„Völkeraustausch“ oder Markus Ripfl von der Hofer-FPÖ hat kein Licht zum Lesen von einem Bedeutungswörterbuch

Markus Ripfl hat kein Licht zum Lesen für Bedeutungswörterbücher

Es reicht vollkommen, die verwendeten Wörter zu lesen, um zu wissen, es ist inhaltslos, was Menschen, hauptsächlich aus der FPÖ, verbreiten, beispielsweise das von Markus Ripfl, einem Gemeinderat, am 18. August 2016 verwendete Wort „Völkeraustausch“ auf der Plattform des Unternehmens Twitter.

Bei einem Austausch wird etwas ausgetauscht. Zum Beispiel eine kaputte Birne gegen eine funktionierende Birne, um in einem Raum wieder Licht zu haben.

Zuwanderung heißt, es kommt ein Mensch in anderes Land, dafür wandert aber kein Mensch aus diesem Land ab. Soher passen Austausch und Zuwanderung nicht zu einander.

Markus Ripfl ist nach wie vor in Österreich. Es erfolgt also etwa gleich an der Grenze kein Austausch. Es kommt ein Mensch beispielsweise aus Syrien und es geht dafür Markus Ripfl nicht nach beispielsweise Afghanistan.

Markus Ripfl dürfte wohl seit langem, vielleicht schon seit seiner Geburt, in einer Wohnung mit nur kaputten Birnen leben, in die auch bei Tag kein Licht fällt, und so ist ihm die Möglichkeit genommen, je in einem Wörterbuch die Bedeutung von Wörtern nachzuschlagen. Und in den Räumen seiner identitären Parlamentspartei dürfte das Verbot des Lesens und des Weitergebens von Wörterbüchern lange schon umgesetzt sein.

Vielleicht erbarmt sich einmal ein Mensch und tauscht nicht nur Markus Ripfl die kaputten Birnen gegen funktionierende Birnen aus. Und das wäre ein Bildungsauftrag etwa an Helge Morgengrauen, in der von NR Wendelin Mölzer geführten ZZ ein Wörterbedeutungsbuch zur Lektüre zu empfehlen. Freilich müßte davor sich jemand aber nicht nur Helge Morgengrauen erbarmen, ihm zu lehren, daß es mehr Literatur gibt, als die von ihm empfohlene zur Wieder…

Vielleicht erbarmt sich ein Schulbuchverlag und verteilt im Oktober 2016 in Linz kostenlos Wörterbucher. Denn auch bei dieser Tagung mit Messe fehlt es mit Sicherheit vor allem an Bedeutungswörterbüchern. Und vielleicht findet sich auch eine Beleuchtungskörperherstellungsfirma, die zu jedem Wörterbuch gratis wenigstens eine Birne …

Ein Gedankenspiel beinahe zum Schluß. Käme es tatsächlich zu einem Austausch. Wie es Markus Ripfl meint. Es würde also Markus Ripfl Österreich verlassen, dafür ein anderer Mann nach Österreich kommen, also ein Austausch Mann gegen Mann. Wird dabei noch angenommen, um das vorwiegend von der FPÖ Behauptete aufzunehmen, der Austausch erfolgte zwischen einem Mann beispielsweise mit seiner IS-Gesinnung und Markus Ripfl mit seiner identitären Gesinnung, dann würde zwar ein personeller Austausch erfolgt sein, aber das veränderte Österreich nicht. Es bliebe bei dem, wie es ist. Zwei unwählbare Gesinnungen. Zwei Gesinnungen, denen widersprochen werden muß.

Möglicherweise ist Markus Ripfl gar nicht gegen Zuwanderung, sondern gegen Auswanderung – ohne Wörterbuch ist es nicht leicht, das richtige Wort zu verwenden, um sagen zu können, was gemeint werden will. Die Auswanderung ist doch für einen Markus Ripfl das Gefährliche, die Gefahr, Gesinnungsbrüder zu verlieren, wie etwa jenen Gesinnungsbruder, der Österreich verließ … Aber Markus Ripfl kann beruhigt werden, die Auswanderungswelle, die ohnehin nie eine Welle war, sondern nur ein Auswanderungsrinnsal, scheint gänzlich gebrochen.

Es wird nicht gewußt, wie sich Mannen etwa mit der IS-Gesinnung untereinander anreden, mit Bestimmtheit aber eine Anrede, die in Österreich keine Tradition begründen darf.

Gewußt aber wird, wie Mannen mit der identitären Gesinnung einander grüßen, mit einem unerträglichen traditionellen Gruß, der, ginge es nach dem Wunsche nicht nur eines Markus Ripfl, die unerträgliche Steigerung zum präsidentiellen Gruße noch erführe: „Kamerad“ …

3 Gedanken zu „„Völkeraustausch“ oder Markus Ripfl von der Hofer-FPÖ hat kein Licht zum Lesen von einem Bedeutungswörterbuch

  1. Pingback: Parlamentsdinghoferreferent Michael Ley: „Im Grunde verhalten wir uns wie umgedrehte Nationalsozialisten“ | Prono ever

  2. Pingback: Dietrich Mateschitz eröffnet demnächst modernste Moschee Europas | Prono ever

  3. Pingback: „Marsch für die Familie“: Das Haus des Herrn Schönborn promoted Katharina Deifel, Marschrednerin der Familie | Prono ever

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s