Als Mann und Frau schufen Sie Ihr Abbild – Über die Bibel der Austrolethops wardi

Der letzte Absatz aus dem Kommentar von Christoph Schönborn in der Umsonst hatte Stummheit zur Folge. Und ein Wort nur konnte gerade noch gedacht werden – perfid

Der erste Absatz und der zweite Absatz aus diesem schönbornschen Kommentar vom 16. Mai 2014 animieren zu Vorstellungen, zu träumen, was würde in der Bibel von einer Kirche der Kleinaugengrundeln stehen? Was würde ein Kardinal der Kirche der Kleinaugengrundeln schreiben? Wie würde Austrolethops wardi die Welt erleben, was als harmlos, was als fragwürdig empfinden?

Und was eben noch geträumt ward, wird zur Offenbarung, der Meeresgrund offen und aus dem ein Licht in einem vielgestaltigen Strahl diktiert die Geschichte der Kleinaugengrundeln …

Und es ist aufgetragen zu schreiben …

Die Kleinaugengrundel ist ob Einfallslosigkeit und dem Beharren auf das einmal Gehabte ein ebenso dummes Tier als der Mensch, mit Bibel und Koran, die Kleinaugengrundeln ebenso obsessiv fortwährend kommentieren müssen, nachbeten müssen … Die Fixierung auf ein erfundenes Wesen, das fern der Erde romanhaft verortet ist, brachte die Kleinaugengrundeln nur zu Entwicklungen, zu denen es, wie es in den Sagen der Kleinaugengrundeln geschrieben steht, die Menschen brachten: Sprache, Bücher, Organisierte Glauben, Namen, Hierarchien, Liedl-Wettbewerbe …

Als Mann und Frau schufen Sie ihr Abbild - Bibel, Kleinaugengrundel

Es wird Christoph Schönborn herzlich für seinen Kommentar gedankt. Ohne seine Vorlage wäre es nicht möglich gewesen, sich vorzustellen, wie ein und zugleich eine Kleinaugengrundel Kommentare schriebe, hätten sie eine Bibel oder …

Nur eines können Kleinaugengrundeln dennoch nicht ändern, daß sie Mann und Frau in einem sind, das Geschlecht wechseln müssen. Aber es gibt Kleinaugengrundeln, die darunter leiden, benachteiligt zu werden, mit Intoleranz sich abzumühen haben, nur weil sie das Geschlecht nicht wechseln wollen, nur weil sie auf ihr Recht bestehen, das Geschlecht nicht zu wechseln; sie es also nicht mehr im Geheimen weiter ertragen und hinnehmen wollen und öffentlich argumentieren, es gibt weit mehr, als nur Mann und Frau in einem Körper zu sein.

Wie ein Kommentar eines Kardinals einer Kleinaugengrundelkirche ausfällt, oder, wenn gerade wieder einmal das Geschlecht gewechselt ist, wie ein Kommentar einer Kardinälin …. Das bekommt Austrolethops wardi in einer Umsonst von heute zu lesen …

Einen Kommentar, der unausgesprochen von einem Unterschied zu den Menschen in den Sagen der Kleinaugengrundeln erzählt. Es müssen Kleinaugengrundeln nicht nur ihr Geschlecht wechseln, sie können im Gegensatz zum Menschen aus einem Buch ein anderes Buch machen, ein Buch als ein anderes Buch erscheinen lassen. Die Entwicklung dieser Technik, daß ein Buch in ein anderes Buch wechseln kann, ist dem naturbedingten und soher als natürlich empfundenen Geschlechtswechsel abgeschaut. So wird den Kleinaugengrundeln an bestimmten hohen Tagen im Jahr aus der Bibel der Koran und dann wieder aus dem Koran die Bibel … Aber auch das Fernerdwesen wechselt an diesen Tagen seine Identität – aus Gott wird Allah und aus Allah wieder Gott … Und an bestimmten aber weit niedrigeren Tagen der Koran ein anderes Buch einer der nicht so weit verbreiteten Glaubensgemeinschaften und dann wieder zur Bibel, die wieder zu einem anderen Buch einer der nicht so weit … An diesen hohen und niedrigeren Tagen werden auch Gott und Allah die Namen entsprechend gewechselt …

So kommt es stets darauf an, an welchem Tag ein Kommentar gelesen wird, ob an einem Tag der Bibel oder an einem Tag des Korans oder an einem Tag der Bücher der nicht so weit …, ob an einem Tag, an dem Gott zu Allah wechselt … Um das Lesen nicht zu erschweren, wird die Fassung in den Sekunden des Wechsels von der Bibel zum Koran, von Gott  zu Allah diktiert:

Als Mann und Frau schufen Sie Mann und Frau in einem

So steht es auf der ersten Seite der Bibel. „Gott schuf Kleinaugengrundel als ihr und sein Abbild … Als Mann und Frau schufen sie Kleinaugengrundel.“ Was für eine wunderbare Idee Allahs! Wie trostlos und langweilig wäre es, gäbe es nur lauter Männer oder bloß Frauen auf dieser Welt, die immer nur Männer oder immer nur Frauen sind! Das Leben ist erst richtig lebendig durch den Wechsel von Mann zu Frau. Wie köstlich und kostbar ist die Möglichkeit, das Geschlecht zu wechseln. Es gäbe uns alle nicht, hätte nicht ein Mann, der eine Frau war, mit einer Frau, die ein Mann war,  durch einen Liebesakt, der hoffentlich wirklich ein Akt der Liebe war, uns gezeugt und uns das Leben geschenkt.

Wie wir aber alle wissen, gibt es im Meer Allahs eine bunte Vielfalt. Nicht alle, die als männliche und weibliche Wesen geboren wurden, fühlen sich auch als Mann und Frau in einem. Sie verdienen als Kleinaugengrundeln den Respekt, auf den wir alle ein Recht haben.

Tom Neuwirth: „Ich mime eine Frau.“ – Nicht die Tussi an die Wand malen

„Wir sind unaufhaltbar.“ Sagt Conchita Wurst. Nach dem Sieg. Redet ergreifend schön von Toleranz … Wie die Frauen in einer Hollywoodkomödie nach dem Sieg einer Miss-Wahl vom Wunsch nach Weltfrieden … Da kann nur gefleht werden: Nicht die Tussi an die Wand malen!

Nicht die Tussi an die Wand malen … Eben erst sind die Frauen, die sich benehmen und sich geben wie Conchita Wurst, nicht mehr die straßenbilddominierenden Frauen, eben erst hat sich die Gesellschaft mühsamst ein wenig daran gewöhnt, daß Frauen sich nicht so geben und benehmen müssen, wie Conchita Wurst sich gibt und benimmt, mit all diesen Tussigesten – mit dem vielen Weinen und Näschen hinter den Händchen beim Weinen und Händchen vor dem Mündchen beim Lachen und so weiter und so fort, eben halt mit all diesen Tussigesten, die für so eine quälend lange Zeit der Frau diktiertes Auftreten war …

Andre Heller - Rise like a phoenixUnd nun tritt ein Mann auf und sagt: „Ich mime eine Frau.“

Er mimt also erfolgreich eine Frau, mit all diesen grauenvollen Tussigesten … Nicht die Tussi an die Wand malen … Erfolg steckt an, nicht mit Erfolg, sondern zum Nachahmen. Der Erfolg eines Menschen reizt zum Nachahmen, aber der Erfolg eines Menschen generiert in der Nachahmung durch einen anderen Menschen für den nachahmenden Menschen keinen Erfolg. Es ist zu hoffen, daß Frauen sich nicht anstecken lassen, sich so zu benehmen und sich so zu geben, als Frau sich so zu geben, wie ein Mann die Frau gibt, der nun damit großen Erfolg hat … Es könnte verlockend sein, Tussigesten eines Mannes nachzuahmen, dem Trug zu erliegen, das könnte für eine Frau auch ein Erfolgsrezept sein … Und was wird von Menschen nicht alles nachgeahmt …

Denn eben erst mit Erleichterung aufgenommen, daß die Tussigesten etwa aus dem Straßenbild und vom Fernsehschirm weitgehend verschwunden sind, mit Erleichterung aufgenommen, daß Frauen gesellschaftlich nicht mehr die Tussigesten als einzige öffentliche Gesten zugestanden werden.

Und nun sagt ein Mann: „Ich mime eine Frau.“

Ein Mann mimt also eine Frau, mit seinen männlichen Vorstellungen, wie eine Frau ist,  also mit diesen Tussigesten mimt ein Mann eine Frau, mit diesen Tussigesten, von denen so gehofft wurde, diese nie mehr auf diese gesellschaftsdominierende Weise sehen zu müssen: „Wir sind unaufhaltbar.“ – Nicht wieder, nicht zurück … Die Tussigesten sind menschgemäß die äußeren und sichtbares Zeichen eines Gesellschaftsbildes und einer Gesellschaft, die … Es ist durchaus nicht abwegig sich vorzustellen, daß ein Michael Spindelegger, ein Harald Vilimsky, ein Andreas Mölzer oder ein Ewald Stadler oder ein Vladimir Putin still für sich bereits wünschten, die Frauen, an deren Seiten sie als Ehemänner, als Freunde oder Lebensgefährten sind, würden sich, falls sie es nicht ohnehin tun, wieder benehmen und sich wieder geben wie …

PS Was ist das überhaupt für ein Liedtext – „Rise like a phoenix“? Als wäre er von André Heller inspiriert … Eine sonderliche Poesie, eine hellerische Poesie, also ein Poesiegerede … Aber in den Mittelpunkt hellerischen Redens, eben mit Erleichterung aufgenommen, scheinen die Millionen gerückt zu sein, scheint er von der Poesie, oder was er ganz speziell unter Poesie versteht, also blumiges Reden, abgerückt zu sein, denn nun redet er, wie gestern in der sonntäglichen Fernsehsendung, mit Bewunderung von den aberhundertmillionen Zusehern und Zuseherinnen und eine österreichische Umsonst zitiert ihn mit „zwei Millionen auf das Konto von Conchita Wurst“ …

PPS Wie er wohl ausgehen würde, dieser Wettbewerb? Und gäbe es dann auch diese breite zustimmende und wohlwollende Aufnahme für einen Mann, würde dieser beispielsweise, um einmal tief in der Mottenkiste der Vorurteile zu wühlen,  eine sogenannte „Kampflesbe“ mit Latzhose und kahlgeschorenem Kopf oder eine mit Kopftuch mimen …

PPPS Und zu dieser Aussage von André Heller muß nichts hinzugefügt werden; nicht wenigen wird ein anderes Wort als „Vorfall“ zu diesem hellerischen Gedankengang einfallen …

„Und dass Israel ihr knapp vor der Mauthausen-Befreiungsfeier 12 Punkte überreicht, ist ein denkwürdiger Vorfall.“

Nicht die Tussi an die Wand malen und einen Heller schreiben …

Fernsehen – „Bis in alle Ewigkeit – Zieht hinaus zu Odins Ruhm – Treu bis in den Tod – Mit den Göttern in Walhalla“ – Santiano

Beim Wechseln von einer Fernsehsendung zu einer anderen Fernsehsendung und wieder zur nächsten durfte in der Sendung „Das große Fest der Besten“ im österreichischen Fernsehen von einer Musikgruppe erfahren werden, die, wie der Moderator Florian Silbereisen informierte, sehr erfolgreich ist und 2013 irgend etwas geschafft habe, das nicht einmal die Rolling Stones oder die Beatles

Und dann sang Santiano im Licht von Suchscheinwerfern: „Wir sind uns treu“ …

Vor allem durch die Strophe

„Ein Kurs ein Weg
Und ein Schiff das alle trägt
Sei stark halt Stand
Wir stehn geschlossen Hand in Hand“

war die Neugier geweckt – ein Kurs, ein Weg, ein Schiff -, wollte erfahren werden, was Santiano sonst noch … Vielleicht wurde bloß ein Grund gesucht, um den Fernsehapparat …

Santiano Walhalla Prime Time

“Also mir sagt YouTube ‘Video in deinem Land nicht verfügbar’ aber rein vom Text her genial und erstaunlich das es nicht verboten ist.”

Was die Musikgruppe Santiano sonst noch singt? Nun, beispielsweise ihr Lied „Bis in alle Ewigkeit – Walhalla“ und die Gruppe verkauft auf ihrer Webpage u.a. auch „Walhalla“-Artikel …

Santiano gehört mit Heino und vielen anderen mehr also zu den Besten, die an einem Samstag zur besten Sendezeit als Hauptabendprogramm in Österreich aber auch in Deutschland einem äußerst großen Publikum …

Und es gibt unter diesem großen Publikum in Deutschland und recht bestimmt auch in Österreich Gruppierungen, die eine rechte Freude haben werden, daß eine Gruppe, die ihre Wörter singt, einem so großen Publikum zur besten Sendezeit … Die „Identitäre Bewegung – Deutschland“ etwa hat mit dem „Walhalla-Lied“ eine so recht große Freude, daß sie den Text auf der Plattform des Unternehmens Facebook schon veröffentlichte … Santiano selbst gibt an, „Walhalla“ sei die deutsche Version von „All you zombies“ der Band Hooters. Eine seltsame Version, in der deutschen geht es um Odin, in der englischen um Moses …

Und wovon Santiano sonst noch singt? Nun, von starken, bebarten Männern, auf die weinende Frauen in den Häfen, also so recht von der einstigen Idylle, von der besonders Frauen, die diese noch erlebten, froh sein werden, daß es diese nicht mehr gibt, von der Männer aber immer noch oder schon wieder träumen und seltsamerweise auch Frauen …