Stocker sucht Wahl

Eine eben erst gegründete Produktionsfirma für interaktives Fernsehen freut sich bekanntzugeben, daß es ihr gelungen ist, ein neues Fernsehformat zu entwickeln, an dem vieles besonders ist, auch in finanzieller Hinsicht, denn es ist gelungen, die Produktionskosten outzusourcen, das Geld für die Produktion fremdzubeschaffen, die Kosten an das Bundeskanzleramt auszulagern, das nicht nur an den Erfolg dieses neuen Formats glaubt, sondern von seinem Erfolg gänzlich überzeugt ist.

Für den garantierten Erfolg spricht, es konnten dafür zwei Moderatorinnen gewonnen werden, mit der derzeit in Österreich höchsten zu habenden Kompetenz für ein derartiges Format, wobei bereits bei der Titelwahl auf höchsten Wiedererkennungswert geachtet wurde – Stocker sucht Wahl. Nicht zuletzt auch dadurch, daß eine der Moderatorinnen seit Jahren erfolgreich die Sendung vom Bauernhofe moderiert, wodurch gewährleistet ist, daß die Zusehenden sich auch bei Stocker sucht Wahl sofort heimisch fühlen werden, sie also nicht fremdeln werden.

Es soll aber nicht verschwiegen werden, daß es möglicherweise zu Kritik kommen könnte, denn die ursprünglich für dieses Format vorgesehene Moderatorin, die in bezug auf Kompetenz für ein derartiges Format die zwei nun ausgesuchten Moderatorinnen zusammen noch bei weitem überragt, mußte aufgrund einer bevorstehenden Operation zum Leidwesen der Produktionsfirma und des kostenaufkommenden Bundeskanzleramtes ihre Moderationsübernahme in der, wie es so schön heißt, letzten Sekunde wieder abgeben. Aber die Produktionsfirma und das Bundeskanzleramt sind zuversichtlich, daß die Kritik daran sich in Grenzen halten wird.

Die erste Staffel von Stocker sucht Wahl wird nun im Sommer 2026 abgedreht werden. Was die Produktionsfirma und auch das die Kosten zur Gänze übernehmende Bundeskanzleramt zuversichtlich macht, Stocker sucht Wahl werde ein durchschlagender Erfolg werden, ist ebenfalls das erfolgreich verlaufene Casting mit dem Darsteller —

Es besteht kein Zweifel am Erfolg von Stocker sucht Wahl, und deshalb wird bereits jetzt mitten in der Produktion der Sommerstaffel 2026 auf Hochtouren eine zweite Staffel vorbereitet, die Winterstaffel …

Nach jetzigem Stande kann den möglichen und wenigen kritischen Stimmen entgegnet werden, zuversichtlich zu sein, daß die Moderation ab der Winterstaffel von einer einzigen und also ursprünglich dafür vorgesehenen Moderatorin mit der höchsten zu habenden Kompetenz für ein derartiges Format wieder übernommen werden kann, das, nebenbei aber nicht unwesentlich, zu einer Kostenersparnis für das Bundeskanzleramt führen könnte, sollte doch eine Moderatorin billiger als zwei Moderatorinnen …