Wie heißt Psychiatrie mit vielen Wärtern und ohne Therapie? – Kirche.

Church

Zugegeben, ein billiger Witz. Aber aufgelegte Witze sind stets billige, weil das Aufgelegte, in diesem Fall das von Papst Franziskus, billig ist. Es kann von einem aufgelegten Witz nicht verlangt werden, nicht so billig wie das ihn Hervorrufende zu sein.

Papst Franziskus legt auf: Psychiatrie, Kinder und Homosexualität.

Kann auf eine solche Einlage eine andere als eine ebenso billige gelegt werden?

Wie heißt Psychiatrie mit vielen Wärtern und ohne Therapie?

Kirche.

Frauen müssen diesmal nicht erwähnt werden. Sie sind mit „Wärtern“ aber nicht mitgemeint. Es geht ja um die Kirche. Da sind Frauen von Wärtern höchstens eingeschlossen.

Als ob einer aus der Kirche das Geringste zur Erziehung und vor allem zum Kindeswohl sagen zu sagen befähigt wäre, es sich je erlauben dürfte, wenn allein an den Mißbrauch von Kindern, an das Verbrechen an Kindern in der Kirche gedacht wird, das seit Anbeginn der Kirche begangen wird. Diese Verbrechen an den Kindern sind keine Epidemie, diese Verbrechen an den Kindern sind keine Pandemie, diese Verbrechen an den Kindern sind eine Glodemie, die eine Ewigkeit schon wütet und weiter wüten wird, bis diese Ewigkeit geendet hat, das heißt, mit der Auflösung der Kirche.

Es ist ein billiger Witz, Eltern die Psychiatrie für ihre Kinder zu empfehlen, die sich für eine sexuelle Orientierung entscheiden, die die Kirche als „himmelschreiende Sünde“ katechetisch verkauft …

Kein Witz hingegen, daß die Kirche beinahe siebzehn Jahrhunderte Zeit hatte, ihr Personal in die Lage zu versetzen, Kinder nicht psychisch zu deformieren, psychisch zu vernichten. Wer kann die Kinder durch die Jahrhunderte zählen, die, sind sie dem Kirchenpersonal in die Hände gefallen, psychologische Hilfe bitter und dringend nötig gehabt hatten und haben? Ein leichteres Unterfangen wohl, alle Sterne am Himmel zu zählen.

Jahrhunderte für Verbrechen an Kindern und Vertuschung von Verbrechen an Kindern verschwendet, vergeudet, vertan, und keine einzige Stunde dafür genutzt, für das Kirchenpersonal einen Katechismus zu schreiben, der sie nicht in ein Leben im Verbrechen zwingt, sondern ermöglicht, ein sexuelles Leben jenseits der staatlichen Strafgesetzbücher zu führen, gar so etwas wie ein sexuell befriedigtes Leben zu entfalten.Papst empfiehlt Eltern die Psychiatrie für ihre Kinder

Auch bei diesem Papst fällt ein weiterer Mann ein, und zwar der „Allmächtige“, der Homosexuelle verfolgen ließ, selbst aber … von J. Edgar Hoover wird erzählt – wahr oder nicht wahr –, er soll Frauenkleider getragen und sich „Mary“ rufen gelassen haben, auf Männerfesten. Der arme Allmächtige, heimlich nur Frauenkleider. In dieser Hinsicht ist das Kirchenpersonal glücklicher von ihrem Allmächtigen bedacht, die Frauenkleider wenigstens können sie öffentlich tragen, in jeder Messe. Es würde nicht wundern, wenn eines Tages von dem einen oder anderen Papst, von toten und noch lebenden Päpsten, dasselbe erzählt werden würde, dieser oder jener sei dem Hoover-Syndrom verfallen: einerseits homophob, andererseits homophil … ein Muster, das nicht erst seit Hoover bekannt ist. Und solche „Allmächtigen“ im Himmel gab es auch zur Genüge vor Hoover. Es sollte daher besser von einem Allmächtigen-Syndrom gesprochen werden.


Kirche

 

Ein Gemeinsames von Martin Graf, Robert Menasse und dem Eckart

Kann es nicht geben, ist nicht vorstellbar, könnte in einer ersten Reaktion …

Und doch, in einer Hinsicht gibt es ein Gemeinsames von Martin Graf, Robert Menasse und dem Eckart, auf der Plattform Facebook gleichen sie ihr Verhalten einander an; sie können keine Kommentare dulden, die …

Das Erwähnenswerte daran ist nicht, daß Martin Graf und Robert Menasse und der Eckart Kommentare löschen, das Auffällige daran ist, daß sowohl Martin Graf und der Eckart als auch Robert Menasse viel von Demokratie, viel vom Wert der Meinungsfreiheit reden und schreiben, aber im Handkehrum …

Ob das nun für Martin Graf oder für den Eckart zu bedenken ist, etwas mit Robert Menasse gemein …, oder das nun für Robert Menasse …

Generell könnte gesagt werden, wofür diese Damen und Herren beispielhaft stehen, die erste Reaktion in diesem Land, möglicherweise besonders in diesem Österreich genannten Land, ist das Löschen, also das Ausblenden von allem, das nicht in … Gerade so, als ob das Spiel, das besonders von Kleinkindern zum Erkunden und zum Zurechtfinden in der Wirklichkeit gespielt wird, schließe ich meine Augen, siehst du mich nicht, alles ungetan, ungesagt, ungeschreiben, ungeschehen … Fraglich aber ist es, ob es tatsächlich ein Spiel der Kleinkinder ist, und nicht viel mehr ein Spiel der Erwachsenen, ob Kleinkinder tatsächlich ein derartiges Spiel zum Erkunden der Wirklichkeit benötigten, es also in Wahrheit ein den Kleinkindern verkauftes Einübungsspiel in die vereinbarte Wirklichkeit zur Sicherung dieser Art von Wirklichkeit …

Wie gut, kein Abonnement von diesem Standard zu haben

Oder spätestens mit dieser neuerlichen Reifeleistung von Andrea Schurian müßte „dem Standard“ das Abonnement aufgekündigt werden, zumindest müßte es eingestanden und akzeptiert werden, regelmäßig Geld auszugeben für eine Bassena als Zeitung.

Weil in einem Artikel sollte mehr enthalten sein, als der Ratschlag für eine einzige Person. Für diesen Ratschlag, sich den Vertrag jetzt, nach dem Rücktritt und der Entlassung, genau anzuschauen, hätte Andrea Schurian nur zum Telefon …

Weil in einem Artikel sollte nicht die Vermutung regieren, wenn es um leicht überprüfbare Fakten geht. Peter Noever hätte Andrea Schurian also am Telefon auch gleich bestätigen können, ob er Extrahonorare für Ausstellungskuratierungen …

Weil in einem Artikel sollten nicht Geburstagsfeste zu Abendessen verkleinert und also verniedlicht werden, und damit zugleich alle Lesenden von Andrea Schurian verkauft werden als an Alzheimer Leidende.

Weil ein Artikel sollte nicht als Kunstwerk verkleidet werden, das erst zu interpretieren ist, sondern klar in der Mitteilung sein. Konkret bezogen auf diesen Artikel heißt das, will Andrea Schurian mit dem Hinweis, daß Clauda Schmied gerne mit Peter Noever, der bei Andrea Schurian plötzlich über Abendessen stolperte, speiste, zum Ausdruck bringen, von den Malversationen des Peter Noever hätte auch die Ballnistra etwas gehabt? Ebenfalls eine leichte Aufgabe, vor allem für eine leitende Angestellte einer Tageszeitung, herauszufinden, ob die Ministerin die Feste des Peter Noever im Mak besuchte.

Was diese neuerliche Reifeleistung von Andrea Schurian erschütternderweise auch zeigt, ist, wie weit und wie breit in diesem Land bereits der schnoddrige Umgang mit der Ehrlichkeit gediehen ist. Andrea Schurian will rhetorisch nicht gegenrechnen, aber, fragt sie ganz ohne Rhetorik, wer hätte bei einer Gegenrechnung dann den Schwarzen Peter? Womit Andrea Schurian etwas als in Ordnung verkaufen will, was gar nicht in Ordnung ist. Denn es kann, generell und ohne konkreten Blick auf den Fall Peter Noever gesagt, niemals in Ordnung sein, sich unerlaubterweise selbst zu bedienen, auch dann nicht, wenn zugleich vereinbarte Honorare nicht in Rechnung gestellt werden; das ist niemals eine korrekte Geschäftsgebarung.  Und doch mit konkretem Blick auf Peter Noever: es ist anzunehmen, er hätte zu seiner Entlastung eine Karte Extrahonorare längst selbst gespielt.

Wozu sind also solche Artikel gut? Wofür taugen derartige Artikel? Als Anleitung zur …? Als Rechtfertigung für …? Es sind bald Ostern, vielleicht eignen sich derartige Artikel dafür, Ostereier einmal anders zu bemalen und zu bekleben, mit ebensolchem Papier. Das könnte durchaus, wenigstens dazu verleiten, das Ostereiertitschen wieder einmal zu probieren. Keinesfalls jedoch dazu, „den Standard“ zu abonnieren.

PS Möglicherweise könnte aber der Einsatz neuer Techniken dazu beitragen, nicht den gesamten „Standard“ abonnieren respektive kündigen zu müssen, einen „Standard“ also zu erhalten, der nach Angaben des Abonnenten beispielsweise ohne die Artikel von Andrea Schurian ausgeliefert wird, deren Informationsgehalt sich darauf beschränken, über das Keifen zwischen den Bassenas in Kenntnis gesetzt zu werden. Das wäre auch im Sinne einer Ökonomie des Lesens, denn ab und an ist es doch verlockend, an der Bassena stehenzubleiben.

O fraget nicht, preiset und danket – Robert Menasse

Es werden, wie bereits ausführlich erzählt, keine harmlosen Kommentare geduldet. Das mag noch verstanden werden, die eigenen Spiegel sollen keine getrübten Bilder werfen gegen … Aber auch keine Fragen, nicht einmal eine harmlose, wie diese, ob denn inzwischen schon ein Kaffee bestellt worden sei? Diese Frage überlebte, wie gesehen werden kann, nicht eine Nacht …

Nun kann der Spiegel wieder nach den richtigen Antworten befragt werden, wofür alles, Robert Menasse ist schlicht für alles …

Robert-Menasse-Club – Das Land des Löschens

Heute präsentiert sich die Robert-Menasse-Facebook-Seite wieder in bester Ordnung, morgens um sieben, wenn der Hahn zum Krähen erwacht, ist die Welt der Aufgeklärten …

Gestern, am 1. April 2011, gab es ja auf der Robert-Menasse-Facebook-Seite noch Zeilen …

Nach einer sehr bekannten Melodie in diesem Land kann den technisch veränderten Zeiten entsprechend nur gesungen werden: Glücklich ist, wer löscht, was …

PS Ein Argument für die erste Vertreibung war auch, es wäre die Chance eingeräumt worden, eine Diskussion zu eröffnen. Aber an der sei offenbar niemand interessiert gewesen.

Und wird, wie gesehen werden kann, eine Diskussion eröffnet, ist das Ergebnis: die dritte Vertreibung.

PPS Was für eine großzügiges Angebot. Wieder sich melden zu dürfen, wenn … Allerdings stellt sich die Frage, wie sich melden, wenn es technisch nicht mehr möglich ist. Es ist zwar noch erlaubt, den Button „Gefälllt mir“ zu klicken, um zu einem zu werden, dem die Robert-Menasse-Facebook-Seite gefällt, das ist aber schon alles. Gefallen also darf es noch, geschrieben werden darf nicht mehr. Möglicherweise fehlt lediglich das technische Wissen, Einstellungen auf Facebook richtig vorzunehmen.

Aber das ist nicht mehr von Belang. Es hat sich erschöpft. Es verspricht auch kein Vernügen mehr. Auch das Beispiel Robert-Menasse-Facebook-Site hat nun zur Genüge gezeigt, wie schlecht es in diesem Land tatsächlich um die Diskussionskultur bestellt.

Vom Genuß der Vertreibung von der Robert-Menasse-Facebook-Seite

Es wurden viele Argumente, wie hier mit einem Klick leicht nachgelesen werden kann, angeführt, weshalb ein harmloser Kommentar nicht auf der Robert-Menasse-Facebook-Seite veröffentlicht bleiben darf. Eines war, weil der Kommentator eben ein Phantom sei, er ein Pseudonym verwende. Der Name des Kommentators ist aber kein Pseudonym, dieser Name steht in einem staatlich ausgestellten Paß, mit dem der Kommentator sich beispielsweise bei Demonstrationen ausweist.

Argumente zu prüfen, ist wichtig, aber das Prüfen soll auch Vergnügen bereiten. Und die Prüfung dieser oben erwähnten Argumente hat gut unterhalten.

Mit einem Male ist es nicht mehr wichtig, daß es ein Phantom sein könnte, daß es einer sein könnte, der ein Pseudonym verwendet. Wichtig ist mit einem Male nur noch, daß es ein Kommentar des Lobes für Robert Menasse ist. „Martin Graf – Umfrage Rücktritt“ lobte, wie gesehen werden kann, gut, denn seine Ehrerbietung bleibt nicht nur veröffentlicht, es ist auch eine, die gefällt.

Aber was für ein Mißverständnis, ein Mißverständnis aus Gründen von … Denn es war nicht die Rede von dem einen Buch des Robert Menasse. Wäre tatsächlich dieses eine bestimmte Buch von Robert Menasse gemeint gewesen, es wäre selbstverständlich der gesamte Titel geschrieben worden. Das gebietet allein schon die Ehrfurcht vor der Literatur. Mit viel Genuß wurde also nicht die Vertreibung aus der Hölle gelesen, sondern mit viel Genuß wurde die Vertreibung von der Robert-Menasse-Facebook-Seite gelesen, die Argumente also, die zu dieser Vertreibung führten.

Es war menschgemäß davor klar, was von diesen Argumenten zu halten ist, und, das muß zugegeben werden, eine nochmalige Prüfung der Argumente durchzuführen, war soher bereits als pedantisch eingestuft und verworfen worden. Aber damit noch einen Spaß …