Konrad Paul Liessmann gibt heute in Salzburg eine Eröffnungsarie aus seiner Philosophieoper

Konrad Paul Liessmann und die Wiesingers

Was kann von der Eröffnungsarie des Konrad Paul Liessmann, die er in ein paar Stunden, wird jetzt beim Morgenkaffee gedacht, anstimmen wird, erwartet werden?

Nichts Neues.

Nichts Weltumspannendes.

Eine Philosophieoper eben.

Wie die ersten Häuser in diesem Land es nicht schaffen, Opern des 21. Jahrhunderts zu spielen, es gerade einmal ab und an, also äußerst selten bewerkstelligen, Opern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Bühne zu bringen, schafft es Konrad Paul Liessmann gerade noch in seiner Philosophieoper Adorno und Horkheimer auftreten zu lassen, wie in seinem Libretto über die Aufklärung, das von der Tageszeitung Der Standard im April 2016 veröffentlicht wurde und heute noch wegen eines Satzes vor allem Verbreitung findet.

Das übrige handlungstragende Personal in seinem Libretto aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert und dazu ein paar als Statisten aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts – Konrad Paul Liessmann philosophiert wie die Wiener Staatsoper programmiert … Die Karawanken sind die Grenzen des liessmannschen Zeit-Raumes.

Auch wenn stets nach einem Besuch der Staatsoper es notwendig ist, sich von den Spinnweben zu säubern, muß der Staatsoper doch zugestanden werden, ihr Publikum wenigstens mit internationalen … hingegen Konrad Paul Liessmann lediglich mit Spinnweben aus dem deutschsprachigen Gebiet – und das sogar bei dem Thema Aufklärung

Es kann, damit nicht gemeint wird, hier werde nur gescholten, auch der Besuch der Staatsoper, das Anhören einer Philosophieoper ein Genuß sein. Und zwei Männer, die das wohl recht sehr genießen können, darf vermutet werden, können sogar namentlich genannt werden: die Wiesingers.

Für den einen Wiesinger muß die ausgerufene Beendigung der Debatte über Burschenschaften ein Genuß sondergleichen

Für den anderen Wiesinger muß die Unterzeichnung des Aufforderungsbriefes, sprachlich zur Normalität zurückzukehren, ebenfalls ein Genuß 

Soher kann es, wie in der Collage zu lesen, verstanden werden, daß auch die Brunen den Satz aus dem liessmannschen Libretto ebenfalls recht gerne verbreiten … schließlich geht es auch ihnen um Aufklärung und recht schön von einem Wiesinger, also von Manfred, nicht von Peter ihre Montur illustriert …

PS Es ist nicht überlesen worden, daß Liessmann Voltaire erwähnt, aber wer erwähnt heutzutage nicht Voltaire? Voltaire als Angabe für den Einsatz für Meinungsfreiheit, wie sie etwa geliebt wird von … Voltaire kann also auch gesagt werden, wenn die ganze Welt, wie für Johann Gudenus, nicht größer als von Simmering bis Groß-Enzersdorf …

 

2 Gedanken zu „Konrad Paul Liessmann gibt heute in Salzburg eine Eröffnungsarie aus seiner Philosophieoper

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