„Tu Felix Austria“

Aber auch Unterstützer und Ideengeber des blutigen Chile-Diktators Augusto Pinochet (der war verantwortlich für Zehntausende Tote)
Nun. Sobotka hat im Alleingang Räume im neuen Parlament benannt
nach Hayek einen Gang

„Politik Österreich“, Seite 10, 19. November 2022

Dr. Barbara Kolm (*1964 in Innsbruck) ist seit September 2018 Vizepräsidentin der Oesterreichischen Nationalbank. Dr. Kolm ist Präsidentin des Friedrich August von Hayek Instituts und Gründerin und Direktorin des Austrian Economics Center (AEC). 2008 begründete sie die internationale Konferenzreihe Free Market Road Show, die jedes Jahr in einer Reihe von Städten Konferenzen zu ökonomischen Themen organisiert. Sie übt leitende Funktionen im Management in der Privatwirtschaft und bei NGOs aus und befasst sich intensiv mit Effizienz-, Finanzierungs- und Legitimierungsfragen von staatlichen Institutionen, der Infrastrukturbereitstellung und der öffentlichen Verwaltung. Sie erstellt wirtschaftliche Analysen und Expertisen in den Bereichen öffentliche Finanzen, Budget und strukturelle Reformen. Sie nimmt universitäre Lehrverpflichtungen wahr, unter anderem als Dozentin für Austrian Economics an der University of Donja Gorica in Podgorica, Montenegro und ist regelmäßige Sprecherin bei internationalen Konferenzen. Barbara Kolm ist Präsidentin des Friedrich A. v. Hayek-Instituts in Wien, Österreich, Gründungsdirektorin des Austrian Economics Center und Vizepräsidentin der Österreichischen Nationalbank (ÖNB). Als weltweite Netzwerkerin ist Kolm bekannt für die Förderung der freien Marktpolitik. Sie ist eine gefragte Referentin zu politischen Themen, insbesondere zu Deregulierung und Wettbewerb, der Zukunft Europas und der österreichischen Wirtschaft. Barbara Kolm ist außerordentliche Professorin für Österreichische Volkswirtschaftslehre an der Universität Donja Gorica, Montenegro, und ist Mitglied in mehreren Beiräten. Sie ist Mitglied der Mont Pèlerin Society. Wenn Sie daran interessiert sind, dass Dr. Kolm bei Ihrer Veranstaltung spricht, besuchen Sie bitte

„Hayek-Institut“ und „Österreichische Nationalbank“, 19. November 2022

Es muß ein Mensch nicht persönlich bekannt zu sein, um ein „Spezi“ von ihm zu sein, es kann wer auch ein „Spezi“, einfach wie kurz gesagt, der Weltanschauung eines Menschen sein. So wäre „Spezi“ ein anderes Wort für „Fan“.

Dabei ist ein Ausflug in die Etymologie hilfreich: Das Wort Fan kommt, wie die Aussprache schon deutlich macht, aus dem Englischen und ist die Kurzform von „fanatic“, also „Fanatiker“ (Duden 1993: 1036). Der Duden beschreibt Fans als begeisterte Anhänger von jemandem oder etwas. Ein Fanatiker wird dagegen verstanden als jemand, „der von bestimmten Ideen, einer bestimmten Weltanschauung o.ä. so überzeugt ist, dass er sich leidenschaftlich, mit blindem Eifer (und rücksichtslos) dafür einsetzt“ (Duden 1993: 1036). In der englischen Literatur ist die begriffliche Nähe von Fanatikern und Fans dagegen nach wie vor zu spüren. Mackellar (2006) macht in ihrer Literaturschau beispielsweise keinen Unterschied zwischen Fans und Fanatikern. In der Tradition von Rudin (1969) sowie Haynal und anderen (1987) bestimmt sie Fans (und Fanatiker) durch eine vor allem emotionale Intensität und die Verabsolutierung der Wertschätzung einer Person oder eines Gegenstandes […] Autorin (Mackellar 2006: 198), und schildert Fans damit letztlich als pathologische Charaktere, die alle anderen Lebensbereiche ihrem Fanatismus unterordnen. Auch in diesen Arbeiten dient also eine – allerdings dramatisch übersteigerte – emotionale Bindung von Fans an ein Fanobjekt als Basis des Begriffsverständnisses.
Schäfer, M. S., Roose, J., & Schmidt-Lux, T. (2010). Was sind Fans? Eine Nominal- und eine Realdefinition. In H.-G. Soeffner (Hrsg.), Unsichere Zeiten : Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen ; Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008 (S. 1-13). Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-394877

Fans empfinden sich durchaus, wenngleich ihnen die von ihnen Angehimmelten persönlich nicht bekannt sind, als „Spezis“ von den von ihnen Angehimmelten.

„Spezis“ sind wie „Fans“, sie setzen sich für ihre Ideen, ihre Weltanschauungen, ihre Gesinnungen leidenschaftlich, mit blindem Eifer und rücksichtslos ein, verabsolutieren eine Person —

So definiert ist der Präsident ein „Spezi“ von Friedrich Hayek

und die Präsidentin eine – um auf die Schnelle eine weibliche Form von „Spezi“ zu bilden – „Spezine“ von Friedrich Hayek.

Ein Präsident, der einen Parlamentsgang nach seinem Spezi benennen will, läßt tief blicken, nicht nur in die Weltanschauung dieses einen Präsidenten im österreichischen Parlament …

Eine Präsidentin als Spezine von Friedrich Hayek und mit ihrem Hayek-Institut Verteidigerin eines weiteren und inzwischen abgewählten Präsidenten, für den ein Kürzestkurzkanzler warb, Vertrauen in ihn zu haben, in den Gängen – ob diese auch Namen haben? – der österreichischen Nationalbank

„Tu Felix Austria“

eine Werbung unmittelbar unter „Parlamentsgang heißt wie Spezi von Diktator“ und unmittelbar daneben „Auch Kurz & Co. stellt Rat die Rute ins Fenster“, das den „neuen Chef“ des abgetretenen Kurzkurzkanzler erinnert: Peter Thiel, dem Ausgezeichneten vom Hayek-Institut der Spezine —

Peter Thiel mit dem Hayek Lifetime Achievement Award ausgezeichnet

Nach Grußworten von S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein und einer Laudatio von Richard Zundritsch (CEO Added Value und Vorstand des Friedrich A. v. Hayek Instituts) an den Starunternehmer Peter Thiel überreichten Meinhard Platzer (CEO der LGT Bank Österreich) und Barbara Kolm (Präsidentin des Friedrich A. v. Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Center ) den Hayek Lifetime Achievement Award 2015 an den PayPal Mitbegründer und Startinvestor von Facebook. In seiner Dankesrede sprach Peter Thiel die unnötige Einteilung in entwickelte und sich-entwickelnde Staaten an. Er zeigte sich überzeugt, dass diese für die „entwickelten“, reichen Volkswirtschaften kontraproduktiv ist: „Wir haben in einigen Branchen viel weniger Fortschritt beobachten können: Beispielsweise im Energiebereich, in der Raketentechnik oder auf dem Gebiet der Biotechnologie. Diese Sektoren blieben zurück, weil die Gesellschaft Angst vor Wandel hat – die Menschen sehen nur die negativen Aspekte von technischem Fortschritt, denken aber nicht an die potentiellen Vorteile.” Die Betrachtungsweise, dass Entwicklung bereits erreicht und möglicherweise abgeschlossen sei, führe dazu, dass ganze Staaten in Selbstgefälligkeit und Trägheit erstarrten. Das wiederum führe zu der Tendenz, den momentanen Status-Quo zu erhalten und somit jegliche wirtschaftliche Innovation im Keim zu ersticken. „In der entwickelten Welt denken die Leute, dass sie ihr Ziel bereits erreicht haben. Das ist der Grund, warum Stagnation hauptsächlich in den Industriestaaten zum Problem wird“, so Thiel. Herr Thiel fürchtet, dass Innovation mittlerweile fast vollständig zum Stillstand gekommen ist. „Uns wurden fliegende Autos versprochen – stattdessen geben wir uns mit 140 Zeichen für moderne Kommunikation zufrieden“, scherzte der amerikanische Financier. Seine Erklärung dafür ist, dass wir in einer zweigeteilten Welt leben – kleine Bereiche des Wirtschaftslebens seien unreguliert, während die größten Teile von staatlicher Seite reglementiert und gehemmt werden. Das führe dazu, dass „Innovation auf manchen Gebieten schlichtweg unmöglich wird.“ Thiel sieht aber auch noch weitere Entwicklungen, welche die Innovationsfähigkeit moderner Gesellschaften beschränken: „Das größte Problem der gegenwärtigen westlichen Welt ist das Konzept der politischen Korrektheit – man darf nur mehr Worte und Ideen zum Ausdruck bringen, die bereits akzeptiert sind. Die Menschen denken aber bereits in einer ähnlichen Weise über Produkte und Innovation – nur das, was bewährt ist, ist gut. Für neue Ideen gibt es keinen Platz. Es kann aber nichts Gutes, nichts Herausragendes passieren, wenn man nur bereits bekannte Ideen verfolgt.” Er merkte aber optimistisch an, dass vor allem im Bereich der Informationstechnologie teilweise sehr wohl noch Freiräume und damit Möglichkeiten für einen wirklichen unternehmerischen und technologischen Durchbruch bestünden.

Wo sonst auch als im Palais Liechtenstein sollen solch „inspirierende“ Vorträge —

wo sonst auch als im Palais Liechtenstein können solch „inspirierende“ Männer auftreten, nicht nur Peter Thiel, sondern auch

Tu Felix Austria