„Wieso hat man ihn nicht früher erkannt und verboten?“

S. hatte Zeitungsausschnitte bei sich mit einigen Skizzen aus den Kriegstagebüchern Ernst Jüngers, die mir bestätigten, was ich über seine politische Haltung auch schon früher gedacht habe. Wieso hat man ihn nicht früher erkannt und verboten?

8. August 1949. Jeannie Ebner. Der Genauigkeit zuliebe. Verlag Styria. 1993.

Also Jeannie Ebner ist auch zu Ernst Jünger mehr als bloß sein Name eingefallen …

Zum Österreicher („dt. Diktator“ gemäß „Personenregister“ der veröffentlichten „Tagebücher 1942–1980“) fällt Jeannie Ebner und ihrem Verlag Styria 1993 bloß sein Name ein,

nicht einmal eine solche Frage fällt ihnen zum deutschen Diktator ein,

nicht einmal in das „Personenregister“ wird von dem Österreicher mehr als das aufgenommen, zu „Hilde“ ist beispielsweise im Personenregister mehr Erklärendes notiert: „Dienstmädchen bei Familie Ebner“, zu: „Zutschi, Inder, der im Jahr 1956 einen Fußmarsch an die ungar. Grenze unternommen hat, um für die Revolution zu beten“ —

Was für eine Frage einer Schriftstellerin, nach dem Verbot eines Schriftstellers, einen Schriftsteller ob seiner politischen Haltung zu verbieten, aber nicht den Österreicher mit seiner Haltungsgesinnung früh genug zu erkennen und zu verbieten, nicht den Österreicher und seine Partei früh genug deren Gesinnungshaltung zu erkennen und zu verbieten —

Heutigentags, wenn ein Verbot gefordert, was ist das stets für ein Aufschrei, Anlaß für Unterschriftenlisten für Meinungsfreiheit — ach, zuhauf die Schreie, die Erklärungsunterschriftensammelwut zur Meinungsfreiheit

Arno Breker fiel es 1982 nicht ein , der Ehre sich zu entziehen, von für Ernst Jünger eine Büste anzufertigen.

Was wohl Alain de Benoist einfiel, was wohl Alain de Benoist will, daß dazu eingefallen werden soll, wenn er 2022 seinen Buchdeckel „Ernst Jünger – Between the Gods and the Titans“ mit einem Portrait von Ernst Jünger schmückt, das Rudolf Schlichter malte?

Das Bild für sein Buch nimmt, daß einmal auch in der Ausstellung „Entartete Kunst“

Das Bild von Rudolf Schlichter, von einem Maler, der vieles in seinem Leben war, auch in politischer Hinsicht, der unter dem Pseudonym Udor Rétyl pornographische Grafiken, von dem sein Schuhfetischismus, sein Masochismus, dessen Sexualität Strangulation und Gewalt — was soll dazu einfallen, wenn Alain de Benoist für sein Jünger-Buch dieses Bild von Rudolf Schlichter auf seinen Deckel …

Benoist devotes special attention to The Worker, as well as Jünger’s debts to Nietzsche and Spengler, his relationship to the German Conservative Revolutionary movement, and his dialogues with Heidegger, Drieu la Rochelle, and his brother Friedrich Georg Jünger.

Derart wird, ist am 21. Juni 2026 zu lesen, etwa auf der Website von Amazon für das Jüngerbuch des Alain de Benoist geworben.

Hierzu muß nichts mehr eingefallen werden, weder zu seinen Dialogen mit seinem Bruder,

mit Heidegger, zu dem Karl Kraus bereits Abschließendes einfiel,

mit Drieu la Rochelle,

noch die jüngerischen Schulden bei Nietzsche und

Spengler,

noch zum jüngerischen Verhältnis zur konservativen Revolution