Buenos días, Futuro! Adiós, Pasado!

Nun hat also Hans Peter Haselsteiner eine Kampagne gestartet, eine Kampagne gegen Norbert Hofer. Eine Nicht-Kampagne. Eine Kampagne, die ebenfalls mit dem Schüren von Ängsten ihr Auslangen findet. Es könnte gesagt werden, Haselsteiner setzt das Angstschüren für etwas Positives ein, während die Hofer-FPÖ das Angstschüren ausschließlich für das Negativste des Negativen einsetzt.si-alexander-van-der-bellen-adios-senor-hofer

Weder von Haselsteiner ein Ja, noch von der Hofer-FPÖ ein Ja.

Nur Nein! Nein!

Das totale Nein der Hofer-FPÖ widergespiegelt von dem Nein des Hans Peter Haselsteiner.

Es gab schon einmal eine Nein-Kampagne. Eine NO-Kampagne. Und zwar in Chile. Zur Volksabstimmung 1988. Aber die NO-Kampagne in Chile war eine SI-Kampagne. Ein heiteres, fröhliches JA zur Zukunft. Eine SI-Kampagne also. Pinochet verlor und mußte abtreten.

Und eine solche heitere, fröhliche JA-Kampagne fehlt in Österreich. Die zwar ein deutliches NEIN sagt, zu dem, wofür die Hofer-FPÖ steht, zu dem, was die Hofer-FPÖ war und ist und bleiben wird, aber mehr noch und wichtiger: ein deutliches und konkretes JA zur Zukunft. Also keine in düsteren Bildern gezeichnete Zukunft, sondern den fröhlichen und angstlosen Aufbruch in die Zukunft. Wie eben die Kampagne in Chile im Jahr 1988, mit ihrer JA-Botschaft zur Zukunft und ihrem Nein zur Vergangenheit des Pinochet-Systems.

Was aber bietet Hans Peter Haselsteiner mit seiner Kampagne, die keine SI-Kampagne ist? Nein, Nein, Nein und Angst, nichts als Angst. Es sollen sich alle fürchten. Als ob es je schon einen Anlaß gab, sich zu fürchten – gar vor einem Hofer. Da lachen sogar die Hühner in den Legebatterien.

Was für ein freudloses Land dieses Österreich ist. Auf Seiten Haselsteiners Düsternis, auf Seiten Hofers nur das Düsterste der Düsternis.

Dabei kommt in der SI-Kampagne in Chile sogar ein Wiener Walzer vor, mit einem Wiener Walzer tanzen die Chilenen und die Chileninnen fröhlich und mit Zukunftsvertrauen und Zukunftszuversicht und konkreten Zukunftsvorstellungen Pinochet und sein Vergangenheitssystem aus dem Amt. In Österreich ist zu befürchten, gekrümmt und auf Stöcken gestützt werden Österreicherinnen und Österreicher Hofer mit seinem Vergangenheitssystem in das Amt schleppen.

Es wird wohl keine SI-Kampagne mehr geben, in diesem Land, nicht vor dem 4. Dezember und auch nicht vor den darauffolgenden Wahlen, in diesem Land Österreich.

PS Und was an dieser Kampagne von Hans Peter Haselsteiner auch störend ist, das ist das Gehabe eines alten Patriarchen, der meint, alles wird von wenigen Männern entschieden. Werch ein Illtum. Er meint, wie in Inseraten zu lesen ist, um ein Beispiel herauszugreifen, wenn Hofer kommt, dann kommt der Öxit, die Arbeitslosigkeit. Und meint damit wohl, wenn er, Haselsteiner, sich mit seiner Kampagne durchsetzt, dann kommt kein Öxit, keine Arbeitslosigkeit.

Es mag durchaus sein, daß die Hofer-FPÖ eine Volksabstimmung über einen Öxit anzettelt, mit zukunftsabweisender Volksbefragung zündeln will, aber der Öxit kommt nicht, nur weil die Hofer-FPÖ ihn will, sondern wenn ausschließlich die Menschen für einen Öxit stimmen. Und das ist nicht gesagt, daß sie sich für einen Öxit entscheiden würden. Aber Haselsteiner, ganz Herr und Gebieter, blendet die Menschen aus, auch für ihn zählen sie nicht, oder sie zählen für ihn als verschiebbare Masse … er meint, das alles sei bloß eine Sache der Herren, die sich für oder gegen etwas entscheiden und alles bestimmen. Werch ein Illtum. Hans Peter Haselsteiner erinnert an die EU-Volksabstimmung in Österreich, er erinnert daran, daß die FPÖ gegen einen Beitritt war und für einen Nichtbeitritt warb, mit einem für Werbung typischen Wahrheitsgehalt. Aber die Menschen stimmten mit einer überwältigenden Mehrheit für einen EU-Beitritt. Es war damals so etwas wie eine SI-Kampagne – österreichisch gedämpft zwar.

Buenos días, Futuro! Adiós, Pasado!

NS In Chile eröffnete ein NR-Präsident seinem germanischen Staatskünstler einst eine Ausstellung …

NNS Es war wohl ein Glück, daß es damals keine Haselsteiner-Kampagne gab, vielleicht wäre dann Österreich bis heute nicht ein EU-Mitglied.

3 Gedanken zu „Buenos días, Futuro! Adiós, Pasado!

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