Hans Dichand bloggt – Von der nicht und nicht enden wollenden Staberlzeit in Österreich

Hans Dichand bloggt.jpgEin alter Mann wurde, wie gelesen werden kann,

Was für AndreasNorbertHofer nach Verurteilung wegen Verhetzung von einem „beliebten Blogger“ zu tun ist: „Nackt, ins Straflager nach Sibirien!“

in Beurteilung seiner Verurteilung wegen Verhetzung als „DER ‚Staberl‘-Ersatz“ gewürdigt. Und das wird die „Kronen Zeitung“ wohl recht freuen, daß ihr Richard Nimmerrichter unvergessen ist, bei dem stets gedacht wurde, er ist seinem Nachnamen untreu, er schreibt seinem Namen nach nicht authentisch.

Und ebendieser Mann mit seinem immer noch bekannten Staberl führt zur Frage, auf die so dringend Antworten gesucht werden:

Wie wird heute im Angesicht der ungeheuerlichsten Ergüsse im Internet nach Erklärungen gesucht, wie konnte es so weit kommen, woher der plötzliche „Hass“, woher das Wütende, woher all das Grausliche, das Schäbige, das Niveaulose, das Blutrünstige, und so weiter.

Und wie leicht ist das gerade in Österreich zu erklären.

Mit,

Warum erinnert Jean Raspail so an Immerrichter Staberl?

auch mit Richard Nimmerrichter.

Es sind vor allem ältere Männer, die an der vordersten Internetschreibfront sitzen, Männer, wie der soeben Verurteilte, die mit den Ergüssen von Richard Nimmerrichter aufgewachsen und alt geworden sind, denen die Staberlergüsse über Jahrzehnte Nahrung waren, die jeden seiner Tropfen über Jahrzehnte aufleckten, und nun, speien sie täglich die ranzigen Staberltropfen hektoliterweise selber aus.

Womit heute das Internet gefüllt ist, wurde über Jahrzehnte wie Gülle flächendeckend verspritzt.

Die heute an der Internetfront auftretenden vor allem älteren und alten Männer wurden über Jahrzehnte geprägt, auch von einem Richard Nimmerrichter, täglich aufgestachelt, von ihm, auch von ihm in die Radikalisierung hineingeschrieben, zur Radikalisierung verführt, damals schon, in ihrer Jugend, über die gesagt wird, nie ist ein Mensch leichter zu verführen, als in seiner Jugend.

Was es allerdings nicht gab, waren eben die heutigen technischen Möglichkeiten für so viele, sich auf diese grausliche Weise zu entleeren, wie beispielsweise der soeben verurteilte …

Es ist nicht schlimmer geworden, es ist bloß schriftlich geworden, was in der Staberlzeit auch schon in dieser Heftigkeit gesagt wurde, an den Stammtischen, in den akademischen Buden, und so weiter.

In Österreich wird die Uhr immer noch nach der Staberlzeit gerichtet, die nicht nur Richard Nimmerrichter über Jahrzehnte täglich aufzog. Für eine Zeit durfte auch ein Wolf Martin an der Uhr mitdrehen. Und heute eben weiter von ihren vor allem männlichen Erben, die von der Gegenwart nur die technischen Möglichkeiten kennen und nutzen wollen. Wie viele der heute vor allem älteren und alten radikalisierten Männer fanden ihre lebenslängliche Prägung durch die Ergüsse von Hans Dichand …

Übrigens, es war nicht prophetisch, was Wolf Martin zum Tod von Hans Dichand schrieb, es war für ihn bloß unvorstellbar, es könnte in Österreich je die Staberlzeit enden, und „was Österreich von ihm empfangen, es lebt im Geist, wird nie vergehn.“

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