Leitformel: „Rückkehr und Reintegration“ ist gleich „Integration“

In der Pressekonferenz von Susanne Raab, Wolfgang Mazal und Johannes Klotz um ihre für sich genannte „österreichische Leitkultur“ wurde u. v. a. m. die „Gleichberechtigung der Geschlechter“ sehr betont, deshalb wohl wird in dieser Vorstellung Susanne Raab von Elisabeth Wenger-Donig, Leiterin „Abteilung V/B/10 (Rückkehr, Reintegration und Qualitätsentwicklung)“ im Bundesministerium für Inneres, ständig als Frau „Bundesminister“ angesprochen, an diesem 25. Juli 2024.

Elisabeth Wenger-Donig, für die eine Bundesministerin ein „Bundesminister“ ist, spricht in dieser raabischen Vorstellung viel von Integration und mehr noch von Verpflichtung. Beim Lesen ihres Aufgabenbereiches aber stellt sich die Frage, wo soll die Integration, gar die „Verpflichtung Integration“ denn erfüllt werden? In Österreich selbst nicht, jedenfalls nach ihrem Aufgabenpflichtenheft, in dem „Rückkehr und Reintegration“ festgeschrieben .– in anderen Staaten also hat, sofern „Rückkehrende“ in diesen je schon einmal integriert gewesen sein sollten, und wenn sie nicht integriert gewesen sein sollten, dann wäre die „Reintegration“ eine Integration; soher ganz im Sinne von „Bundesminister“ Raab, soher hätte „Bundesminister“ Raab, wenn in der raabischen Veranstaltung von „Integration“ gesprochen wird, keine falsche Begrifflichkeit angewandt.

„Integration“ somit auf den Punkt gebracht, zu berechnen nach der wissenschaftlich erstellten christschwarzen Formel: „Rückkehr und Reintegration“ ist gleich „Integration“.

Für „Rückkehr“ wird jetzt oft ein Fremdwort verwendet, und das steht diesem Land gut an, ist es doch, wie Kunschaks Andenkenmann in dieser raabischen Vorstellung sagt, eine Tradition in diesem Land, offen zu sein für Neues, und wie offen es in diesem Land zugeht, das belegt das nun oft verwendete Fremdwort „Remigration“ … Für Neues offen zu sein, nachgerade ein Brauchtumsfest in diesem Land, wie etwa das Martinsfest, von dem der Andenkenmann in dieser raabischen Vorstellung auch erzählt.

Aufgaben
1. Leitlinien, Grundsätze und Koordination in Angelegenheiten der Rückkehr, einschließlich freiwilliger Rückkehr und Reintegration;
2. Fachaufsicht in Rückkehr- und Qualitätsfragen gegenüber dem BFA
3. Interministerielle Koordination einer gesamtstaatlichen Rückkehrpolitik
4. EU-Acquis im Bereich Rückkehr, einschließlich Koordination der Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und Zusammenarbeit mit EU-Mitgliedstaaten, Partnerstaaten, Agenturen und internationalen Organisationen in Rückkehrangelegenheiten sowie Kooperation mit GDISC
5. Fachliche Vertretung in nationalen, europäischen und internationalen Gremien und Arbeitsgruppen im Zusammenhang mit Rückkehrangelegenheiten
6. Angelegenheiten der Auswanderung von Fremden, Asylwerbern, Flüchtlingen und Kriegsvertriebenen

„Bundesminister“ Susanne Raab hat sich für diese Vorstellung den rechten Mann zur Seite gestellt. Wolfgang Mazal, der viele, viele Jahre „Vorsitzender der Wissenschaftlichen Begutachtungskommission beim Leopold-Kunschak-Preis“ – und wer,

wer könnte besser als er ein handelnder Zeuge gegen den Antisemitismus sein?

Denn auch der „Kampf gegen den Antisemitismus“ wurde in dieser Vorstellung von „Bundesminister“ Raab recht betont. Leopold Kunschak, der „österreichische Streicher“, Inbegriff der Antisemitin

Aber nicht nur dafür wird „Bundesminister“ Raab sich Wolfgang Mazal zur Seite geholt haben. „Bundesminister“ Raab ist ein umsichtiger, ein österreichisch brauchtumsgeeichter „Bundesminister“. Und wenn es um „Kürzungen“ geht, braucht ein „Bundesminister“ eine Expertin an der Seite, und es geht um „Kürzungen“, „Kürzungen“, „Kürzungen“ …

Auch dafür ist Wolfgang Mazal eine rechte Expertin, sozusagen eine Leitkulturfrau des Sozialen, wie erinnert werden darf, die auch schon beratend tätig für kurz gewesene Bundeskanzlerin war: „Um der Kürzung der Mindestsicherung in Österreich zu entgehen – Ein Rat“

Das Verhalten der Menschen wird in der Vorstellung der Leitkultur doch sehr betont, und Wolfgang Mazal auch dafür eine Expertin, eine gar weise Expertin, die mit Rat zur Seite stehen kann, wenn es darauf ankommt, wie einst unter der für kurz gewesenen Regierung: „Für mich wäre es wichtig, daß auch alle arbeitsrechtlichen Kollegen ein bißchen leiser treten.“

Und wer leiser tritt, braucht auch kein „Fleisch“, dann reichen auch „Kraut und Kartoffeln“, wie schon, und das gehört wohl zum bewahrenden Leitbrauchtum, Leopod Kunschak gütig riet.

Und nicht zu vergessen, Wolfgang Mazal mit einer sagenhaften Breite der Wissenschaftlichkeit, mit der Mazal die Regierungsverhandlung begleitete, jene die kurz —

Und was wäre eine Bioethik-Kommission denn für eine Bioethik-Kommission ohne Wolfgang Mazal?

So wie heutzutage gewußt wird, daß Streicher für Rabauken-Antisemitismus steht, wird heutzutage auch gewußt, daß nur ein Name genannt zu werden braucht, um zu wissen, daß es sich hierbei um Antisemitismus …

Und ein Mann, diesmal nicht in Österreich, tut sich dabei recht hervor, und zu dem Mann ist in diesen Tagen ein Mann aus Österreich,

Herr Bundesministerin, Chefin der Leiterin der Abteilung für Rückkehr und Reintegration, auf dem Weg, zu einem Mann, der, es ist noch nicht so lange her, in Wien zu Besuch war, um Herrn Bundeskanzlerin das Leitkulturelle zu erklären, ihm das „Gemischtrassige“ zu interpretieren.

Abschließend soll doch Wissenschaftlerin Mazal zitiert werden, mit dem was sie u. a. m. in dieser Pressekonferenz sagt:

Andere Orte des öffentlichen Raums sind aber auch Plätze im Stadtgebiet, wo man sich aufhält, sind Wälder, wo man als Jogger usw. sich mit einem gewissen Verhalten anderer rechnen können muß, damit das Zusammenleben funktioniert. […] Die Zivilgesellschaft ein ganz wichtiger Punkt, wo Werte erfahren werden. […] Primär zunächst einmal in der Familie transportiert werden, in einem weiteren Sinn Familie, das ist nicht nur Vater, Mutter, Kind, das ist von Großeltern, Onkel, Tanten, was auch immer dazugehört.

Die Olympe aus der patriotischen Mannschaft für die Nationalratswahl wird hierzu wohl nur zustimmend nicken können, daß zur Familie nicht nur „Vater, Mutter, Kind“ gehören, sondern auch „Großeltern, Onkel, Tanten“ und sich selber bestätigen, wie sehr ihr, Herrn Klubdirektorin, die Ehe aus 1811 besser gefalle als die jetzt „privilegierte Ehe“