Wunder der Wandlung: Aus Haß wird Kontroverse.

 

Schluss mit Populistenfreundlichkeit und Populistinnenfreundlichkeit.jpg

Während es also die „Populistenpause“ gibt, geht es mit der breiten medialen Populistinnenfreundlichkeit unvermindert weiter. Es berichtete etwa die eine Umsonst und auch der „Standard“, daß sich die identitäre Parlamentspartei von einem Mitarbeiter „einvernehmlich trennt“, nachdem dieser „Hasspostings“ …

Das ist für österreichische Massenmedien also berichtenswert, wenn Angestellte wegen „Hasspostings“ ihre Arbeit verlieren, von einer Partei wie der identitären Parlamentspartei gekündigt werden;

Bei Freiheitlichen als Arbeitnehmer aber ein armes Schwein

es ist also doch eine recht normale Partei, wenn sie so etwas nicht duldet, Konsequenzen zieht. Und wer etwas dagegen sagt, kann jetzt beispielweise als Beweis den Artikel vom „Standard“ vorgelegt bekommen.

Wie in der Collage gelesen werden kann, ist Doris Bures in dieser Hinsicht eine mehr als würdige Nachfolgerin von Barbara Prammer. Auch Prammer kannte in dieser Hinsicht kein Erbarmen – mit …

Barbara Prammer fordert Entfernung des Angestellten, der für Martin Graf politisch verantwortlich ist

Wie in der Collage gelesen werden kann, wird NR Christian Höbart vor den Vorhang zur Entlastung der identitären Parlamentspartei geholt, der einen solchen Mitarbeiter nicht mehr … Zart wird in diesem Qualitätsartikel in der Qualitätszeitung darauf hingewiesen, er, Höbart, sei durch „kontroversielle Postings aufgefallen“ … Was bei einem Mitarbeiter „Hasspostings“ sind, sind bei einem Abgeordneten „kontroversielle Postings“ … oh, glückliches Österreich, wo Standesunterschiede noch etwas gelten …

Wie in der Collage gelesen werden kann, wollte gewußt werden, ob dieser Mitarbeiter Verbindungen zur „rechtsextremen ‚Identitären Bewegungen'“ hat. Welche Verbindungen sollte er sonst haben? Als Noch-Mitarbeiter in einer identitären Parlamentspartei. Wofür auch Christan Höbart, wie nachgelesen werden kann,

Identitäre Kolonne hat eine Nähe zur FPÖ, weil die FPÖ „eine identitäre Partei“ ist

als Zeuge aufgerufen werden kann.

Es will gar nicht nachgesehen werden, weil es ja eine „Populistenpause“ gibt, ob etwa Hannes Stiehl noch Vizebürgermeister ist, was er jetzt so von sich gibt, den einiges mit Christian Höbart verbindet, wie nachgelesen werden kann:

FPÖ-Vizebürgermeister Stiehl, Informationsschänder, beurteilt einen Propheten auf winterische Art als „Kinderschänder“

Auch NR Christian Höbart gefällt Politspiel „Stiehl die Zukunft! – Stopp, es reicht!“

Vizebürgermeister Hannes Stiehl teilt Michael-„Linke-sind-die-heutigen-Nazis“-Mannheimer

Bestimmt ist er noch Vizebürgermeister. Was er mit solchen Postings nicht mehr wäre, ist aber sein Mitarbeiter.

Angestellte verschicken „Hasspostings“, Mandatarinnen „kontroversielle Postings“.

Darum merke: Bleibe nicht Dienstnehmer, werde Mandatar, Funktionärin, wenn du weiter posten möchtest, was du immer schon postest. Und das Wunder der Wandlung wird dir als Nichtmehrdienstnehmerin zuteil: aus Haß wird Kontroverse …

Während es also die „Populistenpause“ gibt, wird weiter populistinnenfreundlich breit medial geschrieben. Es bräuchte also weniger eine Populistinnenpause, sondern endlich ein Ende der Populistinnenfreundlichkeit, die einerseits vor allem von österreichischen Massenmedien, andererseits von Politikern und Politikerinnen anderer Parteien, vornehmlich der Regierungsparteien.

Die Kirche wäre gänzlich aus der Gegenwart, täte sie auch noch Michael Köhlmeier etwas antun wollen

Aber Michael Köhlmeier bietet auch nichts an, daß die Kirche veranlassen könnte, ihm etwas antun zu wollen, im Gegenteil, ist er doch ein braver Parteigänger der Kirche, wie ihn die Kirche heutzutage propagandistisch dringender als je braucht, ist er doch Parteigänger also eines Organisierten Glaubens, und als strammer Parteigänger eines Organisierten Glaubens mahnt er zur Vorsicht, fordert ein Aufpassen ein, nicht Gott zu lästern, offeriert der Kirche des Priestermangels neue Priester, und ganz erfüllt von den Kirchendogmen würde Michael Köhlmeier, wie er sagt, einzig Naturwissenschafter als seine Priester anerkennen, und blendet nicht nur darin biblisch die Wirklichkeit aus, in der es auch Naturwissenschafterinnen gibt, die es entweder für Michael Köhlmeier nicht gibt, weil es für ihn kirchentreu keine Priesterinnen geben darf, oder die er nicht anerkennen kann, weil es eben Frauen sind, und für Michael Köhlmeier einzig Männer seine einzig anerkannten Naturwissenschafter als Priester …

Michael Köhlmeier FensterguckerAber Michael Köhlmeier bietet auch nichts an, daß den Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche veranlassen könnte, ihm etwas antun zu wollen, im Gegenteil, er schlägt sogar noblere Gottesdienste vor, macht sich also Gedanken darüber, wie der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche seine Gottesdienste attraktiver gestalten könnte, Gottesdienste, in denen geschaut werden sollte, was ist.

Aber was ist, schaut Michael Köhlmeier nicht an, stattdessen liest er in naturwissenschaftlichen Schriften, die vor Jahrhunderten geschrieben wurden, und bekommt bei den naturwissenschaftlichen Worten religiöse Empfindungen, die er bei Worten, die für ihn mit Hamlet nichts als Worte, Worte, Worte sind, sonst nicht bekommt. Und die Lilien des Feldes sind ihm ein Tempel, größer, schöner, mächtiger als der Stephansdom, und wo zwei Gänseblümchen nebeneinander stehen, ist Jesus Christus als Gänseblümchen unter ihnen, und gewippt durch die Winde raschelt er ihnen eine Predigt, wie eine durch Worte sie noch nie vernommen …

Da aber weiß Michael Köhlmeier, ganz Mann des Konsumzeitalters, das Angebot muß verbreitert werden, will die Kirche bestehen, ein dreifältiger Gott im Regal ist längst schon zu wenig, und so spricht er und wandelt den dreifältigen zu einem vierfältigen, ich habe euch die Schöpfung hinterlassen und ihr macht euch nicht einmal die Mühe … Was für ein attraktives Angebot, der vierte Gott: traurig, zögerlich wie Hamlet, leise und liebevoll erbittet er bloß von seinen Erschaffenen, betet mit einem Strauß Gänseblümchen in den Händen zu seinen Erschaffenen: Oh, machet euch doch einmal die Mühe …

Und es erhebt Michael Köhlmeier im Angesicht der Offenbarung, mit der ihm die Natur beschenkt, daß er derselben Gattung wie Mozart angehört, ja, zu dieser Gattung, der anzugehören sich so viele sehnten und sehnen, Aber- und Aber- und Abermillionen von Menschen, denen nur eines gegeben ist, auch Mozart zu hören und auch Mozart zu spielen, während sie die Welt zu einem Schlachthaus umbauen, in dem Menschen geschlachtet werden, nicht nur einmal, daß das Schlachthaus abgerissen wurde, nur zum Zwecke, ein neues, ein technisch noch ausgereifteres Schlachthaus zu errichten, mit noch effizienteren Schlachtapparaten, die Tötungsrate pro Stunde ins Unermeßliche zu erhöhen …

Und Michael Köhlmeier besitzt ein Mikroskop, mit dem er draufhält bis ins Allerletzte, aber worauf? Von seinem Bergdorf aus auf den Naschmarkt … Und da wird ihm alles zur Kirche, als ob, wie Früher, die Welt ohne Kirche nicht zu sehen, nicht zu begreifen, nicht zu erklären ist, alles ist ihm Kirche, die Lilie, die Unternehmen Facebook und Apple, alles ist Kirche … die Kirche, die ihm nichts antut. Das ist der Unterschied, sagt Michael Köhlmeier, zu früher, so genau hält Michael Köhlmeier sein Mikroskop drauf, bis ins Allerletzte, und was er sieht, ist – was für ein Wunder, das muß religiös bewegen – beispielsweise, daß Uganda im Früher liegt, daß Kroatien im Früher liegt, daß Rußland im Früher liegt, daß … Auch Ewald Stadler mit den christen kandidieren für eine Wahl zum Einzug in ein Parlament mit gesetzgebender Kraft im Früher, die biblische Gesetze durchbringen möchten, aber diese Gesetze werden Michael Köhlmeier nichts antun, weil … Aber auch das Bergdorf könnte von einem Früher wieder heimgesucht werden, von einem Früher, in dem die Lilien auf dem Felde zertrampelt werden, weil nur mehr Kirchen aus Stein geduldet werden, in dem Menschen vertrieben werden, die gegen das Dogma verstoßen, auch andere als Priester anzuerkennen, die Kirchen sehen, wo es nur eine einzige Kirche geben darf …

Leibnitz, der Standard in Österreich – Eine Aufführung im Arse-Theatre

Vorgestern wurde hier über die Anstiftung zur Kunstzerstörung in Österreich von Österreich geschrieben. Anlaß war die Kunstzerstörung in Leibnitz, genauer die Einladung zur Kunstzerstörung von Österreich in Österreich. Und gestern durfte im Arse-Theatre, von dem geglaubt wurde, es sei längst schon geschlossen worden, bei freiem Eintritt einem Stück beigewohnt werden, das von der Kundschaft der österreichischen Qualitätszeitung „Der Standard“ aufgeführt wurde.

Was tatsächlich für die Qualität dieser österreichischen Zeitung spricht, kann u.v.a.m daran ermessen werden, daß das komplette Stück auch abgedruckt ist. Das ist um so bemerkenswerter, wird bedacht, daß nicht einmal mehr das Burgtheater in seinen Programmheften die zur Aufführung gebrachten Stücke zur Gänze veröffentlicht.

Kunst - Leibnitz der Standard in ÖsterreichAufmerkenswert an diesem Stück ist vor allem auch, daß zuerst irrtümlich gedacht wurde, das Stück werde vom Ensemble der „Österreich“ gespielt, hingegen war die Begleitung der Meinung, es spiele die Truppe von der anderen Umsonst, die sich „Heute“ nennt, eine Zuschauerin, die das mithörte, meinte, es sei das Ensemble der „Kronenzeitung“, dem aber widersprach ein Zuschauer heftig, der überzeugt davon war, im Arse-Theatre der „Zur Zeit“ werde … schließlich kenne er die Stücke dieser Mannschaft in- und auswendig … Es kam dann auch noch die Vermutung auf, die „Unzensuriert“ könnte das längst schon geschlossen geglaubte Arse-Theatre wieder … Schließlich mußte eingesehen und eingestanden werden, es spielt das Standard-Ensemble … Allerdings war nach der Aufführung die Begleitung nicht von ihrer Meinung abzubringen, es habe sich bei dieser Aufführung um eine Gemeinschaftsproduktion gehandelt, es müssen an diesem Stück alle mitgeschrieben und alle mitgespielt haben, denn wird an die Qualität der Tageszeitung „Der Standard“ gedacht, ist es, so die Begleitung, unmöglich, daß ausschließlich ihre Kundschaft dieses Stück geschrieben hat und spielt …

Da auch die Begleitung keine Theaterkritikerin ist, kann hier keine Theaterkritik veröffentlicht werden. Was aber getan werden kann, ist das Stück zu veröffentlichen, gänzlich ungekürzt, gänzlich unverändert.

Leibnitz, der Standard in Österreich

Aufführung im Arse-Theatre

Geschrieben und gespielt vom Standard-Ensemble

…….es gilt….das freie Wort

Leibnitz

Ich schaue immer, dass ich weit weg komme, wenn ich ein LB-Kennzeichen sehe. Die Leute dort sind echt speziell.

– – : SID : – –

Das soll Kunst sein? Kann doch jeder, der angesoffen von der Disco heimfährt, solche „Künstler“ gibt es zu hauf.

Winni Püh

Nicht der Mann der das Fahrzeug in Brand steckte gehört in die Sigmund Freud Klinik, sondern der Künstler der das Auto dort postierte!

Cle Mens

Warum?

Postingbedingter Misanthrop

Geniale Guerilla-Performance-Art vonseiten des Illuminierten!

Wo bleiben die Subventionen Herr Voves?

Cheops

„Die Installation zeigte ein gegen die Säule gefahrenes, total zerstörtes Auto.“

„Nun ist es komplett zerstört…“

und wo ist jetzt das problem?!?!?

Emil Sacklinger

erst jetzt ist’s wirklich ein total zerstörtes auto

wenn schon, denn schon!
(ich hoffe, man lässt die veredelte totalschaden-installation samt brandgeruch und ruß stehen)

Paradeiser

manche übermalen Bilder, andere wiederum verändern Installationen. Vielleicht ist der Verdächtige ja auch Künstler …

Morphox

crash and burn

They should’ve renamed it to Crash and Burn and double it’s market value.

Adams, 42 Adams

Leicht angetrunken heißt in Leibnitz 2,3 Promille!

benutzername84

>>DWas soll an einem „total zerstörten Auto“ noch großartig hin werden und zudem 35.000 Euro kosten?

Der Unkurze

das denkmal könnte beschädigt oder zumindest verschmutzt (ruß) sein, zusätzlich der feuerwehreinsatz

obersteirer66

Feuerwehreinsatz plus Reinigung des Denkmals 35.000 Euro?

quick & dirty

jetzt erst bekommt die installation „crash“

einen sinn.
.
vorher war sie einfach nur entbehrlich
.

sociovation

Angesichts des real existierenden Kunstbetriebs

kann man davon ausgehen, dass die Installation nach der Inbrandsetzung eher mehr wert ist als vorher. Daher eher keine „Zerstörung“, sondern eher eine „Transformation“…

michauch

… ähnlich einer teuren übermalung :D

er Schaden beträgt 35.000 Euro.

Kann man schon ausschließen

dass das Anzünden nicht Teil der „Installation“ war?

dreimal dürfen sie raten

auf einmal kennt es jeder.
kann dem künstler ja nur recht sein.

Der unbestechliche Akupunkteur

Innovative Form

von Versicherungsbetrug

Sinn phony orchestra est

http://www.toutfait.com/online_jo… postid=778 Nine Malic Molds was the first glass to be broken.

Someone propped it up against an easy chair in Arensberg’s apartment to study it, not noticing the castors on the chair’s feet. Someone else approached from the opposite side and rolled the chair away. The glass fell and shattered. Although the carpet on the floor could not cushion the blow, its pile did keep the splinters from scattering. Duchamp was present. He must have kept everyone calm. The breakage of his glasses had begun, and would continue for a decade. There is a symmetry in the cracking, the two crackings are symmetrically arranged and there is more, almost an intention there, an extra- a curious intention that I am not responsible for, a ready-made intention, in other words, that I respect and love.

Gary Grantscherbn

die wahre anarchische Kunst besteht im Akt danach. Wo bleibt der Hang des Künstlers zum Aktionistischen und zur Bereitschaft für die Mitwirkung der Öffentlichkeit, für das sich Einbringen von Anderen? Aber bitte: mein Ex-schwager, Installationskünstler, hat hat im MUMOK vor Jahren die alten Küchenkastln der Küche seiner Mutter als Installation (kein Schmäh!) ausgestellt. Meine Frau und seine eigene Mutter, ehemals Besitzerin der Küche, haben sich bei der Ausstellungseröffnung (die natürlich mit großem Pipapo vor sich ging) krumm gelacht und wurden böse von der Kunstszene beäugt, als sie sich amüsiert haben über längst vergangene Zeiten als sie selbst noch auf diesen 60er-Küchensesseln einfach gesessen sind bzw. die Küche noch in Verwendung war

Der Unkurze

Schaden? Sieht doch jetzt deutlich realistischer aus

Gary Grantscherbn

Warum kann das Anzünden des Autos nicht Teil der Installation sein?

LCD

– Papa, jetzt hat Onkel Wener auch eine Katze!

TschiiBii

Why not?

Totalschaden: EUR 2.500,-
Künstlerische Arbeit, um ein intaktes KFZ in einen Totalschaden zu konvertieren:
650 h á 50,- = 32.500,-
—————————————————-
Gesamt: 35.000,-

Paul Kurzweil

Der Schaden beträgt 35.000 Euro.

what?

M L3

Wahrscheinlich hat der „Künstler“ ein neues Auto für das „Kunstwerk“ zerstört

Ich verstehe nicht, was an einem Unfallwrack Kunst sein soll.

nein, hat er nicht

tassen im schrank

Kann es sein, dass Sie zu der Gattung …

… dieses-Krixikraxi-kann-meine-Nichte-auch-was-soll-daran-kunst-sein gehören?

Paul Kurzweil

ach so einer mit den Gattungen…

Sie hätten sich das Kunstwerk bestimmt für 50k gekauft und im Wohnzimmer ausgestellt. Schade dass es jetzt so verunstaltet wurde, für 15k wäre es allerdings noch zu haben^^ Ich will Ihnen natürlich nichts unterstellen, aus irgendeiem Grund war mir aber gerade danch o_0

Totalschaden in Brand gesetzt: 35.000 Euro Schaden? Grotesk!

nada!

ich bin für moderne und experimentelle kunst sehr offen, solche sachen empfinde ich dann aber doch als hirnwi**serei. nur weil man künstler ist muss man nicht die banalsten dinge als kunst bezeichnen, einfach, weil man den titel dazu hat.

Chien de Pique

Kunst kann durchaus banal sein (und entsprechend beurteilt und behandelt werden), damit muss und darf man leben.

UGS

und wo ziehen sie die grenze?

Cle Mens

muss man

Aber es gehört zu den wesentlichen Aufgaben von Kunst, auch auf den ersten Blick banal aussehende Dinge oder was auch immer als Kunst zu bezeichnen.

Pogled

nein, muss man nicht. Vor allem nicht zu dem Preis.

FerdlGriesgram

schafft ihnen ja eh keiner an, das werk zu kaufen.

Pogled

Und wie wehre ich mich bei einer öffentlichen Finanzierung ?
Zieh ich das jetzt von Gemeinde- und Landessteuern ab ?

Cle Mens

Was hat das mit dem Preis zu tun?

Pogled

Weil banale Dinge, welche Du in ländlichen Regionen wochenendlich von den Bäumen oder Häusern einsammeln kannst, jeder Kreativität entbehren.

Cle Mens

Aber die werden eben eingesammelt, das ist ein Unterschied.

Pogled

Welchen ich nicht erkennen kann, zumal jeder der am Ort zahlreich vorhandenen KFZ-Betriebe dies um eine Bagatelle vom Lehrling im 3. LJ erledigen lassen hätte können und die Kreativität unter jener von Stammtischideen liegt.

Gary Grantscherbn

bingo.

insertnamehere

Der hat also ein total zerstörtes Auto komplett zerstört?

arsen hitrach

Im TV Interview hat ein um die 20jähriger gemeint:“Na, zum Glück ist der Mariensäule nix passiert.“

Derstandarddurchschnittsposter

Leider ist hier im Forum schon alles gesagt – bin wohl zu spät hier um was qualifiziertes neues schreiben zu können. :-)

Selbstbeweihräucherungsstäbchen

Schreiben´s halt was Durchschnittliches!

Maxx Headroom

Man muss es vergleichen!

So hat Arnulf Reiner anno irgendwas auch die Kunstwerke seines Kollegen aufgewertet!!!!

Gary Grantscherbn

Rainer, nicht „Reiner“.

milchmann

Aufwertung

Also wenn überhaupt, wurde dieses „Kunstwerk“ doch nur konsequent aufgewertet!

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl

Zerstört

Wirkt jetzt noch authentischer! Was die Frage aufwirft: Kann/darf man ein Kunstwerk „verbessern“? Ist es „beschädigt“, wenn es nachher besser aussieht? :)
Dazu passt folgende lustige Anekdote: Vor vielen Jahren hat einmal jemand auf ein Arnulf-Rainer-Krixikraxi-Gemälde in irgendeinem Museum ein paar Striche dazugemalt – lange Zeit bemerkte das niemand. Bis ein Kunststudent das Bild mit einem alten Foto verglich und ihm die „Beschädigunen“ auffielen. Was wiederum das Sprichwort bestätigt: „Kunst entsteht im Auge des Betrachters!“ ;)

Ganz neuer Versuch

War es nicht auch dieser Arnulf Rainer

der nach der Beschädigung eines seiner Bilder SOFORT den Schaden in (damals) Millionen Schilling nennen konnte.

Ganz neuer Versuch

War es nicht auch dieser Arnulf Rainer

der nach der Beschädigung eines seiner Bilder SOFORT den Schaden in (damals) Millionen Schilling nennen konnte.

Gary Grantscherbn

schwachsinniger Vergleich.

seefahrer-horst

der ist zwar uralt, kennen sie noch einen ;-))

Irma la Douce

Die geputzte Fettbadewanne von Beuys:

http://einestages.spiegel.de/static/to… kunst.html

Peter Sil

Und dann gibt es da noch die Geschichte von den Kunststudenten, die irgendeinen Müll in Beuys-Ausstellungen schmuggelten, diesen unauffällig neben den Originalen platzierten und sich am Interesse der geneigten Besucher erfreuten …

seefahrer-horst

wird das jetzt ein 60-er Revival – so quasi 50 Jahre Beatles ?

Cle Mens

Beatles Reunion

seefahrer-horst

der ist gut :-))

Derstandarddurchschnittsposter

Super! Danke für den Link! Ich kenne die Geschichte vom Hören/Sagen. Endlich kann ich das mNordwicht

Sowas kommt immer wieder vor ;-)

http://www.spiegel.de/panorama/… 95709.html

Hupf Auf

JETZT …

ist das Kunstwerk perfekt !

mYRONDOCOR

Einfache Rechnung.1 Euro für das Autowrack, 34.999 Euro für Werner. Und die Kunst geht leer aus.

die zweite fliege

Kunst oder Wunst?

Posten schadet der Gesundheit

ausgebrannter totalschaden

ich bin nicht sicher.. aber ist das kunstwerk dadurch nicht noch besser geworden?

nicht das ich mehr davon halte als der fehlgeleitete aktions-kunstkritiker..

the_suck

„Kunst“

Entfesselter Prometheus

Totalschaden zerstört…

Dafuq did I just read?

Falls das tatsächlich ein Problem wird, dann stell ich euch einen neuen Totalschaden hin. Verlange auch nur 30.000 dafür. Auf Wunsch kann ich diesen dann auch zerstören. Kostet aber extra…

al nachlesen :-)

Nach inzwischen eingeholten Erkundigungen, haben die tatsächlich einen technischen Totalschaden (Mercedes-Motoren sind auch nicht mehr das, was sie mal waren) genommen und die Aufprallkante aufwendig hineingemacht.
Da musst Du doch verstehen, dass derartige Arbeit bei einem Auto ohne eigenen Antrieb nicht mehr trivial ist und daher angemessen entlohnt werden muss.
Dein Angebot, dies mit einem funktionierenden Auto zu machen, kann dieser Kreativität nicht im Entferntesten nahekommen.

dasfrettchen

Fremdschämen

Cle Mens

blöd schauen

Pogled

mit wem jetzt ?

spitzenkandidat.2.0.

In Newcastle upon Tyne, UK, gab es letztes Jahr übrigens ein ganz ähnliches Projekt,.. nur halt ein bisschen professioneller aufgezogen als in Leibnitz und ohne Feuer.

http://laughingsquid.com/slow-moti… car-crash/

kontemplativ

Schon mal was von Wolf Vostell gehört ? War aber begabter als der 35.000 € Künstler …

2 Beton Cadillacs:

http://www.flickr.com/photos/di… 6/sizes/c/

„Ruhender Verkehr“: 1 einbetonierter Opel Kapitän:

http://www.flickr.com/photos/sa… 90/sizes/l

kontemplativ

Super Video ! Ruhender Verkehr 1969

 

Akka Lightguns

„Nun ist es komplett zerstört und ausgebrannt. Der Schaden beträgt 35.000 Euro.“

Ist das ein Witz?

Eine alte A-Klasse noch mal gegen einen Betonblock knallen lassen – mach ich euch um 5000€ (inkl. Materialkosten).

im Ernst: was Besseres konnte dem Kunststück und dem Künstler net passieren.

Das Objekt an sich ist ja leicht herzustellen, es geht um den sich daraus ergebenden Diskurs – und jetzt: Crash ist zerstört!
Im Kunstbetrieb ist PR alles, das hat Warhol eh mehr als deutlich gemacht.

Auf Wiki steht zu Reiterers Werken:“…fordern den Betrachter auf, bestimmte Handlungen zu setzen“.

Perfekt!

TerenceHill

Warhol war in Wirklichkeit ein Agent der MiB

;)

MCU

Was soll da 35000€ gekostet haben?

benjohnson1988

ich hoffe dem Typen werden alle Kosten für Polizei, Feuerwehr, Denkmal, Strassenbelag, Abschleppdienst und Reinigung aufgebrummt.

Bastardl

ich könnte mir vorstellen dass
1. die Mariensäule ziemlich verrußt (oder gar beschädigt) ist
2. die Kunstinstallation (man möge zu dieser Art von Kunst stehen wie man will – und wenn es einfach einem umsichtigeren Fahrverhalten gewidmet wäre) auch etwas gekostet hat und wiederverwertet hätte werden können
3. der Abtransport, bzw. die Entsorgung eines ausgebrannten Wagens mehr kostet als der eines künstlich zerstörten PKWs

Lutra lutra

gratulation…

…dass sie vernuenftige Worte finden und nicht mit der masse mitgroelen.

Pogled

Gratulation, dass Sie genau keine Ahnung haben und auch die Posts mit den Daten nicht lesen.
1.) kann man an den Bildern erkennen
2.) hat nur 5000 Euro gekostet
3.) kostet eine Bagatelle.

Akka Lightguns

3. is Nonsens

Ausgeflippter Lodenfreak

Das war ja wirklich ein sehr subtiles Kunstwerk ;-)))))

bin ideologisch flexibel

Künstler I. sollte seine Gage mit Künstler II. teilen,

der hat ihm immerhin überregionale Bekanntheit verschafft.

seefahrer-horst

das kann man jetzt nett oder ironisch auffassen, genauso könnte man Buchhandlungen anzünden damit Autoren bekannter werden, es wird nicht helfen. Wer Werner Reiterer ist finden sie bei WikipediA einem doch überregionalen Portal ;-))

inscheniör

Naja, ist ja keine Seltenheit, dass es nach einem Verkehrsunfall zu einem Fahrzeugbrand kommt, wenn sich die Benzin oder Öl an den heißen Teilen wie Auspuff oder Motor entzünden…

TanteYOU

Nach dem Lesen der Überschrift dachte ich zuerst, dass wahrscheinlich ein Abschleppdienst das ‚Kunstwerk‘ zerstört hätte.

Schade, dass erst ein Betrunkener kommen musst um zu erkennen, dass so etwas mit Kunst nichts zu tun hat – spricht nicht sehr für die (nüchternen?) Entscheidungsträger die diese Installation genehmigt haben.

groover

35K …art is precious ;)

Neuer Titel:
“Tand, Tand! ist das Gebilde aus Menschenhand!“

mel et fel

Art in progress

fritz1004

Aber geh! Nicht zerstört, sondern verändert, erweitert, ergänzt.

Besser wäre es natürlich gewesen, es nicht dort abzufackeln, sondern es dazu woanders hinzubringen, so dass an der Säule usw. kein Brandschaden entsteht, was jedoch dem Performance-Charakter dieser Kunstwerkumgestaltung/ erweiterung zuwider gelaufen wäre….

Der Kluge

Verwirrt ist weniger der Täter, sondern mehr eine Gesellschaft die beklagt, dass die „Totalschaden-Installation“ beschädigt wurde.
Das Kunstwerk war doch ohnehin eher banal und langweilig, durch Rauch/Asche und der Akt der Sachbeschädigung wirkt das Ganze viel aufregender. Man sollte sich dankbar für diese hochpolitische GratisPerformance zeigen, die den Marktwert des Kunstwerks mit Sicherheit verhundertfacht hat.

eulenauge

Leibnitzer Totalschaden-Installation „Crash“ zerstört

Ist ihre Zerstörung nicht Programm einer „Totalschaden-Installation“?

spitzenkandidat.2.0.

Perfekt, ich hab eh gerade ein kaputtes Auto herumstehen.

Verkaufe:
Ford Galaxy, BJ1999, 265.000km, mit Motorschaden.

Das Auto parkt zurzeit hinter einem mühlviertler Bauernhaus, in Mitten der idyllischen Hügellandschaft mit Beinaheausblick auf die vollkommen gegenteilige Stahlstadt Linz.

Nicht nur die Besucher des nebenan gelegenen Wirten kommen beim Anblick des Kunstwerkes kaum mehr aus dem Staunen heraus (der Galaxy hat als Extra hinten einen gewollt schlecht überlackierten Unfallschaden sowie mehrere Rostlöcher in der gesamten Karosserie), sondern auch unsere Katze lernte das Objekt zu lieben (vor allem das grazile Autodach hat es hier angetan).

Dieses einmalige Kunstobjekt ist exklusiv für Sammler aus dem Standardform (oder Gemeinden mit zuviel Geld) für lediglich EUR 10.000,- zu erwerben!

spitzenkandidat.2.0.

die EUR 10.000,- beziehen sich natürlich nur auf die Projekt- und Materialkosten. Mein zusätzliches Künstlerhonorar lege ich mit EUR 15.000,- an (verhandelbar, wobei ich grundsätzlich ein Anhänger der Meinung „Arbeit muss sich lohnen“ bin).

M L3

Ist die Katze da inbegriffen?

Ich denke, ohne sie wäre das Kunstwerk nicht vollständig.

Senfdrücker

35.000 Euro

Ist das Denkmal auch mit abgebrannt?

Ein kaputtes Auto an eine Ecke zu stellen – selbstverständlich mit dem künstlerischen Gefühl des Meisters – wird nicht den Differenzbetrag zwischen dem angekauften Autowrack sowie den Entsorgungskosten einerseits und dem genannten Betrag andererseits ausmachen, oder?!

Es wäre zu hinterfragen wofür konkret die öffentliche Hand soviel Geld ausgibt.

spitzenkandidat.2.0.

„Ein kaputtes Auto an eine Ecke zu stellen – selbstverständlich mit dem künstlerischen Gefühl des Meisters -“

haha, made my day :-)

Der Deufl

im artikel steht ja gar nicht, dass dieses werk angekauft wurde.

Pogled

12.000 € kamen von der Gemeinde, 18.000 von der sparsamen Reformpartnerschaft aka Land.

Senfdrücker

35.000 Euro

Ist das Denkmal auch mit abgebrannt?

Ein kaputtes Auto an eine Ecke zu stellen – selbstverständlich mit dem künstlerischen Gefühl des Meisters – wird nicht den Differenzbetrag zwischen dem angekauften Autowrack sowie den Entsorgungskosten einerseits und dem genannten Betrag andererseits ausmachen, oder?!

Es wäre zu hinterfragen wofür konkret die öffentliche Hand soviel Geld ausgibt.

spitzenkandidat.2.0.

„Ein kaputtes Auto an eine Ecke zu stellen – selbstverständlich mit dem künstlerischen Gefühl des Meisters -“

haha, made my day :-)

Der Deufl

im artikel steht ja gar nicht, dass dieses werk angekauft wurde.

Pogled

12.000 € kamen von der Gemeinde, 18.000 von der sparsamen Reformpartnerschaft aka Land.

Senfdrücker

Noch schlimmer

werwolfi

Nachdem es nach einem Crash durchaus auch öfter brennt (nur die heftigen Explosionen sind Blödsinn, das gibt’s nur im Film ;o) einfach so lassen – dürfte eines der wenigen Kunstwerke sein, das durch Anzünden nicht verliert, ggf. sogar an Schauwert gewinnt! :o)

spitzenkandidat.2.0.

und ich dachte immer, solche Szene sind Alltag

http://www.youtube.com/watch?v=-ej7yS-lTIY

dann ist Polizist doch kein so cooler Beruf.

Das fünfte Element

Verwirrt war der 37jährige allemal

Normalerweise hätte er mit dem Hinweis auf Arnulf Rainer sein Honorar einklagen müssen.

Eine perfektere Variante der Überarbeitung im Rainerschen Sinne kann es doch gar nicht geben. Da sollte doch mindestens ein Honorar in 5stelliger Höhe drinnen sein (doppelte Summe des „Wertes“?)

zupay

hier sollte mal genauer nachgefragt werden, wofür die 25000 euro „projektkosten“ draufgegangen sind … die kosten für das auto warns wohl nicht

Sissi v. Habsburg

Der Betrunkene hat das Kunstwerk doch nur erweitert. Es war ihm einfach zu wenig kaputt.

relatio subsistens

Wer sagt, dass das Abfackeln des Autos nicht auch Kunst war? Man sollte hier nicht so spießig sein …

eulenauge

Heinrich Böll, „Ende einer Dienstfahrt“ :-)

Keyser

Er müsste sich als Pyrotechnischer Performance Künstler ausgeben, der die Installation eines anderen Künstlers um eine Live-Action Einlage aufwerten wollte. Der Titel seines Werkes lautet: Burnout nach Crash. Damit hat er die Installation nicht in einen Totalschaden verwandelt sondern künstlerisch aufgewertet!

Leider sieht es der Installations Künstler so nicht, und will lieber Geld an seinem, nach eigenem empfinden zerstörten Totalschaden verdienen, statt mit einem anderen Künstler den Ruhm und die Aufmerksamkeit zu teilen.

Immerhin bleibt dem Erfinder des Crash ein Trost, er weiß, dass er das nächste Mal ein feuerfestes Auto verwenden muss, damit nicht wieder andere Künstler ihm die Show stehlen, durch ungeplanten Action Einlagen.

che_guevara

Für so einen Schwachsinn ist immer Geld da!

sekir 09

wieso? Brandstiftung ist gratis

odrr

http://www.youtube.com/watch?v=EQGXPcjrUfY

http://www.youtube.com/watch?v=U… zbUF0&hd=1

http://www.youtube.com/watch?v=qvuj1lneMaY

Pogled

Ich hab da jetzt eine Aufstellung der Kosten gefunden:

25.000 Euro Projektkosten
5.000 Euro Künstlerhonorar.

Wer das sinnvoll nachvollziehen kann, bitte melden.

http://www.kleinezeitung.at/steiermar… ster.story

Die 5.000 Euro müssen somit Lösch- und Beseitigungskosten sein.

Allzuviel hinüber ist da aber auch nicht:
http://www.kleinezeitung.at/steiermar… ect=181596

Gegenzurechnen wären allerdings die Verbesserung der Installation und das Medieninteresse.

Cle Mens

Nicht besonders teuer

Und ein mal 5000 sind kein Honorar, das irgendjemanden echauffieren sollte, weil lächerlich.

Pogled

vielleicht fragte ich auch wegen der ‚Projektkosten‘ ?
Und lächerlich ist es an sich, weil das Teil keinerlei erkennbaren Zusammenhang mit Anlass oder Irgendwas hat.
Und fragwürdig zudem vor dem Hintergrund, was die Reformpartnerschaft im Land so aufführt.

Cle Mens

Aber all das würde Sie weniger interessieren ohne die Brandstiftung. Dem Kunstwerk hat nichts besseres passieren können …

Pogled

können …

Pogled

Was hat das jetzt mit den Kosten zu schaffen ?
Wird da jetzt was zurückbezahlt ?

Cle Mens

Das wird wohl ggf. mit der Versicherung zu klären sein. (?)

seefahrer-horst

sie können sich auch in der nächsten Galerie eine Zeichnung kaufen,
Material = Projektkosten € 50,-
Künstlerhonorar 29.950,– :-)))))

Pogled

Was ich verstehen würde.

seefahrer-horst

sehr gut, dann lohnt es ja zu antworten. Derartige Projekte sind eigentlich mit einem herkömmlichen Kunstwerk nicht zu vergleichen, ein Vergleich zur Filmkunst oder Literatur wäre da besser, da haben sie ein ähnliches Verhältnis zwischen Ideengeber und Produktionskosten, warum Künstler das dennoch machen – gute Frage.

Der Schurke mit der Gurke

Die Kleine schreibt auch von der APA ab, wobei betont wird, dass der total zerstörten Pkw unbeschädigt war:
„Die Installation (im Bild noch unbeschädigt) zeigte einen gegen die Säule gefahrenen, total zerstörten Pkw. Das Kunstwerk sollte bis Ende November am Leibnitzer Hauptplatz ausgestellt werden. Doch nun ist es komplett zerstört und ausgebrannt.“

Pogled

Der von mir verlinkte Artikel über die Kosten ist nicht von der APA sondern ein Produkt der Lokalreporterin.
Beim zweiten Link ging es um die Bilder. Selbige sind wohl APA-neutral.

Der Schurke mit der Gurke

APA-neutral.

Der Schurke mit der Gurke

Irgendwer hat abgeschrieben, denn diese beide Absätze sind fast ident:
„Die Installation zeigte ein gegen die Säule gefahrenes, total zerstörtes Auto. Das Kunstwerk sollte bis Ende November am Leibnitzer Hauptplatz ausgestellt werden. Nun ist es komplett zerstört und ausgebrannt.“
„Die Installation (im Bild noch unbeschädigt) zeigte einen gegen die Säule gefahrenen, total zerstörten Pkw. Das Kunstwerk sollte bis Ende November am Leibnitzer Hauptplatz ausgestellt werden. Doch nun ist es komplett zerstört und ausgebrannt.“

Pogled

Der von mir verlinkte Artikel über die Kosten ist nicht von der APA sondern ein Produkt der Lokalreporterin.
Beim zweiten Link ging es um die Bilder. Selbige sind wohl APA-neutral.

Sissi v. Habsburg

Nein, die 5.000 waren der Spesenersatz für den Bürgermeister.

Pogled

Der bestreitet das (nona) ist aber eigentlich nicht der Typ dafür. Deswegen fragte ich in die Runde.

Thuruk

Das war vorher keine Kunst und ist jetzt vielleicht interessanter, aber noch immer keine Kunst. Warum können sich all die Künstler nicht wieder etwas brauchbarem, schon anzusehenden widmen?

Chien de Pique

Sicher ist es Kunst, aber auch im Angesicht von Kunst gibt es generell keinen Grund, hysterisch zu werden.

odrr

;)

http://www.leibnitz.at/system/we… =218361659

Jürgen Rembremerding

Auch tragisch:

„Unten in der Mitte befindet sich ein Gummitrog mit einem weißlichen Kalkfleck – oder besser: befand sich. Denn eben diesen Fleck hat die Putzfrau an allen vier Seiten weggeputzt. “

http://derstandard.at/131918195… -Kunstwerk

Griesgram .

was bitte kann an einem autowrack „komplett zerstört“ werden, sodass ein schaden von 35.000 euro entsteht? dafür krieg ich ja einen neuwagen…

das war eine künstlerische intervention. der mann soll bitte eine angemessene gage von den finanziers der totalschaden-intallation erhalten.

werwolfi

Ich tippe mal auf Schäden an der Mariensäule, dem Straßenbelag etc.

odrr

Ob nur das Auto einen Schaden genommen hat??

axelschweiss006

Ich werde kommende Woche mitten auf den Stephansplatz schei$$en

und behaupten, es wäre Kunst. Jeder, der widerspricht, wird aufgefordert, selbst ein derartiges Kunstwerk in gleicher Form, Konsistenz und Farbe zu produzieren. Solange dies niemandem gelingt, bleibt mein Haufen ein einzigartiges Kunstwerk.

A, so a bledsinn

Herausforderung

angenommen!

-O ||||||| O-

ich schei55 eventuell grössere krapfen als sie, also wär ich dann auch ein grösserer künstler. wir können aber gerne ein kunstforum am stephansplatz installieren für die förderung junger künstler

axelschweiss006

Die Größe des Kunstwerks macht nicht den Wert aus

Das berühmte Salzfassl „Saliera“ ist ja auch eher mickrig, sein Wert aber trotzdem kein Scha$$.

Nit Picker

Sie habens aber mit Körperaussonderungen, Herr Axelschweiss.

axelschweiss006

Tja,

mein Körper ist ein einziger riesiger Kunstwerkproduktionsorganismus.

killling joke

find ich cool

ein angsoffener hat das gemacht, was offensichtlich ein angsoffener „Künstler“ anprangern wollte

man könnte auf die Idee kommen, dass die aktion zu der „aktion“ dazugehört hat.

Notos

Ich muss sagen, der Mann hat etwas von Kunst verstanden, der ursprüngliche Künstler ist ihm einfach nur neidig, weil er nicht selbst auf die Idee gekommen ist.

Leid tut mir nur die Mariensäule, die hat nämlich keinen etwas getan.

Alois Gumpendorfer

keinem

axelschweiss006

Einmal bekämpft ein Poster wacker

die ungerechte Übermacht des alle Fälle tötenden Dativs, schon kommt jemand daher und macht diese Anstrengung zunichte.

Notos

Danke.

Picassodrücker

„Die Installation zeigte ein gegen die Säule gefahrenes, total zerstörtes Auto. Das Kunstwerk sollte bis Ende November am Leibnitzer Hauptplatz ausgestellt werden. Nun ist es komplett zerstört und ausgebrannt.“

Total zerstört ok, aber „komplett zerstört“ geht wirklich zu weit!

al o’quent

verwirrter als der „künstler“ kann der verdächtige aber nicht gewesen sein.

„herr gendarm, des woa ka fahrerflucht, ich hab mich kunstvoll in die mariensäule installiert…“

M L3

Das darfst du aber nur, wenn du vorher ein ordentliches Honorar geltend machst

Sonst könnte ja jeder kommen…

Unschuldsvermutet

Welche Kunst ist das, wenn der Erste Gedanke ist;
„Ist das Kunst, oder kann man das zum Sperrmüll schmeißen?“

count zero

ja das Problem entsteht,

wenn man glaubt, sein eigenes nicht vorhandenenes Rezeptionsgerüst sei repräsentiv.

Unschuldsvermutet

A so?

pixelhaufen

ich finde jetzt schaut das Kunstwerk doch noch etwas besser aus als vorher.

petros.markaros

der wollte das Kunstwerk noch perfektionieren….quasi das Tüpfelchen

viele Fahrzeuge brennen nach einem Frontalcrash aus, und er wollte die Kunstfigur halt noch echter aussehen lassen. Dass er dabei aber nicht im Einverständnis des Künstlers handelte, ist eine andere Geschichte. Aber wie ein zerdepschtes Auto mit Schrottwert noch einen Restwert von 35.000,- Euro haben kann, erschließt sich mir nicht ganz. Den Artikel muss ich meiner Versicherung nach einem Unfall weiterleiten…

Martin Rosenkranz

Ich seh den Schaden nicht ?

Wenns vorher Crash-Kunst war, dann ist es das jetzt eben noch ein bisschen mehr.

Kräuterpfarrer Escobar

Jajaja, 35.000 € Schaden

Nicht schlecht. Eine 10 Jahre alte Mercedes A-Klasse mit Totalschaden hat noch einen Restwert von 35.000?

Und wenn der Schaden „immateriell“ ist, weil eine zerdetsche A-Klasse per Deklaration plötzlich Kunst ist, dann könnte das Ausbrennen sogar noch eine Wertsteigerung sein! Dann ist der vermeintliche Crash nämlich noch spektakulärer.

nine inch snails

was für eine ironie. die kunst klagt ihren wert ein.

John Malkovich

… diese Frage stellen sich hier bestimmt viele. Da muss der Kurator das Wrack versicherungstechnisch als Neuwagen angemeldet haben. Anders lässt sich eine solche Summe doch nicht erklären!?

Besondere Kennzeichen: keine

Naja, und die Mariensäule die jetzt ziemlich angerusst ist, ist ja noch älter.

Und weg gehört sie auch schon lange, also ich weiss auch nicht, wie die auf 35000€ Schaden kommen…

Pogled

Im allgemeinen nennt man diese Endlage eines Fahrzeuges nicht mal Kunst sondern eher deppert.
http://100-jahre-stadt-leibnitz.at/cms/?p=955
Sie wird eher als ‚gebührenpflichtiges‘ Unparken angesehen und amtswegige Entfernung angeordnet.
Ist übrigens durchaus eine Provokation für jene Leute denen Zuschüsse gesenkt und Abgaben erhöht werden.
Sllte aber tatsächlich Bedarf an solchen Installationen bestehen, liefere ich gerne mit 50% Rabatt. Bitte Fahrzeugtyp und Farbe in der Bestellung anführen.

Moritz Dampfwalzovski

ach… sie sehen das komplett falsch.

SchottenDeutsch

Ich hab doch keinen Unfall gehabt, ich bin Künstler und das ist Freischafende Kunst!

Was ist denn das für eine (Glaw-i-nitsch) Ihre direkt gegarte Demokratie?

Aber auch von Unwiderstehlich kann gelernt werden, in Hinkunft wird jede Zeitungsseite, die von Thomas Glavinic beschrieben ist, sofort ungelesen umgeblättert werden, seine Bücher haben sich je nach ein paar Seiten Lektüre in Buchhandlungen bisher schon nicht für den Kauf empfohlen, und sein letztes Buch hat gelehrt, nicht einmal mehr in Buchhandlungen je wieder eines aufzuschlagen, die Hoffnung ist (aber nicht zuletzt) gestorben, es könnte je noch ein kaufbares …

Thomas Wir schreiben über nichts GlavinicUm diesem Vorsatz nicht untreu zu werden, muß doch über die letzte gelesene Zeitungsseite noch geschrieben werden, es so leichter im Gedächtnis behalten zu können, keine von Thomas Glavinic beschriebene Zeitungsseite je mehr zu lesen … Es ist doch allzu leicht, etwas zu vergessen, wie beispielsweise, daß Michael Spindelegger – bei dem Thomas Glavinic „keine Lücke“ fand – Verständnis aufbrachte für den syrischen „Herrscher“, und das auch noch zu einer Zeit als der Krieg gegen …

Um also nicht zu vergessen, weshalb zukünftig keine von Thomas Glavinic beschriebene Zeitungsseite je wieder – ein Merkzettel …

Er, Thomas Glavinic, leitet seine … ein, wisse also über die deutsche Politik besser Bescheid, vermutlich ebenso gut wie Eva Menasse und wahrscheinlich mit ebenso tiefschürfenden Folgerungen … Damit also beginnt Thomas Glavinic seine – was? Seine ironische Politbetrachtung? Seine Polit-Satire? Wenn Ironie, wenn Satire, dann ist es eine selbstentblößende Ironie minus Politik, dann ist es eine selbstentblößende Satire minus Politik …

Selbstentblößende Schreibe minus Politik …

Seine Anteilnahme, schreibt Thomas Glavinic noch im ersten Absatz, am politischen Geschehen in Österreich sei nachhaltig gestört worden, die Freude an österreichischer Politik sei ihm vergangen, weil die Leute, die Wolfgang Schüssel und Jörg Haider dem Land zugemutet … tatsächlich aber zugemutet haben Wählerinnen und Wähler dem Land Jörg Haider und Wolfgang Schüssel. Ob Thomas Glavinic die Freude geblieben wäre, hätte es nur Leute wie Schüssel und Haider gegeben und keine Elisabeth Sickl, keinen Michael Krüger … Thomas Glavinic verwendet die Gegenwartsform, aber in seiner Gegenwart ist es noch nicht angekommen, daß Uwe Scheuch längst schon Vergangenheit ist …

Und wie geht es weiter?

Der zweite Absatz hätte eine eigene Überschrift sich verdient:

Thomas Glavinic errichtet sich einen Altar

Die Idee von Thomas Glavinic, schreibt Thomas Glavinic, ist blendend, er, Thomas Glavinic, schreibt Thomas Glavinic, ist mit dem raffinierten Plan von Thomas Glavinic zufrieden, auch die Tageszeitung Der Standard … Um zu wissen, wer wählbar sein könnte, ist nur eines notwendig, essen zu gehen, nicht beispielsweise die Parteiprogramme in die Hand zu nehmen, sondern bloß Messer und Gabel … Den Löffel aber bekommen die Menschen, zum Auslöffeln der Suppe, wenn sie nur aus jenen auswählen, die für Thomas Glavinic allein und einzig sich der Wahl stellen, brav werden von ihm die kandidierenden Parteien verschwiegen, die noch nicht im Parlament … Ja, wem Thomas Glavinic die Ehr‘ erweist, muß schon wer sein, das heißt, muß schon wo sitzen, hoch oben …

Hoffentlich werden, da Thomas Glavinic seine Freude an der österreichischen Politik anscheinend gerade wieder gefunden zu haben scheint, Michael Spindelegger und Heinz-Christian Strache dem Land nicht wieder Leute zumuten, die dann Thomas Glavinic wieder zur …

Es will nicht verschwiegen werden, daß Thomas Glavinic auch Informationen liefert. Jetzt erst kann erfahren werden, wo er im Hochsommer mit Heinz-Christian Strache speiste – im Stadtpark, auf einem für Heinz-Christian Stache heimatlichen Boden, wo er sozialis…

Um es nicht zu lange werden zu lassen, die nächsten Absätze nicht mehr einzeln durchgehen, sondern sie zusammenfassen … es wird Sie, Leser und Leserin, höchstwahrscheinlich bereits ebenso langweilen, als bereits das Schreiben darüber … es könnte jetzt schon abgebrochen werden, aber es muß noch Thomas Glavinic Gerechtigkeit widerfahren lassen werden …

Thomas Glavinic überlegt viel

Er, Thomas Glavinic, habe sich viel überlegt, was er Heinz-Christian Strache … Das Ergebnis ist beeindruckend. Das wird ihm, Thomas Glavinic, im Büro der Blaßblauen sogleich auch bestätigt, derartige Ergebnisse könne nur ein guter Schreiber … Seit der Lieferung dieses Ergebnisses soll es Menschen geben, die nicht davon abzubringen sind, zu behaupten, der Schriftsteller Heinz-Christian Strache habe im Hübnerpark den freiheitlichen Spitzenkandidaten Thomas Glavinic … Herbert Kickl muß für Heinz-Christian Strache viel schreiben, und gerade in Zeiten eines Wahlkampfes kann es dazu kommen, damit überlastet zu sein, keine Ideen mehr zu haben, einen ghostwriter zu benötigen … Sollte Herbert Kickl sich bereits in dieser Notlage befinden, von Thomas Glavinic liegt nun eine Bewerbung vor, für ihn, Herbert Kickl, sind die Thomas Glavinic dafür qualifizierenden Stellen markiert: „ein aufmerksamer Linker“, „Innenministerium, drei Frauen schreien, es scheint sich um eine Demonstration“, „Ich nix Chef“, „überall nuckeln Babys an riesigen Milchbrüsten“ …

Das hat mir noch gefehlt. Jetzt mag ich H.-C. Strache! Mein Projekt, die österreichische Politik besser zu verstehen, steht bereits beim ersten Treffen mit einem Politiker auf der Kippe. Ich kann doch nicht plötzlich Sympathien für jemanden entwickeln, dessen Politik ich fürchterlich finde! Aber es hilft nichts, er ist irgendwie nett, und so ziehen wir noch gemeinsam hinüber in ein Bierlokal, wo der FPÖ-Chef die Huldigungen […]

Er, Thomas Glavinic, weiß zuerst nicht viel von Heinz-Christian Strache, findet dann seine Politik doch fürchterlich, um ihn schließlich nett … Puh … Pah! was soll Heinz-Christian Strache denn sonst sein, als nett? Wer ist im persönlichen Umgang nicht nett? Die Zeitgeschichte ist voll von netten Menschen – im persönlichen Umgang … In der Umsonst alias Heute wurde beispielsweise erst am 9. September 2013 über die Tochter des KZ-Kommandanten Rudolf Höss berichtet, die ihren Vater als den „nettesten Mann der Welt“ …

Ob Thomas Glavinic Zukunftsängste plagen? Denn gleich noch eine zweite Bewerbung – wie zur Absicherung, wenn aus der ersten nichts – gibt er ab … Für die Stelle, falls es diesen Posten schon gibt, und wenn nicht, müßte dieser noch geschaffen werden: Budennarr bei den freiheitlichen Schaften … Qualifiziert hat sich Thomas Glavinic, wie gelesen werden kann, dafür … Es flogen die Fetzen, und beide fanden das lustigkomischerweise … Thomas Glavinic sagte Heinz-Christian Strache unangenehme Dinge, er, Thomas Glavinic, zog Heinz-Christian Strache ständig auf, zeihte ihn allerhand Schrecklichkeiten, aber das schien Heinz-Christian Strache zu gefallen … So durfte seinerzeit nur der Hofnarr, allerdings dieser Hinweis in Verbindung mit Freiheitlichen ist zu hoch gegriffen … Hof … Bauernhof … Dorf … Es wird gesagt, sogenannten Dorftrotteln wurde zugestanden, zu reden, wie ihnen der … Das trifft es wohl auch nicht, Heinz-Christian Strache scheint ja zugehört zu haben … Budennarr, ja … Das Handtuch als Kappe müßte Thomas Glavinic wohl ablegen, Schaften legen viel Wert auf das Äußere, auf eine recht ordentliche Uniform … Aber die Schaften würden dann wohl Thomas Glavinic eine schöne Kappe auf ihre Kosten besorgen und vielleicht sogar eine zweite für den Sommer – mit Ventilator zur Kühlung …

Ach, wie gut, daß allen ich sagen kann, daß Unwiderstehlich mein Nam‘

Daß Eva Glawischnig nicht Thomas Glavinic geheiratet hat, daran war nur der Doppelname schuld, der eine Karriere …

Ach, hätte sich Thomas Glavinic nur früher schon umtaufen lassen … Erspart wäre ihm geblieben der ganze Ärger mit dem Namen … Unwiderstehlich können bestimmt alle richtig aussprechen …

Und was für eine Karriere hätte das werden können, er selbst als grüner Spitzenkandidat Unwiderstehlich, während Glawischnig dahoam die Kinder …

Und auch auf das Essen mit Frank Stronach hat sich Thomas Glavinic so gut vorbereitet, haufenweise Überlegungen angestellt … Es fand nicht statt, so konnte er, Thomas Glavinic, Frank Stronach nicht nach den Berufskillern persönlich fragen … Möglicherweise hat Thomas Glavinic andere Killerinnen gemeint, und er hätte Frank Stronach nach seinem Umweltprogramm

Wählen werde er, Thomas Glavinic, Eva Glawischnig, weil, die profundeste politische Überlegung, seit es politische Überlegungen gibt, Eva Glawischnig ein „echter Mensch“ … Und wohl auch deshalb, weil sie Verständnis für seine Probleme und seinen Ärger mit der „SVA“ …

Darum geht es also, um Bares, um Stimmen der eigenen Interessen, wenn es Thomas Unwiderstehlich um „Demokratie geht“ …

Homophobie, Antisemitismus – Diskursniveau von Karl-Renner-Publizistik-Preisträger Norbert Leser jenes von Karl Tropper?

Der eine schreibt im „Aufbruch“, der andere im „Standard“, der eine verteidigt sich selbst mit dem Hinweis, es sei nur eine Tatsachenfeststellung, der andere verteidigt einen anderen mit dem Hinweis, es sei nur eine Tatsachenfeststellung

Tatsachenfeststeller Tropper und LeserDie Berichterstattung im „Kurier“ von heute über Karl Tropper, über den hier auch schon einmal zu schreiben war, gibt die Gelegenheit, über ein Versäumnis, wieder über ein Versäumnis der Tageszeitung „Der Standard“ zu informieren, das gestern nicht erwähnt wurde, daß mit Norbert Leser der nächste Preisträger … „Der Standard“ sollte also seine Artikel zum Antisemitismus entlang der Leopold-Kunschak-Karl-Renner-Linie nicht unter „Historikerstreit“ führen, sondern schlicht und einfach unter Streit der Preisträger, denn auch Norbert Leser ist ein Preisträger: nämlich des Karl-Renner-Publizistik-Preises …

Über die anderen und deren Preise in diesem Streit wurde bereits geschrieben

Norbert Leser und Karl Tropper, also nur Tatsachenfeststeller … Es konnte schon einmal nicht entschieden werden, spricht es für Karl Tropper, spricht es gegen Paul M. Zulehner, so auch heute ein weiteres Mal, spricht es für Karl Tropper, spricht es gegen Norbert Leser, wer also steigt zu wessen Diskursniveau hinauf oder hinunter … Es mag gar nicht befürchtet werden, bald schon wieder eine in Österreich sogenannte bekannte Persönlichkeit, die darüber hinaus noch als geistiges Aushängeschild geführt wird, mit Karl Tropper vermessen zu müssen, es mag gar nicht daran gedacht werden, eines Tages die Feststellung treffen zu müssen, über das troppersche Niveau hinaus darf es in Österreich nicht gehen …

Erste und allem übergeordnete österreichische Diszplin: Die Wegrede

Ganz davon erfüllt, Auslöser eines österreichischen Historikerstreits zu sein, veröffentlicht „Der Standard“ weitere Kommentare zum Antisemitismus in Österreich entlang der Leopold-Kunschak-Karl-Renner-Linie und gibt damit verdienstvoll aber unbeabsichtigt den Blick frei auf die in Österreich älteste und etablierteste Disziplin der allem übergeordneten Wegrede …

Allem übergeordnete österreichische Disziplin - WegredenEs ist der Beitrag von Norbert Leser, der exemplarisch das österreichische Wegreden spricht, indem er im konkreten Fall versucht zu beweisen, daß Karl Renner kein Antisemit gewesen sei, womit er zwar auch dem untergeordneten Proporz-Antisemitismus verpflichtet bleibt, also das eigene parteipolitische Lager gegen das andere parteipolitische Lager zu verteidigen, aber, wenn es darum geht, wegzureden, was es in Österreich gab und gibt aber nicht geben durfte und geben darf, wird gemäß der ersten österreichischen Order des übergeordneten Wegredens die parteipolitische Mauer niedergerissen zum gemeinsamen Räumen der Straße von störenden …

Um es ganz knapp zu halten aber das dennoch verständlich zu machen, ein Zitat von Peter Kreisky:

Norbert Leser versuchte zwar, den Antisemitismus der Christlichsozialen als wichtigen Einflußfaktor für den eliminatorischen Antisemitismus Adolf Hitlers und des Nationalsozialismus wegzudisputieren, aber zahlreiche Fakten sprechen gegen seine Argumentation.

Zum österreichischen Wegreden gehört aber auch das österreichische Herbeireden … Und Norbert Leser redet sich seinen Karl Renner herbei, indem er dem zum Antisemitismus gehörenden Gerede von der „jüdischen Finanzmacht“das Antisemitische wegredet und dafür eine „Tatsache“ herbeiredet:

Wenn Renner im Zusammenhang mit der Genfer Sanierung 1922 und dem damit verbundenen Völkerbunddiktat von einer „jüdischen Finanzmacht“ sprach, so bediente er damit keine antisemitischen Klischees, sondern stellte nur eine Tatsache fest.

Es ist noch gar nicht so lange her, als Finanzministerin Maria Fekter auch etwas wegreden und herbeireden wollte, dafür etwa drei Tage lang mit Rücktrittsaufforderungen … Zum Wegreden und zum Herbeireden gehört aber noch etwas: die Gegenwartsverweigerung. Weshalb wird beispielsweise Leopold-Kunschak-Preisträgerin Beatrix Karl nicht gefragt, etwa vom „Standard“, was bedeutet ihr und wie beeinflußt sie Leopold Kunschak, dessen Bild in ihrem Büro …, in ihrer brav zu spielenden Rolle einer Justizministerin 

Zusammengefaßt also handelt es sich bei der ersten und allem übergeordneten Disziplin um eine der Dreifaltigkeit: Wegreden, Herbeireden und Verweigern der Gegenwart.

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Zur Nachlese:

Der Unwille zum Sein – Ein standardösterreichischer Historikerstreit

Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Österreich – Land des Proporz-Antisemitismus

Der Unwille zum Sein – Ein standardösterreichischer Historikerstreit

Dreiunddreißig Jahre nach dem von Ernst Nolte ausgelösten Historikerstreit in Deutschland möchte die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ auch einen ihren und vor allem von ihr ausgelösten Historikerstreit haben -, ohne den damaligen Historikerstreit in Deutschland niveaumäßig verklären zu wollen, muß doch gesagt werden, das wird kein Historikerstreit mehr von annähernder Qualität in Österreich, oder halt ein auf österreichischem Niveau und österreichischen Standards geschuldeter …

Historikerstreit streng nach österreichischem StandardUm es zu einem Historikerstreit hoch zu schreiben, muß der „Standard“ sogar ignorieren, was in den Kommentaren zum Beitrag von einem Historiker bereits geschrieben wurde, nämlich zu Paul Mychalewicz;  seine Ausführungen liefern nicht wirklich einen Beitrag, der historikerstreittauglich …

Es muß hierzu heute nichts mehr wiederholt werden, es kann nachgelesen werden, was in der letzten Woche dazu bereits geschrieben wurde:

Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Österreich, Land des Proporz-Antisemitismus

Eines noch, es wird nun in Zusammenhang mit Leopold Kunschak die österreichische Unabhängigkeitserklärung“ aus dem Jahr 1945 angesprochen, aber der „Standard“ verzichtet auch hierbei darauf, zu informieren, wo diese unterschrieben wurde. Der Ort jedoch ist nicht unwesentlich, weil dieser bereits viel über die Gründung der Zweiten Republik aussagt, diese sich in ihrem Schein zeigt. In der Blaimschein-Villa. Selbstverständlich darf nicht unerwähnt bleiben, diese Villa gehörte bis 1938 einem jüdischen Fabrikanten, was dieser aber produzierte ist ebenso wichtig zu erwähnen, denn das produzieren in Österreich noch immer sehr viele – Kopfmargarine:

Österreich und seine Tradition