Alfons Riedel war kein Oskar Werner

Es ist nicht mehr weithin zum österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober 2026, an dem wieder Kränze zum äußeren Burgtor, zum Einlaß auf den Heldenplatz geschleppt werden, zum „zentralen Gedächtnisort Österreichs“, wie dieser auf der Website bezeichnet wird, deren „Eigentümer und Herausgeber Bundesministerium für Landesverteidigung“ …

Auch in Deutschland gibt es einen „zentralen Gedächtnisort“, über den beispielsweise auf der Website „Berlin.de — Das offizielle Hauptstadtportal“ zu lesen ist:

Die Neue Wache an der Straße Unter den Linden erinnert als Zentrale Gedenkstätte in Deutschland an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Käthe Kollwitz Skulptur erinnert an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Nachdem die Wache im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, ließ die DDR-Führung das Gebäude rekonstruieren und im Jahre 1960 zu einem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und des Militarismus umgestalten. Im Innern brannte eine „Ewige Flamme“ über den Urnen eines unbekannten KZ-Häftlings und eines unbekannten Soldaten. Seit 1993 befindet sich im Innern die Skulptur „Mutter mit totem Sohn“ von Käthe Kollwitz und erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Größer kann der Unterschied zwischen dem „zentralen Gedächtnisort“ in Wien und der „zentralen Gedächtnisstätte“ in Berlin nicht sein, wie bereits erzählt wurde,

der nicht zugunsten Wiens ausfällt …

Von Alfons Riedel mit seinem im frass’schen Krieger, der nach wie vor am zentralen Gedächtnisort in Österreich liegt, versteckten Brief ist doch und noch zu erzählen, von dem Brief, über den auf der vom Bundesministerium für Landesverteidigung verantworteten Website nichts zu erfahren ist, sondern lediglich von dem im frass’schen Krieger versteckten frass’schen Schreiben, wie am 24. September 2026 zu lesen ist:

Entstehungsgeschichte
Das Ehrenmal ist sichtbarer Ausdruck einer neuen Erinnerungskultur im Österreichischen Bundesheer. Seit seiner Gründung im Jahr 1955 fand das militärische Totengedenken an der Skulptur des Toten Kriegers in der „Krypta“ des 1934 errichteten Heldendenkmals im Äußeren Burgtor statt. 2012 wurde in dieser Skulptur ein verborgenes Dokument aufgefunden. Der Bildhauer Wilhelm Frass hatte darin seiner nationalsozialistischen Gesinnung Ausdruck verliehen. Dadurch stand die „Krypta“ im Widerspruch zu den Werten des Österreichischen Bundesheeres, denn der Schutz von Demokratie und Menschenrechten bestimmt auch dessen Traditionspflege. Als Konsequenz wurde das militärische Totengedenken am Nationalfeiertag und zu Allerseelen in der „Krypta“ eingestellt. Nach einer Zwischenlösung wurde das neue Ehrenmal in der Ehrenhalle des Heldendenkmals errichtet und am 26. Oktober 2019 seiner Bestimmung übergeben. Parallel dazu erläutern eine Tafel und eine Ausstellung in der „Krypta“ den historischen Hintergrund für die Realisierung dieses neuen Gedenkortes. Dieser Ort verleiht zugleich dem Bekenntnis zu einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Traditionspflege Ausdruck.
Gestaltung
Zentrales Element des Ehrenmales ist das Hoheitszeichen – ein weißes Dreieck, eingeschrieben in einem roten Kreis. Das Hoheitszeichen versinnbildlicht die gesellschaftliche Verantwortung des Österreichischen Bundesheeres sowie seine Aufgaben und Leistungen – militärische Landesverteidigung, Schutz der demokratischen Freiheiten und der staatlichen Einrichtungen, Hilfe bei Katastrophen sowie Friedenssicherungsoperationen im Ausland
„SICHERHEIT.“ – „EINSATZ.“ – „FRIEDE.“ – diese Begriffe auf dem Ehrenmal verweisen auf den Auftrag des Österreichischen Bundesheeres zur Wahrung von Frieden in demokratischer Freiheit.
Die miteinander verbundenen Platten aus Streckmetall symbolisieren einerseits das Zusammenwirken und die gelebte Gemeinschaft im Österreichischen Bundesheer und dessen Verankerung in der Gesellschaft. Andererseits veranschaulicht die unterschiedliche Neigung der Platten das breite Leistungsspektrum und die praktizierte Diversität innerhalb des Österreichischen Bundesheeres.
Inschrift
Die Widmung „ÖSTERREICHISCHES BUNDESHEER – GEDENKT ALLER, DIE IN AUSÜBUNG DES DIENSTES IHR LEBEN GELASSEN HABEN“ erweist zum einen allen Angehörigen des Österreichischen Bundesheeres, die in Dienst und Einsatz ihr Leben verloren haben, ein ehrendes Gedenken. Zum anderen richtet sie sich an alle Besucher dieses Ehrenmals und bindet sie in das Gedenken ein.

Das also ist die Inschrift am zentralen Gedächtnisort Österreichs in Wien, und das ist die Inschrift an der zentralen Gedächtnisstätte Deutschlands in Berlin

Die neue Wache ist der Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Wir gedenken der Völker, die durch Krieg gelitten haben. Wir gedenken ihrer Bürger, die verfolgt wurden und ihr Leben verloren. Wir gedenken der Gefallenen der Weltkriege. Wir gedenken der Unschuldigen, die durch Krieg und Folgen des Krieges in der Heimat, die in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind. Wir gedenken der Millionen ermordeten Juden. Wir gedenken der ermordeten Sinti und Roma. Wir gedenken aller, die umgebracht wurden wegen ihrer Abstammung, ihrer Homosexualität oder wegen Krankheit und Schwäche. Wir gedenken aller Ermordeten, deren Recht auf Leben geleugnet wurde. Wir gedenken der Menschen, die sterben mußten um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen. Wir gedenken aller, die Opfer der Gewaltherrschaft wurden und unschuldig den Tod fanden. Wir gedenken der Frauen und Männer, die im Widerstand gegen die Gewaltherrschaft ihr Leben opferten. Wir ehren alle, die eher den Tod hinnahmen, als ihr Gewissen zu beugen. Wir gedenken der Frauen und Männer, die verfolgt und ermordet wurden, weil sie sich totalitärer Diktatur nach 1945 widersetzt haben.

Es hat zwar etwas von Ehrlichkeit, wenn das Schreiben von Alfons Riedel, das als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ angesehen wird, auf der Website der österreichischen Landesverteidigung keine Erwähnung findet, denn der Soldateska geht es, auch wenn der „Friede“ als ihr „Auftrag“ vorgeschoben wird, nicht um Frieden, sondern vor allem auch um die Bewahrung des Mannes Ideal: Held —

Wenn auf der Website des österreichischen Verteidigungsministeriums gar so betont von „Traditionspflege“ des österreichischen Bundesheeres geschrieben wird, ist es hoch an der Zeit, die „Tradition“ und deren „Pflege“ des österreichischen Bundesheeres endlich umfassend zu durchleuchten …

Es mag nicht wenigen das Schreiben von Alfons Riedel als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ erscheinen,

Als Mitarbeiter an dem toten Krieger hat mir das Erlebnis des großen Krieges als Jugendlicher im Hinterland, mit all seinem Heroismus und Schrecken, den nachhaltigsten Eindruck gemacht und hege ich in voller Erkenntnis der heroischen Größe des Kampfes der deutschen Nation um ihr Lebensrecht nur einen Wunsch, der bisher leider nur Wunsch von Generationen war und geblieben ist:
„ Ich wünsche, daß künftige Generationen unseres unsterblichen Volkes nicht mehr in die Notwendigkeit versetzt werden, Denkmäler für Gefallene aus gewaltsamen Auseinandersetzungen von Nation zu Nation errichten zu müssen. “
Alfons Riedel
Bildhauer
Wien im April 1935

Weshalb aber Alfons Riedel den „Wunsch“ in Anführungszeichen setzte, das könnte als seine Distanzierung von diesem Wunsch gelesen werden, als Ausdruck dafür, daß es nicht sein Wunsch — einerlei, was er in seinem Brief über „Heroismus“, „heroische Größe des Kampfes der deutschen Nation“ mit seinen Anführungszeichen ausdrücken wollte, festzuhalten ist hierzu, er, Alfons Riedel trat nur wenige Jahre später der NSDAP bei, deren Gesinnung und Begehren einzig Kampf, Krieg, Mord, Gefallene … Vielleicht schwebten ihm, Alfons Riedel, künftige Denkmäler bloß noch für Sieger, Heroen der deutschen Nation vor, und so einer wollte er selbst wohl auch an der Ostfront werden, und wurde doch nur ein Kriegsgefangener … Wäre es ihm, Alfons Riedel, ernst gewesen, was er in seinem als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ verkauften Brief schrieb, er hätte es beispielsweise einem Oskar Werner gleichtun können, also nicht der Kriegs- und Massenmordpartei beizutreten, also nicht als Soldat in einen Eroberungskrieg sich zu verdingen, sondern zu desertieren, wie Oskar Werner, der „Lieblingsschauspieler“ von einem, dessen zurzeitiges Lieblingswort „Remigration“ ist, von dem je nicht zu erwarten war, daß ihm Oskar Werner sein „Lieblingsschauspieler“ …

Alfons Riedel, viel ist über ihn nicht zu erfahren, etwa auf der Website „Wien Geschichte Wiki“ ist am 24. September 2026 lediglich das zu lesen:

Alfons Riedel, * 31. Juli 1901 in Wien, † 1. April 1969 in Wien, Bildhauer. Riedel, der während des Ständestaats den damals illegalen Sozialdemokraten angehörte, war ein Mitarbeiter von Wilhelm Frass und legte vor der endgültigen Montage des Denkmals des toten Soldaten am Äußeren Burgtor der von Frass in einer Mulde im Sockel des Denkmals mit einem pronationalsozialistischen Schreiben deponierten Blechkapsel im April 1935 einen pazifistischen Text bei, in dem er den Wunsch äußerte, dass spätere Generationen „nicht mehr in die Notwendigkeit versetzt werden, Denkmäler für Gefallene aus gewaltsamen Auseinandersetzungen von Nation zu Nation errichten zu müssen“.

Wien Geschichte Wiki. 24. September 2026. Diese Seite wurde zuletzt am 17. Juni 2025 um 14:53 Uhr bearbeitet.

Dabei, was kann nicht alles über Alfons Riedel erzählt werden.

Etwa das, daß er ein Schüler von Josef Müllner, der seit kurzem gesäubert und herausgeputzt auf dem Karl-Lueger-Platz steht, gewesen ist.

Etwa das, daß er mit Wilhelm Frass in der Türkei war, in der Türkei, in der damals noch andere aus Österreich Arbeit fanden, ihre Arbeit, zu der sie am besten befähigt, Diener starker Männer …

Etwa das, daß von ihm wie von Frass, von Müllner, von Eisenmenger u. a. m. Werke im sogenannten öffentlichen Raum Wiens nach wie vor herumstehen, aufgemalt … Wer zum Beispiel im Stadtkino im Künstlerhaus einen Film sieht, hat nicht nur die Leinwand im Blick, sondern auch seine Mahagonimasken, links und rechts dazu die Wandbilder von Rudolf Hermann Eisenmenger und Rudolf Holzinger. Eisenmenger schuf 1955 den heute versteckten Eisernen Vorhang, Rudolf Holzinger war über ein Jahrzehnt zuvor beim Schaffen des Kartons für das arisierte Ronacher dabei. Ob der von Holzinger mitausgeführte Eiserne Vorhang noch zu sehen ist, wurde nicht nachgeprüft, wird soher nicht gewußt, was in der Staatsoper aber noch in den Pausen genossen werden darf, das wird gewußt, die Tapeten von Eisenmenger.

Da Franz Kralicek 1943 starb, konnte er den Vorhang für das arisierte Ronacher nicht fertigstellen, so wurden Rudolf Holzinger, Max Frey und Günther Baszel beauftragt mit der Finalisierung des Kartons mit 26 Figuren und einem Wagner-Zitat: „Ehrt eure deutschen Meister“.

Von Franz Kralicek ist heutigentags noch in der Faulmanngasse sein Sgraffito zu sehen, mit dem Spruch: „Es gibt nur einen Adel, den Adel der Arbeit“. Was lediglich abgeschlagen wurde, ist der Name des Österreichers, dem dieses Zitat damals zugeschrieben wurde. Auch ein Beispiel dafür, daß die Gesinnungsgemeinschaft dieses Österreichers nur zu einem befähigt war, massenhaft zu stehlen.

Im Wildganshof im dritten Wiener Gemeindebezirk ist heutigentags noch das Terrakottarelief „Pflügender Bauer“ von Alfons Riedel zu sehen, das einst mit dem nun verräumten Spruch „Wir reden nicht, sondern handeln“ versehen war, stolz verziert mit dem Namen des österreichischen Sprücheklopfers.

Wie sie mit ihrem sie anführenden Österreicher „handelten“, ist bekannt, wie sie, die heutigentags nur „reden“, „handeln“ werden, wird sich im vollen Ausmaß erst bitter herausstellen —

Und danach, danach, nach dieser jetzt noch nur herbeigeredeten Marschoffensive, wird es wieder heißen, es war bloß Idealismus, nacktreiner Idealismus …

Dieser Spruch „Wir reden nicht, sondern handeln“ prangt zwar nicht mehr unter dem pflügenden Bauern des Alfons Riedel, aber gesagt wird dieser auch heutigentags sehr gerne; ein Spruch ist ein Spruch ist ein bedenkenloser Spruch, außer, dieser ist ein Spruch, der wird von gewissen Menschen mit einem bestimmten Gesinnungshintergrund verwendet.

Und zum riedelschen pflügenden Bauern noch der riedelsche Anton Wildgans im Wildganshof — Anton Wildgans, was für ein Lyriker.

Etwa das, daß Alfons Riedel von Oktober 1961 bis November 1965 Präsident des Künstlerhauses war, das Rudolf Hermann Eisenmenger von 1939 bis 1945 auch war.

Etwa das, daß für Alfonds Riedel auf den „Krieg folgten der Preis des Unterrichtsministeriums, der Professorentitel und das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.“

Etwa das:

Am 1. Jänner 1941 trat er der NSDAP bei, nachdem er im Jahr 1940 zumindest zweimal erfolglos versucht hat, einen öffentlichen Auftrag an Land zu ziehen. Von 1942 bis 1945 war er an der Front – irgendwo „im Osten“, wie er in einem Feldpostbrief an seine Kollegen vom Künstlerhaus schrieb. Nach Kriegsende war Riedel ein halbes Jahr in russischer Kriegsgefangenschaft. Bereits im Dezember 1945 verbürgte sich der damalige Künstlerhaus-Direktor Karl Maria May für Riedel: In einer eidesstattlichen Erklärung erläuterte er, dass dieser der NSDAP „nur aus wirtschaftlichen Gründen beigetreten [ist]. Sein Verhalten gegenüber anders Gesinnten war stets freundschaftlich und hilfsbereit, in jeder Weise.“

Karl Maria May, Präsident des Künstlerhauses von 1945 bis 1954, also erklärte eidesstattlich, das Verhalten von Alfons Riedel sei gegenüber anders Gesinnten stets freundschaftlich und hilfsbereit, in jeder Weise gewesen. Ein anders Gesinnter muß demnach Karl Maria May das NSDAP-Mitglied Alfons Riedel erschienen sein, ist doch von einer NSDAP-Mitgliedschaft des Karl Maria May nicht in Erfahrung zu bringen. Über Karl Maria May gibt es auf „Wien Geschichte Wiki“ diese am 24. September 2026 gelesene Auskunft:

Karl Maria May verbrachte seine Jugend in St. Pölten, besuchte die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und die Akademie der bildenden Künste (bei Rudolf Bacher) und erhielt 1912 ein Romstipendium. Von 1914 bis 1918 und 1941/1942 nahm er als Offizier am Ersten und am Zweiten Weltkrieg Teil. May war ab 1928 Mitglied und vom 26. April 1945 bis zum 16. Juni 1954 Präsident des Künstlerhauses (Leitung der Wiederherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg, Eröffnung des Künstlerhauskinos). Von ihm stammt ein Porträt Theodor Körners. Er war Professor (1946). May malte ursprünglich religiöse Kompositionen, dann Porträts, Landschaften und Genre.

Wien Geschichte Wiki. 24.September 2026. Diese Seite wurde zuletzt am 8. August 2025 um 17:20 Uhr bearbeitet.

Darüber hinaus ist über Karl Maria May doch und noch zu erfahren, am 24. September 2026, in der „Wikipedia“, jedoch in der englischsprachigen Ausgabe, in der deutschsprachigen Wikipedia gibt es keinen Artikel zu Karl Maria May:

Es gibt einen weiteren Raum am zentralen Gedächtnisort Österreichs, den „Weiheraum“, zu dem am 24. September 2026 auf der Website des Landesverteidigungsministeriums zu lesen ist:

Weiheraum für den österreichischen Widerstand 1965

Am 27. April 1965, 20 Jahre nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, wurde im linken Flügel des Äußeren Burgtors der Weiheraum für die Opfer des österreichischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus eröffnet (Architekt: Robert Kramreiter).

Der schwarze Marmorblock mit dem Staatswappen auf der Oberseite trägt die Inschrift „IM GEDENKEN AN DIE / OPFER IM KAMPFE / FÜR ÖSTERREICHS FREIHEIT“.

Das also ist eine weitere Inschrift am zentralen Gedächtnisort Österreichs, zu der im „Weiheraum“ am 24. September 2026 eine besondere Ausführung auf „CityABC Das Wien Wiki“ zu lesen ist:

Weiheraum – Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus

Der schwarze Marmorblock Auf der gegenüberliegenden Seite wurde 1965 von Robert Kramreiter ein weiterer Raum eingerichtet – ein Weiheraum zum Gedenken an die Freiheitskämpfer 1934-1945. Ursprünglich war dieser Raum als Kultraum für nichtkatholische Bekenntnisse und als Aufbahrungsraum für Staatsbegräbnisse in Verwendung.

Heute enthält er einen schwarzen Marmorblock, der an der Oberseite das Bundeswappen zeigt. An der Vorderseite ist der Schriftzug „IM GEDENKEN AN DIE OPFER IM KAMPFE FÜR ÖSTERREICHS FREIHEIT“ angebracht. Der Raum erinnert daran, dass in der NS-Zeit 2.700 Österreich hingerichtet wurden, weitere 16.100 wurden in Gestapohaft umgebracht, 82.000 Menschen, darunter 65.000 Juden, wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Der Weiheraum ist nur am Nationalfeiertag zugänglich.[4]