Regierungsbote zum Beispiel: „Für mich wäre es wichtig, daß auch alle arbeitsrechtlichen Kollegen ein bißchen leiser treten.“

Diesen Donnerstag im Wintermonat 2019 werden in einem Jahr wohl manche aus der ÖVP als „persönlichen Feiertag“ begehen, zur Erinnerung an diesen Morgen vom 28. Februar 2019, als Wolfgang Mazal in den ORF ausrückte und der ORF Wolfgang Mazal einrücken ließ zur Verteidigung des Kraut-und-Erdäpfel-Gesetzes „Persönlicher Feiertag“ der zurzeitigen feudalschwarzidentitären Bundesregierung in Österreich.

Viele aus der FPÖ, darf angenommen werden, werden in einem Jahr für ihren „persönlichen Feiertag“ den 23. Februar wählen, zur Erinnerung, daß ein Jahr zuvor an diesem Tag mit Franz Dinghofer endlich eine Dokumentation in einem ganz nach der Gesinnung dieser Partei entpolitisierten ORF …

Es hätten viele in das „Ö 1 Morgenjournal“ an diesem Tag eingeladen werden können, um über dieses Gesetz profund zu sprechen, die nicht befangen sind.

So wie Wolfgang Mazal von Rainer Hazivar begrüßt

“ … begrüßen wir Wolfgang Mazal zum Beispiel vom Institut für Arbeitsrecht der Universität Wien … Guten Morgen, Herr Professor, vielen Dank, daß Sie schon um die Zeit Zeit haben …“

wurde, werden wohl viele gemeint haben, vor ihren Radioapparaten, gleich eine unbefangene Stimme zu diesem Gesetz zu hören. Vielleicht hatte Wolfgang Mazal gar keine Zeit, aber ein „Regierungsberater“ muß sich wohl die Zeit nehmen, wenn er ausgeschickt wird, ein Gesetz zu verteidigen, ein ORF muß wohl die nehmen, die ihm geschickt werden, wenn es gilt, ein Gesetz der Regierung zu verteidigen.

Nur die Zuhörerinnnen sollen weiter meinen, nur die Zuhörer sollen daran weiter festhalten, gerade von „Österreich 1“ mit Informationen von Menschen, die nicht befangen sind, bestrahlt zu werden.

Rainer Hazivar wird aber mit reinem Gewissen sagen können, er habe nichts verschwiegen, er habe ohnehin „zum Beispiel“ gesagt. Die Hörer von „Österreich 1“ sind, wie gewußt wird, die klügsten Hörerinnen. Die wissen doch in der Sekunde, daß ein „zum Beispiel“ eine Auflistung ist. „Zum Beispiel“ steht für „Regierungsberater“, für „Vorsitzender der Wissenschaftlichen Begutachtungskommission des Leopold-Kunschak-Preises“ … da müsse er, Hazivar, doch nicht alles aufzählen, da reiche doch ein „zum Beispiel vom Institut für Arbeitsrecht der Universität Wien“ …

Und was Wolfgang Mazal zu diesem Gesetz dann sagte, nun, es muß tatsächlich nicht gewußt werden, für wen er um diese Zeit ausrücken mußte, alles, was er sagte, offenbarte ohnehin, daß er ein „zum Beispiel“ ist …

Kurzum …

Es ist bloß ein weiteres Mal festzuhalten, der Umbau des österreichischen Rundfunkanstalten zu entpolitisierten Anstalten, wie es der zurzeitigen Bundesregierung heißer Gesinnungswunsch ist …

… Enden, nur enden, nicht abermals enden, Schluß machen, nicht weitermachen, Schluß, endlich, ohne weitermachen. Denn. Ohnehin zu viele Kapitel schon mit der Figur Dinghofer, viel zu viele Kapitel mit der Figur Kunschak, die auch als „Streicher von Österreich“ bekannt ist … Kunschak und Dinghofer, die Ikonen der zurzeitigen Regierungsparteien, von ÖVP und FPÖ, kurz: Dinghofer-Kunschak-Regierung, einer Regierung, die den Menschen wieder die Teller mit Fleisch nehmen möchte, ihnen die Teller mit Fleisch tauschen will gegen Blechnapfe mit Kraut und Kartoffeln, die christliche oder die kunschaksche Ordnung wieder herstellen möchte, ihre schwarze Streicherikone gab schließlich vor, was für die Menschen gut und reichlich und gesund …

Dinghofer und Kunschak. Recht viel Antisemitisches ist mit diesen beiden Namen verbunden. Bis zu Wolfgang Mazal ist es nun auch schon durchgedrungen, es ist zur Zeit nicht vorteilhaft … zur Zeit ist es opportun, sich für jüdische Menschen einzusetzen, so sagt er in diesem Morgeninterview regierungsbrav oder regierungshörig, er sehe keinen Anlaß an Jom Kippur, also am Feiertag von jüdischen Menschen, zu rütteln … Bis zur Dinghofer-Regierungspartei ist das noch nicht so durchgedrungen, wenn bedacht welche deutsche Messen des Antisemitismus vor allem auf einer Website gefeiert werden …

Gegen Ende des Morgeninterviews hat Wolfgang Mazal für seine „alle arbeitsrechtlichen Kollegen“ einen Rat …

„Für mich wäre es wichtig, daß auch alle arbeitsrechtlichen Kollegen ein bißchen leiser treten.“

… oder eine Botschaft der Regierung … Rainer Hazivar war weise, statt die vielen Funktionen von Wolfgang Mazal aufzuzählen, es bei einem „zum Beispiel“ zu belassen. Denn. Daß er, Mazal, auch Regierungsbote ist, stellte sich erst im Laufe dieses Morgeninterviews so klar und deutlich heraus.

Damit nicht gescholten wird, es werde gar nichts Positives zur zurzeitigen Regierung gesagt. Die zurzeitige Regierung hat durchaus etwas für arbeitende Menschen übrig, diesen eine Freude zu machen, dazu ist sie stets kunschakisch bereit, nicht jedem arbeitenden Menschen, aber den einen oder den anderen durchaus, so wie an diesem Tag sie sicherlich dem arbeitenden Rainer Hazivar eine Freude mit Wolfgang Mazal bereitete, nach dreißig Jahren durfte der Student seinem Professor Fragen stellen …

„Ich freue mich immer, wenn ehemalige Professoren dreißig jahre später ins Studio kommen, und ich die Fragen stellen darf. Vielen Dank, Herr Professor!“

Franz Dinghofer, eine Dokumentation im endlich ganz nach der Gesinnung der FPÖ entpolitisierten ORF

Nun ist sie gelaufen, die Dokumentation über Franz Dinghofer im österreichischen Rundfunk, und es ist gesinnungsgemäß recht gut gelaufen, also für die identitäre Regierungspartei.

In dieser Winternacht im Februar 19 kann bereits während des Ansehens der Dokumentation über Franz Dinghofer erahnt werden, was die zurzeitige identitäre Regierungspartei stets propagandiert, sie wolle einen entpolitisierten ORF …

Willfährig hat der ORF der identitären Regierungspartei diesen Wunsch nach einem entpolitisierten ORF erfüllt, ihr eine gesinnungsreiche Fernsehnacht geschenkt, mit dieser Dinghofer-Leistungsschau. Zum vollkommenen Fernsehgesinnungsgenuß der identitären Regierungspartei fehlte vielleicht nur noch ein tragend gesprochener Einleitungssatz: Die Führung der FPÖ gibt bekannt …

Ein paar Tage zuvor gab es im Palais Epstein eine Präsentation dieser Dinghofer-Leistungsschau und Alexander Wrabetz sagte brav auf, was ein Mit-etwas-davor-Kanzler von ihm …

Was aus dem ORF werden wird, wenn es weitergeht, wie es bereits los geht, das bekommt durch diese Dinghofer-Leistungsschau ein konkretes Bild: ein Staatsfunk, ein Parteifunk, ein Gesinnungsfunk, bis irgendwann nicht mehr unterschieden werden wird können, ist es ein Staatsfunk, ist es ein Parteifunk, weil die Partei sich als Staat versteht, der Staat ihr ihre Partei ist, und dann wird wohl jedwede Sendung mit tragender Signalmusik unterlegt mit dem pathetischen Satz eingeleitet werden: Die Führung der …

Eine Macherin war wieder dabei, die schon gute Vorarbeit leistete, auch diesmal dabei sein zu dürfen. Das Personal für die Dinghofer-Leistungsschau wurde ganz Gesinnungsfunk ausgesucht. Eine Gudula Walterskirchen, fehlen durfte nicht jener Mann, der die Rolle des Herunterspielers übernahm, fehlen durfte auch nicht der Mann, dem das Kommando zum Erstellen eines Weisenberichts über die identitäre Regierungspartei anvertraut ist, fehlen durfte gesinnungsgemäß schon gar nicht, der Chef …

Und ein Wort durfte in solch einer Dinghofer-Leistungsschau schon gar nicht fehlen: Patriot … Wie oft dieses Wort platziert wurde, es hätte gezählt werden soll … derart aufdringlich wurde product placement noch nie … in diesem Fall richtiger: sentiment placement

Eine so recht liebe Dokumentation und keine Blumen auf dem Tisch, nicht einmal der Chef hat sich eine Blume angesteckt, zu Ehr‘ und Treu‘ des Franz Dinghofer. Dabei. Es gibt eine Blume, die auch mit Dinghofer untrennbar verbunden …

Wer der identitären Regierungspartei eine Patriotin ist, nun, der, wie es heißt, möchte nicht in der Nacht begegnet werden …

Es fehlte eigentlich nur noch Wiesinger, Dinghofer-Künstler, der erzählen hätte können, was er sich beim Gestalten der Dinghofer-Medaille so dachte …

Jetzt, da es so viel Unzufriedenheit gibt, mit einer Feiertagsregelung … Vielleicht bekommt Österreich einen ganz neuen Karfreitag: einen Staatsfeiertag zum Gedenken an Franz Dinghofer. Propagandiert wird ja bereits einer, auf der Website der identitären Regierungspartei …

Dann wäre dann wohl Gesinnungsseligkeit. Einen Gesinnungsdinghoferstaatsfeiertag, dazu einen Gesinnungsstaatsparteifunk — aber wer bekommt und bekommt, will, heißt es, mehr, noch mehr, immer mehr, bis nichts mehr da ist, nur noch der Untergang bleibt, aber dieser dann für alle anderen …

NS Es ist wohl gut, dass diese Dokumentation nur in Österreich gesehen werden darf … so bleibt es wenigstens den Menschen in anderen Ländern erspart, darüber nachzudenken, an was für eine Geschichte wird denn zur Zeit wieder in Österreich gebastelt.

Mit dieser Auswahl hat keine Diskussion die geringste Chance.

Es ist dann doch verlockend nachzugehen, die Diskussion wenigstens nebenher anzuhören, also diese nicht in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken, die gestrige von dem österreichischen Rundfunk ausgestrahlte Diskussion, um zu erfahren, was die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei am 18. dieses Monats in glockenrechte Freude versetzt, die allein schon durch die Kommentarüberschrift

„Bei Waffengleichstand haben Linke und Feministinnen nicht die geringste Chance“

zum Ausdruck gebracht wird.

Der ORF hat es geschafft, ihr zu einer Diskussionsseligkeit zu verhelfen.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wer zu Diskussionen eingeladen wird. Mit welcher Präzision österreichische Fernsehanstalten bei der Auswahl der Teilnehmerinnen für ihre Diskussionen vorgehen, ja, blind sogar imstande sind, stets die richtigen Teilnehmer einzuladen, die Aussage zu bestätigen: Bei solch einer Auswahl hat keine Diskussion die geringste Chance.

Es hat keine Diskussion die geringste Chance, eine qualitativ hochwertige Diskussion zu werden, eine Diskussion auf der Höhe der Zeit, die, also die Höhe der Zeit, es tatsächlich gibt, wenn es auch Zuseher des österreichischen Fernsehens zurecht verneinten, daß es diese Höhe der Zeit gibt, weil den Zuseherinnen des österreichischen Fernsehens die Höhe der Zeit nicht geboten wird.

Es geht dabei ganz und gar nicht darum, bestimmte Menschen nicht einzuladen, es wird in keiner Weise gesagt, bestimmte Menschen dürfen nicht eingeladen werden. Diese bestimmten Menschen, etwa wie die in die gestrige Sendung eingeladene Birgit Kelle, sind in keiner Weise ein Ärgernis. Nur. Die Einladung von bestimmten Menschen zu Diskussionen offenbart bloß eines, und das ist das Ärgerliche, die Einladenden wollen keine Diskussion auf der Höhe der Zeit. Vielleicht weil die Einladenden selbst nicht auf der Höhe der Zeit sind, und also nur Menschen einladen können, die ihre eigene Höhe widerspiegeln.

Die Einladungspolitik bestimmt die Qualität jedweder Diskussion.

Der Ankündigungstext für die gestrige Sendung im österreichischen Rundfunk reichte bereits, um zu wissen, daß wird keine Diskussion, die es wert ist, in das Zentrum der sonntäglichen Abendgestaltung zu rücken, nicht einmal eine, um so nebenher anzuhören, mit einem Ohr, aber mit keinem Auge anzusehen.

„Vor genau 100 Jahren durften Frauen in Österreich zum ersten Mal wählen. Welche Fortschritte sind seitdem erzielt worden? Darüber diskutieren bei Claudia Reiterer Doris Bures (Zweite Nationalratspräsidentin, SPÖ), Marlene Svazek (Landesparteiobfrau FPÖ-Salzburg), Nina Proll (Schauspielerin), Yasmin Hafedh ( Rapperin und Autorin), Birgit Kelle ( Publizistin, Autorin des Buches ‚Gender Gaga‘) und Erich Lehner (Männlichkeits- und Genderforscher).“

Eine angekündigte Diskussion, eingespannt zwischen Frauenwahlrecht und „GenderGaga“, kann nur eine Diskussion bringen, da muß noch nicht einmal gewußt werden, wer zu dieser eingeladen ist, die alles werden wird, nur eines nicht, eine auf der Höhe der Zeit.

Was für eine andere Diskussion wäre es wohl geworden, also auch die gestrige, wenn schon ein Buch als Grundlage zu dieser Diskussion, ein anderes Buch genommen werden worden wäre, nämlich „Philosophie des Orgasmus“ von Claus-Steffen Mahnkopf. Ein Buch, das tatsächlich und derzeit wie kein zweites deutschsprachiges auf der Höhe der Zeit beste Anregung für Diskussionen auf der Höhe der Zeit ist. Genau zu diesem Thema Mann und Frau.

Was hingegen hat ein Buch zu diesem Thema von einer Autorin zu bieten, die bereits mit dem zweiten Teil ihres zusammengesetzten Titelwortes offenbart, was sie zu bieten hat: …

Da muß gar nicht einmal gewußt werden, wie in Deutschland diese Autorin gesehen wird, wie über sie geschrieben wird, von wem sie in Österreich gelobt wird, etwa von einem Mann, über den einmal am Nebentisch in einem Kaffeehaus ein Mann sagte: „Sollte ich von U. je gelobt werden, dann weiß ich, daß ich ein dummer Mensch bin.“

Diese Autorin schreibt auch und nicht wenig für „Tichys Einblick“ … Roland Tichy, ein weiterer Beispielgeber für die Einladungspolitik österreichischer Fernsehanstalten, der nicht in den österreichischen Rundfunk eingeladen, aber in eine andere österreichische Fernsehanstalt, zu einem Moderator, der wohl in Österreich exemplarisch bestätigt, die Eingeladenen spiegeln das Denkvermögen der Einladenden …

Menschsein, Motiv genug.

das ist eine frage die man  nur mit einiger übergriffigkeit jetzt sicher beantworten kann es ist ein bündel an gründen möglichen gründen hintergrundmotiven denkbar dazu wissen wir schlichtweg zu wenig wir wissen zu wenig wie es ihm zuvor ergangen ist ob da irgendwelche lebensereignisse waren die ihn geärgert haben die ihn gekränkt haben die ihn ja gegen die welt als ganzes eingenommen haben das ist bißchen eine pubertäre haltung alle ich bin gegen alle alle gegen mich ich gegen alle da ist einfach viel zu wenig bekannt welchen hintergrund hat der womit hat der sich in seiner freizeit beschäftigt welche was weiß ich welche internetaktivitäten hat der entfaltet da ist einfach sehr sehr wenig bekannt

soweit man es aus der distanz beurteilen kann wie gesagt mit vielen vorbehalten ist es eher eine pragmatische entscheidung gewesen das ist ein mensch zumindest stellt er sich so dar der reichlich empathiebefreit sein dürfte also der seine eigenen belange in den vordergrund rückt oder als einzige relevante bedenkenswerte erkennt und die waren einfach einmal der möchte sich an dem abreagieren dieses motiv ist nicht ganz so ungewöhnlich wie es vielleicht erscheinen mag denn es ist auch das motiv dass die meisten amokläufer und school shooter umtriebt und mit denen haben wir leider schon öfters bekanntschaft gemacht als uns das lieb ist also diese scheinbare motivlosigkeit die auf eine allgemeine abneigung gegen jeden fußt ist uns nicht so völlig fremd und da klingt es wieder eher wie eine pragmatische entscheidung sich jemanden auszusuchen den man leicht überwältigen kann der wenig widerstand vorhersehbar entgegensetzen wird der leichter auch zu überreden ich stelle es mir schwierig vor jemanden zu überreden einen wildfremden erwachsenen menschen von der straße der mich noch nie gesehen hat und der mich nicht kennt zu überreden ist in meiner eigenen wohnung in die duschtasse zu gehen

das ist wahrscheinlich ein unterfangen das einige schwierigkeitsgrade aufweist jemand der mir bekannt ist der ist auch leicht beherrschbar der ist leicht beeindruckbar der sich vielleicht leicht etwas anschaffen und sagen läßt und der mir traut ist natürlich viel leichter dort hinzubekommen wo ich ihn haben will das klingt für mich viel eher pragmatisch

nicht zwingend es gibt einige empathiebefreite menschen die herumlaufen ohne daß sie sonderlich auffallen wenn sie funktionieren und er dürfte ja einigermaßen gut funktioniert haben er dürfte nicht durch irgendwelche aggressionshandlungen aufgefallen sein in der schule ganz gut funktioniert haben und empathie ist kein unterrichtsfach also das ist nichts wo man irgendwie abgeprüft oder abgetestet wird und es nicht sicher ob das was er jetzt so sagt der weisheit letzter schluß ist deshalb habe ich gesagt es ist jetzt schwierig überhaupt an die motivsuche zu gehen dafür wissen wir zu wenig es gibt einige möglichkeiten was sich hinter diesen eher jetzt pauschal artikulierten haß verbergen kann aber selbst dieser wäre ganz nicht ganz singulär und noch nie dagewesen das ist halt ein narrativ mit dem wir ganz schlecht leben können das müssen wir schon sagen 

das bestreben muß auf jeden fall sein daß man diesen jungen mann so behandelt daß er gesellschaftstauglich wird oder daß er gesellschaftsfähig wird wie sehr man damit erfolgreich sein kann wird davon abhängen was jetzt wirklich die ursache für das singuläre oder nicht alltägliche verhalten ist oder diese nicht alltägliche position zur welt ist es gibt auch andere einige gründe es gibt auch psychische erkrankungen die so beginnen und zu beginn sich so äußern das muß man sich noch gründlicher anschauen und von den ursachen abhängig wird man die behandlung wählen müssen

schwierig schwierig das ist eher dann eine bilanz die der täter zieht die darauf hinausläuft wenn ich wieder so etwas mache widerfährt mir wieder ähnliches das heißt absehbarerweise werde ich wieder einen großen teil meines lebens  hinter gittern verbringen ich will mir das nicht antun das ist eine bilanz die man durchaus so zutreffend so ziehen kann und die dann der grund dafür sein kann daß man nicht mehr delinquiert

Das ist, kurz gesagt, die Analyse einer Psychiaterin, abgegeben im Fernsehen, in dieser Woche. Ihre Antworten auf die folgenden Fragen:

ein sechzehnjähriger völlig unauffälliger gymnasiast guter schüler sagt ich wollte einfach jemanden umbringen und dann bringt er ein siebenjähriges kind um mit dem er seit jahren spielt und das auch noch extrem brutal wie gibt es das 

es ist gottseidank in österreich und überhaupt sehr selten daß kleine kinder umgebracht werden und schon gar nicht außerhalb der familie ist das nicht extrem ungewöhnlich sich ein siebenjähriges kind als opfer zu suchen

alle menschen die diesen burschen kennen und bis jetzt mit journalisten geprochen haben sind völlig fassungslos das hätte man dem überhaupt nicht zugetraut und er zeigt laut polizei überhaupt keine reue er sagt das mädchen tue ihm überhaupt nicht leid jemand der so völlig empathiefrei ist offenbar hätte das nicht auffallen müssen

der täter ist geständig und er ist sechzehn jahre alt wenn er zur höchststrafe verurteilt wird sind das fünfzehn jahre maximal im gefängnis kann man da erfolgreich therapiert und resozialisiert werden oder was tut man mit so jemanden

sie haben ja sehr viel erfahrung gibt es menschen die solche bluttaten solche grausamen morde vollbracht haben die erfolgreich therapiert und geheilt wurden und die funktionierende mitglieder der gesellschaft geworden sind später

Das waren die Fragen des Nachrichtensprechers an die Psychiaterin.

Als wäre es ein Gutachten über die Welt, was sie sagte, und nicht Mutmaßungen über einen einzelnen Menschen.

Es tauchen während des Interviews augenblicklich Bilder des Täters auf, aber sie zeigen nicht den Sechzehnjährigen, sondern, um nur einen der Gegenwart stellvertretend für Vergangenheit und Zukunft zu nennen, den Giftgasmörder … Allerdings, wenn es um ihn geht, wird keine Psychiaterin eingeladen, um über ihn … Staatsspitzen werden befragt, allerdings nicht dazu, wie könne er therapiert, resozialisiert werden, im Gefängnis …

Es tauchen während des Interviews augenblicklich Bilder auf, die nicht den Sechzehnjährigen zeigen, sondern Menschen, die ihre Smartphones verwenden, um ihre Erschütterung über die Tat des Sechzehnjährigen kundzutun, Gehässigkeiten gegen die Familie des ermordeten siebenjährigen Kindes und gegen die Familie des mordenden Sechzehnjährigen sozusagen demokratisch gerecht teilen.

Das Interview erinnert augenblicklich an einen Film von Charlie Chaplin aus dem Jahr 1947. Vor allem das Plädoyer von Monsieur Verdoux, angeklagt, Frauen ermordet zu haben.

Und ewig Appetit auf Motive. Dabei. Es wird schon lange gewußt, spätestens seit den Verliesen des Vatikans, es gibt die Tat ohne Motiv, den Mord ohne Motiv, den acte gratuit oder auch, wie von diesem Schriftsteller bereits im neunzehnten Jahrhundert bezeichnet, l′acte autochtone

Menschsein, Motiv genug.

Und singen nicht auf der ganzen Welt die Menschen gerne die eine Zeile von Johnny Cash, summen diese eine Zeile empathisch mit …

But I shot a man in Reno just to watch him die

Robert K im Dittes-Hof - Pragmatikhof der Welt

 

Merksatz des Medienpädagogen Norbert Steger zum Auswendiglernen: „Natürlich dürfen sie auch kritisch sein!“

Norbert Steger - Fernmedienunterricht - Radio 18-05-18 Morgenminute um sieben Uhr

Am Freitag, 18.05., gab Norbert Steger seinen ersten Radiounterricht im Gegenstand Medien, in der Sendung des österreichischen Rundfunks um sieben Uhr, also zu der Zeit, von der gewußt wird, morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung.

„es ist noch keine einschüchterung wenn ich einem kind erkläre du darfst nicht bei rot über die kreuzung gehen oder wenn ich sage du sollst nicht lügen und was passiert wenn trotzdem gelogen wird“

Die Kinder der Sendung, die Norbert Steger „nicht mit Journalisten vergleicht“, haben diese erste Fernstunde des Norbert Steger mit Rohrstockhintergrund wie folgt kurz zusammengefaßt:

„Seit gestern hat der ORF einen neuen Stiftungsratsvoristzenden. Der ehemalige FPÖ-Vizekanzler Norbert Steger wurde mit neun Gegenstimmen und einer Enthaltung gewählt. Im Vorfeld war er mit Drohungen gegenüber ORF-Mitarbeitern über ‚unbotmäßige Interviews‘ und mögliche Entlassungen aufgefallen. Aussagen, die erzieherische Zwecke gehabt haben, erklärt Steger nach der Wahl.“

Als Aufgabe für Journalistinnen und Journalisten gab Norbert Steger seinen Merksatz zum Auswendiglernen auf:

„natürlich dürfen sie auch kritisch sein“

Damit gab Norbert Steger eine Lehrstunde ganz in der „würdigen“ Tradition des österreichischen Hintergrunds …

Merksatz von Norbert Steger - Medienpädagoge - Natürlich dürfen sie auch kritisch sein

Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

Lega Nord - FPÖ - Lega-Nord-Kandidat schießt und verletzt Menschen

Beinahe ist das eingetroffen, was nicht sehr überrascht hätte. In der wichtigsten Nachrichtensendung des österreichischen Fernsehens um 19.30 Uhr wurde dann doch über den Mann in Italien in einem Sekundenbeitrag berichtet, am Samstag, dem 3. Februar 2018.

Über den Mann, der aus einem fahrenden Auto auf sechs Menschen schoß, sechs Menschen verletzte, einer ist ist lebensgefährlich verletzt.

Für Menschen aus Afrika, die Opfer von einem Lega-Nord-Kandidat werden, reicht ein Sekundenbeitrag. Erwähnt hat der ORF nicht, dass es ein Lega-Nord-Kandidat war, der ORF hatte sich gerade noch dazu durchringen können, zu erwähnen, er „soll den faschistischen Gruß“ …

Die Lega-Nord zu erwähnen, ist wohl nicht opportun, ist diese doch mit der identitären Regierungspartei in Österreich bruderschaftlich …

Opportun in Zeiten einer FPÖ-ÖVP-Regierung ist es allerdings, den Anführer der Lega-Nord zu zitieren, wie in der Collage gelesen werden kann:

„Ich hoffe, bald die Wahlen zu gewinnen, um Italien Sicherheit zurückzugeben“, sagte Lega-Nord-Chef Matteo Salvini in Hinblick auf die Tat.

Der Lega-Nord-Chef will also „Wahlen gewinnen, um Italien Sicherheit zurückzugeben“, nachdem ein Liga-Nord-Kandidat durch eine italienische Stadt fährt und auf Menschen schießt. Das wird dem montagsgemachten Vizekanzler in Österreich recht freuen, daß der ORF sofort einen Mann zitiert, der ihm „wichtiger Partner“ ist, wie er, der Vizekanzler in Österreich, auf der Plattform des Unternehmens Facebook schreibt:

Matteo Salvini ist Chef der Lega Nord (Italien) und wichtiger europäischer Partner unseres internationalen Bündnisses im Europaparlament. Er hat mit allem recht, was er hier sagt!

Was über den Lega-Nord-Mann sonst berichtet wird, wissen andere Medien als der ORF zu berichten, Berichte also, die auch dem ORF zum Zeitpunkt der Ausstrahlung, zum Zeitpunkt des Verfassens der freundlichen Berichterstattung für die ÖVP-FPÖ-Regierung …

Die Beamten fanden bei ihm eine Pistole. Medienberichten zufolge handelt es sich um den 28 Jahre alten Luca T., der bei Gemeindewahlen 2017 als Kandidat der rassistischen Lega Nord angetreten war. Den Berichten zufolge hat T. die Tat gestanden. Nach den Schüssen machte er laut Augenzeugen einen faschistischen Gruß vor einem Kriegsdenkmal der Stadt und schrie „Viva Italia!„.

Im Grunde ist eingetroffen, was nicht überrascht. Ein Sekundenbericht darüber, daß Menschen aus einem fahrenden Auto beschossen und verletzt werden, ist kein Bericht. Und dazu noch den Chef der Partei zu zitieren, aus deren Reihen der Mann kommt, der durch eine Stadt fährt, um auf Menschen zu schießen, das ist …

Der Lega-Nord-Kandidat schoß auf Menschen, von denen er aufgrund ihrer Hautfarbe annahm, sie kommen aus Afrika. Und dazu fällt dann auch gleich wieder ein, wie das Umfeld der FPÖ über Menschen spricht und schreibt, die sie aufgrund ihrer Hautfarbe meinen verunglimpfen zu dürfen, mehr, ein Recht dazu zu haben, sie es ihrer Treue und Ehre schuldig sind, derart über Menschen zu sprechen, zu schreiben …

Mediale Plattform für Dr. Georg Zakrajsek, Lobbyist für „Neger“, „Waffen“ und „Zigeuner“

Peter_ berichtet für FPÖ-Unzensuriert über „Invasion der Neger“ aus dem „Kriegsgebiet“

FPÖ-ZZ macht Soziologie verständlich: „So a Congo-Neger frißt s‘ z’samm“

Freiheitliche Unzensuriert.at: „Jeder tote Neger fällt unserem Land zur Last“

Patriotismus: „Ejakulat einflößen … Tauchkurs für Asylanten … 10 Minuten … ohne aufzutauchen“

Hofer-Gruß und Hofer-Wort von der „Invasion“

ÖVP-FPÖ-Regierung – Den neuen Stil beweist jetzt schon Tag für Tag FPÖ unzensuriert

„Das neu besetzte Innenministerium wird dabei behilflich sein …“

Die „ausgerotteten Neandertaler“ des Robert Lugar, der seine Geistesheimat nie verließ

Und Kapitel um Kapitel so weiter und so fort.

Für die Lega-Nord, aus deren Reihen jetzt einer vom Reden zum Schießen übergegangen ist, ist die FPÖ ein Vorbild, ihr Anführer möchte, wie erst in dieser Woche zu lesen war, mit Unterstützung der FPÖ die Wahlen in Italien gewinnen, um was … ach, ja: „die Sicherheit …“

NS Die Lega-Nord wird sich wohl nie zu Ute Bock geäußert haben. Das wurde nicht nachgeforscht. Es ist auch egal, was die Lega-Nord spricht. An den Taten sind, wie der derzeitige Bundeskanzler in Österreich es gerne spricht, zu messen … Egal ist nicht, daß ein Lega-Nord-Kandidat nun vom Reden zum Schießen …

Und so wird es noch einmal verständlich, weshalb die FPÖ Ute Bock nur Anwürfe entgegenbringen könnte, sie sogar als „Gesetzesbrecherin belangen“ wollte, weil für sie eben Menschen keine „Neger“ waren. Übrigens, die Speerspitze führte der montagsgemachte Infrastrukturminister …

FPÖ für Lega-Nord-Anführer Salvini ein Vorbild

 

 

Handlos im ORF der FPÖ ihr recht liebstes Lied von der „echten Arbeiterpartei“

Handlos - echte Arbeitrpartei

So wäre wohl der identitären Parlamentspartei ein Staatsfunk am rechtesten, in dem ihr werk- und feiertags gesungen ward, was sie so recht gern hört, wie am 12. November 2017 Brigitte Handlos in der „Pressestunde“. Sie sagt, die FPÖ sei doch eine „echte Arbeiterpartei“ …

Woher sie das wohl hat? Wahrscheinlich von den sogenannten und Wählerstromanalysen. Eine Analyse war das von ihr nicht. Eine Verwechslung ja. Wählerinnenstromanalyse verwechselt sie mit den Programmen von Parteien. Es wählen Arbeiter beispielsweise die FPÖ. Arbeiterinnen wählen aber auch Parteien, um es kurz zu sagen, mit einem zusätzlichen Blick in andere Staaten, der extremsten neoliberalen Ausrichtung, Parteien mit milliardenschweren Führern,

Identitäre Partei in der Pflicht des Kapitals

Auch eine freiheitliche Gemein-Schaft will nur Paläste und eine Rolex als Kopf, die für sie tickt

Fairness in der Übersetzung von zwei Parteien in Österreich: „Blondheit“ und „Kirchtag heit“

die nichts Positives in ihren Programmen für Arbeiter und Arbeiterinnen vorgesehen haben, sondern nur die größten Vorteile, vor allem die größten Steuervorteile, also keine Steuern für ihresgleichen herausholen wollen, zur größten Last der Menschen mit sogenannten kleinen Einkommen.

Vielleicht hat Brigitte Handlos – als Journalistin wird sie bestens informiert sein – davon gehört und daran gedacht, als sie sagt, „echte Arbeiterpartei“, daß erst vor kurzem im identitären Kreis nach der Melodie von „Die Arbeiter von Wien“ etwas gesungen wurde, das aber mit Arbeiter und Arbeiterinnen nichts zu tun hat … mißbrauchte Töne machen noch keine und vor allem keine „echte Arbeiterpartei“ …

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

Vielleicht ist es einem sogenannten Verleser nur geschuldet. Sie, Handlos, liest in der Vorbereitung auf die Pressestunde Arbeiterkreis statt „Atterseekreis“ … und schon kann aufgrund eines simplen Verlesers zu dem Schluß gekommen werden, eine Partei, die einen Arbeiterkreis hat, muß eine „echte Arbeiterpartei“ sein, zumal der Kreispräsident in der Regierungsverhandlungsobergruppe sitzt, aber sie hat keinen Arbeiterkreis, sondern einen „Atterseekreis“, und der hat mit Arbeiterinnen und Arbeitern nichts zu tun … 

Wer wird der nächste Gast von Brigitte Handlos in der Pressestunde sein? Vielleicht freut sich jetzt schon Sebastian Kurz darauf, von ihr mit zuvorkommenden Hand-und-Fuß-Argumenten beglückt zu werden, wenn es beispielsweise um den

Senkungswillen des Sebastian Kurz

bei Steuern und Abgaben gehen wird. Vielleicht wird er, Kurz, von ihr geadelt werden als echter Arbeiterführer ganz echt in der Tradition des „Arbeiterführers Kunschak“ …

Der österreichische Rundfunk muß also nicht mehr zu einem der FPÖ gesinnungsgemäß passenden Staatsfunk umgebaut werden,

FPÖ unzensuriert: „… nach der freiheitlichen Reform des ORF werden wir …“

das wird schon von selbst besorgt, wie etwa von Brigitte Handlos.

PS Brigitte Handlos fiel schon einmal mit ihren zuvorkommenden Hand-und-Fuß-Argumenten auf. Als der

ORF in den Schönborn zur Pressestunde

geladen war …

PPS Und weil es um die „Pressestunde“ geht, ist es nicht unpassend, was ein Mann, der nun zum Vizekanzler und Innenminister von Österreich gemacht werden soll, in Pressestunden so von sich gab:

Aufgehoben für die nächste Pressestunde: „Ohne Todesstreifen und Schießbefehl wirds nicht gehen“?

Ehe ein Hahn einmal kräht, hat He.-Chr. Strache dreimal verleugnet