Im Zentrum ein leitender Polizist – Die kurze Mittelmeerroute zu Kolonialismus und Ändern der Rechte

Im Zentrum Mittelmeerroute Kurz - Sobotka - Strache

Schon zum Ende  der Sendung „Im Zentrum“ am 25. Juni 2017 hin entspann sich noch ein Dialog zwischen Gerald Tatzgern und Gerald Knaus mit reitererschen Zwischenfragen. Wäre es ein gemalter Dialog, käme das Bild mit dem Titel „Ohne Worte“ aus. Und jeder Mensch verstünde dennoch auf Anhieb, ohne weitere Erklärung. Ein Bild das tiefste Betroffenheit auslöste, größte Erschütterung.

Gerald Tatzgern, ein Polizist, sprach davon, es müssen „Rechte geändert“ werden, aber er verbesserte sich rasch, damit es nicht so hart und unmißverständlich eindeutig klingt. Es ging dabei darum, einen Teil von Libyen zu besetzen, um dort die Auffanglager, die nun auch irgendeinen schön harmlosen Namen erhalten haben, zu errichten. Zu dem meinte Gerald Knaus, damit wieder beim „Kolonialismus“ … Für Gerald Tatzgern aber kein abwegiger Gedanke …

Mittelmeerroute - Kurzer Traum von einer KolonieTatzgern: „… ultimative variante gar nicht die grenze überschreiten können … praktisch gesehen … es müssen zeichen gesetzt werden … beginnen ein teilgebiet libyens so zu ordnen …“

Knaus: „… das heißt ein gebiet zu besetzen von libyen  … dann sind wir wieder beim kolonialismus …“

Tatzgern „… das kann ich nur befürworten … so diese mittelmeerroute zu schließen wir müssen heute beginnen wirklich beginnen die rechte zu ändern also rechtliche gegebenheiten zu schaffen praktische Gegebenheiten zu schaffen …“

So kurz, so schlecht. Oder, weil es um einen leitenden Polizisten im Bundeskriminalamt geht, kann auf den bereits verwendeten Spruch zurückgegriffen werden: so kurz, so sobotka, oder …

so etwas kommt heraus, wenn Sebastian Kurz spricht, der in Österreich ständig das Tischchen deckt, diesmal mit dem Schließen der Mittelmeerroute, und sein Ideenaas sogleich gierig verschlungen wird.

Das ist bereits mehr als genug, was zu dieser Sendung zu sagen ist. Unerwähnt allerdings darf nicht der Sendeschlußappell von Claudia Reiterer bleiben, es seien „so viele Ideen“ gehört worden, sie, Reiterer, hoffe, die Politik höre sie … Was sollen sie hören? Rechte ändern? Und für Österreich einen Kolonialismus ausrufen?

Ach, eine Sendung, in der es um das „Retten“ von Menschen … um das „Retten“ von Menschen? Wie kann es in einer Sendung das Retten von Menschen gehen, wenn bereits im Sendetitel das Retten mit einem Fragezeichen versehen wurde.

Soweit ist es also bereits in diesem Land, in diesem österreichischen Rundfunk, daß das Retten von Leben, und es geht hier um das Retten vor dem Tod, nur noch eine Frage ist, und keine Verpflichtung mehr.

Eines noch, wenn auch nebensächlich. Wer diskutierte noch mit? Es war Karin Kneissl. Für den ORF eine, nein, mehr schon, die „Afrika- und Nahost-Expertin“. Das mag sie schon sein, aber eine recht nach dem Geschmack der FPÖ. Mehr braucht nicht gesagt zu werden, über ihre Expertise. Die verdienen schon mal ein Gudenus-Küßchen …

Küßchen Küßchen Kneissl Gudenus

PS Zu Beginn der Sendung war die erste reiterersche Frage an Karin Kneissl, könne denn die Mittelmeerroute geschlossen werden … ein wenig später, als wer nicht über das Schließen sprechen wolle, sondern über die Ursachen, meinte Reiterer sofort, auf die Ursachen werde später …

Rom: Morde in der ORF-Berichterstattung

Es war zu erwarten, daß in der sogenannten Hauptnachrichtenfernsehsendung des österreichischen Rundfunks um 19.30 Uhr die Morde an drei Menschen nicht erwähnt werden.

Und das Erwartete traf ein. Es wurde nicht berichtet. Warum auch? Es waren drei Menschen, die heutzutage – worauf alle wohl sehr stolz sind – doch von vielen schon „Roma“ genannt werden, und nicht mehr … Aber darüber zu berichten, in der Hauptnachrichtenfernsehsendung des österreichischen Rundfunks, das ginge doch zu weit.

Vielleicht war es nur ein zeitliches Problem, schließlich mußte ausführlich über den Liedlwettbewerb berichtet werden, da doch heute der Sänger für Österreich … und was für Freundschaften er schon dort geschlossen hat, wo er heute auftritt, welche Liedchen noch eine Chance hätten, ein zweites Mal … Vielleicht hätten die drei Menschen – ein vierjähriges und ein achtjähriges Mädchen und eine Frau von zwanzig Jahren – in einem Hubschrauber in Tirol statt in einem Wohnwagen in Rom … ja, dann hätte es ZIB-1-Zeit gegeben, vielleicht, wie am 10. Mai 2017, oder wären sie nur irgendwie mit der „Islamistenszene“, ja, dann hätte es ZIB-1-Zeit gegeben, wie am 10. Mai 2017 über ein oder zwei Razzien in Deutschland ohne Verhaftungen … aber nur tote, umgebrachte Menschen aus einer „Roma-Familie“ zu sein, die noch dazu nur in einem Wohnwagen …

Und das gerade in dieser Woche. Was für ein „Fest der Freude“ am Heldenplatz, am 8. Mai 2017. Wie viele Beiträge dazu hat der österreichische Rundfunk dazu noch auf seiner Website abrufbar … es scheint für diese Menschen das Motto zu gelten: wer über diese Mordopfer schweigt in Gegenwart und Vergangenheit, gedenkt ihrer am tiefsten …

Und gerade in dieser Woche. Was für ein „Fest der Freude

„Ich weiß, ich gehöre nicht dazu.“

am Heldenplatz, am 8. Mai 2017. Und wie stolz wird die Redaktion der Umsonst heute auf sich sein, geschrieben zu haben: „Roma-Schwestern“ und nicht … Wohl auch stolz darauf, es zum Anlaß zu nehmen, Aufklärung zu betreiben, indem sie schreibt:

„Roma und Sinti in Italien
In Italien leben etwa 170.000 Roma und Sinti. Der Großteil hat keinen festen Wohnsitz oder Arbeitsplatz. Gewalttätige Übergriffe auf sie gab es in der Vergangenheit immer wieder.“

In der Umsonst wird wohl gütig gemeint werden, und auch darauf werden sie vielleicht noch mehr stolz sein, das helfe ihnen mehr, wenn geschrieben wird, der Großteil habe weder einen festen Wohnsitz noch einen Arbeitsplatz, als wenn geschrieben wird, wie von anderen Medien, sogar von einer österreichischen Zeitung wie der „Kleinen Zeitung“:

„In Italien leben rund 170.000 Roma und Sinti, von denen die Mehrzahl einen festen Wohnsitz und einen regulären Arbeitsplatz hat. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Übergriffen gegen Angehörige der Minderheiten.“

Das könne doch für „Roma und Sinti“ nie eine Hilfe sein, zu schreiben, die Mehrzahl habe einen festen Wohnsitz und einen regulären Arbeitsplatz.

Aber vielleicht ist das alles nur, also höchst banal und gar nicht böse, alles nur ein Lese-und-Abschreibe-Problem in der Umsonst und der Medienminister sollte weniger über Presseförderung als über Lese-und-Schreibe-Förderung für jene, die alle Bildung …

Morde in Rom - ORf und Umsonst heute 11-05-2017.jpg

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

Journalistenwatch - Österreich-Blog - Autoren für Deutschland.jpg

Es gibt nun die Aufregung, daß He.-Chr. Strache einen Text klammheimlich abgeschrieben hat, der zuvor bereits auf Journalistenwatch veröffentlicht wurde.

Das ist uninteressant, also was Strache tut. Was sollte er sonst tun? Er tut das, was in seinen Kreisen er gelernt hat. Das zum Beispiel schon Mauswiesel getan hat, also etwas von Journalistenwatch abschreiben – er ist halt, könnte gesagt werden, ein Mauswieselschüler. Und wo hat es Lehrmauswiesel veröffentlicht?

In der Abschreibefabriksbude seines Kreises, geschaffen einzig zum Fließbandkopieren und Fließbandabschreiben.

Interessant aber ist, wer für Journalistenwatch schreibt.

Wie in der Collage gelesen werden kann, wird eifrig über die Abschreibeübung des Mauswieselschülers berichtet. Es wird auch mitgeteilt, um was für einen Blog es sich bei Journalistenwatch handelt: es ist, wird geschrieben, ein „rechtspopulistischer Blog“.

Journalistenwatch  kann auch als österreichischer Blog bezeichnet werden. Journalistenwatch mit seinen „Autoren für Deutschland“ … Und woher kommen die „Autoren für Deutschland“? Aus Österreich.

Es sind, um aus einem Kapitel zu ziteren:

Thomas Böhm wird als „mehrmaliger Gastautor“ angeführt. Thomas Böhm ist Chefredakteur von „Journalistenwatch“ … für diese Seite schreiben, wie sie sich wohl selber in rechter Bescheidenheit verstehen, die besten Journalisten Österreichs, also u.a. Andreas Unterberger, Christian Ortner, Werner Reichel, wie hier nachgelesen werden kann: „Autoren für Deutschland“

Die Kronenzeitung schafft es nicht, wen will das wundern, „rechtspopulistischer Blog Journalistenwatch“ zu schreiben, für sie ist es einfach „aus dem Internet“, aber auch, und darum ist es erwähnenswert, dem ORF ist es nicht – aus welchen Gründen auch immer – genehm, die Mauswieselquelle Journalistenwach zu nennen, für den österreichischen Rundfunk hat der Mauswieselschüler halt einen Text von Frau Brinkmann von irgendwo … Wie sich die identitäre Parlamentspartei stets über den ORF beklagt … kann ein Mauswieselschüler denn noch besser behandelt werden? Was für ein Mauswieselvorzugschüler: er habe, erzählt der ORF, den Text einer Autorin „geglättet und ergänzt“, war dieser doch „etwas holprig“ … ja, das Deutsch des österreichischen Mannes ein Ewigvorbild für Menschen in Deutschland, sogar für jene, die die deutsche Sprache beruflich einsetzen, wie aktuell Gabriele Brinkmann, die für Metapedia einen Eintrag wert ist, von der schon einmal ein Buch einschlägig mißverstanden wurde, wie jetzt ihre Satire … Metapedia ist übrigens die Wissensquelle für … nach dem recht ungeheuren Wissen von Metapdia hätte Österreich jetzt, wäre er gewählt worden, einen „deutschen Politiker“ als Bundespräsidenten …

Zum nicht gewählten Bundespräsidenten fällt die nicht gewählte Bundespräsidentin ein, die bald „Im Namen des Volkes“ richten wird

Journalistenwatch - ÖsterreichblockBegnadet zu richten – wer Volk und wer nicht Volk – ist auch Herr Franz, nein, er ist nicht, wie sein Name vermuten lassen könnte, Kellner im Parlamentsbuffet, er ist ein Abgeordneter im österreichischen Parlament …

Dr. Marcus Franz, Volksvertreter: „Sie sind nicht das Volk.“

Seine Erwähnung hier ist geschuldet, wie in der Collage gelesen werden kann, dem recht ungeheuren Wissen von Metapedia: von der Verbindung von Journalistenwatch und Politically Incorrect: also einer Plattform,

Für PI österreichischer Nationalratsabgeordneter Dr. Marcus Franz ein Autor von recht hoher Qualität

auf der Herr Franz recht gern seinen kalten Geisteskaffee … Metapedia verbreitet also das recht ungeheure Wissen über Journalistenwatch, und das geht nicht ohne Nennung des Namens Michael Stürzenberger … zu diesem reichen die Hinweise auf Kapiteln, in denen er vorkommt:

Immerhin, ein „Nürnberg 2.0“ gegen die Regierung fordert He.-Chr. Strache nicht – Politik ist das trotzdem keine

Die „konservative Alternative“ der freiheitlichen Gemein-Schaft: „Zur Ausreise zwingen oder dem Glauben abschwören“

Wie lange es wohl noch dauern wird, daß von Österreich von einem, um es ebenso harmlos zu formulieren, wie es auch die Qualitätsmedien österreichischen Zuschnitts tun, nur noch von einem „rechtspopulistischen Land“ gesprochen werden wird?

Ortner Unterberger Reichel Autoren für Deutschland

ORF-Show: „Grüß Gott! Grüß Gott! Grüß Gott! Grüß Gott! Grüß Go…!“

Ulla Kramar-Schmid, zu den Zusehern und Zuseherinnen: „Grüß Gott!“

Ulla Kramar-Schmid, zu Christoph Schönborn: „Grüß Gott!“

Christoph Schönborn, zu Ulla Kramar-Schmid: „Grüß Gott!“

Ulla Kramar-Schmid, zu Hubert Patterer: „Grüß Gott!“

Hubert Patterer, Christoph Schönborn anblickend, zu beiden: „Grüß Gott!“

Das war der Beginn der Pressestunde am Sonntag, 9. April 2017.

Ein fünfmalig gekreistes „Grüß Gott“ für einen dreifältigen Gott, erschienen in der Gestalt von …

Und dann. Nun ja. Die Stunde der kritischen und unabhängigen Berichterstattung im Sinn des Herrn.

ORF in den Schönborn geladen zur Pressestunde

Wieder einmal. Und auch wieder einmal Hubert Patterer von der „Kleinen Zeitung“. Das ist aber kein Wunder, wie die christlichen Wunder generell keine Wunder sind, sondern faustdicke Lügen, Phantastereien, durch mannigfaltige Wirkstoffe hervorgerufene Halluzinationen, und niemals zweckfrei. Alle Mittel sind einer solchen Organisation heilig. Also auch die Pressestunde ein Mittel für kirchenpolitische Zwecke …

Ein Gott darf sich eben aussuchen, wer ihn interviewt. Und ein Gott sucht sich selbstverständlich nur wen aus, der sein Angestellter ist. Es muß ein Mensch schon dreifältig einfältig sein, darin keine Show respektive Messe eines objektiven und unabhängigen Interviews zu sehen. Denn. Wem gehört die „Kleine Zeitung“. Der Styria Media Group. Und wem gehört die Styria Media Group?

„98,3 Prozent der Styria sind im Besitz der Katholischen Medien Verein Privatstiftung (früher: Katholischer Preßverein der Diözese Graz-Seckau), 1,7 Prozent im Besitz des Katholischen Medien Vereins, der ebenfalls im Einflussbereich der Diözese steht. Die zweite Medienbeteiligung hält die Kirche am Niederösterreichischen Pressehaus (u. a. „NÖN“). Eigentümer sind das Bistum St. Pölten (54 Prozent), der Pressverein der Diözese St. Pölten (26 Prozent) und die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien (20 Prozent).“

Sonntags um 11 ist für Gott die Show noch in Ordnung … Im österreichischen Rundfunk.

Und sonst? Nun ja.

Kolossal, wie ein leitender Angestellter einer Organisation, die österreichische Gesetze nicht einhält,

Schönbornstandard oder die unerträgliche Propaganda der gewollten Gesetzesunwissenheit

Duzdar zu Österreich: „Frauenrechte stehen über der Religion“.

sich mokiert über das Zustandekommen eines Gesetzes; in diesem Fall der „Rentenleistung für misshandelte Heimkinder“. Es stellt sich doch ein wenig anders dar, wie der Parlamentskorrespondenz vom 6. April 2017 entnommen werden kann. Aber ist es ein Wunder, daß es in der Show anders … nein.

Kolossal, wie der leitende Angestellte wieder für die religiösen Zeichen im öffentlichen Raum …

Die Angst des Kardinals vor dem „Burkaverbot“

und auch kolossal, was dem leitenden Angestellten das Kreuz für ein Zeichen ist, nämlich eines für „Gerechtigkeit“ …

Wie wirkt das Kreuz?

Und was sonst noch? Ach, ja, die dreifaltige Lobpreisung bei Ausführung eines Kunststückes: an einem Tisch zu sitzen und gleichzeitig bäuchlings vor dem Chef des Chefs …

Das Übliche war es halt wieder. Auch kein Wunder. Von einem, der von einem Buch lebt, kann nicht erwartet werden, etwas anderes zu bringen, als eben dieses Buch hergibt, und dieses Buch gibt halt nicht mehr her. Und von einem Angestellten eines Unternehmens mit diesem Firmengründungsbuch kann nicht erwartet werden, daß er Fragen stellt, auf die es in diesem Buch keine Antworten gibt.

„Ich habe das auch überhaupt nicht despektierlich gemeint“. Ja, Ulla Kramar-Schmid weiß sich zu benehmen, sie kennt die Etikette, wie einem Gott gegenüber aufzutreten ist, es darf kurz nach Reformen in seiner Organisation gefragt werden, selbstverständlich „nicht despektierlich“, kritisch schon gar nicht.

„Ich habe das überhaupt nicht despektierlich gemeint.“

Eine bessere und genauere Zusammenfassung der Pressestunde respektive Show respektive Messe gibt es nicht; eine hervorragende Leistung des österreichischen Rundfunks.

Wie war der Schluß der Show?

Ulla Kramar-Schmid, zu den Zusehern und Zuseherinnen: „Auf Wiedersehen!“

Also kein, wieder einmal kein „Auf Wiederschauen, Gott!“ Schon gar nicht ein fünfmaliges „Auf Wiederschauen, Gott!“.

Dieser Gruß ist aber dringend einzuführen, kurz und prägnant: „Wiederschaun Gott!“ Nicht als Wunsch nach einem Wiedersehen gemeint, sondern das „Und auf Wiederschaun!“, wie es im Dialekt so schön heißt, als endgültige Verabschiedung. Pressestunde - die Grüß-Gott-Show des ORF.jpg

Memelauer und der arme Riedl-Daser

Memelauer-Orientierung - Christoph Riedl-Daser - Was ein armer Sprecher alles aufsagen muß.jpg

Und Christoph Riedl-Daser ist tatsächlich ein armer Mann. Denn er muß als Sprecher der Sendung „Orientierung“ des österreichischen Fernsehens Berichte ansagen, wie am heutigen Tage über den Bischof Michael Memelauer, bei denen zu fragen ist, wer schreibt im ORF all das Schöngefärbte, wer hat im ORF diesen Einfluß, um derart Schönfärberisches von Christoph Riedl-Daser aufsagen lassen …

Es dürfte auch die Bezahlung keine besondere sein. Denn Christoph Riedl-Daser muß, wie es scheint, allenthalben für den Lebensuntehalt zusätzliche Arbeiten übernehmen, wie etwa das Moderieren von Veranstaltungen,

ORF im Dienste von Ewald Stadler – Gehört Hochstapelei zu Österreich?

in denen dann Männer des Hochstapels auftreten – wohl auch für den ORF kein wirkliches Renommee.

Zur „mutigen Predigt“ des ehemaligen leitenden Angestellten der katholisch-römischen Filiale in Österreich zu Sylvester vor fünfundsiebzig Jahren kann nichts mehr hingezufügt werden. Denn. Es ist alles bereits festgehalten in

Kurt Scholz malt mit der memelauerischen Sylvesterpredigt 1941 schönfarbig weiter am milden katholischen Selbstbild.

Die scholzschen Zeichenminuten wurden 2015 auch vom ORF verbreitet, damals aber über seine Radiofrequenz.

Eines vielleicht. Im Fernsehbericht von diesem Sonntag wird die Frage gestellt, warum Memelauer zwar zur Euthanasie, aber sich nicht zur „zunehmenden Gewalt gegenüber Juden“ geäußert habe. Das soll wohl dem Bericht den kritischen und also mutigen Anstrich …

Aber wieder keine Erwähnung von Roma und Sinti. Wenn bedacht wird, wie diese Menschen in ganz Europa im 21. Jahrhundert weiter und immer weiter … dann sind sie zu erwähnen, nein, dann sind sie an erster Stelle zu nennen. Weshalb, das muß nicht ausgeführt werden, es kann nachgelesen werden.

Warum hat sich Memelauer nicht gegen die Verfolgung und Ermordung der Roma und Sinti gestellt? Diese Frage stellt sich auch vor dem Hintergrund der seit ein paar Tagen in Wien zu sehenden Ausstellung: „Wien nach Luther“.

Es wäre, nein, es ist hoch an der Zeit für eine gesamteuropäische Ausstellung in vielen europäischen Hauptstädten gleichzeitig: Brennen für Luther. Nicht nur als stationäre Ausstellung, sondern als Wanderausstellung, die in ganz Europa zu zeigen ist, nicht nur in den Städten, sondern auch in den Taldörfern, in den Bergdörfern … eine Wanderausstellung, die freilich nicht 1945 enden darf und auch nicht enden kann, weil die Geschichte gegen diese Menschen nicht zu Ende ist … Hierbei ist es tatsächlich angebracht, nicht nur über das Ende der Geschichte zu theoretisieren, sondern deren Ende zu fordern.

Die 7-Tage-24-Stunden-Show: Schöne neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden

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Wurde im gestrigen Kapitel noch von einer Idee

Wolfgang Sobotka macht ihnen den Panik

einer Unterhaltungssendung am Samstagabend für die ganze Familie erzählt, muß heute gesagt werden, jede Idee hinkt der Wirklichkeit hinterher. Denn diese Unterhaltungssendung gibt es bereits, und sie läuft nicht nur am Samstagabend, sondern an täglich vierundzwanzig Stunden lang, und das sieben Tage in der Woche.

Das Einzige, was dieser Show noch fehlt, ist das Ermittlungsverfahren  und die Preisverleihung.

An Kandidaten fehlt es nicht. Kandidatinnen sind und können Personen sein, sind und können Medien sein, sind und können Sendungen sein.

Gut im Rennen für den Gewinn ist durchaus die Sendung „heute Österreich“ mit dem Moderator Martin Ferdiny vom 20. Dezember 2016.

Was auch noch fehlt, das muß zugegeben werden, ein kurzer und knackiger Titel für diese 7-Tage-24-Stunden-Show. Schöne neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden“ ist als Titel in diesem Zeitalter des Emobets wohl viel zu lang und vor allem für viele schon viel zu unverständlich.

„Mach uns den Panik“ könnte noch von mehr Menschen verstanden werden, anziehender sein, aber ein noch zu korrekter, wenn auch kein schöner Satz. Zum Emobets-Zeitalter passender, einfach: „Mach Panik“. Und damit es auch tatsächlich alle verstehen, also auch jene, für die das Lesen von zwei Wörtern bereits die Herausforderung ihres Lebens ist, ein sprechendes Emoticon als Logo dazu entwerfen: ein Hengst erscheint dafür recht passend zu sein.schone-neue-terrorwelt-osterreich-sucht-seinen-terrorhelden-mach-panik 

Eine Hengststatue böte sich dann auch an, als Trophäe zu überreichen.

Gut im Rennen für den Gewinn der ersten Hengsttrophäe, wie oben bereits angedeutet, „heute österreich“ mit Moderator Martin Ferdiny. Diese Sendung vom 20. Dezember 2016 erfüllt alle Voraussetzungen, um als Favoritin gehandelt zu werden.

Großer Einstieg mit Bildern vom Weihnachtsmarkt mit der großen Frage – „Sicherheit“, wie „nicht in Angst und Panik“ zu verfallen sei, begleitet von dem großen Bericht „Menschen suchen Erklärungen“ … als ob es keine Erklärungen dafür gäbe, keine Antworten, als wäre noch nie etwas darüber geschrieben worden – das ist wohl wahr, es gibt noch kein Buch, das mit dem Emobet geschrieben wurde. Und wie nah und wie gefährlich es ist, zeigen die Bilder des Weihnachtsmarktes vor dem Wiener Rathaus – ja, Berlin ist nur ein Wiener Bezirk, die Innere Stadt, aber keine Angst, keine Panik, es spricht gleich ein Psychologe.

Und was diese Sendung und diesen Moderator zu den Favoriten für den Gewinn der ersten Hengsttrophäe macht, ist wohl der Bericht über eine Österreicherin, die in Berlin lebt, und dem Anschlag, so Ferdiny, nur „knapp“ entgangen ist. Und dann erzählt die Österreicherin, wie „knapp“ sie dem Anschlag entgangen ist. Wäre sie, die in der Nähe des Weihnachtsmarktes wohnt, nicht „krank“ gewesen, wäre sie wohl auch an diesem Tag auf den Weihnachtsmarkt gegangen … Es war also tatsächlich „knapp“. Wie leicht hätte es gerade in der an Wundern so reichen Adventzeit passieren können, daß dem Lastkraftwagen Flügel wachsen hätten können und er, gleich einem Flugzeug oder einem Engel, abheben hätte können, vom Weihnachtsmarkt aufsteigen hätte können, hinauf zu ihrer Wohnung, um durch das Fenster in ihr Zimmer sie im Bett, in dem sie krank darniederlag, zu über…

Was noch fehlt, wie gesagt, die große Preisverleihung. Die könnte allerdings, um auf die der Wirklichkeit hinterherhinkenden Idee zurückzukommen, als große Samstagabendshow als Eurovisionssendung …

ORF in den Schönborn geladen zur Pressestunde

Es ist bald Ostern. Und Christoph Schönborn lud deshalb wohl zur Pressestunde ein. Heute, am 29. März 2015, war der ORF geladen, im Schönborn zu sein. Brigitte Handlos und Hubert Patterer sind vorbildliche Gäste. Sie antworten mit ihren Fragen ganz im Geiste des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche … Sie wissen einfach, wo sie sich befinden, sie wissen zu genau, wie das Benehmen im Schönborn zu sein hat …

ORF - Handlos-Patterer im Sender SchönbornWie gefällig allgemein fallen ihre Antworten aus, wie überaus vorsichtig bewegen sie sich besonders im Innern des Senders Schönborn, als sie ihre Antworten zu den „Ausrutschern“ des derzeitigen Papstes geben. Und servieren Karnickel als Beilage zum Osterschinken. Patterer-Handlos wissen wohl, daß der von Jorge Mario Bergoglio zur selben Zeit gezogene Vergleich von Gendertheorie und Nationalsozialismus mehr als ein Ausrutscher ist, er mit dieser ungeheuerlichen Gleichsetzung gerade in Österreich höchsten Erklärungsbedarf hätte, und den nicht nur vor seinem eingebildeten Richter … Aber Handlos-Patterer wissen, wo sie sich befinden, im Schönborn, auf welchen weichen Stühlen sie Platz genommen haben … In den Schönborn wurde ein Journalist und eine Journalistin geladen, aber gekommen sind …

Es ist bald Ostern. Und so kann an das letzte Abendmahl erinnert werden, das das Opening war zu einer blutigen Menschheitsgeschichte über Jahrhunderte hinweg, und die nicht zu Ende ist, derzeit von einem anderen Organisierten Glauben schwerterführend … Würde stets beizeiten genau hingehört werden, was tatsächlich gesagt wird, was alles würde niemals geschehen. Von dem Heute aus, zu spät und für zukünftige Generationen noch nicht zu spät, eine Übersetzung des Berichts über den kick off to kick off:

Er nimmt das Brot und reicht es ihnen mit den Worten: Dies ist Euer Leib, den Ihr hingeben werdet. Ebenso nimmt er den Kelch und sagt: Dies ist Euer Blut, das Ihr vergießen werdet. Euer Blut und das Blut von vielen und vielen. Von Generationen und Generationen. Und zählen Eure Nachfahren die Generationen, werden sie wehklagen, das Blut von allen wurde vergossen. Getan zu keines Gedächtnis. Leer ist die Erde. Die ertränkt im Blut der ganzen Menschheit. Ich aber sage Euch, seid fröhlich, ohne Sorge, fürchtet mehr Euren Leib, als ihn freudig für mich hinzugeben. Und mehr Euer Blut, als es leicht für mich zu vergießen. Denn seht, aus dem Nichts, was des Kaisers ist, wächst ewig, was mein ist, in endloser Wiederkehr zu fallen in das Schwert, das Gott ist. Nehmet den Leib und gebet ihn hin, den Euren und den der Anderen. Lasset das Blut fließen, Eures und das der Anderen.