sexualstrafrecht schlichtweg nicht abgedeckt.“

Wer die betreffende österreichische Gesetzeslage vor allem mit der nun geltenden Strafrechtsreform kennt, weiß menschgemäß sofort, weshalb FPÖ unzensuriert ein Problem in Deutschland bemängelt, gesinnungsgemäß im Zusammenhang mit Menschen, die auf der Flucht sind, aber wohlweislich die geltenden Gesetzeslage in Österreich ausblendet.

Das Zitat in der Überschrift ist von einem unzensurierten Schreibstaffler namens „Grantiger“. Und bei diesem Pseudoynm fällt sofort ein, das kann die FPÖ: das „Granteln“, aber nicht für etwas stimmen. Vom vorigen Jahr wird wohl noch das Granteln aus der FPÖ gegen den sogenannten „Po-Grapsch-Paragraphen“ in Erinnerung sein, von He.-Chr. Strache aufwärts.

FPÖ - Wo Grapschen noch ein Wert ist.png

Es ist auch verständlich, weshalb eine Zustimmung zu solchen Paragraphen der FPÖ nicht möglich ist. Gewisse Werbevideos könnten dann beispielweise nicht mehr von ihr gedreht und verbreitet werden, wie jenes über das „Rechtsabbiegen“, in dem so herzhaft traditionell der Po einer Frau ergriffen wird, männliches Brauchtum zelebriert … Zur Seite gesagt: ein Video mit recht hervorragenden Schauspielern: Deimek und Wimmer. Nebenher sind sie auch Mandatare  In diesem Fall trifft ein altes und dafür ein wenig angepaßtes Sprichwort wohl zu: Die Unterhose ist halt doch näher als der Rock. Es geht in diesem Video zwar um das „Rechtsabbiegen“, aber es könnte ein Mann, der von irgendwo von dieser Welt nach Österreich kommt, auch als Werteschulungsvideo verstanden werden: Österreich, wo Zupacken noch gelebte Werte sind.

Ist es nicht heiter? Dieses Granteln? Dieses handlungslose Granteln? Nun grantelt FPÖ unzensuriert, daß „Po-Grapschen nicht unbedingt ein Delikt ist“, also in Deutschland, und ein anderes Mal, um genau zu sein, am 4. Februar 2013 beispielsweise, grantelt FPÖ unzensuriert:

„Die überwiegend peinliche Diskussion über das Po-Grapschen und seine allfällige strafrechtliche Ahndung treibt immer buntere Blüten. Nun ist auch Unzensuriert.at ins Visier der Sexismus-Wächter geraten.“

Die Unterhose ist halt doch näher als der Rock. Die Schreibstaffel würde das wohl auch nicht goutieren, grantelte die FPÖ plötzlich nicht mehr, sondern handelte plötzlich, stimmte plötzlich mit, sogar zu etwas Positivem. Und Schreibstaffel als auch FPÖ müßten plötzlich vieles bedenken, überdenken, ändern, aber die Krachlederne, die wie eingegossen paßt, ausziehen, das geht halt gar nicht, und darüber hinaus ist diese so recht enganliegend, ein anderes Frauenbild paßt da nicht hinein, wie es etwa Grantiger vertritt:

„sorry kein Mitleid
die Frauen sind mehrheitlich den Parteien zugewandt, die für die Flutung mit dem Gesindel verantwortlich zeichnen. Lernt erst euer Hirn in der Wahlkabine zu nutzen, bevor ihr euch über die herrschenden Zustände aufregt. Und es gibt genug ‚Weiber‘ denen die machohaften Allüren der Bereicherer voll taugen. Sind halt noch so richtige Männer, gell?“

Da fällt, weil es bei diesem Kommentar der FPÖ unzensuriert wieder einmal gegen Menschen geht, die flüchten müssen, der Gesinnungsmeister der Grantpartei ein, der im April 2016 recht gerne gewählt werden möchte, und verspricht etwas gegen „Bestien“ … Ja, das Granteln und das Versprechen ist immer ihre Sach‘, das Handeln aber ist nie ihre Sach‘ gewesen …

 

Ein Gedanke zu „Die Unterhose ist halt doch näher als der Rock

  1. Pingback: Mit Norbert Hofer einer goldenen Zeit entgegen | Prono ever

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s