Michael Fleischhacker sitzt zur Rechten Stadlers zu teilen das Land

Die Diskussion „Der Islam und wir: Nichts als Ärger?“ von dem nach nicht nur wirtschaftlichen, doch mehr nach arbeitsunrechtlichen Kriterien geführten Sender gebar einen Traum, den zu erzählen gezögert wird, aber was ein Mensch träumt, dafür ist er, wie es so schön gesagt wird, nicht verantwortlich, und so kann dieser Traum erzählt werden, in dem Ewald Stadler mit Trachtenbart auf einer Almwolke saß und von seiner Erschaffung der Welt sprach und die Geschöpfe, die er schuf, befragte, ob sie zufrieden seien, wie er sie schuf, mit den Namen, die er ihnen gab. Da rutschte einer kniend in dem luftleeren Raum vor den Almwolkenthron und sagte, Herr, gepriesen seid Ihr für das Aussehen, das Ihr mir angedeihen ließet, aber der Name, den Ihr mir gabt: Dummheit – was soll er mir bedeuten? Ist es ein Vorname, ist es ein Familienname? Herr, gebedeneit seid Ihr unter den Weibern, so gebt mir doch wenigstens einen Vor- oder einen Nachnamen hinzu, dann will ich Euch noch mehr preisen, bis in alle Ewigkeit das Lied Eurer Herrlichkeit singen, Amen. Und Gott auf seinem Almwolkenthron sprach zu dem Manne. So klug wie ehrfürchtig hat er geredet. Wer bin ich, daß ich ihm eine ordentlich auf Knien vorgebrachte Bitte verwehren könnte? Mit einem will Ich ihn vereinen, und fortan, sprach Gott zu dem Manne weiter, soll sein Name zu Meiner Freude und Meiner Allherrlichkeit Michael Fleischhacker auch seiner sein.

Mit diesem Traum, könnte gemeint werden, wäre die erlebte Wirklichkeit des Tages aufgearbeitet, je kein Wort also über die eingangs erwähnte Diskussion zu verlieren. Das Zögern, diesen Traum überhaupt zu erzählen, beruht, wird gedacht, auf der Ahnung, daß der Albtraum zu bearbeiten ist, die Wirklichkeit, die solche Fernsehsendungen beschert, gegen die auch die hilfreichsten Träume nichts mehr auszurichten vermögen.

Die Träume, wie der oben erzählte, bemühen sich redlich, den Albtraum der Wirklichkeit zu verarbeiten, aufzulösen, das Weiterleben in einem einigermaßen stabilen Zustand zu ermöglichen, aber mehr und mehr vergeblich.

Auch wenn es nicht gewollt wird, aber der Alb muß erzählt werden.

Es kann bei dieser Diskussion nur der Alp Regie geführt haben.

Eine seriöse und redliche Diskussion vorzuspielen und zugleich jedwedes Mißtrauen zu schüren, vorzuspielen, sich ernsthaft und fundiert mit dem Islam auseinandersetzen zu wollen und zugleich alles zu propagieren, was gegen Menschen …

Das zeigt sich bereits an den eingeblendeten Bezeichnungen: „Ewald Stadler, Rechtsanwalt und strenggläubiger Katholik“ – „Dudu Kücükgöl, muslimische Aktivistin“. Weshalb wurde nicht gleich geschrieben: „muslimische Terroristin“? Es hätte analog zu Ewald Stadler geschrieben werden können: Wirtschaftspädagogin, Muslimin. Aber das hätte der Diskussion schon eine andere Richtung gegeben, die nicht gewollt wird.

Und überhaupt: Ewald Stadler einzuladen, mehr Beweis für eine nie ernsthaft und redlich gewollte Diskussion … Und Ewald Stadler hat sich wieder in recht von ihm gekannter Weise hervorgetan. Und trat als Experte auf:

„Ich habe mich damit beschäftigt. Ich habe den Koran dabei. Jetzt lange genug gebraucht, bis ich eine deutsche Übersetzung bekommen habe, König-Fahd-Zentrum in Wien. Daher kann man sich jetzt die Primärliteratur anschauen.“

Weshalb er so lange brauchte, um eine deutsche Übersetzung des Koran zu bekommen? Es wird halt so lange gebraucht haben, bis er endlich wen gefunden hat, der sie ihm kauft oder schenkt …

Und ehe Sie jetzt meinen, es werde hier versucht, den Organisierten Glauben des Islam zu verteidigen, werden Sie an dieser Stelle eingeladen zu lesen, was etwa zu dem von Ewald Stadler angesprochenen Zentrum bereits geschrieben wurde …

Es geht um die auch in dieser Diskussion gezeigte Überheblichkeit, um diese Selbstzufriedenheit, diese Behauptungen der stadlerische Glaube sei mit Demokratie … oh, wie sehr, auch das hat Ewald Stadler in dieser Diskussion erneut belegt, als er über den Irak und dem gestürzten Diktator Saddam Hussein sprach:

„Viel besser, nein, nicht viel besser, aber relativ besser, ein autokratisches System zu haben …“

Und eine Aussage noch von Ewald Stadler, mit der er sich gänzlich als Religionsexperte auswies:

„Nennen Sie mir eine Stelle in den vier Evangelien, die ein Tötungsgebot enthält, wo Christus gesagt hat, man soll jemanden umbringen.“

Mit dem Schwert, das Jesus Christus mit seinem Kommen brachte, wird je nicht gemordet, mit dem werden je nur Zwiebelringe geschnitten …

„Verteidigen Sie den Islam gegen westliche Einschätzungen, diese Religion, wenn man so will …“

„Diese Religion, wenn man so will“, sagt Michael Fleischhacker, „wenn man so will“, kann zu diesem Talk Diskussion gesagt werden … „Wenn man so will“, hätte die Diskussion den Titel zutreffender haben müssen: „Islam – Wir sitzen zu Gericht“ …

Genug, genug. Auf den gezeigten Film während der Diskussion will gar nicht mehr eingegangen werden, außerdem hat Dudu Kücükgöl dazu bereits alles gesagt, was zur Gestaltungsmachart dieser filmischen Datenaufbereitung zu sagen ist.

Abschließend. Eine solche Diskussion könnte heutzutage auch irgendwo in der Wüste aufgenommen werden, beispielsweise mit Abu Bakr al-Baghdadi, vorgestellt als strenggläubiger Moslem, und mit Ewald Stadler, vorgestellt als katholischer AktivistEin Bischof dürfte dabei auch nicht fehlen … Und Abu Bakr al-Baghdadi, der wohl auch einmal Rechtsanwalt werden wollte, könnte darlegen, wie unvereinbar der römisch-katholische Glaube mit Demokratie, Rechtsstaat … er bräuchte lediglich auf den gültigen Katechismus …

Christen haben das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen

Evangelium – Weisung zur Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften

PS Positiv an dieser Diskussion war doch eines. Es wurde Dudu Kücükgöl ihr Frausein nicht abgesprochen, wie vor längerer Zeit von FPÖ unzensuriert, die sie zu „dem früheren Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung (BJV) …“

servustv - Gottes und Volkes Islam-Tribunal

 

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