Das Kreuz deckt die Untaten

Das Kreuz deckt die lügnerischen Masken der Täter auf, die gerne so tun, als hätten ihre Taten gar nicht stattgefunden.

In der Passionszeit ’22 gibt Jan-Heiner Tück im österreichischen Rundfunk kurz vor sieben Uhr eine Definition des Organisierten Glaubens ab, die in ihrer Knappheit allumfassend den Charakter und das Wesen besonders des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche end-gültig beschreibt.

„Ihre Taten“, die seit Anbeginn dieses Organisierten Glaubens Untaten und als solche zur Unterscheidung von Taten zu bezeichnen sind, damit Taten, die für das Wohl der Menschen gesetzt werden, klar getrennt sind von den Untaten, die die Täter – und es sind nahezu nur Täter, das nicht anders sein kann bei einem Organisierten Mannesglauben – gerne ewiglich vergraben hätten unter dem Kreuze, daß verborgen bliebe ihre seit Jahrhunderten bis herauf in die Gegenwart angebetete Passion für …

Es mag dieser Mann, der nach damaligen Recht zum Tod Verurteilte, an einem Tag für eine kurze Zeit gelitten haben, für sich allein gelitten haben, es ist schmerzlich, sein Leben zu verlieren, noch dazu auf die gewaltsamste Weise, aber seit dem haben die je nicht zu zählenden Kinder, vor allem die je nicht zu zählenden Knaben unter dem Kreuze gelitten, ist den je nicht zu zählenden Kindern und Jugendlichen von jenen Männern enormstes und extremstes Leid zugefügt worden, die nur das Leid eines Mannes als Leid anerkennen, der für sie gestorben ist, den sie für sich immer wieder auferstehen lassen, damit sie Leid und Elend über die Menschen und vor allem über die jüngsten Menschen bringen können.

Das Erbarmen mit ihrem Mann, der die Todesstrafe nach damaliger Gesetzgebung erleiden mußte, führte sie nicht dazu, sofort und entschieden gegen die Todesstrafe zu sein, sondern erst im dritten Jahrtausend kann sich dieser Organisierte Mannesglauben dazu durchringen, gegen die Todesstrafe …

Es kann Jan-Heiner Tück, um doch noch einen zweiten Satz aus seiner Passionszeitsendung zu zitieren, zugestimmt werden, es wäre tatsächlich heilsam, würde die Gnade im Eis einbrechen, untergehen, ertrinken, wird doch in dieser mannesgläubigen Organisation die Rechthaberei gnadenreich zelebriert, während der Mensch nicht der Gnade bedarf, sondern des Rechts, das diese mannesgläubige Organisation gnadenlos dem Menschen verweigert.

In einer Gesellschaft oft gnadenloser Rechthaberei könnte der Einbruch der Gnade eine heilsame Unterbrechung sein.