Wolfgang Sobotka macht ihnen den Panik

„Eine offene, eine freie Gesellschaft kann sich gegen solche Unfälle oder Anschläge schlußendlich nur in der Form einer Prävention zur Wehr setzen bzw. all das zu tun um, um ein Einsickern potentieller Terroristen zu verhindern und all jene die hier sind, mit den nötigen polizeilichen Ermittlungsmaßnahmen zuvorzukommen.“

Das ist wohl der aufmerkenswerteste Satz von dem österreichischen Innenminister in der Nachrichtensendung im österreichischen Fernsehen um Mitternacht in der Nacht von Montag auf Dienstag, vom 19. auf den 20. Dezember 2016, zu dem Vorfall in Berlin, von dem es zu diesem Zeitpunkt nicht gesichert klar ist, ob es ein Anschlag oder ein Unfall war.

Eine offene, eine freie Gesellschaft müsse sich gegen solche Unfälle, so der Innenminister, zur Wehr setzen …

Er, Sobotka, spricht dann auch davon, „mit unserer Lebenskultur“ müsse dem die Stirn geboten werden. Und der Terrorexperte spricht im Anschluß an den Innenminister davon, er werde weiter auf Weihnachtsmärkte gehen, weil er so auch dem Terror die Stirn bieten wolle …

Was für tapfere Männer dieser Staat doch hat. Was für wehrhafte Männer dieses Österreich doch hat, allzeit bereit dazu, die freie, die offene Gesellschaft gegen Unfälle zu verteidigen. Es geht in diesem Fall um Unfälle mit Kraftfahrzeugen. Unfälle mit Kraftfahrzeugen sind die offene, die freie Gesellschaft, Unfälle mit Kraftfahrzeugen sind „unsere Lebenskultur“.

Was für ein tapferes Landsmannschaft der Innenminister beschreibt. Da passierten im fernen Belgien, im fernen Frankreich Anschläge, „aber wir haben Veranstaltungen abgehalten, auch nach den Anschlägen von Brüssel, auch nach den Anschlägen von Paris.“

Im fernen Berlin also passiert etwas. Vielleicht ein Unfall. Vielleicht ein Anschlag. Aber das österreichische Fernsehen lädt augenblicklich einen Terrorexperten, nicht einen Unfallexperten ein. Der Innenminister ist sofort, seit 21.00 Uhr, in ständigem Kontakt mit Berlin, und er eilt um Mitternacht noch in das Fernsehstudio, und er betont, während er den Panik macht, Panik zu verbreiten, das sei zu vermeiden.

Das österreichische Fernsehen wirbt mit „Wir-Sprüchen“. Es bietet sich ein weiterer an: Wir, der Panik für Sie. Und die freie, die offene Gesellschaft als Zuseher- und Zuseherinnengemeinschaft fordert auch: Macht uns den Panik.

Und zu diesem Werbespruch könnte auch gleich eine große Unterhaltungsshow für die ganze Familie für den Samstagabend kreiert werden:

Österreich sucht den Terrorhelden

Gegendert muß das nicht werden. Es kommen doch nur Männer als Kandidaten in Frage. Der Innenminister und der Terrorexperte wären wohl hervorragende Kandidaten dafür. Als Showmaster eignete sich Wolfgang Ambros, gekleidet in feinem Loden.

Ein Gedanke zu „Wolfgang Sobotka macht ihnen den Panik

  1. Pingback: Die 7-Tage-24-Stunden-Show: Schön neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden | Prono ever

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