„Das ist das Gebein von Elfen.“

Andre Heller - Uhren gibt es nicht mehr.jpgEin blinder Mensch, dem die Stimmen von Peter Turrini und André Heller unbekannt sind, kam beim Anhören des Gespräches von Herrn Heller mit seiner einhundertzweijährigen Mutter ins Schwärmen und rief aus: Was für eine kindhafte Stimme Frau Heller doch hat!

Anders erging es dem blinden Menschen, dem die Stimmen von Peter Turrini und André Heller unbekannt sind, beim Anhören des Gespräches von Herrn Turrini mit dem vierjährigen Nachbarskind. Er stellte verwundert fest: Was für eine greisenhafte Stimme das Kind doch hat.

Er war nicht davon zu überzeugen, die Tonträger vertauscht zu haben. Er blieb dabei, es ist das Gespräch zwischen Herrn Heller und seiner Mutter zu hören, während in Wirklichkeit das Gespräch zwischen Herrn Turrini und dem Nachbarskind abgespielt wurde, und ebenso beharrte er während des Abspielens des Gespräches zwischen Herrn Turrini und dem Nachbarskind darauf, das ist das Gespräch zwischen Herrn Heller und seiner Mutter.

Wäre bloß ein kompetenter Mensch anwesend gewesen, einer, dem der blinde Mensch Autorität zuerkennt, wie schnell wäre dieses sich in die Länge ziehende Gespräch über die Verwechslung von Tonträgern beendet gewesen. Aber so endete es erst nach Stunden, erst als der blinde Mensch endlich sagte, er sei nun müde. Und aus dem Halbschlaf heraus murmelte er, es müsse seine Mutter in Wahrheit noch viel älter sein, wie sonst könne er sie fragen, ob sie Tschaikowsky noch …

AAndrea Schurian - Andre Heller - Blicke bis auf den Grund der Seelech, wäre bloß Andrea Schurian an diesem Nachmittag anwesend gewesen, wie schnell wäre dieses sich in die Länge ziehende Gespräch beendet gewesen, die Verwechslung aufgeklärt. Denn. Der blinde Mensch hält viel auf ihr Urteil. Ihr Artikel in der besten Tageszeitung des Landes war es schließlich auch, der ihn zum Kauf veranlaßte. Sie werden jetzt vielleicht denken, die Zeitung gibt es in Blindenschrift. Nein, es ist die Reinigungskraft, die ihm täglich, ehe sie mit dem Staubwischen beginnt, aus dieser vorliest. Den Tonträger mit dem Gespräch zwischen Herrn Turrini und dem Nachbarskind erwarb er einige Tage zuvor, aufgrund einer Empfehlung vom besten Radiosender dieses Landes. Die Reinigungskraft muß ihm nicht jeden Artikel vorlesen, aber sie hat den Auftrag, ihm unbedingt alle von Andrea Schurian vorzulesen. Und auch der Artikel von ihr über André Heller und Uhren, die es nicht mehr gibt, aber zu tragen sind, verfehlte bei ihm nicht seine Wirkung, von einer Qualität, poetisch, wie der blinde Mensch sagt, als würde André Heller selbst … todesmutig stürze sie sich in die Sprache, wie eben nur eine Meisterin, die über einen Meister … und der Meister werde die Meisterin nicht wie seine Mutter fragen müssen, ob sie eine Meisterin sei, sondern ausrufen: sie ist eine Meisterin! Denn auch das werde er wissen, wie er so vieles wisse, was zum Beispiel Gott sei, auch das wisse er, der Franzi, wie ihn, ist zu lesen, seine Mutter …. von der der blinde Mensch auch heute wieder meint, beim Abspielen des Gespräches zu Topfenstrudel mit Schlag und Tee, sie habe so eine …

Wie gut, kein Abonnement von diesem Standard zu haben

Oder spätestens mit dieser neuerlichen Reifeleistung von Andrea Schurian müßte „dem Standard“ das Abonnement aufgekündigt werden, zumindest müßte es eingestanden und akzeptiert werden, regelmäßig Geld auszugeben für eine Bassena als Zeitung.

Weil in einem Artikel sollte mehr enthalten sein, als der Ratschlag für eine einzige Person. Für diesen Ratschlag, sich den Vertrag jetzt, nach dem Rücktritt und der Entlassung, genau anzuschauen, hätte Andrea Schurian nur zum Telefon …

Weil in einem Artikel sollte nicht die Vermutung regieren, wenn es um leicht überprüfbare Fakten geht. Peter Noever hätte Andrea Schurian also am Telefon auch gleich bestätigen können, ob er Extrahonorare für Ausstellungskuratierungen …

Weil in einem Artikel sollten nicht Geburstagsfeste zu Abendessen verkleinert und also verniedlicht werden, und damit zugleich alle Lesenden von Andrea Schurian verkauft werden als an Alzheimer Leidende.

Weil ein Artikel sollte nicht als Kunstwerk verkleidet werden, das erst zu interpretieren ist, sondern klar in der Mitteilung sein. Konkret bezogen auf diesen Artikel heißt das, will Andrea Schurian mit dem Hinweis, daß Clauda Schmied gerne mit Peter Noever, der bei Andrea Schurian plötzlich über Abendessen stolperte, speiste, zum Ausdruck bringen, von den Malversationen des Peter Noever hätte auch die Ballnistra etwas gehabt? Ebenfalls eine leichte Aufgabe, vor allem für eine leitende Angestellte einer Tageszeitung, herauszufinden, ob die Ministerin die Feste des Peter Noever im Mak besuchte.

Was diese neuerliche Reifeleistung von Andrea Schurian erschütternderweise auch zeigt, ist, wie weit und wie breit in diesem Land bereits der schnoddrige Umgang mit der Ehrlichkeit gediehen ist. Andrea Schurian will rhetorisch nicht gegenrechnen, aber, fragt sie ganz ohne Rhetorik, wer hätte bei einer Gegenrechnung dann den Schwarzen Peter? Womit Andrea Schurian etwas als in Ordnung verkaufen will, was gar nicht in Ordnung ist. Denn es kann, generell und ohne konkreten Blick auf den Fall Peter Noever gesagt, niemals in Ordnung sein, sich unerlaubterweise selbst zu bedienen, auch dann nicht, wenn zugleich vereinbarte Honorare nicht in Rechnung gestellt werden; das ist niemals eine korrekte Geschäftsgebarung.  Und doch mit konkretem Blick auf Peter Noever: es ist anzunehmen, er hätte zu seiner Entlastung eine Karte Extrahonorare längst selbst gespielt.

Wozu sind also solche Artikel gut? Wofür taugen derartige Artikel? Als Anleitung zur …? Als Rechtfertigung für …? Es sind bald Ostern, vielleicht eignen sich derartige Artikel dafür, Ostereier einmal anders zu bemalen und zu bekleben, mit ebensolchem Papier. Das könnte durchaus, wenigstens dazu verleiten, das Ostereiertitschen wieder einmal zu probieren. Keinesfalls jedoch dazu, „den Standard“ zu abonnieren.

PS Möglicherweise könnte aber der Einsatz neuer Techniken dazu beitragen, nicht den gesamten „Standard“ abonnieren respektive kündigen zu müssen, einen „Standard“ also zu erhalten, der nach Angaben des Abonnenten beispielsweise ohne die Artikel von Andrea Schurian ausgeliefert wird, deren Informationsgehalt sich darauf beschränken, über das Keifen zwischen den Bassenas in Kenntnis gesetzt zu werden. Das wäre auch im Sinne einer Ökonomie des Lesens, denn ab und an ist es doch verlockend, an der Bassena stehenzubleiben.

Österreich, Land genialer Freigeister

Andrea Breth ist eine auf der Tafel der „genialen Freigeister“, wie sie heute von Andrea Schurian in der Tageszeitung „Der Standard“ bezeichnet werden, die auf prono ever zitiert werden, mit Meinungen für Peter Noever.

Die Meinungen genialer Freigeister eignen sich gut für ein Rätsel.

Wer von ihnen sagt:

… eine Verkäuferin, wenn sie eine Kleinigkeit klaut, aber sofort gefeuert wird, halte ich es für völlig maßlos …

Und wer:

Jeder andere Kleinkriminelle, werde sofort mit der vollen Härte des Gesetzes konfrontiert, …

PS Rätsel dürfen heutzutage mit kleinen Hilfestellungen aufgegeben werden: ein Ausspruch ist von Andrea Breth, der andere von Heidemarie Unterreiner.

Martina Kandeler-Fritsch – Als Belohnung für das Zuschauen ein Aufstieg zur Direktorin?

Andrea Schurian zeichnete gestern von Martina Kandeler-Fritsch einen Kopf als Direktorin des Museums für angewandte Kunst, verschickte für sie also eine Motivationszeichnung in der Tageszeitung „Der Standard“ an die zuständige Ministerin.

Ein Bewerbungsschreiben dient dazu, einem Menschen zu einem Erfolg oder wenigstens zu einer Arbeit zu verhelfen, in einem Artikel sollten, zumindest, Fragen gestellt werden, die menschgemäß keine Bewerberin selbst in ihrer Bewerbung stellen darf.

Martina Kandeler-Frisch, um die wichtigste Frage herauszugreifen, die Andrea Schurian nicht stellte, werde zu Peter Noever und den gegen ihn erhobenen Vorwürfen sich nicht äußern.

Warum?

Martina Kandeler-Fritsch müßte sonst wohl antworten, sie habe zugeschaut, müßte die

Ausstellungsabteilungsleiterin, stellvertretende Direktorin des künstlerischen Bereichs, seit 2005 Prokuristin und seit dem Vorjahr stellvertretende Direktorin,

wie Andrea Schurian in ihrer Fremdbewerbung als Vorzüge auflistet, sich erklären, weshalb sie in diesen ihren wichtigen Funktionen je keine Kontrollaufgaben leistete. In einem obrigkeitshörigen Staat werden viele Martina Kandeler-Fritsch verstehen, daß sie zugeschaut hat, auch als Prokuristin, als stellvertretende Direktorin sei man ja doch in erster Linie Untertanin, die ihrem Direktor zu folgen hat, zu schweigen hat.

Als was Peter Noever das Mak immer verstanden haben mag, wie immer Peter Noever das Mak geleitet haben mag, gar als in seinem Privatbesitz befindliche Kolonie, ist heute schon Geschichte, die nur noch die zuständigen Behörden zu interessieren hat. Von Interesse aber ist, wer zukünftig das Mak leiten wird, soll jemand dafür belohnt werden, eine brave und schweigende und Kontrollaufgaben mißachtende Gehülfin stellvertretende Direktorin gewesen zu sein? Ja, warum nicht der österreichischen Realität folgen. Ein demokratieförderliches Zeichen allerdings wäre es nicht, im Gegenteil, ein Rezept: Schweige für deinen Aufstieg.