Es wird nicht gewußt, wer den Veranstaltungsort für den Auftritt von Peter Thiel aussuchte, ob er respektive seine für das ihn betreffende Organisatorische Zuständigen oder die Verantwortlichen der Wiener Festwochen, ob es von Peter Thiel oder von seiner Befehlseinheit eine Bedingung für seinen Auftritt in Wien, aber daß es für den nun abgesagten Auftritt das Luxushotel Intercontinantal hätte sein müssen, war bereits der erste Verweis,
es wäre einzig ein Festtag für Peter Thiel geworden, seine Show im Ballsall des Luxushotels und nicht die der Wiener Festwochen,
wenn die Wiener Festwochen dort einzufinden sich hätten müssen, wo derartige Gesinnungsmenschen am liebsten sich aufhalten, in Schlössern, in Palais, wie es ja seit langem etwa sogar von den milliardenlosen Gesinnungsmenschen auch aus Österreich bekannt ist.
Bereits mit dem Luxusort wäre also diesem Gesinnungsmenschen in die Falle gegangen worden. In die — es kommt dabei darauf an, was zuerst ausverhandelt ward: der Luxusveranstaltungsort oder das Ballsaalthema — erste oder in die zweite Falle wäre ebenfalls mit dem Veranstaltungsluxusthema „Armageddon und Antichrist?“ gegangen.
Die Verantwortlichen der Wiener Festwochen sind in die zwei Fallen gegangen, aus denen sie nun durch die Absage dennoch nicht ohne Schaden zu nehmen herausgekommen sind, aber befreit aus diesen durch Dritte, selbst wären sie jedoch aus freien Stücken in den Fallen steckengeblieben, Erkenntnis und Mündigkeit halfen ihnen nicht, den mindestens zwei ausgelegten Fallen selbst gewahr zu werden und also nicht in die Fallen zu tappen, Peter Thiel, einfach wie kurz gesagt, vor seinen Fallen hocken zu lassen …
Ob es eine Bedingung des Libertären war, es unter sein Leibmotto zu stellen, damit er auch in Wien ganz daheim, oder ob es von den Verantwortlichen der Wiener Festwochen eine ihm von seinen Augen ablesende Wunscherfüllung war? Es könnte auch sein, daß sie selbst von diesem Luxusleibthema derart ergriffen sind, um darüber unbedingt sprechen zu müssen, selbstverständlich ausschließlich und exklusiv mit dem von ihnen auserkorenen Höchsten. Und ein Theologe ist dafür schnell rekrutiert, immer willig zur Stelle, wenn es um fleischgewordenes Brot und blutgewordenen Wein geht, und welche Theologin würde nicht jede Gelegenheit ergreifen, im Angesichte des Höchsten über ihr Christileibthema zu sprechen, vom Höchsten direkt, persönlich, ohne Umwege alles über Armageddon und Antichrist gütig zu erfahren. Wolfgang Palaver ist nun wohl einmal und das erste Mal zu seinem Leidwesen um diese Gnade gebracht, wie hätte er doch von dem Höchsten nun in Wien wieder die Prüfung abgenommen bekommen haben können, was er schon alles und jetzt mehr noch weiß, wie viele Exerzitien über Armageddon und Antichrist — und nun alles umsonst …
Thiels Berufung auf die Paulus-Briefe hat eine regelrechte Welle kritischer Essays, mitunter auch aus fachtheologischer Perspektive, hervorgerufen, die von einer leichtfertigen Politisierung der Motive warnen.17 Auch der langjährige Leiter der katholischen Friedensorganisation Pax Christi, Wolfgang Palaver, warnt vor dieser Paulus-Auslegung. Als Dialogpartner des Unternehmers, den er an der Universität Stanford kennengelernt hatte, fasste der Theologe Thiels Weltsicht im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung nochmals zusammen. Sie bestehe aus uneingeschränktem Vertrauen in Technologie und einer vehementen Ablehnung von „Regulierung und Sicherheitsdenken“ vor allem seitens Staaten und internationalen Organisationen. Hinweise „auf drohenden Klimakollaps oder eine atomare Katastrophe“ hinderten für Thiel nur die Entfaltung. Auch Palaver identifiziert die Bibel als eine Quelle dieses unternehmerischen Weltbildes. Thiel beziehe sich, neben der Johannes-Apokalypse, auf „eine Stelle bei Paulus, wonach der Antichrist mit Frieden und Sicherheit lockt, um die Menschen irrezuführen“. Um diesen Sieg des Antichristen zu verhindern, setze er auf Vance und Trump, da diese „die Globalisierung zurückdrehen, die Demokratie und staatliche Institutionen zerstören, um so für etwas Neues Platz machen.
Nein, es ist gar nicht umsonst, denn der Höchste und Wolfgang Palaver kennen einander, seit Stanford und Schaugesprächen, jetzt in Wien wäre das vielleicht für den Theologen so etwa wie eine Abschlußprüfung verbunden mit der letzten und höchsten Weihe durch den Höchsten …
Einer wird wohl vergeblich auf eine vorauseilende Einladung von den Verantwortlichen der Wiener Festwochen gewartet haben, dabei weiß auch dieser so viel über Armageddon und Antichrist, darin Peter Thiel sinnbürtig, und auch er kennt Wien recht gut, das Palais Liechtenstein sogar länger schon als Peter Thiel.
Was hätte das doch für eine Veranstaltung werden können — in einem Fußballstadion, wenn Alexander Dugin und Peter Thiel mit einem Milo Rau, der davor von einer Theologin dafür theologisch eingeschult, als sie bewirtender Meßdiener über Katehon — Der Titel für das Palavermatch zwischen den erschauten zwei Höchsten hätte womöglich geändert werden müssen, vielleicht auf:
Paulus richtet Gott und Allah die Bälle her …
Paul adjusts the balls of allah and god.
Und nun? Nun gibt es nichts, doch etwas, am 7. Juni 2026 einen leeren Ballsaal, falls nicht doch bis dahin eine Ersatzveranstaltung vielleicht von einem Briefmarkenverein gefunden wird, um den wirtschaftlichen Schaden für das Luxushotel …
Fragen, oh Fragen, so viele Fragen, nach so vielen Berichten …
Ein Zugeständnis der Verantwortlichen der Wiener Festwochen an einen der Massas of that mindset, die durchdrungen von ihrer sich selbst eingeflüsterten Wichtigkeit ihrer eigengesalbten Sendung erlegen auch durch solche Einladungen darin weiter ermuntert werden, ihre Gesinnung weiter und weiter zu senden, sie davon profitieren, mit Willfährigen immer und überall rechnen zu können, die ohne Not das Geschäft der Massas besorgen.
Was wäre geblieben, wenn am 7. Juni 2026 dieser Massa im Luxusballsaal seinen Gesinnungstanz aufgeführt hätte? Für einen der Verantwortlichen der Wiener Festwochen wohl die satte Zufriedenheit, wenn er ruft, kommen alle, sogar nach Wien … Eitelkeit läßt menschgemäß nicht erkennen, nicht selbst zu rufen, sondern in das Luxusrevier solcher Massas gelockt zu werden, um zu bestätigen, auch zu bestätigen, daß es nur auf die Massas ankomme, daß nur mit den Massas zu sprechen sei, und wenn mit den Massas gesprochen werde, einmal ein, zwei oder drei Stunden lang so richtig in einem ihrem luxuriösen Ambiente, als wären sie bei sich daheim, gesprochen werde, werde alles, alles — ja, was?
Was wäre geblieben, wenn am 7. Juni 2026 dieser Massa in Wien im von den Wiener Festwochen gemieteten luxuriösen Saal would have stepped his dance of mindset?
Die Bestätigung, die Verfestigung, die Botschaft der Massas, es komme einzig auf die leader an,
mit deren Verkündigung ihres Evangeliums:
Allein sie erobern, sie kochen
Den Siegesschmaus allein,
Sie bezahlen die Spesen, sie
Allein bauen alles so viele
Male auf, den Leuten allein
Paläste und Triumphbögen,
Wohnen allein im gold-
Strahlenden Tegucigalpa
Vielleicht hätte dieser eine von den Massas für sein Ballsaalevangelium gar eine Medaille zur recht guten Erinnerung an Wien, an eine Stadt, in der er vielen teuer, bekommen, und
vielleicht wäre ihm diese ebenso wertvoll wie die Auszeichnung, die er in Wien bereits erhielt, ihm gesinnungsgemäß in einem Palais überreicht …
Nach Grußworten von S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein und einer Laudatio von Richard Zundritsch (CEO Added Value und Vorstand des Friedrich A. v. Hayek Instituts) an den Starunternehmer Peter Thiel überreichten Meinhard Platzer (CEO der LGT Bank Österreich) und Barbara Kolm (Präsidentin des Friedrich A. v. Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Center ) den Hayek Lifetime Achievement Award 2015 an den PayPal Mitbegründer und Startinvestor von Facebook. In seiner Dankesrede sprach Peter Thiel die unnötige […]
Barbara Kolm nun nach kurzem Aufenthalt in der Nationalbank Österreichs im österreichischen Parlament, um für den Gebirgskraxler die
Wirschaftskornblume
edelweißig und enzianschnapsig
libertär zu hegen



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