Migration, Opium vom und für das Volk

Wer kann noch, da täglich alle hiesigen Medien jedweder Art vollgestopft sind mit Berichten, Kommentaren, Glossen und Leitartikeln, für die es nur eine einzige einfallslose Überschrift in Variationen von „Flüchtlinge“, „Migration“, „Asyl“ gibt, das Gerede, das Schwefeln von der „Hilfe vor Ort“ nicht kennen, mit dem der Muskel des eigenen Gutseins aufgeblasen wird, allen das vollkommene Schließen der Grenzen schmackhaft serviert wird, es sich alle das alles für sich selbst schönreden und allen eingeredet wird, gut zu sein, wenn die Grenzen dichtgemacht werden, weil es will den Menschen „außerhalb von Europa“ ohnehin und ganz selbstverständlich und menschgemäß selbstlos geholfen werden, es werden Pläne dafür vorgestellt, etwa den eines „Marschallplanes“, als wäre der zweite Weltkrieg eben erst im Jahr 18 beendet worden.

„Hilfe vor Ort“: die Formulierung schlechthin für die herablassende Sicht auf Menschen beispielsweise in den Ländern des Kontinents Afrika. „Hilfe vor Ort“: die Formulierung schlechthin für die anmaßende Herabsetzung von Menschen beispielsweise in den Ländern Afrikas. „Hilfe vor Ort“: die den Geruch des Kolonialismus weiter vollkommen ausströmende Formulierung.

„Hilfe vor Ort“ und einhergeht damit das Gespenst der „Partnerstädte“ um, also, kurz und konkret, in Österreich, zwischen österreichischen Dörfern und Städten in Afrika soll es partnerschaftlich zugehen, die einen lehren und die anderen haben zu lernen, und was sie von den Dörfern zu lernen haben, das ist von solch einer Großartigkeit, der ein eigenes Kapitel zu widmen war.

Als ob Menschen beispielsweise in den Ländern Afrikas die „Hilfe“, kurz gesagt, des „Westens“ bräuchten.

Was die Menschen beispielsweise in den Ländern Afrikas bräuchten, ist nicht diese westliche Hilfe vor Ort, sondern, wobei im Grunde gar nicht von einem Brauchen gesprochen werden darf, ein Anrecht auf Gleichbehandlung, ihnen ihr Recht der Gleichstellung in der Bezahlung von Löhnen zu erfüllen ist, und das bedeutet nichts anderes, das Unternehmen des Westens, die in sogenannten Billiglohnländern produzieren lassen, den Menschen in diesen Ländern die Löhne zu zahlen haben, die in ihren Firmensitzländern, also in den Ländern des Westens von ihnen zu bezahlen sind, die sie aber nicht zahlen wollen und deshalb ihre Produktionsstätten …

Für die Wirtschaft des Westens ist es soher leicht, sich als Wirtschaft, die das Wirtschaften gar so gut und erfolgreich kann, zu verkaufen, wenn sie auf Orte ausweichen kann, wo es ihr ermöglicht wird, die niedrigsten Löhne zu zahlen, die zu zahlen sind, seit es Löhne gibt. Generell ist es im Westen allen leicht, Menschen beispielsweise in den Ländern Afrikas vorzuwerfen und vorzuhalten, sie seien unfähig zum Wirtschaften. Dabei fehlt Menschen beispielsweise in den Ländern Afrikas zum erfolgreichen Wirtschaften nur eines: das Auslagern von ihren Produktionsstätten in sogenannte Billiglohnländer; hätten sie dafür beispielsweise Europa als sogenannten Billiglohnkontinent, wären sie ebenfalls so erfolgreiche Wirtschafter, Unternehmerinnen wie … und welchen anmaßenden Urteilen wäre dann die Wirtschaft in Europa ausgesetzt? Was wären dann die Menschen in Europa? Absolut Unterbezahlte, deren Kinder, um irgendwie durch den Tag zu kommen, beispielsweise nach seltenen Erden mit bloßen Händen graben müßten, statt Schulen zu besuchen, sich unter Verwendung modernster Kommunikationstechnologien zu bilden; sie wären also nichts anderes, nach den anmaßenden Vorstellungen des Westens, als Menschen, die auf „Hilfe vor Ort“, auf einen „Marshallplan“, wie nach einem eben erst beendeten Krieg von 1939, angewiesen …

Es ist alles bekannt, es wird alles gewußt, es ist alles in so vielen Büchern auch beschrieben, die für teures Geld im Westen verkauft werden, in Büchern auch, die sogenannte Bestseller sind. Es sind also alle makro- und mikroökonomischen Bedingungen und Diktate auf dieser Welt bestens bekannt, die alle zugerüstet sind auf den Westen. In dem gar viel von Globalisierung gesprochen, geschrieben wird, wobei, wie seltsam das gerade im Westen, Angst und Furcht die bestimmenden Gefühle sind. Ist es doch keine Globalisierung gegen den Westen, sondern eine vom Westen gegen … soher ist im Grunde falsch, von einer Globalisierung zu sprechen, es ist nur eine – um ein zusammengesetztes und zutreffendes Wort aus Globalisierung und Kolonialismus zu schaffen – Kobalisierung,

Wie in einer kobalisierten Welt alles gegen Menschen beispielsweise in den Ländern Afrikas geordnet, hergerichtet und zugerichtet ist, macht auch die Geschichte von „Fairtrade“ mehr als kenntlich. Menschen in Europa halten große Stücke auf sich, Produkte zu kaufen, die mit „Fairtrade“ gebrandet sind. „Fairtrade“ als gönnerische Geste der Solidarität, die wohl auch von westlichen Konzernen, die alle ihre Produkte nur noch in sogenannten Billiglohnländern herstellen lassen zu Löhnen, die nicht Löhne genannt werden können, sondern Almosen, für die sich jeder solidaritätsbewegte westliche Mensch schämen würde, spendete er ein derart geringes Almosen etwa einer Hilfsorganisation, nicht nur auch sofort setzen würde, sondern augenblicklich, wenn sie es nicht schon getan haben, aufnehmen würden in ihre corporate social responsibility – schön hochglanzgestaltet auf ihren Websites …

„Fairtrade“: die gewünschte und gebilligte Solidarität, damit die Verhältnisse bleiben, wie sind. „Fairtrade“: das Eingeständnis einer kobalisierten Gerechtigkeit, das heißt: weltweiten Ungerechtigkeit. „Fairtrade“: Dem westlichen Menschen ist es zu wenig, von sich zu sagen, er ist gut, aber die Verhältnisse, die Verhältnisse sind nicht so – er braucht für sich Beweise, und die Brandmarke „Fairtrade“ der zertifizierte Beleg dafür schlechthin … was kann dann einem Menschen, der sich seine Gerechtigkeit in der strukturdiktierten Ungerechtigkeit eingerichtet hat, noch scheren, was etwa ein Ökonom aus Senegal, Ndongo Samba Sylla, über „Fairtrade“ ein Buch sich anmaßt zu schreiben, unverschämt bereits sein Titel: „Marketing Poverty to Benefit the Rich“ – ist er, werden sich wohl sogleich Gerechtigkeitsselbstbestätigungserkaufende fragen, überhaupt dazu befähigt, über Ökonomie zu schreiben, als einer aus Afrika, kann er überhaupt von Ökonomie je so viel verstehen wie ein jedweder Mensch des Westens, der seinen täglichen Milchkonsum dem Regime Fairtrade freiwillig und ohne Not, beseelt einzig von seinem höchsten Gerechtigkeitssinn …

Wie könnten Fairtrade und Trade kurz auf einen Nenner gebracht werden? Dafür bietet sich eine Redewendung wie keine zweite an: Menschen beispielsweise in Ländern Afrikas sind mit Fairtrade und Trade zwischen Skylla und Charybdis

Was die Menschen außerhalb des Westens den Menschen im Westen sind, machen Prognosen mehr als kenntlich. Prognosen, die auch von Konzernpräsidenten im Westen verkündet werden, daß es nämlich zu einer Trendumkehr bei der Auslagerung von Produktionsstätten in sogenannte Billiglohnländer kommen wird, weil Dank der Digitalisierung kann die Fabrikation wieder nahe an die Absatzmärkte herangebracht werden, das heißt, Roboter, für die nicht einmal Almosen mehr aufzubringen zu sind, werden die Arbeit übernehmen, und wenn gar keine Löhne mehr zu zahlen sind, dann also können die Produktionsstätten auch wieder im Westen sein. Die zu Robotern gemachten Menschen, denen ein Almosen zu geben das bibelfeste Herz noch vorschrieb, werden durch gebaute Roboter ersetzt, ersetzt durch Roboter, über die die Bibel nichts zu berichten weiß, gar, daß ihnen etwas gegeben werden muß. So manche Bibelstelle erfuhr durch die Zeiten mannigfache Auslegungen, wie etwa jenes Zitat von Paulus, wonach ein Mensch nicht essen soll, der nicht arbeiten will. Den Menschen in den sogenannten Billiglohnländern war und ist nach wie vor das Paulus-Wort bestimmt in der Auslegung: Wer arbeitet, soll nicht satt werden. Und wie wird es für die Roboter im in den in den Westen zurückverlegten Produktionsstätten lauten? Siehe, sie haben keinen Magen, und arbeiten doch …

Dank der Roboter, davon sind also auch Konzernherren gleich welchen Geschlechts überzeugt, kann die Fabrikation wieder nahe an die Absatzmärkte herangebracht werden, also an die Absatzmärkte im Westen, in Europa. Mit welchem Geld werden die zu Konsumrobotern gemachten Menschen ohne Arbeit auf den Absatzmärkten die von geschlechtslosen Robotern gefertigten Produkte … werden sich die Unternehmen, kurz die Wirtschaft, wird sich die Wirtschaft mit Almosen für ihre Produkte zufriedengeben, mit dem also, was Menschen geben, gerade noch für irgendein Produkt ausgeben können? Wird es keine durch die Wirtschaft mehr festgesetzte Preise geben? Ein jeder Mensch wird geben, was er geben kann?

Während also täglich alle hiesigen Medien vollgestopft sind mit „Migration“, „Asyl“, „Flüchtlinge“, „Wirtschaftsflüchtlinge“ hat, wie es, um ein konkretes Landes des Westens heranzuziehen, eine Regierungspartei in Österreich plakatiert, „die Veränderung begonnen“. Um dies nicht bemerken zu lassen, spritzen beide Regierungsparteien die Menschen in Österreich mit dem Opiat „Migration“ nieder, aber es ist kein Niederspritzen durch die Oberspritzmeister (sonst eher bekannt als zurzeitiger Bundeskanzler und zurzeitiger Vizekanzler) gegen den Willen der Menschen, im Gegenteil, bereitwillig und freudig erregt halten die Menschen den Oberspritzmeistern ihre Venen entblößt hin für den nächsten Schuß …

Und wenn die Veränderungen so weitergehen, das heißt der Umbau von allen Rechten und allem Sozialen, was bisher unter Rechte und Soziales verstanden wurde, also der Abbau, wird es den Menschen nicht erspart bleiben, auch in ihrem tiefsten und permanenten Dämmerzustand verzweifelt nach Rettung zu schreien, den Horizont nach einem Meer abzusuchen, über das sie sich nach Europa retten könnten, ohne also Gewahr zu werden, daß sie bereits verschleppt sind, wofür sie einen hohen Preis zahlten, ohne daß ihnen die beim Kassieren gemachten Versprechen eingelöst wurden.

Migration - Opium vom und für das Volk

2 Gedanken zu „Migration, Opium vom und für das Volk

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